Aktuelles/Termine

November 2017


Deutschland hat gewählt. Die Armen nicht.

Warum immer weniger Menschen aus prekären Schichten zur Wahl gehen und was sich ändern muss.

Immer weniger Menschen aus prekären Lebensverhältnissen finden den Weg zur Wahlurne. Die Ungleichheit bei den Wahlen hat sich in den letzten Jahren verschärft. Auch bei der Bundestagswahl 2017 hat sich dieser Trend kaum geändert. Es gilt weiterhin: „Je prekärer die Lebensverhältnisse in einem Stadtviertel oder Stimmbezirk, desto geringer die Wahlbeteiligung.“ Hierbei sind Langzeitarbeitslose überdurchschnittlich hoch bei den Nichtwählern vertreten. 

Die Veranstaltung „Deutschland hat gewählt. Die Armen nicht.“ will der Frage nachgehen, warum sich arme Menschen weniger an Wahlen beteiligen, welche Konsequenzen sich daraus für unsere Demokratie ergeben und was getan werden muss, damit sich arme Nichtwähler wieder beteiligen und ihre Themen in den Parlamenten repräsentiert werden.

Datum: 6. November 2017
Uhrzeit: 9.30 Uhr – 12.30 Uhr
Ort: Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Veranstalter (u.a.): Denkfabrik-Forum für Menschen am Rande, Sozialunternehmen NEUE ARBEIT gGmbH

Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie im Flyer hier:

 


Oktober 2017


Franziskuspreis: 2017

Bischof Fürst zeichnet nachhaltige Initiativen aus - mit dabei: das Projekt SubKultan der Betriebsseelsorge Ostwürrtemberg

Stuttgart. 5. Oktober 2017. Mit dem Franziskuspreis der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat Bischof Gebhard Fürst Projekte und Initiativen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für die Bewahrung der Schöpfung sowie nachhaltige Entwicklung einsetzen. Den mit 6.000 Euro dotierten Hauptpreis überreichte er am Mittwochabend (4. Oktober) im Stuttgarter Haus der Katholischen Kirche der Kinderstiftung Ulm/Donau-Iller für das Projekt „Grünfinder“. Den mit 2.000 Euro ausgestatteten zweiten Preis erhielt der Verein „Behindertenschule am Himalaya e.V.“, der in der Seelsorgeeinheit Künzelsau angesiedelt ist.

Anerkennungspreise in Höhe von je 1.000 Euro gingen an die Katholische Betriebsseelsorge Ostwürttemberg mit dem Projekt „SubKULTan“ sowie an die „Aktion Hoffnung Rottenburg-Stuttgart e.V.“  (...) Das Projekt „SubKULTan“ der Katholische Betriebsseelsorge Ostwürttemberg lobte Staatssekretär Baumann für die Einbindung sozialer, kultureller und ökologischer Aspekte in einen lokalen Kontext.

Im Rahmen des selbstorganisierten Projekts erhielten Langzeitarbeitslose eine Perspektive, da sie ihr Schicksal wieder in die eigene Hand nehmen könnten. Mit seinen künstlerischen und kulturellen Elementen sowie dem liebevoll und kreativ gestalteten Gartenprojekt in der Innenstadt von Aalen leiste das Projekt einen wertvollen Beitrag zu einer ökologischen Stadtentwicklung, so Baumann weiter."

(Quelle: Homepage Diözese Rottenburg-Stuttgart)

Lesen Sie hier den vollständigen Bericht:

Hier gehts zur Website von SubKultan:  http://www.aalen-betriebsseelsorge.de/html/subkultan.html



Bischof Dr. Fürst (l.) und Staatssekretär Andre Baumann mit Vertretern des Projekts „SubKULTan“. Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart/Manuela Pfann

"Welttag für menschenwürdige Arbeit" - 07.10.2017

Menschenwürdige Arbeit ist ein Menschenrecht -
Kirche und Gewerkschaften fordern konkrete Zusagen im Koalitionsvertrag

(AACHEN/ BONN/ KöLN/ BERLIN 5. OKTOBER 2017)
"ANLäSSLICH DES WELTTAGS FüR MENSCHENWüRDIGE ARBEIT AM 7. OKTOBER FORDERN DER DEUTSCHE GEWERKSCHAFTSBUND (DGB), MISEREOR, DIE DEUTSCHE KOMMISSION JUSTITIA ET PAX, DIE KATHOLISCHE ARBEITNEHMER-BEWEGUNG DEUTSCHLANDS, DAS LATEINAMERIKA-HILFSWERK ADVENIAT UND KOLPING INTERNATIONAL DIE KüNFTIGEN REGIERUNGSPARTEIEN AUF, IM KOALITIONSVERTRAG KONKRETE SCHRITTE ZUR SICHERUNG DER MENSCHENWüRDE IN DER WIRTSCHAFT HIERZULANDE UND WELTWEIT ZU VEREINBAREN. SOZIALE RECHTE MüSSTEN PRIORITäT HABEN UND DüRFTEN VON DER KüNFTIGEN REGIERUNG NICHT IN FRAGE GESTELLT WERDEN (...).

AUSBEUTERISCHE ARBEITSBEDINGUNGEN KONSEQUENT BEKÄMPFEN

Die Gewerkschaften und Kirchen fordern die künftige Bundesregierung auf, auch in Deutschland ausbeuterische Arbeitsbedingungen konsequent zu bekämpfen. "Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen sind nicht hinnehmbar, sei es bei Wanderarbeitnehmern auf Baustellen oder in der Fleischindustrie", sagt der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann. "Die Handlungsmöglichkeiten für Gewerkschaften müssen gestärkt werden und bei grenzüberschreitenden Arbeiten dürfen keine rechtsfreien Räume entstehen. Zur konkreten Durchsetzung der Rechte bedarf es wirkungsvoller Arbeitsinspektionen in allen Ländern", so Hoffmann. Dadurch werde einer Zersplitterung der Überwachungs- und Kontrollbehörden entgegengewirkt.

Zudem müsse ein Verbandsklagerecht im Arbeitsrecht eingeführt werden.

Die kollektive Interessenvertretung schütze die Akteure und erleichtere die Durchsetzbarkeit ihrer Ansprüche."

Hier geht es Presseerklärung im pdf-Format:


WELTTAG FÜR MENSCHENWÜRDIGE ARBEIT 2017

GUTE PFLEGE FAIR GESTALTET – GERECHT ENTLOHNT

SAMSTAG, 7. OKTOBER 2017, 18:00 UHR
Ort:  DOMKIRCHE ST. EBERHARD
Eucharistiefeier mit Diözesan-Caritasdirektor Oliver Merkelbach


SAMSTAG, 07. Oktober 2017, 19.15 UHR
Ort: Haus der Katholischen Kirche. Stuttgart, Königstraße 7
Einführung in die Ausstellung

„MENSCHLICH | SOZIAL | GERECHT“ Gespräch mit Pflegenden:

GUTE PFLEGE: fair gestaltet – gerecht entlohnt
anschl. Imbiss

DIE AUSSTELLUNG MENSCHLICH | SOZIAL | GERECHT

Gute Pflege ist mehr als… des KAB-Diözesanverbands Rottenburg-Stuttgart ist vom 4. – 14. Oktober 2017, täglich von 9:00 – 19:00 Uhr geöffnet (außer an Sonn-/Feiertagen) Der Welttag für menschenwürdige Arbeit wurde als internationaler Tag für gute Arbeit vom Internationalen Gewerkschaftsbund IGB im Jahr 2008 das erste Mal begangen. Jedes Jahr treten an diesem Tag Menschen weltweit für menschenwürdige Arbeit ein. In Deutschland wird besonders auf das Vordringen prekärer Beschäftigung und die Ausweitung der Niedriglohnbeschäftigung hingewiesen. Mit den Pflegeberufen kommt ein Arbeitsfeld in den Blick, in dem oft nur nach der Menschenwürde der Pflegebedürftigen gefragt wird. Wie sieht es umgekehrt aus? Unter welchen Bedingungen und zu welchen Konditionen arbeiten Pflegekräfte?

