Das Jahr 2015

Mindestlohnfest 8.4.2015 Stuttgarter Schlossplatz


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März 2015


Betriebsrätekonferenz zum Auftakt der Tarifrunden im Handel

Stuttgart, 25.3.2015

 




Hunderte Betriebsräte und Betriebsrätinnen aus ganz Baden-Württemberg kamen am 25. März im Stuttgarter Hospitalhof zum Auftakt der Tarifrunden im Handel zusammen.

Martin Schwarz vom evangelischen Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt und Wolfgang Herrmann von der katholischen Betriebsseelsorge ermutigten in ihren Grußworten die Arbeitnehmervertreter bei ihrem Einsatz für gute Arbeit und gerechte Entlohnung und sicherten ihre Unterstützung zu.

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Bürgerbeteiligung und Demokratie – Wer beteiligt eigentlich wen?

Globalisierungskritische Reihe - auf den Fildern

Referentin: Dr. Annette Ohme-Reinicke - Lehrbeauftragte an der Universität Stuttgart

Datum: Donnerstag, 26. März 2015, 19.00 Uhr

Ort: Clara-Zetkin-Haus, Stuttgart-Sillenbuch, Gorch-Fock-Str.26

Veranstalter (u.a.): Attac Ostfildern in Zusammenarbeit mit Attac Filder; Evangelisches Bildungswerk im Landkreis Esslingen;

GEW Kreis Nürtingen/Esslingen; Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Esslingen

Die Proteste gegen "Stuttgart 21" haben bundesweit zu einem regelrechten Boom von Beteiligungsverfahren geführt.

Wissenschaftler etwa sprechen von einem "Nach-Stuttgart-Effekt", etablierte Politiker geben sich bemüht um eine "gleiche Augenhöhe" mit den Bürgern. Bürgerbeteiligung scheint zurzeit ein Modewort zu sein. Da drängt sich die Frage auf, ob hier etwas gefordert wird, das ohnehin Bestandteil wirklicher Demokratie und Politik sein sollte?

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Für den bundeseinheitlichen Schutz des arbeitsfreien Sonntags:

Kommunikation und Kultur statt Kommerz und Konsum!

Katholische Arbeitnehmer-Bewegung und netzwerk arbeitSwelt Göppingen fordern bundeseinheitlichen Schutz des arbeitsfreien Sonntags

Göppingen, März 2015

Trotz einschlägiger Urteile oberster Bundesgerichte – darunter auch die aktuellste Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zur hessischen Bedarfsgewerbeverordnung – dem Schutz des Sonntags hohe Priorität einzuräumen, wollen Politik und Wirtschaft den arbeitsfreien Sonntag weiter auf den Rücken der Beschäftigten und deren Familien aushöhlen.

Die Ausnahmen für Sonntagsarbeit müssen umgehend bundeseinheitlich geregelt werden, fordert Norbert Köngeter vom netzwerk arbeitSwelt, damit die Menschen und deren Familien geschützt sind.

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Veranstaltung/Podiumsdiskussion:

„Das Recht auf Wahrheit und Erzbischof Óscar Romero“

 

Datum: Dienstag, 24. März 2015, von 19:00 bis 20:30 Uhr

Ort: Forum der Kulturen Stuttgart e.V., Marktplatz 4, 3. Stock

Veranstalter: Forum der Kulturen e.V., Betriebsseelsorge Diözese Rottenburg-Stuttgart,

Evangelische Akademie Bad Boll, Evangelisches Kreisbildungswerk Stuttgart / Hospitalhof,

Ökumenische Initiative Mittelamerika, Partner Südmexikos e.V., Zentrum für Entwicklungsbezogene Bildung im DIMOE

Am 24. März 1985 wurde Erzbischof Óscar Romero in San Salvador während der Messe am Altar von einem Scharfschützen erschossen.

Der katholische Erzbischof trat für soziale Gerechtigkeit und politische Reformen in seinem Land ein und galt als Verfechter der Theologie der Befreiung. Damit stellte er sich in Opposition zur damaligen Militärdiktatur in El Salvador. In Anerkennung für seinen Kampf um Gerechtigkeit erklärten die Vereinten Nationen den 24. März zum "Internationalen Tag für das Recht auf Wahrheit über schwere Menschenrechtsverletzungen und für die Würde der Opfer".

Referenten: Wolfgang Herrmann: Óscar Romero – Kampf um Wahrheit und Gerechtigkeit

Mauricio Salazar: Das Recht auf Wahrheit – die Würde der Opfer

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Caring communities

Auf dem Weg zu sorgenden Gemeinschaften

Montag, 23.03.2015 | 09.00 – 17.00 Uhr

Kloster Heiligkreuztal

Den demografischen Wandel gestalten - dies ist die Aufgabe, vor die sich gerade ländliche Kommunen in den kommenden Jahren gestellt sehen. Die Zunahme älterer, hilfe- und pflegebedürftiger Menschen, das abnehmende familiäre Pflegepotential sowie der Mangel an Pflegefachkräften erfordert eine völlige Neuausrichtung der kommunalen Altenhilfeplanung. Bürgerinnen und Bürger, Kommunen, Kirchen sowie sozialen Einrichtungen und Dienste und weitere gesellschaftliche Akteure spielen eine Entscheidende Rolle, wenn wir diesen Prozess des Umdenkens und Neugestaltens auf kommunaler Ebene gestalten wollen.

Die Tagung bietet Ihnen fundierte Informationen und motivierende Praxisbeispiele. Mit örtlichen, sozialen Netzwerke und Unterstützungsstrukturen sowie kleinteiligen und kleinräumigen Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen vor Ort macht sich die Gemeinschaft der Bürgerinnen und Bürger auf den Weg zur „sorgenden Gesellschaft“ – zur „caring community“.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Einladungsfaltblatt. Sie finden es hier als PDF-Download-Dokument: ->

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Seminar zum besseren Verständnis der rechtlichen Rahmenbedingungen im Baugewerbe

Stuttgart, 11. März 2015

Das Projekt „Faire Mobilität“ lädt ein zu einem Seminar zu den rechtlichen Rahmenbedingungen im Baugewerbe.

Vor dem Hintergrund von Scheinselbstständigkeiten, Entsendungen oder irregulärer Leiharbeit möchte dieses Seminar zu einem besseren Verständnis der rechtlichen Rahmenbedingungen im Baugewerbe beitragen und Handlungsoptionen aufzeigen.

Das Seminar findet statt am Mittwoch, 11. März 2015 vom 9:30 – 15:00 Uhr im Haus der Katholischen Kirche, Stuttgart.

Einzelheiten und das Anmeldeformular sind im Anhang zu finden.

Der Projektstandort Faire Mobilität Stuttgart - die Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist Kooperationspartner - freut sich über Ihre Teilnahme und einen regen Austausch auf der Veranstaltung.

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Vortrag und Diskussion

Arbeitszeit und Gesundheitsschutz

Ort: Arbeiterzentrum Böblingen, Sindelfingerstr. 14

Datum: 09. März 2015, 18.00 Uhr

Referentin: Benja Mauser - Rechtsanwältin und Fachanwältin für Arbeitsrecht

Veranstalter: ver.di Ortsverein Böblingen-Sindelfingen und Kath. Betriebsseelsorge

In ihrem Referat beleuchtet Benja Mauser aktuelle rechtliche Entscheidungen und zeigt Handlungsmöglichkeiten für Betriebs- und Personalräte auf, Arbeitszeitregelungen sinnvoll zu gestalten.

Weitere Informationen finden Sie auf dem Ankündigungsflyer: ->

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Pressemitteilung: Internationaler Tag des freien Sonntags am 3. März 2015

"Kommunikation und Kultur statt Kommerz und Konsum!"

Allianz fordert bundeseinheitlichen Schutz des arbeitsfreien Sonntags

München 02. März 2015

"Trotz einschlägiger Urteile oberster Bundesgerichte – darunter auch die aktuellste Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zur hessischen Bedarfsgewerbeverordnung – dem Schutz des Sonntags hohe Priorität einzuräumen, wollen Politik und Wirtschaft den arbeitsfreien Sonntag weiter aushöhlen.

Sonn- und Feiertage entwickeln sich immer mehr zu normalen Arbeitstagen, Einkaufen rund um die Uhr wird zur Regel – mit negativen Auswirkungen auf das Privat- und Familienleben sowie das Gemeinwesen. Und das, obwohl die staatliche Schutzgarantie für Sonn- und Feiertage sogar Verfassungsrang genießt (Art. 140 GG). Schon jetzt arbeiten fast elf Millionen Erwerbstätige in Deutschland auch an Sonn- und Feiertagen – Tendenz steigend (...)."

Lesen Sie hier den vollständigen Pressebericht: ->

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„Wir müssen draußen bleiben?“

Die neue Armut der Konsumgesellschaft

Sonntag, 1. März 2015

Thematischer Gottesdienst und anschließendes Frühschoppengespräch im Jugendheim St. Georg

Raabestr. 7 (direkt neben der Kirche)

73033 Göppingen

Referentin: Kathrin Hartmann, freie Autorin, München

„Trotz Jubelnachrichten über Wirtschaftswachstum und angeblich historisch niedriger Arbeitslosenquote sind elf Millionen Menschen in Deutschland arm. Dazu gehören längst nicht mehr Langzeitarbeitslose und Rentner, sondern Menschen, die von ihrer Arbeit nicht leben können: Zeitarbeiter und Minijobber.