Sie leisten einen für die Gesellschaft unverzichtbaren Dienst.

Hier geht es zum InfoFlyer:


Juli 2017


Bündnis Bildungszeit für Baden-Württemberg

Mit dem Bildungszeitgesetz Baden-Württemberg wurden 2015 die Voraussetzungen dafür geschaffen, die berufliche und politische Weiterbildung sowie die Qualifizierung für das Ehrenamt weiter zu entwickeln, zu fördern und auszubauen. Bildungszeit ermöglicht es Beschäftigten, sich qualifiziert am gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und beruflichen Leben zu beteiligen.

Die Auswahl über Bildungszeitmaßnahmen trifft dabei allein der Beschäftigte.

Der Gesetzgeber hat damit auf den demografischen Wandel, den wachsenden Fachkräftebedarf der Wirtschaft, die beschleunigten Innovationszyklen, den Strukturwandel in der Arbeitswelt sowie die steigenden Anforderungen an das ehrenamtliche Engagement reagiert und ist damit auch der internationalen Verpflichtung nachgekommen die Übereinkunft Nr. 140 der International-Labour-Organisation in Landesrecht umzusetzen.

Das Bündnis und seine Verbände werben daher aktiv bei den Beschäftigten, die Möglichkeiten der Bildungszeit zu nutzen und haben entsprechende Bildungsangebote entwickelt.

Hier geht es zum aktuellen Flyer

Weitere Informationen finden sich hier:  www.bildungszeitgesetz.de

 


Als Kooperationspartner laden wir Sie herzlich ein zur

Internationalen Abschlusstagung des Projekts smart factory

Arbeitsbeziehungen und sozialer Dialog unter dem Anpassungsdruck der fortschreitenden Digitalisierung der Wirtschaft und der Industrie (Industrie 4.0) –Vergleichend angelegte wissenschaftliche Studien mit Ergebnistransfer 

am Freitag, 7. Juli 2017, 9.00 bis 16.00 Uhr
im Haus der Katholischen Kirche (Eugen-Bolz-Saal),
Königstraße 7, 70173 Stuttgart

Im Eingangsvortrag analysiert Dr. Erika Mezger von Eurofound Dublin „Chance und Herausforderungen der Digitalisierung für Arbeit, Beschäftigung und den Sozialen Dialog". Expertinnen und Experten aus Baden-Württemberg, Katalonien, der Lombardei und Westschweden haben Perspektiven zur Digitalisierung der Arbeitswelt aus mikro-, makroökonomischer und gesellschaftlicher Sicht sowie Zukunftsszenarien in einem Zeithorizont bis 2030 diskutiert und stellen vergleichende Projektergebnisse vor. In einer internationalen Expertenrunde werden danach Handlungsmöglichkeiten im Betrieb und in der Arbeitswelt erörtert.

Sie sind herzlich eingeladen, mit uns zu diskutieren. 

Wir gehen davon aus, dass mit Betriebsratsbeschluss eine Freistellung nach §37.6 BetrVG möglich ist.

Zur Hintergrundinformation über das Projekt verweisen wir ergänzend auf die Webseite  sf-eu.net .

Hier finden Sie den Ausschreibungsflyer

Wir bitten um Anmeldung bis Dienstag, 4. Juli 2017 an  kreuzkamp@acli.de 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.


Juni 2017


Vertiefungsseminar SGB II Zweitägige Schulung zur Qualifizierung von Begleiter_innen und Berater_innen

Die zweitägige Schulung bietet eine Vertiefung über das Leistungssystem SGB II, der Grundsicherung für Arbeitsuchende, auch als „Hartz IV“ bekannt.

Diese Schulung richtet sich vor allem an engagierte Menschen, die bereit sind, in ihrer Freizeit ehrenamtlich den Betroffenen zur Seite zu stehen, aber auch an Menschen die selbst betroffen sind, oder einfach Interesse an der Materie haben. Auch Mitarbeiter_innen anderer sozialer Organisationen können gerne teilnehmen.

Durch den Besuch der Qualifizierung wird rechtliches Grundwissen erworben, das für eine sichere und wirkungsvolle Begleitung und Beratung von Erwerbslosen notwendig ist.

Die Schulung baut auf Grundlagenwissen auf, das z. B. durch die zweitägige Schulung der Arbeiterbildung e. V. im Februar dieses Jahres erworben wurde. Personen mit rechtlichen Vorkenntnissen können sich gerne ebenfalls anmelden.

 

Zeiten: Samstag/ Sonntag, 24./ 25. Juni 2017, jeweils 9:00 – 16:00 Uhr

Ort: Reutlingen Innenstadt, Ort wird noch mitgeteilt

Leitung: Samstag – Rechtsanwalt Daniel Dohmel, Reutlingen

Sonntag – Anja Schnell, Diplom-Sozialpädagogin (FH), Andreas Hauser, staatlich anerkannter Sozialarbeiter (BA Sozialwesen)

 

Inhalte:

Samstag: Rechtliche Grundlagen - Kurze Wiederholung wichtiger Grundlagen SGB II - Leistungsausschlüsse - Einkommen und dessen Anrechnung - Sanktionen, Aufhebung und Rückforderung, Anrechnung

Sonntag: Übungen an Praxisbeispielen und Vertiefung Arbeitsförderung - aktive Arbeitsförderung: Übersicht über mögliche Leistungen - Vertiefung zur Eingliederungsvereinbarung - Vertiefung zu den „Kosten der Unterkunft und Heizung“ - ggfs. Übungen zum Vortag

Für Getränke und ausreichend Pausen wird gesorgt, Mittagessen sind nicht enthalten.

Die Teilnehmer_innen werden gebeten, aktuelle Gesetzestexte zum SGB II sowie SGB I, SGB III und SGB X mitzubringen. Einige Leihexemplare stehen vor Ort zusätzlich bereit.

Die Teilnahme ist kostenfrei, aber an die Einhaltung der Teilnahmebedingungen und Anmeldung bis zum 22. Juni 2017 (beides: www.arbi-rt.de zu finden) gebunden.

An die Arbeiterbildung e. V. Lederstraße 86 72764 Reutlingen

Hier die vollständige Ausschreibung:

 

 


Erwerbslosenfachtagung 2017

Tatort Sozialstaat: Erwartungen – Enttäuschungen –politische Folgen

 

21. bis 23. Juni 2017 - Bad Herrenalb

Kooperationspartner:

KDA Baden, KDA Württemberg, DGB Baden-Württemberg, Diakonisches Werk Baden und Württemberg, Katholische Betriebsseelsorge

Im Vorfeld der Bundestagswahl ist das Thema soziale Gerechtigkeit erneut verstärkt in den Blickpunkt der politischen Auseinandersetzung geraten, werden Korrekturen an der Agenda-Politik und den Hartz-Gesetzen ins Auge gefasst. Dies geschieht nicht zuletzt auf dem Hintergrund, dass sich in den letzten Jahren die Schere arm-reich weiter geöffnet hat, prekäre Beschäftigung zugenommen hat und entgegen dem Trend beim Rückgang der Arbeitslosenzahlen die Zahl der Bezieher von Grundsicherung gleichbleibend hoch ist. Ob mit den jetzt diskutierten Vorschlägen eine Verbesserung der Situation von Arbeitslosen und von Arbeitslosigkeit bedrohten Menschen tatsächlich eintritt ist, bleibt abzuwarten.

Erwerbslose haben an die Politik inzwischen geringe Erwartungen. Ein hoher Anteil gehört zu den Nichtwählern. In einer Studie „Demokratie ohne Langzeitarbeitslose“ werden die Motive erwerbsloser Nichtwähler erforscht (...).

Hier geht es zur Ausschreibung mit Programm und Anmeldehinweisen:


Buchvorstellung: Miguel Angel Alvarado (u.a): La guerra que nos ocultan - (Der verborgene Krieg)

Montag, 19.06.2017, 19:00 Uhr
Welthaus, Stuttgart - Globales Klassenzimmer - Charlottenstr. 17, 70173 Stuttgart

Die Veranstaltung findet zweisprachig mit Übersetzung statt

Wir laden herzlich ein zur Buchvorstellung La guerra que nos ocultan und zum Gespräch mit Miguel Ángel Alvarado, Mitautor des Buches. Was verbirgt sich hinter dem Verschwinden der 43 Studenten aus Ayotzinapa?

Wie kann man das Drama von Straflosigkeit und Unterdrückung verstehen, in das Regierung, Militär, Bergbauunternehmen und das organisierte Verbrechen in Mexiko verwickelt sind? Welchen Krieg führt die Regierung?

Was wird vor der Bevölkerung verborgen?

Ausgehend vom Tod des Studenten Julio César Mondragón Fontes enthüllen die Autoren Fakten über ein von Gewalt und Korruption geprägtes Mexiko.

Sie beschreiben die Geschäfte der multinationalen Bergbauunternehmen, die die Bodenschätze rücksichtslos ausbeuten und straffrei Menschen-rechtsverletzungen begehen. Verbrechen, Menschenrechtsverletzungen, die Unterschlagung von Beweismitteln und fehlerhafte Untersuchungen untergraben wie nie zuvor die soziale Stabilität Mexikos (...)

Veranstalter:  Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko, Ev. Akademie Bad Boll, Betriebsseelsorge  Rottenburg-Stuttgart          

Hier finden Sie die Einladung als pdf-Dokument zum Download:

 


Mai 2017


Arbeitsbedingungen in einer globalisierten Welt

(Mai 2017): DGB und Justitia et Pax fordern Stärkung der Arbeitsinspektion in Deutschland und weltweit

„Immer wieder erregen Skandale um Arbeitsbedingungen auf Baustellen, in der Fleischindustrie, in Privathaushalten, in Textilfabriken die öffentliche Aufmerksamkeit. Solche Skandale ereignen sich nicht alle weit weg in fernen Ländern sondern auch hier in Deutschland, also vor der eigenen Haustür. Das Recht auf menschenwürdige Arbeit muss überall gelten“, fordert der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax Bischof Dr. Stephan Ackermann.

Anlässlich des Gipfel-Treffens der G20- Arbeitsminister am 18./19. Mai 2017 in Bad Neuenahr, veröffentlicht die Deutsche Kommission Justitia et Pax zusammen mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund ein gemeinsames Positionspapier ‚Arbeitsinspektion in einer globalisierten Welt‘. „Da die Ursachen solcher Skandale in den meisten Fällen in gesetzeswidrigen Handlungen liegen, ist es Aufgabe des Staates, diese kriminellen Tätigkeiten zu ahnden und zu verhindern. Die Arbeitsinspektion ist ein zentrales Instrument des Staates, dieser Aufgabe nachzukommen“, so Annelie Buntenbach, Vorstandsmitglied des deutschen Gewerkschaftsbundes.

Der DGB und Justitia et Pax sehen gravierende Defizite in der Ausgestaltung der Arbeitsinspektion in Deutschland. So bemängeln sie z.B. eine starke Zersplitterung der Überwachungs- und Kontrollbehörden, die zu einer uneffektiven Arbeitsweise führt. Zudem werden die einzelnen Beschäftigten nicht bei der Einklagung ihrer Rechte unterstützt (...).

Das Positionspapier "Arbeitsinspektionen in einer globalisierten Welt" wurde im Gesprächskreis Gewerkschaften und Kirchen (Deutsche Kommission Justitia et Pax) erarbeitet, die Betriebsseelsorge war durch Betriebsseelsorger Wolfgang Herrmann (Stuttgart) vertreten.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung

Hier geht es zum Download des Dokumentes (pdf): Arbeitsinspektionen in einer globalisierten Welt





Farbe bekennen für Demokratie und eine offene Gesellschaft


23. Mai 2017 11:55 Uhr Schlossplatz Stuttgart

Am 23. Mai 1949 wurde unser Grundgesetz verkündet. Es sichert jene Rechte zu, die unsere De-mokratie schützen und unsere offene Gesellschaft ermöglichen: Menschenwürde, Religionsfrei-heit, Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit und Schutz der Person, Koalitionsfreiheit und Presse-freiheit und viele andere mehr.

Gegenwärtig kann man bei vielen politischen Entwicklungen hier und im Ausland erleben, dass Grundrechte respektlos und auf populistische Weise in Frage gestellt werden.

Wir möchten ein deutliches Zeichen dafür setzen, dass die Grundlagen unseres freiheitlichen Rechtsstaats für uns nicht zur Disposition stehen. Sie sind die Voraussetzung für eine demokratisch verfasste, offene, plurale Gesellschaft.

In acht Städten in Baden-Württemberg treffen sich am 23. Mai Menschen zu einer „Öffentlichen Mittagspause“, um Farbe zu bekennen für Demokratie und eine offene Gesellschaft. Mit dabei sind Gewerkschaften und Arbeitgeber, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Sozial- und Sport-verbände, Umwelt- und Friedensorganisationen und viele andere Gruppen und Initiativen. Wenn Sie mögen, dann bringen Sie Fahnen, Trikots, Mützen, Banner mit. Sie zeigen so, wie bunt und vielfältig das positive Engagement für die Grundrechte ist! Oder kommen Sie spontan wie Sie sind von Ihrem Arbeitsplatz oder wo immer Sie sich aufhalten.

In Stuttgart, 11:55 bis 12:55, auf dem Schlossplatz

Hier finden Sie den Aufruf zur Aktion Farbe bekennen

Hier finden Sie das Plakat zur Aktion Farbe bekennen


Das DGB-Projekt "Faire Mobilität" hat seit heute eine zweite Homepage

(Berlin, 16.5.2017) Die neue Homepage  www.fair-arbeiten.eu richtet sich direkt an Menschen aus anderen EU-Ländern, die planen in Deutschland zu arbeiten oder schon in Deutschland angekommen sind. Die Seite funktioniert auf Polnisch, Rumänisch, Bulgarisch, Kroatisch, Ungarisch und Deutsch. In naher Zukunft sollen zudem die Informationen auf Englisch zugänglich gemacht werden. Allen Artikeln auf der Seite ist ein Datum zugeordnet, so dass erkennbar ist, wann die Informationen überarbeitet wurden.

Zudem finden sich auf der Homepage Flyer und Materialien, die seit Bestehen von "Faire Mobilität" entwickelt wurden. Nach und nach werden neue Informationsmaterialien eingestellt und die vorhandenen Informationen/Übersetzungen ein Update erfahren.

Die bisherig Homepage  www.faire-mobilitaet.de  bleibt erhalten und dienst vor allem dem deutschsprachigen (Fach-)Publikum.