In aufrüttelnden Reportagen und bestechend genauen Analysen erkundet Katrin Hartmann unsere sich spaltende Konsumgesellschaft und ihre globalen Zusammenhänge..… Und über allem Politikter, die sich zunehmend aus der Oberschicht rekrutieren und nicht die Armut bekämpfen, sondern den Reichen Vorteile sichern.“

Weitere Informationen zur Veranstaltung von netzwerk arbeitSwelt und KAB Hohenstaufen finden Sie hier:

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Februar 2015



Neuer Informationsflyer der Allianz für den Freien Sonntag

(Februar 2015)

Wofür wir eintreten!

„Leben ist mehr als Arbeit!“ Diese Botschaft erfahren wir an jedem Sonntag, wenn die Gesellschaft innehält und aufatmet.

Der Sonntag ist der Tag in der Woche, an dem die Bedürfnisse der Kultur und der Religion, der Familie, der Vereine und des Einzelnen vor den Interessen der Wirtschaft stehen. Er ist eine der ältesten Traditionen der Menschheit. Und er ist gerade in unserer heutigen, hektischen Zeit besonders wertvoll. Das deutsche Grundgesetz legt fest: „Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt“ (Art. 140 GG).

Tatsächlich aber besteht dieser Schutz oft nur auf dem Papier. In Deutschland arbeiten 10,5 Millionen Menschen auch an Sonn- und Feiertagen. Sonntagsarbeit geht heute weit über die für die Freizeitgestaltung, Sicherheit oder Grundversorgung der Bevölkerung notwendigen Tätigkeiten hinaus.

Die Allianz für den freien Sonntag tritt mit öffentlichen Aktionen für eine neue Wertschätzung des Sonntags ein. In Gesprächen mit politischen Parteien, Ministerien und Behörden engagiert sie sich für die Bewahrung gemeinsamer freier Zeit und einen zuverlässigen Schutz der Sonntagsruhe. Da ein breites Bündnis nötig ist, um die schleichende Ökonomisierung der Sonn- und Feiertage zu stoppen, laden wir Organisationen aus allen gesellschaftlichen Bereichen ein, Unterstützer der Allianz zu werden."

Hier können Sie den Flyer downloaden: ->

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Veranstaltungshinweis:

Wer Rettet Wen? - Film und Gespräch

 

Datum: Freitag, 27. Februar 2015, 19.00 Uhr

Ort: Salemer Pfleghof (Kaiserzimmer), Esslingen, Untere Beutau 8 - 10

Veranstalter:

Arbeitskreis Ökonomie Esslingen (attac Esslingen, Caritas Fils-Neckar-Alb, DGB, EBI, Evang. Bildungswerk, Evang. Kirchenbezirk Esslingen, Heimstatt, Kath. Erwachsenenbildung, Kreisdiakonie, Kulturzentrum Dieselstraße, vhs Esslingen) in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Kino Esslingen.

Die Krise als Geschäftsmodell auf Kosten von Demokratie und sozialer Sicherheit.

Nachdem bei der europaweiten Premiere am 11. Februar viele Besucher keinen Platz mehr im Kommunlaen Kino bekamen, bieten die Veranstalter  den Film nochmals mit Möglichkeit zur nachbesprechung an.

Alle weiteren Informationen finden entnehmen Sie bitte dem anhängenden PDF-Dokument:

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Pastoraler Studientag

„Ist die Arbeitswelt menschlicher geworden?“ -- 40 Jahre Synodenbeschluss Kirche und Arbeiterschaft

Referent: Prof. Pater Friedhelm Hengsbach

Datum: 23.02.2015

Veranstaltungsort: Haus St. Ulrich, Kappelberg 1, 86150 Augsburg

Veranstalter: KAB-Bildungswerk, Diözese Augsburg e.V.

Leitung: E. Helmer, Diözesanpräses der KAB, Leiter der Betriebsseelsorge

Aus dem Programm:

"Pater Friedhelm Hengsbach legt die Finger in die Wunden der Zeit:

„Schlechte Arbeit ist schlecht gemachte Arbeit.“ Und er sieht die Ursachen in politischen Vorgaben, die zur Folge haben:

„Die Spaltung der Belegschaften in Kern- und Randgruppen wird nicht geringer, prekäre Beschäftigungsverhältnisse nehmen zu – geringfügige Beschäftigung, Heimarbeit, illegale Arbeit, Scheinselbständigkeit, Armut trotz Arbeit, befristete Beschäftigung, Leiharbeit und Teilzeitarbeit. Ein Niedriglohnsektor grassiert.“

Vor genau 40 Jahren machte sich die Kirche auf, um die Sorgen der Arbeiter auf-zugreifen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen - der Synodenbeschluss „Kirche und Arbeiterschaft“ der Würzburger Synode von 1975. Er wurde wegweisend für die Kirche, für die KAB, die CAJ, die Betriebsseelsorge. Wir fragen Pater Hengsbach 40 Jahre danach:

Ist die Arbeitswelt seitdem menschlicher geworden? Was ist aus dem Beschluss geworden? Wo fehlt es noch?"

 

Hier finden Sie weitere Informationen und Hinweise zur Anmeldung:

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Peter Maile, Baustellen-Seelsorger für S21, zu Gast auf der "roten Couch" der Landesschau (SWR-Fernsehen am 18.02.2015)

 

"Seit drei Jahren kümmert sich Stuttgart 21-Diakon Peter Maile um das Seelenwohl von mehr als 1.800 Arbeitern, die bei Wind und Wetter und oft fern der Familie arbeiten.

Wenn Diakon Peter Maile zur Arbeit geht, trägt er Helm statt Stola: Sein Arbeitsalltag findet auf einer gigantischen Baustelle statt. 2012 wurde Peter Maile von der Diözese Rottenburg-Stuttgart in das Amt eingeführt, seitdem betreut er die Arbeiter der Großbaustelle Stuttgart 21 als Betriebsseelsorger.

Eigentlich ist Peter Maile gelernter Heizungsbauer von der Ostalb, hat seine Wurzeln im Handwerk. Nach einer Sinnkrise sattelt er um, absolviert eine diakonische Ausbildung und wird 1996 zum katholischen Diakon geweiht. Sein Wunsch ist es den Glauben mit dem Leben zusammen zu bringen. Peter Maile versteht sich als Netzwerkarbeiter." (SWR-Fernsehen)

Hier der Link zur Sendung auf der Homepage des SWR:

 http://www.swr.de/landesschau-bw/studiogaeste/gast-peter-maile-baustellen-seelsorger-fuer-s21/-/id=2248750/nid=2248750/did=14853972/16vzr6w/index.html

 

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Januar 2015



Neuer Mitarbeiter in der Betriebsseelsorge Ludwigsburg - Christian Gojowczyk

Seit November 2014 wird das Team der Betriebsseelsorge Ludwigsburg ergänzt durch einen neuen Mitarbeiter. Christian Gojowczyk stellt sich vor:

Meine neue Aufgabe als Betriebsseelsorger habe ich zum November 2014 aufgrund der teilweisen Freistellung von Martin Zahner als MAV-Vorsitzender übernommen. Ich untestütze und entlaste ihn in allen Belangen der Betriebsseelsorge. Unser Schwerpunkt ist die Unterstützung von Betriebsräten und Beschäftigten, die betriebliche Konflikte erleiden oder Belastungen aus der betrieblichen Situation ertragen müssen.

Derzeit lerne ich mein Arbeitsfeld im Dekanat und meine Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner kennnen, verschaffe mir einen Überblick über die betrieblichen "Baustellen" und die laufenden Projekte der Betriebsseelsorge. Das wird mir durch die überaus angenehme und konstruktive Aufnahme bei der Betriebsseelsorge und im Dekanat, für die ich mich an dieser Stelle herzlich bedanke, sehr erleichtert.

Nach meinem Abschluss als Historiker, Sprach- und Kommunikationswissenschaftler in Tübingen habe ich zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter gearbeitet. Seit 2000 war ich Angestellter bei einem Mediendienstleister im Bereich Auswertung und Medienanalyse. Langjährige Erfahrung als Betriebsrat und betrieblicher Sicherheitsbeauftragter in einem Unternehmen, das mehrfach verkauft, umstrukturiert und schließlich im März 2014 endgültig im Rahmen einer Insolvenz geschlossen wurde, hilft mir bei meinem Beratungs- und Unterstützungsauftrag.

Ich freue mich auf die zukünftige Arbeit in diesem lebendigen und vielseitigen Umfeld hier im Dekanat Ludwigsburg, geleitet vom Auftrag der Betriebsseelsorge: Arbeit braucht Würde und Gerechtigkeit - und Menschen, die diese christlichen Werte offensiv vertreten.

Christian Gojowczyk

Kontakt:      Tel. 07141 91185-22

                    Mail:   christian.gojowczyk@betriebsseelsorge.de

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Veranstaltungshinweis

Vom unerhörten Geschmack nach Freiheit

In Zeiten von Freihandel

Mal bissig, mal nachdenklich, mal ironisch und stets mit einer Prise schwarzen Humors – dieser Abend wird ein Abend zur Stärkung des gesellschaftlichen Immunsystems. Das ist bitter nötig, denn der Virus der Gleichgültigkeit droht zentrale Grundwerte wie Freiheit und Demokratie unter einer Glocke von visionsloser  politischer Ödnis zu ersticken.

Die Texte aus der Feder von Rolf Siedler sind ein Manifest für die Freiheit, auf unnachahmliche Weise vorgetragen und dabei pfiffig eingerahmt durch feinen Bossa, Jazz und Soul.

Ein Hoch auf die Freiheit!

Die Veranstaltungen werden durchgeführt in:

Ulm (6.2.2015), Heidenheim (7.2.2015), Aalen (8.2.2015).