 

Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

Infoflyer Umkleidezeiten: Hol dir, was dir zusteht!

(21.4.2017) Der Informationsflyer der NGG "Umkleidezeiten - Hol dir, was dir zusteht" informiert in sechs Sprachen über die Rechte von Beschäftigten bei der Bezahlung von Umkleide- und Wegezeiten durch den Arbeitgeber. Wenn der Arbeitgeber das Tragen einer bestimmten Kleidung vorschreibt und das Umkleiden im Betrieb erfolgen muss, dann muss auch das Umkleiden bezahlt werden. Da die Arbeit in diesem Falle mit dem Umkleiden beginnt, zählen auch die innerbetrieblichen Wege zur Arbeitszeit. Das gilt, wenn der Arbeitgeber das Umkleiden nicht am Arbeitsplatz ermöglicht, sondern dafür eine vom Arbeitsplatz getrennte Umkleidestelle einrichtet, die der Arbeitnehmer zwingend benutzen muss.

Die NGG rät dazu, diese Ansprüche regelmäßig und rechtzeitig einzufordern. Der Flyer enthält ein entsprechendes Musterformular.

 

Hier finden Sie den deutschen Info-Flyer:

  

 Hier können Sie alle Info-Flyer herunterladen.


Fachtag | Diskriminierung in der Arbeitswelt

Termin: 23.05.2017, 09:30 bis 16:15

Ort: Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stuttgart

 

Der Fachtag thematisiert Antidiskriminierung in der Arbeitswelt, Kooperationen von Personal- und Betriebsräten mit Antidiskriminierungsstellen und weitere verwandte Fragen. Die Mitarbeiterinnen Dorota Kempter und Stanislava Rupp (Prokte Faire Mobilität Stuttgart) richten im Rahmen des Fachtages einen Workshop zu Erfahrungen aus der Beratungsarbeit aus.

 

Hier geht es zur Ausschreibung/Anmeldung:

 



Farbe bekennen! - Eine Initiative zum Verfassungstag am 23.5.

 

Das Anliegen:

Demokratie braucht wache, engagierte Demokratinnen und Demokraten!

Die erstarkten rechtspopulistischen Tendenzen in Deutschland, Europa und darüber hinaus lassen deutlich werden: Demokratie und eine offene Gesellschaft sind keine Selbstverständlichkeit. Sie sind gefährdet, wenn sich ihre Bürgerinnen und Bürger nicht aktiv dafür einsetzen. Es gilt Farbe zu bekennen für die repräsentative Demokratie und eine offene Gesellschaft.

Der 23. Mai bietet sich für ein solch öffentliches Bekenntnis besonders an. Denn an diesem Tag jährt sich die feierliche Verkündigung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. in dessen Präambel heißt es:

„im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.“

Laut Art. 3, des GG darf niemand „wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“ Auch die Meinungs- und Pressefreiheit wie auch das Asylrecht für politisch Verfolgte gehören zu den Grundlagen unserer Demokratie.

Wir wollen am Jahrestag des Grundgesetzes 5 vor 12 für eine Stunde zu einer öffentlichen Mittagspause zusammenkommen, um uns als wache Demokratinnen und Demokraten Farbe zu bekennen zu einer offenen Gesellschaft in demokratischer Verfassung.

Die Veranstaltungsidee und Initiative entstand im Kreis von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der „Hauptabteilung Kirche und Gesellschaft“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Für die Durchführung der Aktion in der Landeshauptstadt Stuttgart übernimmt die Diözese dienstleistend die Aufgabe der Vorbereitung, Koordination und Anmeldung der Versammlung.

Weitere Informationen auf  www.farbe-bekennen-fuer-demokratie.info

bzw. hier:

 


Tagesseminar:

Veränderte Produktionsbedingungen in der Fertigung und als Herausforderung für Unternehmensführung und Beschäftigte

Die Maschinenfabrik ALFING Kessler GmbH steht für höchste Kompetenz in Kurbelwellen. In über 100 Jahren wurden mehr als 9 Mio. Kurbelwellen produziert. Auf einer Produktionsfläche von über 114.000 m² fertigt sie mit modernsten Fertigungseinrichtungen und exzellentem Technologiewissen Kurbelwellen bis zu 8 m Länge. Als mittelständisches Unternehmen mit rund 1.150 Mitarbeitern ist die Maschinenfabrik ALFING Kessler global ausgerichtet und hat sich auf den Weltmärkten eine herausragende Position erarbeitet. Im Bereich Großkurbelwellen von 1,5 bis 8 m Länge ist die Maschinenfabrik ALFING Kessler der weltgrößte unabhängige Anbieter. Der Geschäftsbereich Pkw-Kurbelwellen produziert einbaufertige Kurbelwellen für Automotive-Motoren mit Drehzahlen bis zu 20. 000 U/min. (Info: mafade.alfing.de). Und doch kommt es immer wieder auch zu Umsatzeinbrüchen und Personalabbau.

Welche Veränderungen kommen auf die Beschäftigten zu? Wie stellt sich der Betriebsrat zu den veränderten Produktionsbedingungen? Diesen Fragen geht das Tagesseminar des Ökumen. Betriebs- und Personalräte-/MAV-Treffs Böblingen nach.

 

Zielgruppe: Für Betriebsräte, Personalräte, Mitarbeiter-Vertretungen (nach § 37.6 BetrVG und § 45.2 LPVG)

Datum: Dienstag, 16.05.2017, 08:00 – 20:00 Uhr

Anmeldung bis 04.05.2017 unter:  ev.betriebsseelsorge.bezirk.boeblingen[at]elkw.de

Unkosten: 80,00.- €

Veranstalter: Ev. Betriebsseelsorge Sindelfingen, Kath. Betriebsseelsorge Böblingen

 

Nähere Infos zum Programm / zur Anmeldung finden Sie hier:

 


April 2017



 

Das Kath. Sonntagsblatt interviewt Betriebsseelsorger Michael Brugger

 

(Stuttgart, 26.4.17)

Die Diözesanzeitung "Das katholische Sonntagsblatt" hat in der aktuellen Ausgabe 18/2017 ein Interview mit Betriebsseelsorger Michael Brugger aus Ulm veröffentlicht.

Lesen Sie hier weiter:

 

 



 

Workers´Memorial Day in der Hospitalkirche in Stuttgart am 27. April 2017 um 17.30 Uhr

Internationaler Gedenktag für verstorbene und verunglückte Beschäftigte International Workers´ Memorial Day (IWMD) soll an alle erinnern, die von oder durch die Arbeit getötet oder verletzt wurden. Er soll unsere Entschlossenheit zur Verringerung der Risiken und zum Schutz derMenschen vor Verletzungen am Arbeitsplatz stärken.

Bauarbeiter und die weiteren Beschäftigtengedenken an diesem Tag ihrer Kolleginnen und Kollegen, die bei der Arbeit oder durch ihre Arbeit am Bau ihr Leben verloren haben oder verletzt wurden.

 

Hier die Einladung:

 

 










Fernfahrer-Aktion auf dem Rastplatz Gruibingen

(FM/wh) Gründonnerstag im Morgengrauen auf dem Autobahnrasthof Gruibingen Richtung Ulm: LKW-Fahrer-Aktion des Netzwerks Arbeitswelt Göppingen. Im Einsatz waren neben den Kollegen des Netzwerkes auch "Faire Mobilität Stuttgart", die Betriebsseelsorge sowie Kolleg/-innen von ver.di. Dabei wurde mit zahlreichen Fahrer/-innen vor allem aus Osteuropa über ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen gesprochen und mehr als 100 Geschenktüten mit Ostereiern, Kugelschreibern, Fernfahrerkalendern sowie Informationsflyern verteilt. Die LKW-Fahrer klagten in den Gesprächen über überfüllte Parkplätze und die lange Abwesenheit von zu Hause. Außerdem erhalten die Fahrer, welche einen ausländischen Arbeitgeber haben, für ihre Arbeitszeit in Deutschland oft nicht den in Deutschland geltenden Mindestlohn.