Das Plakat zu den Veranstaltungen können Sie hier herunterladen:

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Photowettbewerb 2015: Arbeit - Zeit - Leben

(Ludwigsburg, 14.01.2015)

 

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung startet zusammen mit dem DGB-Bezirk Nordwürttemberg sowie der IG Metall Ludwigsburg einen neuen Photowettbewerb.

Aus der Ausschreibung:

"Arbeit ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Arbeit oder die Suche nach Arbeit prägt unser Leben. Arbeit ist jedoch mehr als Arbeiten für Geld. Auch die alltägliche Arbeit in der Familie oder das soziale Engagement sind Arbeit.

Wie sieht es aus mit Zeit für sich und für andere? Zeit für Kinder?

Zeit für PartnerIn und Freunde?

Zeit für hilfsbedürftige Menschen?

Zeit für die eigenen Bedürfnisse und Interessen?

Zeit zum Leben, Lieben, Lachen und Luft holen?

Wir wollen Arbeit, Zeit und Leben mit Ihren Augen sehen…"

 

Einsendeschluss für eingereichte Bilder ist der 08. März 2015.

Alle weiteren Informationen finden Sie hier im PDF-Download:

Flyer:

Plakat:

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2015


Achtung: Diese Veranstaltung findet nicht statt! Sie sehen zur Information hier die ursprüngliche Ausschreibung:

Veranstaltung:

"Selig sind... die Armen!"

Arme haben einen Platz im Himmel, aber auch bei uns?

Ort: Citykirche Konkordien, R 3.3, 68161 Mannheim

Datum: 04. Juli 2015, 09.30 Uhr - 16.30 Uhr

Veranstalter: Diakonisches Werk Baden u.a.

Anmeldeschluss verlängert bis 02.07.2015

Aus der Ausschreibung:

"Selig sind... die Armen!" Arme haben einen Platz im Himmel, aber auch bei uns?

Ja und nein, könnten wir jetzt antworten. Wenn ja – wie sieht dieser Platz aus? Der 1. Armuts- und Reichtumsbericht des Landes Baden-Württemberg, der kurz vor unserem Kongress erscheinen wird, macht Aussagen zu Lebenslagen und Rahmenbedingungen von Armutsgefährdeten und bereits in relativer Armut lebender Menschen bei uns.

Er zeigt Armutsdynamiken auf, beschreibt die Auswirkungen auf Gesundheit und Wohnen sowie die Teilhabechancen auf Bildung, Freizeit und Kultur. Er berichtet über die Verteilung und Entwicklung von Reichtum. Er zeigt Wege aus der Armut auf, die bisher schon gegangen wurden.

Diese Forschungsergebnisse und viele unserer eigenen Angebote der Beratung, Begegnung, Bildung, Betreuung, Angebote der Mitarbeit und Beteiligung sind Zeichen, dass wir als Kirche unterwegs sind, dass wir Armut und Benachteiligung wahrnehmen.

Sie schildern aber auch, dass wir noch weit weg sind von einem paradiesischen Zustand, der das Thema enttabuisiert hat und es in den Mittelpunkt unserer Bemühungen stellt.

Dieser Kongress gibt die Möglichkeit, an den neuesten Forschungsergebnissen teilzuhaben. Er eröffnet Raum, sich auszutauschen, Konzepte anderer kennen zu lernen. Er kann damit Anstoß sein, Wege zur Überwindung von Armut, die besonders Familien und Alleinerziehende mit ihren Kindern trifft, zu gehen und eigene Angebote zu entwickeln (...)".

Den Informationsflyer mit Hinweisen zur Anmeldung finden Sie hier: ->

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Der engagierte Heidelberger Sozialethiker Ulrich Duchrow richtete einen kritischen Blick auf das Handeln der Wirtschaft im Spannungsfeld zwischen Macht, Moral und Mammon

"Diese Wirtschaft tötet!"

(Juli 2015)

"Diese Wirtschaft tötet!" - provozierender als mit diesem Zitat von Papst Franziskus konnte man kaum einladen. Der Diözesanverband des Deutschen Katecheten-Vereins (DKV) als Initiator hatte sich das Kolpingwerk, die Betriebsseelsorge, die KAB und das Institut für Fort- und Weiterbildung (IFWB) mit ins Boot genommen.

Wie sehr sich die heutige Wirtschaft zwischen Mammon, Macht und Moral bewegt, Menschen ausschließt, an den Rand drängt oder sogar überflüssig macht, zeigte der große Sozialethiker Ulrich Duchrow aus Heidelberg in einem bewegenden und engagierten Referat auf.

"Rechnet sich das für mich?" - diese Einstellung ist zunehmend zur zentralen kalkulierenden Logik auf den Märkten geworden. Ursprünglich bestand der Sinn des Eigentums in dessen Gebrauchswert und war zum Nutzen aller. Betrachtet man Geld ausschließlich als Privateigentum, verliert es seinen sinngebenden Wert - es ist kein öffentliches kontrolliertes Gut mehr. Wer die Bibel liest, wird eines anderen Sinns belehrt: "Es darf keine Armen unter Euch geben!" Als Befreiungstheologe und Attac-Mitglied konstatiert Duchrow, dass der Dienst der politischen Institutionen am Finanzkapital total geworden ist.

Die 45 Teilnehmenden diskutierten aktuelle Fragen wie zum Beispiel die Hilfe für Griechenland. In zwei Workshops berichtete Jürgen Werner aus seiner Betriebsratsarbeit bei Daimler in Sindelfingen. Ein Film von Michael Enger über das Reifenwerk Euzkadi in Mexiko, das nach der Schließung durch Continental nach drei Jahren Arbeitskampf durch die Mitarbeiter nun erfolgreich als Kooperative weitergeführt wird (hier weitere Filminfo), wurde von Wolfgang Herrmann, Leiter der Betriebsseelsorge und Vor-Ort-Kenner der Initiative, gezeigt.

(Text und Bilder: Claudia Hofrichter)




Veranstaltung:

„Diese Wirtschaft tötet!“ (Papst Franziskus) - Über Markt, Mammon und (Gegen-) Macht

 

Referent: Ulrich Duchrow (Heidelberg) u.a.

Datum: Samstag, 04. Juli 2015, 09.30 Ihr - 16.30 Uhr

Ort: Rupert-Mayer-Haus, Hospitalstr. 26, Stuttgart

Veranstalter: DKV Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart, Institut für Fort- und Weiterbildung DRS,

Betriebsseelsorge und KAB in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Am Vormittag Referat und Diskussion, am Nachmittag Workshop-Runden

Wir leben heute unter der Herrschaft der Finanzmärkte. Die kapitalistische Marktwirtschaft wurde aber schon seit dem 8. Jh. v. Chr. mit der Einführung von Geld und Privateigentum in das tägliche Leben vorbereitet. Darum haben die Religionen und Philosophien seit jener Zeit nicht nur auf die daraus entstehenden sozialen und ökonomischen Strukturprobleme reagiert, sondern auch auf die damit verbundenen mentalen, psychologischen und spirituellen Veränderungen (...).

Lesen Sie hier weiter:

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Juni 2015


Sonntagsschutz à la Jeremia

KDA-Wortmeldung Juni 2015

"Die Allianzen für den (arbeits-)freien Sonntag, Bündnisse aus Kirchen und Gewerkschaften, haben auf rechtlichem Weg inzwischen viel erreicht, um den Sonntag vor der scheibchenweisen Vereinnahmung durch Wirtschaft und Handel zu schützen. In der Logik der Sache gilt er dort eher als eine ungenutzte Ressource, als dass seine Besonderheit, als Tag der Freiheit, als Tag der Ruhe, das Gegenteil von Alltag zu sein, im Fokus stünde.

Alle lebensdienlichen Argumente müssen sich gegenüber den wirtschaftlichen behaupten. Das hat ein bisschen vom Kampf gegen Windmühlenflügel, wenn immerwährend neue Ausnahmen und der Abbau von Hürden zur Sonntagsarbeit gefordert werden. Das Ringen des Propheten Jeremia um den Schutz des Sabbat erscheint da doch seltsam vertraut und geradezu modern (...)."

Den vollständigen Text der Wortmeldung lesen Sie hier:

Weitere Infos:    www.allianz-fuer-den-freien-sonntag.de

Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung zu dieser Wortmeldung an:

 kda@kirchliche-dienste.de

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Pressemitteilung

" Post setzt sich rechtswidrig über Sonntagsschutz hinweg“

Ravensburg, 25. Juni 2014: Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und die Betriebsseelsorge im Bezirk Bodensee protestieren gegen die Sonntagsarbeit bei der Post. Auch in den Bereichen Ravensburg und Friedrichshafen hat die Post Briefe und Pakete am Sonntag zugestellt. Im Rahmen des derzeitigen Tarifstreits hat die Deutsche Post hierbei auf Aushilfskräfte zurückgegriffen und, wie die KAB in Erfahrung bringen konnte, diese mit 100.- Euro vergütet. „Die Zustellung von Post stellt eine werktägliche Tätigkeit dar und ist daher aufgrund der Sonn- und Feiertagsgesetze der Länder an Sonn- und Feiertagen unzulässig. Das Gleiche gilt für die Beschäftigung von Arbeitnehmer/innen, die nicht mit den Vorschriften des Arbeitszeitgesetzes in Einklang steht“, so KAB-Diözesansekretär Peter Niedergesäss aus Bad Waldsee.

„Als Kirche setzen wir uns vehement dafür ein, dass der Sonntag geschützt bleibt und nicht ausgehöhlt wird. Die Post kann sich nicht auf einen Ausnahmetatbestand im Arbeitszeitgesetz berufen, so dass hier unzulässige Sonntagsarbeit geleistet wurde“, so Werner Langenbacher, Betriebsseelsorger in der Region Bodensee. „Wir fordern die Post ausdrücklich auf, weitere Rechtsverstöße beim Sonn- und Feiertagsschutz zu unterlassen.“

„Es ist nicht hinnehmbar“, so Niedergesäss weiter, „dass sich ein Unternehmen, welches zu einem beträchtlichen Teil im öffentlichen Eigentum steht, über geltende Gesetze hinwegsetzt, um wirtschaftliche Vorteile zu erzielen und den derzeitigen rechtmäßigen Streik der Arbeitnehmer/innen für bessere Arbeitsbedingungen zu umgehen versucht. Das Streikrecht ist Teil unserer Verfassung so wie der Schutz der Sonn- und Feiertage.“ Die in § 10  Arbeitszeitgesetz vorgesehenen Ausnahmen zur Beschäftigung von Arbeitnehmer/innen am Sonntag von Gesetzes wegen erfassen den vorliegenden Sachverhalt nicht. Auch eine Einzelgenehmigung kommt nicht in Betracht.

Wir begrüßen die Ankündigung des Arbeitsministers in NRW, Guntram Schneider, die Arbeitsschutzbehörden anzuweisen, die Fälle der geleisteten Sonntagsarbeit zu untersuchen. Das Gleiche erwarten wir seitens der zuständigen Behörden in Baden-Württemberg. „Soweit sich die Post auf eine gesetzliche Ausnahme für Verkehrsbetriebe und zum Transport verderblicher Waren beruft, ist dies geradezu grotesk“, so Bernadette Schwarz, Bezirksvorsitzende der KAB aus Blitzenreute. “Der bestehende Tarifkonflikt wird durch dieses Vorgehen der Arbeitgeberseite weiter angeheizt. Das Streikrecht der Arbeitnehmer/innen wird rechtswidrig seiner Wirkung beraubt“, betonte Betriebsseelsorger Werner Langenbacher (Ravensburg).

Ravensburg, den 25.06.2015

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Regionalkonferenz und Demonstrationszug IG BAU Baden-Württemberg - Auftakt Tarifverhandlungen

"Sauberkeit hat ihren Preis"

Sindelfingen, 13.6.2015

Die IG BAU Baden–Württemberg führte im Rahmen ihrer Regionalkonferenz am 13. Juni einen Aktionstag in Sindelfingen als Auftakt zu den Tarifverhandlungen der Gebäudereiniger durch. Über 120 Kolleginnen und Kollegen zogen in einem Demonstrationszug durch die Sindelfinger Innenstadt und verliehen ihren Forderungen Nachdruck. Neben der Lohnerhöhung stehen konkrete Schritte gegen Leistungsverdichtung im Vordergrund.

Solidarität für die Gebäudereiniger bekundeten auch Betriebsseelsorger Wolfgang Herrmann, Katholische Betriebsseelsorge Diözese Rottenburg-Stuttgart, Jürgen Werner für Betriebsrat und Vertrauensleutekörper Daimlerwerk Sindelfingen und Georg Patzek für die AfA der SPD Sindelfingen.

Bei einem extra aufgestellten „Reinigungs-Parcours“ versuchten sich einige im Putzen unter Zeitdruck, allem voran der Bundesvorsitzende der IG BAU, Robert Feiger. Auch Betriebsrat Jürgen Werner (Daimler - Sindelfingen) und Betriebsseelsorger Wolfgang Herrmann putzten fleißig. Letzterer belegte zwar den letzten Platz, weil er am längsten für die Reinigung der vorgegebene Fläche brauchte, erhielt jedoch einen "Sonderpreis" für das sauberste Ergebnis.

„Ein gelungener Auftakt zu unseren weiteren Aktivitäten“, befand auch Andreas Harnack, Regionalleiter IG BAU Baden-Württemberg. “Wir rufen alle Beschäftigten auf, sich zu organisieren und aktiv zu werden. Bessere Arbeitsbedingungen fallen nicht vom Himmel, sondern müssen erkämpft werden. Faire Arbeit braucht engagierte Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter."



Robert Feiger (Bundesvorsitzender IG BAU - 2.v.l.) und Andreas Harnack (Regionalleiter IG BAU Baden-Württemberg - 1.v.r.) inmitten der Demonstrationsteilnehmer in Sindelfingen

"Sauberkeit hat ihren Preis!"




Betriebsseelsorger Herrmann im "Reinigungs-Parcours"

Solidarität mit den Gebäudereinigern - BS Herrmann nach seinem Solidarwort

IG-Metall Betriebsrat Jürgen Werner (Daimlerwerk Sindelfingen) im "Reinigungs-Parcours"

Vortrag:

Visionär einer neuen Welt werden - Eine Spiritualität des gewaltfreien Widerstands

mit John Dear, Pfarrer in der Diözese Monterey (Kalifornien/USA)

Datum: Donnerstag, 25.06.2015

Uhrzeit: 19.00 Uhr - 21.00 Uhr

Ort: Haus der Katholischen Kirche, Stuttgart

Veranstalter: pax christi, Ohne Rüstung Leben (ORL) u.a.

Aus der Ausschreibung:

"Eine Spiritualität des gewaltfreien Widerstandes beginnt mit dem Ausüben persönlicher achtsamer Gewaltfreiheit. Sie setzt voraus, dass wir die Gründe unserer Gewalttätigkeit genau betrachten, dass wir freundlich mit uns umgehen und versuchen, die Gewaltfreiheit in unserem Inneren weiterzuentwickeln. Jesus baute seinen gewaltfreien Widerstand nicht auf Zorn, sondern betonte Trauer und Freude. Alle großen Bewegungen für sozialen Wandel in den USA – etwa die Bürgerrechtsbewegungen - schienen aussichtslos. Das Entscheidende war, dass die Menschen nicht aufgaben.

Ganz normale Menschen setzten täglich kleine Zeichen für Frieden und Gerechtigkeit und mit der Zeit summierten sich diese kleinen Dinge zu etwas Großem. Dass sie nicht aufgaben, hat die Gesellschaft dort verändert.

Der US-amerikanische Priester John Dear organisiert Demonstrationen gegen die Kriege der USA. Viele seiner Aktionen führten dazu, dass er wegen zivilen Ungehorsams verhaftet wurde."

Hinweise zur Anmeldung und zum Veranstaltungsort entnehmen Sie bitte dem Infoflyer, den Sie hier finden: ->

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Veranstaltungshinweis/Einladung:

Gottesdienst zum "Workers Memorial Day"

Ort: Baustelle am HBF Stuttgart

Datum: 24. Juni 2015, 18.30h

Veranstalter: Bahnhofsmission und Betriebsseelsorge S 21

Nähere Informationen und die wichtigen Hinweise zur Anmeldung (verbindlich) finden Sie hier: ->

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Eva-Maria Armbruster (Liga-BW) und Roland Saurer (Sprecher der Basis- und Betroffeneninitiativen) bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Charta

Neue Charta der Landesarmutskonferenz Baden-Württemberg

Stuttgart, 11. Juni 2014

Die im November 2013 gegründete Landesarmutskonferenz (LAK-BW) hat sich auf ihrer Delegiertenversammlung am 9. Juni in Stuttgart eine gemeinsame Charta gegeben.

Die beiden Netzwerke von "Basis- und Betroffeneninitiativen gegen Armut und Ausgrenzung" und der Liga der freien Wohlfahrtspflege Baden-Württemberg mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund Baden-Württemberg haben in dem Grundsatzpapier ihre gemeinsamen Ziele und die Grundsätze ihrer Zusammenarbeit festgehalten. Das Bündnis bringt sich vor allem auf der Landesebene in die sozialpolitischen Diskussionen und Entscheidungsprozesse ein "für eine aktive Armutsbekämpfung, für die Überwindung wachsender gesellschaftlicher Ungleichheiten und gegen soziale Exklusion", so steht es in der Charta. Als Gastmitglied in der Nationalen Armutskonferenz hat die LAK-BW dafür auch auf der Bundesebene den Austausch und eine neue Arbeitsgruppe der bisher bestehenden Landesarmutskonferenzen angeregt.

"Über die Landesarmutskonferenz können die Ligaverbände und der Gewerkschaftsbund ihre sozialanwaltlichen Aufgaben noch intensiver als bisher wahrnehmen und sich gemeinsam mit armen und von Ausgrenzung betroffenen Menschen für eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen einsetzen", so die Ligavorsitzende Eva-Maria Armbruster. Die Beteiligung von betroffenen Menschen in politischen Entscheidungsprozessen ist ein zentrales Ziel der Landesarmutskonferenz. "Um dieses Ziel zu erreichen brauchen wir Ombudsstellen für Armutsfragen auf Landes- und kommunaler Ebene", sagt Roland Saurer als Sprecher der Basis- und Betroffeneninitiativen.

Die Landesarmutskonferenz ist bereits im Landesbeirat für Armutsprävention und -bekämpfung beim baden-württembergischen Sozialministerium vertreten und hat dort die Erarbeitung des Landesberichtes über Armut und Reichtum begleitet. Dass solche Berichte zukünftig regelmäßig auf der Landesebene und auch für die Kommunen erstellt werden sollen ist eine zentrale Forderung der Landesarmutskonferenz. Mit einer Veranstaltung im Juli "Sozialpolitischer Ratschlag: 10 Jahre Hartz IV"  und mit einer Aktionswoche "Armut bedroht alle" über den Zusammenhang zwischen Armut und Gesundheit im Oktober wird sich die Landesarmutskonferenz für ihre Ziele einsetzen.