 

Weitere Bilder sind ein gestellt auf der Facebook-Seite von Faire Mobilität:

 https://de-de.facebook.com/Faire-Mobilität-229246113945024/

Ein Beitrag des SWR Fernsehens über die Aktion lässt sich hier aufrufen:

 https://swrmediathek.de/player.htm?show=06e1dfc0-2078-11e7-9102-005056a12b4c

 

 


Keine S21-Tunnelbauarbeiten an Ostern und Weihnachten

 

Kirchen und Bahn finden pragmatische Lösung beim Feiertagsschutz

 

(7.4.17) Stuttgart/Rottenburg. Die Evangelische Landeskirche in Württemberg und die Diözese Rottenburg-Stuttgart haben mit der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH (DB PSU) vereinbart, dass an hohen kirchlichen Feiertagen die Tunnelbauarbeiten ruhen. So werden von Gründonnerstag, 18:00 Uhr, bis einschließlich Ostermontag sowie über die Weihnachtsfeiertage bis zum Neujahrstag keine Tunnelbauarbeiten stattfinden. Weiterhin sagte die Projektgesellschaft zu, an Sonn- und Feiertagen besondere Sensibilität zu zeigen und den Schutz der Hauptgottesdienstzeiten zu wahren (...)

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung:

 


Einweihung Beratungsstelle "Faire Mobilität" Mannheim

Beispielhaft: Faire Integration für Zugewanderte

(DGB - Mannheim, 7.4.2017) Mit einer Feierstunde in Anwesenheit von Staatssekretärin Katrin Schütz wurde im Gewerkschaftshaus die Beratungsstelle „Faire Mobilität“ eingeweiht. Dort erhalten Arbeitssuchende aus Südosteuropa arbeits- und sozialrechtliche Unterstützung. Mannheim und Stuttgart sind die einzigen Großstädte im Südwesten mit solch einem Angebot. Die Mannheimer Beratungsstelle geht zurück auf die Initiative des evangelischen Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA) und des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Nordbaden (...).

Hier geht es weiter zum Pressebericht:



Bildunterschrift (de Vos - dv) : Freuen sich über die Einweihung der Beratungsstelle „Faire Mobilität“: (v.l.n.r.) Lars-Christian Treusch (DGB), Klaus Peter Spohn-Logé und Thomas Löffler (KDA), Nikolay Mlekanov und Christian Dorev (Sozialberater), Staatssekretärin Katrin Schütz und Dekan Ralph Hartmann.

 

Faire Mobilität: Neue Beratungsstelle in Mannheim

 

Die von der evangelischen Kirche und dem DGB Mannheim projektierte Beratungsstelle "Faire Mobilität in Mannheim - Arbeitnehmerfreizügigkeit sozial, gerecht, fair" ist am 01. März 2017 in Dienst gegangen. Diese Beratungsstelle mit dem muttersprachlichen Sprachprofil bulgarisch schließt eine Lücke im Beratungsnetzwerk für Arbeitsmigrantinnen und -migranten in Mannheim, vor allem aus Südosteuropa.

 

Beratungsstelle „Faire Mobilität –

Arbeitnehmerfreizügigkeit sozial, gerecht, fair“

Gewerkschaftshaus

Hans-Böckler-Straße 3 (rechter Eingang)

68161 Mannheim

Christian Dorev + Nikolay Mlekanov.

Telefon: 0621/150 470 -14

Mail:  christian.dorev@faire-mobilitaet-mannheim.de

 

 nikolay.mlekanov@faire-mobilitaet-mannheim.de

 

Die offizielle Eröffnung der Beratungsstelle ist am Freitag, den 07.04.2017 um 11.00 Uhr im Gewerkschaftshaus Mannheim.

 

Hier finden Sie die Einladung:

 



Bündnis gegen Altersarmut Baden-Württemberg fordert Kurswechsel in der Rentenpolitik

(Stuttgart, 03.04.2017)

31 Organisationen, Verbände und Gewerkschaften aus Baden-Württemberg haben sich heute in Stuttgart zu einem breiten gesellschaftlichen Bündnis gegen Altersarmut zusammengefunden, um noch vor der Bundestagswahl für einen Kurswechsel in der Rentenpolitik einzutreten. Bei der Konstituierung im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart wurde das Bündnispapier am späten Vormittag unterzeichnet. Mehr als 50 Veranstaltungen sind allein bis zu den Sommerferien geplant. Die Bündnispartner eint die Sorge, dass bereits ab 2030 Millionen ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger auf den Gang zum Sozialamt angewiesen sein werden, wenn nicht heute gegengesteuert wird. Die damit verbundenen Folgen für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft seien dramatisch.

Im Bündnispapier halten die Partnerinnen und Partner fest: „Eine reiche und soziale Gesellschaft darf es nicht länger zulassen, dass Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, in Armut geraten. Ein Wechsel in der Rentenpolitik ist dringend nötig und auch möglich. Die gesetzliche Rente soll wieder die Wahrung des Lebensstandards im Alter ermöglichen. Sie muss Armut im Alter verhindern! Wir halten ein Rentenniveau von wenigstens 50 Prozent für erforderlich!“ ...

 

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung:

 

Lesen Sie hier das Bündnispapier:

 

 


Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa: EU-Gewerkschaftsprojekt ‚Faire und gerechte Entsendung’

 

Gegen Arbeitsausbeutung von entsandt Beschäftigten in Europa: Gewerkschaftssekretäre aus dem Bauhauptgewerbe und Arbeitsinspektoren aus Portugal, Spanien, Frankreich, Belgien, Polen, Italien, Bulgarien unter Beteiligung des DGB-Projektes Faire Mobilität und Betriebsseelsorger Wolfgang Herrmann beschäftigten sich zwei Jahre in mehreren Seminaren intensiv mit den Arbeitsbedingungen von entsandt Beschäftigten. Wer als Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber zwecks Erfüllung eines Auftrages in ein anderes Land der EU entsandt wird, hat nach dem Arbeitnehmerentsendegesetz der EU und den nationalen Gesetzgebungen zwar Anspruch auf Mindestarbeitsbedingungen, wie Lohn, Urlaub, feste Arbeitszeiten etc.; aber die Erfahrungen des Projektes zeigten, dass es immer wieder zu Verstößen bis hin zu schweren Formen der Arbeitsausbeutung kommt (...)

 

Lesen Sie hier den ganzen Artikel:

 Hier gehts es zum Projektvideo (frz.): https://www.youtube.com/watch?v=bhDWMa5v32E

Hier geht es zur Projektzusammenfassung - Abschlusseminar (pdf - englisch):



Foto Reder 86: Mitglieder des EU-Seminares auf der Abschlusskonferenz in Paris

IMG_0105.jpg: Betriebsseelsorger W. Herrmann und die Projektkoordinatorin pProf. Fabienne Muller (Uni Strasbourg)

IMG_0142.jpg: Inspektion einer Großbaustelle (Dünkirchen)

Muttersprachliches Info-Videos für Arbeitnehmer/-innen aus Rumänien, die in Deutschland leben und arbeiten (wollen)

 

Arbeit und Leben NRW hat zwei Video-Clips unter der Überschrift "Arbeitnehmerfreizügigkeit frei gestalten" produziert, in denen rumänsichsprachige Arbeitnehmer/-innen, die in Deutschland arbeiten (wollen), anschaulich und in einfacher Sprache Basisinformationen zu Lohn, Arbeitszeiten, sozialen Leistungen etc. erhalten.