Die Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat in der Landesarmutskonferenz Gaststatus und bringt dort ihre Kompetenz im Themenbereich "Arm trotz bzw. arm wegen Arbeit" ein.

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Pressemeldung

Diakonie: Niedriglohn führt zu Überschuldung und Altersarmut

09.06.2015Diakonie-Chef Kaufmann: "Mindestlohn von derzeit 8,50 Euro pro Stunde muss angehoben werden."


Stuttgart (epd). Die hohe Zahl von Beschäftigten im Niedriglohnsektor führt nach Überzeugung des Diakonischen Werks Württemberg dazu, dass sich mehr Menschen überschulden. Deshalb müsse der Mindestlohn von derzeit 8,50 Euro pro Stunde angehoben werden, forderte Diakonie-Chef Dieter Kaufmann am Dienstag in Stuttgart. Die Diakonie will mit einer Aktionswoche vom 15. bis 19. Juni auf die Situation Überschuldeter aufmerksam machen.

Lesen Sie mehr: <http://www.elk-wue.de/nc/arbeitsfelder/meldungen-arbeitsfelder/detail/news/diakonie-niedriglohn-fuehrt-zu-ueberschuldung-und-altersarmut-64110/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=68176>

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Mai 2015

 


Privataudienz der Italienischen Christlichen Arbeitnehmerbewegung (ACLI) anlässlich ihres 70jährigen Bestehens im Vatikan

Rom, 23.5.2015

Eine Delegation der KAB-Deutschlands, u.a. mit Peter Niedergesäss und Wolfgang Herrmann (in Vertretung des Bundespräses der KAB), weilte über das Pfingstwochenende in Rom. Anlass des Aufenthaltes war das 70jährige Jubiläum der ACLI .

Am Freitag, 22. Mai 2015, kam die deutsche Delegation mit der Leitung von ACLI - Italien zusammen, um sich über die europäische und internationale Arbeit und die stärkere Vernetzung von ACLI und der KAB Deutschlands zu verständigen.

Beide Arbeitnehmerorganisationen verfolgen in ihren jeweiligen Kontexten die gleichen Anliegen:

1. Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und prekärer Arbeit

2. Engagement für Menschenwürdige Arbeit und

3. Soziale Gerechtigkeit.

Die ACLI setzt sich zudem schwerpunktmäßig mit den Themen Migration und der hohen Jugendarbeitslosigkeit auseinander.

Am 23. Mai fand am Vormittag in der Nervi-Halle des Vatikans der Festakt zum 70jährigen Bestehen der ACLI statt. Höhepunkt war die Begegnung mit Papst Franziskus, der in einer an Deutlichkeit nicht zu überbietenden Sprache auf die Missstände in der globalen Arbeitswelt einging.



Die KAB-Delegation, u.a. Wilfried Wienen (KAB-Köln:Koordinator Europaprojekte; 1.v.l.) - Diözesansekretär Peter Niedergesäss (2.v.l.) - Regina Dolores Stieler-Hinz (KAB-Bundesvorsitzende, 6.v.l.) - Hannes Kreller (KAB-München; 7.v.l.) - Betriebsseelsorger Wolfgang Herrmann (8.v.l.)


Hier ein Auszug von der Rede des Papstes (Quelle: Radio Vatikan)

Franziskus hat Missstände in der globalen Arbeitswelt angekreidet. Vor allem die junge Generation leide heute unter einer zunehmenden Prekarisierung der Arbeit, unter Schwarzarbeit sowie krimineller Ausbeutung, sagte der Papst vor Vertretern des italienischen christlichen Arbeitnehmerverbandes „Associazioni Cristiane Lavoratori Italiani" (ACLI) im Vatikan.

Allzu oft seien in der Arbeitswelt heute Mechanismen der Unterdrückung am Werk, so Papst Franziskus: „Unterdrückung von Menschen durch andere Menschen, durch neue Sklavenhalterorganisationen, die die Ärmsten unterdrücken – vor allem viele Frauen und Kinder müssen eine Wirtschaft ertragen, die zu unwürdiger Arbeit nötigt und der Schöpfung in Schönheit und Harmonie widerspricht. Wir müssen uns darum kümmern, dass Arbeit nicht Mittel der Entfremdung, sondern der Hoffnung und des Lebens ist."

Solche Probleme seien in der globalen Welt nicht neu, allerdings habe ihre Tragweite und die Geschwindigkeit, mit der Ungleichheiten produziert würden, zugenommen, merkte Franziskus an. Und er setzte dem entgegen: „Das dürfen wir nicht erlauben! Wir müssen faire Alternativen anbieten, die tatsächlich praktikabel sind." Innerhalb eines Weltwirtschaftssystems, das statt Mann und Frau den "Gott des Geldes" in den Mittelpunkt stelle, würden junge Menschen wie Müll entsorgt, auch Kinder und alte Menschen stünden in der kapitalistischen Welt auf der Abschussliste.

Mit Blick auf den Nachwuchs mahnte der Papst dazu, junge Arbeitnehmer zu fördern und ihr Potential nicht versanden zu lassen: „Wir können nicht denjenigen, vor allem den jungen Leuten, die Flügel stutzen, die mit ihrer Intelligenz und mit ihren Fähigkeiten viel zu geben haben. Sie müssen vom Gewicht, das sie unterdrückt und das sie daran hindert, mit allen Rechten und frühzeitig in die Arbeitswelt einzutreten, befreit werden."

Franziskus rief den Verband an dieser Stelle auf, die Beschäftigung junger Leute nicht nur in Italien, sondern auch im Ausland zu fördern und sie professionell zu begleiten: „Heute gehen viele junge Leute weg, um eine Arbeit zu suchen, die zu ihrem Studium passt oder um neue professionelle Erfahrungen zu sammeln. Ich ermutige euch dazu, sie aufzunehmen, sie auf ihrem Weg zu unterstützen und ihnen eure Hilfe bei der Jobsuche anzubieten." Schließlich sei es noch gar nicht so lange her, dass viele Italiener auf Arbeitssuche ins Ausland gegangen seien, erinnerte der Papst, dessen eigene italienische Vorfahren nach Südamerika ausgewandert waren.

Die Zahl der Menschen, die unterhalb der absoluten Armutsschwelle lebten, sei auch in Italien in den letzten Jahren gestiegen, so der Papst. Doch auch der Mittelstand gerate zunehmend in die Krise. In die Armut abzurutschen – das gehe heute im Handumdrehen: „Der Verlust des Arbeitsplatzes, ein alter Angehöriger, der sich nicht mehr selbst versorgen kann, eine Krankheit in der Familie, ja sogar – was für ein schreckliches Paradoxon – die Geburt eines Kindes. Es ist eine bedeutende kulturelle Herausforderung, den ,Welfare‘ [Anm. d. Red.: Sozialhilfe] als Entwicklungsstruktur und nicht als Kosten zu begreifen."

Der italienische Arbeiternehmerverband ACLI  könne hier Motor einer „neuen Allianz gegen die Armut" sein und dazu beitragen, Vorschläge für die Garantie menschenwürdiger Arbeit zu machen, schlug der Papst vor. Er erinnerte daran, dass gerade die Unterstützung der Menschen, die gesellschaftlich an den Rand rutschten, einer christlichen Inspiration entspräche.

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Filmtipp von der Bundesfachtagung der Betriebsseelsorge:

Betriebsseelsorge 2015

Auf der Bundesfachtagung 2015 der Betriebsseelsorge in Bamberg war der thematische Schwerpunkt die rück- wie vorausblickende Auseinandersetzung mit dem Synodendokument "Kirche und Arbeitschaft", das  vor 40 Jahren erschienen ist.

Auf dieser Tagung ist ein Film über die Arbeit und das Selbstverständnis der Betriebsseelsorge in Deutschland vorgestellt worden.

Hier der Link zu Youtube, wo der Filmbeitrag eingestellt ist:  

 https://www.youtube.com/watch?v=B8mUmNu0_Mo

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Bestandsaufnahme der Arbeit von Betriebsseelsorge heute

Bundesfachtagung  der Arbeitnehmer- und Betriebsseelsorge 2015 in Bamberg

Mit der Verabschiedung mehrerer Resolutionen zu aktuellen Konflikten in der Arbeitswelt und  inhaltlichen Positionsbestimmungen ging die diesjährige Bundesfachtagung der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Arbeitnehmer- und Betriebsseelsorge zu Ende.
Gastgeber war in diesem Jahr die Katholische Arbeitnehmerpastoral des Erzbistums Bamberg. Teilgenommen haben wieder mehr als 6o Betriebsseelsorger/innen aus 13 deutschen Diözesen und als Gast die Betriebsseelsorge aus dem Erzbistum Salzburg.  
Unter dem Thema „40 Jahre Würzburger Synode – eine Bestandsaufnahme der Arbeit von Betriebsseelsorge heute“ setzten sich die Seelsorger mit der Wirkungsgeschichte des Synodenbeschlusses „Kirche und Arbeiterschaft“ auseinander und wagten einen Ausblick in die Zukunft.

Peter Hartlaub, Sprecher der Bundeskommission wertete den Beschluss als bewusste Hinwendung der Kirche zur Arbeiterschaft. Damals reflektierten die Synodenmitglieder selbstkritisch das Verhältnis von Kirche und Arbeiterschaft. Schließlich hat der Beschluss der Synode 1975 dann der Betriebsseelsorge einen enormen Schub verliehen. Im Nachgang sind in vielen Bistümern Stellen für Betriebsseelsorge eingerichtet worden. Heute ist Betriebsseelsorge fester Bestandteil im Seelsorgeangebot der Kirche und - wie es Mathias Eckhardt vom DGB Oberfranken formulierte, „zu einem Verbündeten der Gewerkschaften im alltäglichen Kampf für mehr Gerechtigkeit und für die Sorgen und Nöte der Menschen in der Arbeitswelt“ geworden. Der Gewerkschafter mahnte aber auch an, dass trotz der vielerorts guten Kooperation, „die teilweise sehr revolutionären Thesen von damals, bis heute immer noch nicht gelebt werden oder schon wieder in Vergessenheit geraten sind."  

Dr. Ottmar John vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz lieferte wichtige Denkanstöße zu einer „Pastoral der Erwerbsarbeit“. Die kategorialen Seelsorgefelder wie die Betriebsseelsorge stellten einen wichtigen Teilvollzug von Kirche dar, betonte er, und müssen weiter entwickelt werden. Betriebsseelsorger könnten ihre doppelte Kompetenz, Heil- und Weltwissen hier einbringen. Immer mehr Menschen würden von prekären Beschäftigungsverhältnissen bedroht. Durch ihre Nähe zu den arbeitenden Menschen, ihren Sorgen und Nöten, könne so Kirche auf die erheblichen Veränderungen, dem Modernisierungs- und Veränderungsdruck in der Welt der Arbeit reagieren.

Die Betriebsseelsorger bezogen auch Stellung zu aktuellen Auseinandersetzungen in der Arbeitswelt: So unterstützen sie die Streiks für kürzere Arbeitszeiten und für vollen Lohnausgleich bei der  Deutschen Post AG / DHL Delivery GmbH. „Wir zeigen uns solidarisch mit den sehr vielen Beschäftigten mit befristeten Verträgen, die durch Existenzdruck, Arbeitslosigkeitsängsten und die Not niedrigerer Löhne in die ausgegliederten „Delivery GmbHs“ gezwungen werden“, heißt es in der Erklärung.

Auch die Anliegen im Streik der Erzieher werden unterstützt. „Das Aufgabenspektrum der Erzieherinnen / Erzieher in Kindertagesstätten hat sich erweitert und die Belastungen sind größer geworden. Dies steht im Widerspruch zur gesellschaftlichen Anerkennung und ganz eklatant zu deren Entlohnung. Deshalb solidarisiert sich die Betriebsseelsorge in Deutschland mit den Erzieherinnen / Erziehern.“ 

Einstimmig wurde auch eine Resolution zum Freihandelsabkommen TTIP beschlossen. Die Betriebsseelsorger sehen die „derzeit laufenden Verhandlungen mit größter Sorge. Aus unserer Sicht widersprechen zahlreiche sich abzeichnende Tendenzen grundsätzlich den Aussagen der katholischen Soziallehre und deren fundmentalen Prinzipien der Personalität, Subsidiarität und Solidarität. Deshalb verortet sich die Betriebsseelsorge in ihren Positionen als Teil der TTIP-kritischen Initiativen und unterstützt und bekräftigt ausdrücklich die Erklärung zahlreicher Verbände und Gewerkschaften. Ihre kritische Haltung zur Hartz IV Reform bekräftigten die Betriebsseelsorger in einer weiteren Resolution.


Hans-Georg Orthlauf-Blooß, betriebsseelsorge Bistum Mainz




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Presseerklärung

Gemeinsame Vorgehensweise im Falle von Lohnbetrug festgelegt

Stuttgart, 22.5.2015

Heute trafen sich Vertreter der Stuttgarter Direktion der Ed. Züblin AG, der Finanzkontrolle Schwarzarbeit und die Beraterinnen von "Faire Mobilität" in den Räumen der Betriebsseelsorge Projekt S 21.Anlass für das Gespräch war die Abstimmung einer gemeinsamen Vorgehensweise im Falle von Lohnbetrug durch auf Baustellen eingesetzte Nachunternehmen.

Aktuelle Brisanz erhielt das Treffen im Zusammenhang mit den Vorkommnissen dieser Woche auf einer Großbaustelle in Esslingen, bei der ein Nachunternehmen 23 Arbeitern den Lohn für die Monate April/Mai vorenthielt und sie damit in wirtschaftliche Schwierigkeiten brachte. Die Betroffenen hatten sich an die Beraterin Katarina Frankovic von "Faire Mobilität" gewandt, deren Tätigkeitsschwerpunkt in der Begleitung und Beratung von in Not geratenen, abhängig Beschäftigten in ihrer Muttersprache ist.

Lesen Sie hier den ganzen Pressebericht: ->

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26 Bauarbeiter kämpfen um ihren Lohn  

Artikel in der Esslinger Zeitung v. 21. Mai 2015 (Autor: Alexander Maier) - die Genehmigung zur Veröffentlichung wurde von der Redaktion der EZ schriftlich erteilt. Zum Artikel: ->

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IG BAU fordert Weißbuch für saubere Bau-Subunternehmen

Frankfurt am Main, 22.05.2015

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert stärkere Anstrengungen der Bauwirtschaft, um die Ausbeutung von Arbeitnehmern aus der EU zu bekämpfen. "Wir brauchen ein Weißbuch der seriösen Bau-Subunternehmen, die mit entsandten Beschäftigten arbeiten", sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers.

"Es gibt in dem Bereich Geschäftemacher, die Menschen planmäßig abzocken. Sie locken die Bauarbeiter aus ihrer Heimat mit riesigen Versprechungen zum Arbeiten nach Deutschland. Dabei haben sie schon zu Beginn die Absicht, die Löhne zu drücken und am Ende gar nicht mehr zu bezahlen. Die Generalunternehmen tragen hier Verantwortung. Schließlich suchen sie die Subunternehmen aus. Ein Weißbuch, an das sie sich auch halten, ist ebenfalls in ihrem Interesse. Es schützt die Generalunternehmer, weil es ihr Risiko verringert, den geprellten Arbeitern ihren Lohn ersetzen zu müssen."

Hier der Link zur vollständigen Presse-Veröffentlichung:

 http://www.igbau.de/IG_BAU_fordert_Weiszbuch_fuer_saubere_Bau-Subunternehmen.html

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SubKULTan  -  Ein Projekt der Kath. Betriebsseelsorge Ostwürttemberg zur gesellschaftlichen Teilhabe von arbeitslosen Menschen.

Mit dem vor einigen Jahren initiierten Projekt „Job-Börse“ versucht die Betriebsseelsorge Aalen/Ostwürttemberg, langzeitarbeitslosen Menschen über aktive Teilhabe (kleinere Tätigkeiten rund um Haus und Garten) ein Stück gesellschaftliche Normalität zu ermöglichen. Die Mitarbeiter/-innen der Jobbörse sollen sich zugehörig fühlen, sollen sich selbst als kompetent, wertgeschätzt und wertvoll erleben. Ihr Leben soll eine Struktur haben.

Mit der Idee des Projektes SubKULTan, das Ende 2014 begonnen wurde, wagt die Betriebsseelsorge einen neuen Schritt.

Hier lesen Sie weiter: =>

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Eine Aktivität des Projektes SubKULTan der Betriebsseelsorge Ostwürttemberg:

Bevor ich sterbe.... Blitzlichter auf das unbekannte Leben

Vier Wochen lang stand vor dem Dekanatshaus in Aalen eine großflächige Wand mit dem Aufdruck: "Bevor ich sterbe...".

Passanten waren eingeladen, den begonnenen Satz durch ihre Gedankensplitter, Ideen, Wünsche mit bunter Kreide zu vervollständigen. Im Rahmen des Projektes SubKULTan wurden die täglichen Botschaften photographiert und sind nun in einem kleinen Photobuch einer breiteren Öffentlichkeit öffentlich gemacht worden. "Jeden Tag ein ganzes Arsenal von Botschaften, Bekenntnissen, Absurdes, Schwüre, Banales und Hintergründiges, verflochten miteinander."

Projektverantwortlich war Martin Jahn, das Vorwort stammt von Rolf Siedler, für die künstlerische Gestaltung zeichnet Andreas Böhm verantwortlich.

Das Buch ist im Schwäbisch Gmünder Einhorn-Verlag erschienen, weitere Informationen finden Sie hier:

https://einhornverlag.de/shop/buecher/bevor-ich-sterbe/"Bevor ich sterbe..."

Das Buch kann auch über die Kath. Betriebsseelsorge Ostwürttemberg: aalen@betriebsseelsorge.de   bezogen werden.




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Aktion Martinusmantel: Der Markt allein kann es nicht richten

Umfangreiche Unterstützung für Langzeitarbeitslose in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Stuttgart, 11. Mai 2015

Mit einer Projektförderung in Höhe von insgesamt 677.000 Euro unterstützt die Aktion Martinusmantel der Diözese Rottenburg-Stuttgart in den kommenden drei Jahren Langzeitarbeitslose sowie junge Menschen auf Arbeitssuche.

Dies hat der Vergabeausschuss der Aktion unter dem Vorsitz des Leiters der Hauptabteilung Kirche und Gesellschaft der Diözese, Ordinariatsrat Dr. Joachim Drumm, in seiner Frühjahrssitzung beschlossen. Allein im laufenden Jahr werden durch eingegangene Spenden und Haushaltsmittel 19 Projekte an 23 Orten der Diözese mit 410.000 Euro unterstützt. In den Jahren 2016 und 2017 werden weitere Mittel hinzukommen (...)

Lesen Sie hier die vollständige Pressemeldung: ->

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Bild 1: Ordinariatsrat Dr. Joachim Drumm, Betriebsseelsorger Christian Gojowczyk (v.l.n.r.)