 

 https://www.youtube.com/watch?v=u4B8_IAU9Jc

 https://www.youtube.com/watch?v=_-zwB_utbDw


März 2017



Leni Breymaier

Sonntag der sozialen Gerechtigkeit in Göppingen

Neue Ideen zur Zukunft der Rente

 

SPD-Landeschefin Leni Breymaier hat bei der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung kontrovers zur gesetzlichen Altersvorsorge referiert.

Von David Stellmacher

 

Göppingen. Bei nicht wenigen Arbeitnehmern ist das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung mittlerweile mehr zu einer Glaubenssache denn zu sicherer Gewissheit geworden – während frühere Generationen mit einer optimistischen Perspektive auf den Ruhestand blicken konnten, muss ein durchschnittlicher Arbeitnehmer heutzutage weit über 20 Jahre lang in Vollzeit arbeiten, um eine Rente über dem Niveau der Grundsicherung zu erhalten.

Angesichts dieses Befundes empfinden viele Betroffene Reformbedarf. Zum Sonntag der sozialen Gerechtigkeit lud deshalb das Netzwerk Arbeitswelt Göppingen gemeinsam mit der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) zum sozialpolitischen Frühschoppen in die Gemeinde Sankt Georg. Als Referenten konnten die katholischen Gewerkschafter dazu dieses Jahr die SPD-Landesvorsitzende und frischgebackene Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl Leni Breymaier sowie Joachim Kühner, Sozial- und Rechtssekretär der KAB, gewinnen. Die Veranstaltung, der am Morgen ein Gottesdienst vorausgegangen war, fand großen Anklang. Mit rund 80 Besuchern blieb kein Platz unbesetzt – das Thema bewegte die zumeist älteren Besucher sichtlich.

Ausgehend von dem berühmten Zitat des ehemaligen Bundesarbeitsministers Norbert Blüm, die Renten seien sicher, befassten sich die Vorträge von Breymaier und Kühner mit den Rentenreformen der Vergangenheit wie auch mit strukturellen Veränderungen im gegenwärtigen gesetzlichen Versicherungssystem. Im Grundsatz, so die Prämisse beider Referenten, gebe es eine Vielzahl an Gründen, weshalb das Rentenniveau für immer mehr Menschen nicht ausreiche. Der in den letzten Jahren zunehmend größer gewordene Niedriglohnsektor, unterbrochene und lückenhafte Erwerbsbiographien und auch demographische Veränderungen seien Ausgangspunkte der aktuellen Situation.

Eine Reform der Rentenversicherung sei insofern „eines der zentralen Themen der nächsten Jahrzehnte“, unterstich Breymaier, die sich von den unter Rot-Grün getroffenen Reformen deutlich absetzte und eine Abkehr von neoliberalen Ansätzen forderte. Entscheidend sei vielmehr, „wie viele Teile solidarisch und was marktwirtschaftlich organisiert“ werde. „Die Riester-Rente ist einfach falsch“, betonte die SPD-Landesvorsitzende und ging hart mit den ordnungspolitischen Vorstellungen der Vergangenheit auch ihrer eigenen Partei ins Gericht. Es sei grundlegend falsch, das Rentensystem ins Private und damit in Abhängigkeit von den Kapitalmärkten zu verlagern. Vielmehr sei es künftig notwendig, die Rahmenbedingungen der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen zu verbessern. „Es geht um die generelle Auseinandersetzung in diesem Land, wie wir mit der alten Generation umgehen“, sagte Breymaier. Nicht das demographische Missverhältnis konstituiere eine Krise der gesetzlichen Rente, sondern die Verdienstmöglichkeiten der arbeitenden Generationen.

Ein Ausweg aus diesem Abwärtstrend für Viele könnte indes ein Grundbetrag um 500 Euro als „Sockelrente“ sein, erklärte Joachim Kühner bei seiner Vorstellung des als Entwurf vorliegenden KAB-Rentenkonzeptes. Eine solche Lösung könnte sicherstellen, dass ein Durchschnitts-Arbeitnehmer bereits nach etwa 20 Jahren Rentenansprüche über der Grundsicherung erwerbe. „Damit gäbe es erstmals eine Basisversicherung für alle in diesem Land“, stellte der KAB-Rechtssekretär aus Heilbronn heraus.

Bei den Besuchern stießen die Impulse der Referenten auf offene Ohren. In der anschließenden Diskussion ergriffen sie die Gelegenheit, Feedback, Ideen und eigene Impulse an ihre Gesprächspartner heranzutragen.

 

 



Sonntag der Sozialen Gerechtigkeit

am 12. März 2017 in Göppingen,           9.00 Uhr Thematischer Gottesdienst Kath. Kirche St. Josef, Raabestr. 3, anschl. Frühschoppengespräch

"Die Renten sind sicher!" und was gilt heute?

 

Kaum ein politischer Satz brannte sich mehr in die Köpfe der Menschen ein, als diese Aussage von Norbert Blüm im Jahre 1986.

Was ist aus dieser Aussage geworden? Gilt das auch heute noch?

Die Rentenreformen der letzen Jahre hatten nur das Ziel, das Rentenniveau an die neuen Gegebenheiten anzupassen.

9.00 Uhr Thematischer Gottesdienst

10.30 Uhr Frühschoppengespräch

mit Leni Breymaier, Vorsitzende der SPD in Baden-Württemberg, mit politischen Vorstellungen zur Rentendebatte

und Joachim Kühner, Sozial- und Rechtssekretär der KAB in Heilbronn, der das alternative Rentenmodell der katholischen Verbände vorstellt.

Hier der Flyer:



Hr. Dr. Kühn, Leipzig

Publikum

P. Niedergesäss, KAB, und W. Herrmann, Betriebsseelsorge

Fachtagung zum Sonntagsschutz – Kommunen und Rechtsaufsicht werden zur Einhaltung der gesetzlichen Regeln aufgefordert

 

(Stuttgart, 09.03.2017) Rund 60 Vertreter von Kirchen, Gewerkschaft (ver.di) sowie Arbeitgebern trafen sich gestern in Stuttgart zu einer Fachtagung zum Thema Sonntagsöffnungen im Einzelhandel. Eingeladen hatte – wie schon im Vorjahr – die baden-württembergische „Allianz für den freien Sonntag“.

Im Zentrum des Austauschs standen die rechtlichen Voraussetzungen und die Genehmigungspraxis von Sonntagsöffnungen im Einzelhandel Baden-Württemberg. Hierzu referierte der bundesweit bekannte Rechtsanwalt Dr. Friedrich Kühn (Leipzig) – er erstritt in den vergangenen Jahren bis zum Bundesverwaltungsgericht mehrere grundsätzliche Urteile gegen Sonntagsöffnungen. Sein Fazit fiel eindeutig aus: Beim Thema Sonntagsöffnungen / Sonntagsverkauf hätten die Gerichte – insbesondere das Bundesverwaltungsgericht im Jahr 2015 – klare Regeln für die Genehmigungspraxis aufgestellt. Keineswegs bestehe Rechtsunsicherheit, wie es z. T. behauptet werde. Eine Vielzahl der geplanten Sonntagsöffnungen erfüllten nicht die Anforderungen der Rechtsprechung und seien damit rechtswidrig (...).