Christian Gojowczyk als neue Ludwigsburger Betriebsseelsorger eingeführt

Kornwestheim, 09. Mai 2015

Dort, wo normalerweise die Beschäftigten der Firma MAHLE-Behr in Kornwestheim Ihre Mahlzeiten einnehmen, fand am vergangenen Samstag die Einführungsveranstaltung für den neuen Ludwigsburger Betriebsseelsorger Christian Gojowczyk statt. In der Kantine des Kornwestheimer Betriebes kamen rund 65 Gäste aus Kirche und Arbeitswelt zusammen, um der Feier beizuwohnen.

Bereits seit November 2014 verstärkt Christian Gojowczyk das Ludwigsburger Betriebsseelsorge-Team um Martin Zahner (Leiter) und Claudia Eisele (Sekretariat).

In seinem sehr persönlich gehaltenen Vortrag wies Ordinariatsrat Dr. Joachim Drumm, Leiter der Hauptabteilung XI - Kirche und Gesellschaft, Bischöfliches Ordinariat, auf die Bedeutsamkeit der Arbeitswelt als einen zentralen Ort kirchlichen Handels hin.Er ermutigte Christian Gojowczyk mit Bezug auf die Leitlinien "Kirche im Betrieb" der Katholischen Betriebsseelsorge, inmitten der Menschen in den Betrieben und Einrichtungen ein Zeuge der christlichen Hoffnung zu sein. (Bild 1)

Die Betriebsratsvorsitzende von MAHLE-Behr Kornwestheim, Nektaria Christidou (Bild 2), berichtete anschaulich über die jahrelange verlässliche und ermutigende Begleitung durch die Betriebsseelsorge Ludwigsburg im Kampf für gute und würdige Arbeit.

Christian Gojowczyk, der bereits seit 2006 in der Region Ludwigsburg arbeitet, kennt die Arbeit und Herausforderungen der betrieblichen Mitbestimmung aus eigener Erfahrung. Bis 2014 war er Betriebsratsvorsitzender des Mediendienstleisters Infopaq Deutschland GmbH, der im März 2014 wegen Insolvenz geschlossen wurde. Dass ihn die dort gemachten Erfahrungen in besonderer Weise auch für seine künftige Arbeit als Betriebsseelsorger qualifizieren, stellte Karl-Heinz Wiest, früherer Arbeitskollege von Christian Gojowczyk, in den Mittelpunkt seines Statements.

Weitere Grußworte und ein von seinen Arbeitskolleg/-innen der Betriebsseelsorge überreichter "Rüstkoffer" (Bild 3) rundeten die Einführung stimmig ab.

 

 



Bild 2: BS Christian Gojowczyk, BR-Vorsitzende Nektaria Christidou, BS Martin Zahner

Bild 3: Das Team der Betriebsseelsorge überreicht den "Rüstkoffer BS"


 

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Offener Brief an die Verhandlungsführer im Tarifkonflikt Erziehungs- und Sozialberufe

Betriebsseelsorge und Katholische Arbeitnehmer-Bewegung DRS unterstützen den Streik der Erzieher/-innen

Stuttgart, 04. 05. 2015

Unbestreitbar hat sich das Aufgabenspektrum von Erzieherinnen / Erziehern in Kindertagesstätten erheblich erweitert. Frühkindliche Bildung, Sprachförderung, Bewegungs- und Gesundheitserziehung, Inklusion, der wertschätzende Umgang mit unterschiedlichen Kulturen und Religionen, die Vernetzung mit Institutionen und Ämtern erfordern breite Kompetenzen. Zudem sehen sich   Erzieherinnen / Erzieher gestiegenen Ansprüchen von (häufig überforderten) Eltern und Schulen gegenüber. Die im Orientierungsplan geforderten Standards sind hoch. Erzieherinnen / Erzieher sind gehalten, die Entwicklung der Kinder in ihren Einrichtungen präzise zu dokumentieren und daraus Handlungsempfehlungen für Eltern und Schulen zu formulieren. Verlängerte Öffnungszeiten und Ganztagsbetreuung erfordern ein hohes Maß an Flexibilität. Weil die Teams personell oft unterbesetzt sind, hat sich die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen so verdichtet, dass viele an der Belastungsgrenze arbeiten. Gleiches gilt für die Arbeit in den Sozial- und Jugendhilfeeinrichtungen.

Im deutlichen Widerspruch zur gestiegenen Bedeutung der Arbeit in den Kindertagesstätten steht deren gesellschaftliche Anerkennung. Die Entlohnung der Arbeit entspricht schon lange nicht mehr dem, was in der täglichen Arbeit von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gefordert ist. Die Anerkennung dieser Arbeit durch die Eingruppierung in eine angemessene Entgeltstufe ist daher zwingend notwendig. Schon jetzt zeichnet sich ein Fachkräftemangel ab. Wenn die Rahmenbedingungen sich nicht verbessern, kann weder die Qualität erhalten werden noch das Berufsbild an Attraktivität gewinnen.

Wir, die Betriebsseelsorge und die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in der Diözese Rottenburg-Stuttgart unterstützen den Streik der Erzieherinnen / Erzieher und deren Forderungen im Tarifkonflikt, denn letztere sind mehr als berechtigt (...).

Den vollständigen Wortlaut des "Offenen Briefes" finden Sie hier:

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Streikzeitung der Betriebsseelsorge Stuttgart

Die Betriebsseelsorge in Stuttgart hat zur Unterstützung der streikenden Erzieher / Erzieherinnen eine Streikzeitung veröffentlicht.

Sie können diese hier downloaden: ->

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1. Mai – Internationaler Tag der Arbeiter

LASST UNS EINE GERECHTE, SOLIDARISCHE UND NACHHALTIGE GESELLSCHAFT AUFBAUEN

Aufruf zum 1. Mai 2015 - Weltbewegung Christlicher Arbeitnehmer

Arbeit für Alle in Würde und Gerechtigkeit, gleich welcher Hautfarbe, des Geschlechts, der Religion und des Landes von dem man kommt! Dafür kämpft die WBCA mit Ihren Mitgliedsbewegungen. Seit 1889 (1. Mai Festlegung als Tag der Arbeit) gehen viele Arbeitnehmer/innen am 1. Mai in allen Teilen der Welt auf die Straßen um des Kampfes zu gedenken, den Gewerkschafter/innen in Chicago um bessere und würdigere Arbeitsbedingungen geführt haben und bei dem mehrere Demonstranten umgebracht wurden.

Mit diesem Appell will die WBCA daran erinnern wie wenig sich seit dieser Zeit im manchen Teilen unserer Welt verändert hat und wie notwendig es ist, sich weiter engagiert zur Verbesserung der Situation einzusetzen.

Trotz vielen Bekenntnissen und Forderungen zur würdigen Arbeit, wie sie z.B. in den Sozialenzykliken der Päpste, in vielen Veröffentlichungen der ILO und vielen anderen Schriften beschrieben werden (http://www.bsbzarchiv.de/unterricht/sozialenzykliken.htm, www.dreifaltigkeit-altdorf.de/das_sozialwort_der_kirchen.htm), gibt es häufig Ausbeutung und Verhältnisse, die der Sklavenarbeit ähneln. Die meisten Menschen in den armen Ländern arbeiten völlig ohne Regelungen zur Arbeitszeit, Arbeitssicherheit und Bezahlung.

Lesen Sie hier weiter: ->

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KAB Deutschlands zum "Tag der Arbeit"

Aufruf zum 1. Mai - "Keine Wirtschaft, die tötet!"

KAB: Gut Wirtschaften braucht Mitbestimmung und keine Sparpolitik

 

Das geplante Tarifeinheitsgesetz der Bundesregierung und die derzeit verhandelten Freihandelsabkommen CETA und TTIP werden die Situation der Arbeiterinnen und Arbeiter nicht verbessern. Im Gegenteil: Die erkämpften Rechte der lohnabhängig Beschäftigten und die der Gewerkschaften werden weiter beschnitten. Die Profitmaximierung um jeden Preis ist das oberste Gebot einer Wirtschaft, die tötet (Papst Franziskus).

DAGEGEN MÜSSEN WIR UNS WEHREN!

Finger weg vom Streikrecht!

Das demokratische Grundrecht der Koalitionsfreiheit und das Streikrecht dürfen nicht angetastet werden. Dies gilt auch fürs Tarifeinheitsgesetz. Wer bei einer Kollision von Tarifverträgen auf die Konfrontation der Mehrheit gegen eine Minderheit setzt, spaltet die Belegschaft und schränkt das grundgesetzlich verbriefte Recht auf Koalitionsfreiheit langfristig ein. Ein Betrieb, ein Tarifvertrag

als Flächentarifvertrag – das ist für die KAB unerlässlich, um wirksam die Interessen der lohnabhängig Beschäftigten vertreten zu können.

KEINE EINSCHRÄNKUNGEN BEIM STREIKRECHT! (...)

Hier finden Sie den vollständigen Aufruf: ->

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April 2015



Ausstellung und Veranstaltungsreihe in den Monaten April und Mai:

Faire Arbeitsmigration - Arbeitsausbeutung mitten in der Gesellschaft

 

Datum: 29.04.2015 - 22.05.2015

Ort: Haus der Begegnung - Grüner Hof 7 - 89073 Ulm

www.hausderbegegnungulm.de

Vom 29. April bis 22. Mai zeigt die Ausstellung im Haus der Begegnung in Ulm Portraits von Frauen und Männer aus verschiedenen Herkunftsländern und unterschiedlichen Branchen. Darunter Bau- und Landwirtschaft, Reinigungs- und Hotelgewerbe, häusliche Pflege, Automobilzuliefererindustrie und Transport. So werden prekäre Arbeits- und Lohnverhältnisse sichtbar. Das Begleitprogramm ergänzt die Ausstellung mit fundierten Informationen und einem ökumenischen Gottesdienst zum Tag der Arbeit.