 

Lesen Sie hier weiter:

 

 

 Bilder: Joe Roettgers

 

 



Fachtagung

Sonntag muss Sonntag bleiben!

Stuttgart, 09.3.2017, 10.15 Uhr - 16.15 Uhr, Rupert-Mayer-Haus

 

Zehn Jahre nach der Liberalisierung des Ladenschlusses hat die Diskussion um den freien Sonntag in den letzten Monaten deutlich an Fahrt auf-genommen.

Das Bundesverwaltungsgericht hat in seiner jüngsten Entscheidung vom 11. November 2015 (AZ 8 CN 2.14) zum Sonntagsschutz Kriterien für die Zulassung von Verkaufsöffnungen an Sonn- und Feiertagen aufgestellt.

Die dort aufgeführten Kriterien machen deutlich, dass zahlreiche Entscheidungen der Kommunen über die Zulassung von Sonntagsöffnungen nicht mit den rechtlichen Vorgaben der entsprechenden Vorschriften und der Rechtsprechung im Einklang stehen.

Bundesweit, u.a. auch in Stuttgart und Offenburg, wurden daraufhin geplante verkaufsoffene Sonntage ab- bzw. untersagt, weil seitens der Gewerkschaft ver.di und/oder kirchlicher Initiativen gegen die gängige Genehmigungspraxis rechtlich vorgegangen wurde.

Die öffentliche Diskussion in den Medien wird/wurde zum Teil mit heftigen Worten geführt.

Mit dem diesjährigen Fachtag greift die Allianz für den freien Sonntag und sozialverträgliche Arbeitszeiten in Baden-Württemberg die aktuelle Diskussion auf:

* RA Dr. Friedrich Kühn, der ver.di in Sonntagsschutzverfahren vertritt, stellt die aktuelle Rechtsprechung vor,

* auf einem Podium loten Vertreter/-innen von Gewerkschaft, Handel, Kirche und Kommune gemeinsame Anliegen und Unterschiede aus,

* Betriebsseelsorger Erwin Helmer (Augsburg) stellt die beispielhafte Arbeit der Sonntagsallianzen vor, und

* Expert/-innen, Praktiker/-innen und Publikum können den ganzen Fachtag über miteinander ins Gespräch kommen.

Hierzu laden wir Sie herzlich ein!

 

Hier geht es zum Flyer mit Hinweisen zu Ablauf und Anmeldung:

 



Informationen zur Berufsausbildung in Deutschland auf Englisch, Französisch, Farsi und Arabisch.

 

Die DGB-Jugend hat eine Seite ins Leben gerufen. Dort findet man nützliche Infos zur Berufsausbildung in Deutschland auf Englisch, Französisch, Farsi und Arabisch.

 www.welcome-solidarity.de

 

Hier der Link zur Downloadseite:

 http://www.welcome-solidarity.de/?page_id=1286

 


Februar 2017

Rechtliche Entwicklungen und Neuerungen im Bereich der Sozialberatung im Grundsicherungsrecht

Schulung für MitarbeiterInnen in Erwerbslosen und Sozialberatung

Datum: 23. bis 24. Februar 2017

Ort: Haus der Kirche - Bad Herrenalb

Veranstalter: KDA, Diakonie, LAGALO, Betriebsseelsorge, DGB

 

Im Mittelpunkt des Fortbildungsangebots stehen grundlegende Informationen zum SGB II unter Berücksichtigung aktueller und geplanter Veränderungen der Rechtsprechung. Im Mittelpunkt steht dabei das Rechtsvereinfachungsgesetz SGB II. Angesichts der wachsenden Zahl von Migranten und Flüchtlingen wird auch deren rechtlicher und sozialer Status in den Blick genommen. Ein weiteres Thema ist die Zumutbarkeit von prekärer Arbeit.

 

Alle weiteren Infos zu Kosten und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier im pdf-Download:

 


Veranstaltungsreihe:

Leben und arbeiten in Deutschland / Vivere e lavorare in Germania für italienischsprachige Neubürgerinnen und Neubürger 2017 

Serie di eventi informativi per i nuovi cittadini di lingua italiana 2017

Orario: sempre dalle ore 18 alle 20 / Jeweils von 18-20 Uhr

Ort / Luogo: Weltcafé Stuttgart / Charlottenplatz 17 / 70173 Stuttgart

 

(accanto al / neben dem Welcome Center Stuttgart)

 

Benvenuti a Stoccarda

Vivete da poco nella regione di Stoccarda? Avete bisogno di consulenza e informazioni per ambientarvi e orientarvi nel mercato del lavoro tedesco?

Volete sapere come impiegare al meglio in questa regione le vostre competenze ed esperienze lavorative e quali possibilità vi offre il mercato del lavoro tedesco, come ci si candida e chi vi può aiutare in questo processo?

Vi invitiamo a un serie di eventi dal titolo „Vivere e lavorare in Germania!”. Tutte le conferenze sono gratuite e in lingua italiana o in tedesco con traduzione in italiano.

Vi aspettiamo!

 

Willkommen in Stuttgart!

Sind Sie neu in der Region Stuttgart? Benötigen Sie Informationen und Unterstützung beim Einleben und bei der Orientierung auf dem deutschen Arbeitsmarkt?

Möchten Sie erfahren, wie Sie Ihre beruflichen Kenntnisse und Erfahrungen hier einsetzen können, welche Möglichkeiten der deutsche Arbeitsmarkt Ihnen bietet, wie man sich bewirbt und wer Ihnen dabei helfen kann?

Dann laden wir Sie herzlich ein zu der Veranstaltungsreihe „Leben und Arbeiten in Deutschland!“.

Alle Vorträge sind kostenfrei und auf Italienisch oder auf Deutsch mit Übersetzung ins Italienische.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Contatti e iscrizione / Kontakt und Anmeldung: s. Flyer


Vortrag deutsch/italienisch

Arbeitnehmerrechte und Arbeitsvertrag

 

Diritti dei lavoratori e contratti di lavoro

Mercoledì, 01.02.2017, ore 18–20

 

Mittwoch, 01.02. 2017, 18:00–20:00 Uhr

 

Luogo / Ort: Welcome Center Stuttgart (Weltcafé), Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart

Das deutsche Arbeitsrecht ist sicher anders als in Ihrem Heimatland.

Was ist ein Arbeitsvertrag, wann ist er gültig, welche Bestimmungen sollte er enthalten zu Urlaub, Kündigungsschutz, etc.?

Was ist der Mindestlohn und welche Formen der Beschäftigung gibt es?

Diese und weitere Fragen wollen wir in dem Vortrag behandeln.

Referentin des Vortrags ist Stanislava Rupp vom Projekt Faire Mobilität des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Sie wird auch berichten, wer Sie weiter informiertund wie Sie Ihre Rechte im Streitfall einfordern können.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und wird in Deutsch mit italienischer Übersetzung angeboten.

Hier geht es zum Flyer:



Publikum

B. Lienhardt

Prof. Dr. Emunds

Fachtag „Alles (l)legal? – Perspektiven für eine gute häusliche Betreuung“

 

(wh/SMB) Mehr als 80 ExpertInnen aus ganz Baden-Württemberg und den angrenzenden Bundesländern diskutierten am 17.11.2016 in Stuttgart über die Situation ausländischer Pflegekräfte, die gegen Entgelt Pflegebedürftige in deren häuslichen Umgebung pflegen und in der Regel mit diesen zusammen wohnen. Viele dieser Arbeitsverhältnisse befinden sich in einer rechtlichen Grauzone. Oft sind sie schlecht vorbereitet, werden von dubiosen Agenturen entsandt, leben unzureichend oder gar nicht versichert und in großer Abhängigkeit von ihren Arbeitgebern und sollen nahezu uneingeschränkt als „24-Stunden-Kräfte“ zur Verfügung stehen.

Die Arbeitszeit stellt nach Prof. Emunds, dem Hauptreferenten der Veranstaltung, auch das zentrale rechtliche Problem dar. Durch das tlw. Außer-Kraft-Setzen des Arbeitszeitgesetzes sowie der ILO-Konvention 189, die häuslichen Beschäftigten gewisse Grundrechte zubilligt, arbeiten und leben die meisten Pflegekräfte unter einer extremen Dauerbelastung, ohne funktionierenden Arbeitsschutz und staatlicher Kontrolle.

Dass es auch besser geht, zeigte Barbara Lienhardt von der Züricher Gleichstellungsstelle. Dort hat man mit verbindlichen Regulierungen auf die ausbeuterische Beschäftigungspraxis reagiert. So steht den Betreuungskräften ein freier Tag pro Woche zu, ebenso muss ihnen ein Mindestgehalt bezahlt werden. Vermittlungsagenturen müssen in der Schweiz eine Niederlassung aufweisen und eine kantonale Vermittlungsgenehmigung besitzen. Dies hat allerdings auch zu einer „Verteuerung“ häuslicher Pflege in der Schweiz geführt, zudem existieren auch dort Möglichkeiten der Umgehung rechtlicher Vorschriften.

Eine Durchsetzung regulärer Arbeitsbedingungen (Lohn, Arbeitszeit) würde, so Prof. Emunds, auch in Deutschland die häusliche Pflege erheblich verteuern und dazu führen, dass noch mehr ausländische Pflegekräfte in die Illegalität abgedrängt werden. Deshalb plädierte er für eine gesetzliche Sonderregelung jenseits des Arbeitszeitgesetzes mit einer eindeutigen Obergrenze sowie einem komplett freien Tag pro Woche.

Pflegende Angehörige haben zudem das große Problem, sich unabhängig und kompetent über die verschiedenen auf dem Markt angebotenen Dienstleistungen zu häuslicher Pflege informieren zu können. Die Betroffenen sehen sich von der Politik im Stich gelassen.

Die nachfolgende Diskussion machte deutlich, welche Chancen in einer halbwegs geregelten, auf vielen Schultern verteilten und koordinierten häusliche Pflege liegen würde, in der Pflegedienste, häusliche Pflegekräfte und pflegende Angehörige wechselseitig kooperieren.

Im Nachlauf der Veranstaltung wird die Vorbereitungsgruppe im Frühjahr 2017 auf das Sozialministerium Baden-Württemberg zugehen , um über die notwendigen sozialpolitischen Konsequenzen aus dem Fachtag zu beraten.

Hier die Präsentationen von Prof. Emunds und Frau Lienhardt:


Präsentation "Damit es Oma gut geht"

Präsentation CareInfo





HOTLINE SUCHTFRAGEN für Klein- und Kleinstbetriebe

Schau hin: Suchtfragen im Betrieb?

 

(Januar 2017) Die Landestelle für Suchtfragen in Baden-Württemberg ist im November 2016 mit einer neuen HOTLINE Suchtfragen für Klein- und Kleinstbetriebe an den Start gegangen. Mit dieser Initiative bieten die Landestelle kleinen Unternehmen einen direkten und „unbürokratischen“ Zugang zu allen Fragen rund um Suchtprävention und/oder Suchtproblemen am Arbeitsplatz.

Rund neun Millionen Menschen arbeiten in Klein- und Kleinstunternehmen. Die allermeisten der kleinen Betriebe leisten sich aus wirtschaftlichen oder sozialen Gründen keine Programme zur betrieblichen Suchtprävention.

Deshalb bietet jetzt die Hotline direkte Hilfe und Information bei konkreten Vorfällen oder Krisen. Egal ob Chef/in, Mitarbeiter/in, Kollege/in oder Auszubildende/r – die HOTLINE SUCHTFRAGEN bietet „Erste Hilfe“ durch erfahrene Berater/innen. Im Erstkontakt wird die Bedarfs- und Problemlage erfasst und ein weiteres Vorgehen besprochen/empfohlen. Den BeraterInnen, die die HOTLINE betreuen, liegt eine aktuelle Liste aller Anlaufstellen/Beratungsstellen in Baden-Württemberg vor. So können außerdem bei Bedarf direkte Kontakte vor Ort vermittelt werden.

HOTLINE: 0800 - 0777 088

Mo – Do von 9:00 – 12:00 und 13:00 – 16:00 Uhr

direkt · vertraulich · kompetent · kostenlos

 

Den direkten Weg zu einer Beratungsstelle vor Ort findet man auch unter

 www.betriebe.suchtfragen.de

Hier finden Sie die Flyer:

Ordner:

Papierkorb:

Werkzeugtasche:

 

 



Das Bistum Essen und die Betriebsseelsorge in Deutschland trauern um Berthold Rose

 

Das Bistum Essen und die Betriebsseelsorge in Deutschland trauern um Berthold Rose. Berthold, der zuletzt die Abteilung Weltkirche und Mission im Bistum leitete, ist in der Nacht zum Donnerstag, 22. Dezember 2016, überraschend im Alter von 60 Jahren verstorben. Viele Mitarbeitende in der Bischöflichen Verwaltung und weit darüber hinaus reagierten mit Fassungslosigkeit und Bestürzung auf die Nachricht.

"Ich bin zutiefst traurig und kann es noch nicht fassen, dass Berthold Rose nicht mehr bei uns ist“, sagte Generalvikar Klaus Pfeffer. Der Verstorbene sei für viele Menschen im Bistum Essen „ein treuer und engagierter Weggefährte“ gewesen, der mit Leidenschaft und Engagement für seine christliche Überzeugung gelebt habe.

1991 übernahm Berthold im Bischöflichen Generalvikariat die Aufgaben als Diözesanreferent für Betriebskernarbeit und Betriebspastoral innerhalb des Sekretariates „Kirche und Gesellschaft“. 1996 wurde er zum Leiter der Abteilung „Pastoral der Berufs- und Arbeitswelt“ ernannt. Mit der Neuorganisation der bischöflichen Verwaltung wechselte er mit seinem Aufgabenbereich in die Zentralabteilung „Gesellschaftliche und wirtschaftliche Aufgaben“, die 2009 in der Zentralabteilung „Politik, Wirtschaft und Soziales“ aufging.

Berthold war ein verlässlicher Weggefährte der Menschen in der Arbeitswelt und solidarischer Kollege innerhalb der Bundeskommission der Betriebsseelsorge. Obwohl bereits nicht mehr zuständig, weil das Bistum Essen den betriebsseelsorgerlichen Dienst der Kirche an den Menschen in der Arbeitswelt 2013 eingestellt hatte – bereitete Berthold die Bundesfachtagung 2014 in Essen engagiert mit vor – sein humoristischer Einstieg über die Menschen im „Ruhrpott“ bleibt unvergessen.

Im November 2013 wurde Berthold zum Leiter der Abteilung Weltkirche und Mission ernannt, ohne seine Kontakte und Verbindungen zur Betriebsseelsorge abzubrechen.

Wir bleiben Berthold im Herzen verbunden, wenn wir als Betriebsseelsorger/-innen singen:

Wenn wir zusammen gehen,

geht mit uns ein schöner Tag,

durch all die dunklen Küchen

und wo grau ein Werkshof lag,

beginnt plötzlich die Sonne

unsre arme Welt zu kosen

und jeder hört uns singen

BROT UND ROSEN