Wo Migranten und Migrantinnen betroffen sind, bestehen aus aufenthalts- und arbeitsrechtlichen Gründen besondere Abhängigkeiten und Herausforderungen. Das Bündnis Faire Arbeitsmigration Baden-Württemberg<http://faire-arbeitsmigration.de/>, ein Zusammenschluss von Verbänden und Organisationen aus Zivilgesellschaft, Gewerkschaften und Kirchen, engagiert sich in Prävention, Beratung und Politik: gerechte Arbeitsbedingungen sind Teil der Menschenrechte und der Menschenwürde.

Begleitprogramm:

Donnerstag, 29. April, 19.00 Uhr| Haus der Begegnung - Ausstellungseröffnung - Einführungsvortrag: Wolfgang Herrmann, Leiter der Katholischen Betriebsseelsorge, Diözese Rottenburg Stuttgart

Musikalische Gestaltung: Bigband Eselsberg

Freitag, 1. Mai, 09.30 Uhr | Ulmer Münster, Konrad-Sam-Kapelle - Ökumenischer Gottesdienst

Dienstag, 5. Mai, 19.30 Uhr | Haus der Begegnung - Menschenhandel  - Gründe und Hintergründe; Doris Köhncke vom Fraueninformationszentrum fiz gibt Einblicke, wie Menschenhandel abläuft, wer profitiert und wie Betroffenen geholfen wird.

Dienstag, 12. Mai 19.00 Uhr| Haus der Begegnung - Dann holen wir halt eine Polin... Für eine gute, gerechte und faire Beschäftigung von Haushaltshilfen aus Osteuropa; Dieter Albert, Dipl. Soz. Päd. (FH) Fachstelle für Interkulturelle Orientierung Region Donau-Iller, Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg  e. V.

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Evangelische Kirche in Deutschland veröffentlicht Denkschrift zum Wandel der Arbeitswelt

"Solidarität und Selbstbestimmung im Wandel der Arbeitswelt"

Hannover, 28. 4.2015

Unter dem programmatischen Titel: „Solidarität und Selbstbestimmung im Wandel der Arbeitswelt“ hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) eine Denkschrift zu den Themen „Arbeit, Sozialpartnerschaften und Gewerkschaften“ veröffentlicht.  Die am 28.4.2015 in Frankfurt/Main vorgestellte Schrift benennt „evangelische Maßstäbe ethischer Verantwortung in der Arbeit“ für aktuelle Entwicklungen in der heutigen Arbeitswelt. Dabei würdigt sie ausdrücklich die Rolle der Gewerkschaften. Diese seien „Akteure für eine menschengerechte Arbeitswelt“.

In einer ersten Bewertung der Denkschrift urteilt der KDA (Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt) Deutschland:

"Es ist erfreulich, mit welcher Differenziertheit und Deutlichkeit die EKD auf die Missstände am gegenwärtigen Arbeitsmarkt hinweist. Niedriglohnsektor, Leiharbeit und Befristungen sowie Werkverträge und das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit sind keine unvermeidbaren Nebenwirkungen der sozialen Marktwirtschaft. Es sind gesellschaftspolitische Herausforderungen, die durch die Sozialpartner, aber auch durch Politik, Kirchen und Verbände zu lösen und zu gestalten sind. Das Motto „Sozial ist, was Arbeit schafft“ ist nicht hinreichend zielführend für den Leitgedanken „Gute Arbeit“. Von seiner Arbeit muss ein Mensch auch leben können."

Hier geht es zum Download der Denkschrift:

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Betriebsseelsorge engagiert im Bündnis "Rettet das Vaihinger Krankenhaus"

Ludwigsburg, 24.4.2015

Über 250 Beschäftigte des Krankenhauses Vaihingen, Bürger und Bürgerinnen und Mitglieder des Bündnisses "Rettet das Vaihinger Krankenhaus"  aus Gewerkschaften, KAB, Betriebsseelsorge und Parteien nahmen teil an der Kundgebung in Ludwigsburg gegen die vom Kreistag beabsichtigte Schließung des Vaihinger Krankenhauses.

Im Rahmen der Kundgebung, die unmittelbar vor Beginn der entscheidenden Kreistagssitzung durchgeführt wurde, forderte u.a. Betriebsseelsorger Martin Zahner die Kreisräte auf, die Zukunft des Krankenhauses zu sichern.

Der Kreistag beschloss dann nach langer Diskussion dennoch die Reduzierung von jetzt 60 auf nur noch 6 -10 Betten, um das Krankenhaus als „Tagesklinik“ weiterzuführen. Die stationäre Versorgung über Nacht soll im Bietigheimer Krankenhaus erfolgen. Stimmen die Krankenkassen dem Konzept einer Tages-Klinik nicht zu, würde dies das vollständige Aus für das Krankenhaus in Vaihingen bedeuten.



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Katja Mast (MdB) und Rainer Hinderer (MdL) zu Besuch bei Faire Mobilität Stuttgart

(17.4.2015)

Viel Zeit nahmen sich Katja Mast (MdB) sowie Rainer Hinderer (MdL) anlässlich ihres Besucher der Beratungsstelle Faire Mobilität Stuttgart, um mehr über die Arbeit der BeraterInnen und die ausbeuterischen Arbeitssituationen zu erfahren, unter denen viele mobile Beschäftigte auch im Südwesten der Republik zu leiden haben.

Beide zeigten sich beeindruckt von der intensiven Beratungsarbeit und nahmen das Anliegen der Projektverantwortlichen (DGB und Katholische Betriebsseelsorge) mit, sich für eine dauerhafte Absicherung dieser not-wendenden Arbeit einzusetzen. Eine Förderzusage über September 2015 hinaus liegt für das u.a. aus Mitteln des BMAS und dem ESF-Fonds finanzierte Bundes-Projekt noch nicht vor, und im Gegensatz zu Hessen, NRW und anderen Bundesländern sieht sich das Land Baden-Württemberg derzeit nicht in der Lage, ein aus Landesmitteln finanziertes Beratungsangebot einzurichten.

 



(Auf dem Bild: Katja Mast (MdB, 2.v.l.) - Rainer Hinderer (MdL, 3.v.l.) - Christoph Laug, Katarina Frankovic und Dr. Dorota Kempter (BeraterInnen), Gabriele Frenzer-Wolf, stellv. Vorsitzende DGB Baden-Württemberg (5.v.r.) - Niko Landgraf (DGB-Vorsitzender DGB Baden-Württemberg (4.v.r.), Bärbel Mauch (DGB, 2.v.r), Wolfgang Herrmann (Betriebsseelsorge, 3.v.r.)


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Bündnispartner feiern Mindestlohnfest

Stuttgart, 8. April 2015

(wh) Es hat lange gebraucht, seit 1.1.2015 gibt es ihn. Einen gesetzlichen Mindestlohn, der (mit wenigen Ausnahmen) nicht mehr unterschritten werden darf und somit Millionen Beschäftigte vor Dumpinglöhnen schützt. Fast 10 Jahre hat der DGB und seine Gewerkschaften mit weiteren Bündnispartnern, u.a. der Betriebsseelsorge und der katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), für dessen Einführung gekämpft.

Knapp 4 Millionen Beschäftigte dürfen sich seitdem über ein höheres Einkommen freuen.

Erfolge müssen gefeiert werden - deshalb hatte in Stuttgart Verdi Baden-Württemberg  zu einem Mindestlohnfest auf den Stuttgarter Schlossplatz geladen. Mit Musik, Wortbeiträgen und leckerem Essen bei besten Wetter kam es an den aufgebauten Infoständen zu vielen Gesprächen unter den Bündnispartnern wie mit den Passanten.

Dem Bündnis Mindestlohn gehören in Baden-Württemberg neben dem DGB und seinen Gewerkschaften u.a. der Landesfrauenrat, der Sozialverband VdK Baden-Württemberg, der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg, die Katholische Arbeitnehmerbewegung KAB und die Katholische Betriebsseelsorge sowie der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt der evangelischen Kirche (KDA) an.

Die verschiedenen Redner/-innen wiesen u.a. die Kritik von Arbeitgeberseite an der Dokumentationspflicht zurück und warnten vor dem Versuch, den Mindestlohn schlecht zu reden. Ebenso wurde eine Nachbesserung für jene Personengruppen gefordert, die zunächst nicht vom Mindestlohn profitieren, z.B. Langzeitarbeitslose beim beruflichen Wiedereinstieg.

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Betriebsseelsorger Wolfgang Herrmann (links), Wirtschafts- und Sozialpfarrer Martin Schwarz (KDA-Ulm), rechts



36 Stunden-Aktion der KAB

Vom 9. bis 10. Oktober arbeiten KAB´lerinnen und KAB´ler 36 Stunden für die soziale Gerechtigkeit

(Stuttgart, den 5.10.2105)

Mit dem Motto: „Es gibt nichts Gutes außer man tut es“ startet die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) eine Mitmach-Aktion. Menschen jeden Alters, die sich für ein soziales Engagement begeistern, können mitmachen. Ganz gleich, ob sie eine, drei oder sechs Stunden Zeit dafür einbringen.

„Gut Wirtschaften“ ist der Schwerpunkt der KAB in diesem Jahr. Als Bewegung für soziale Gerechtigkeit wollen wir die Wirtschaft mitgestalten, damit sie dem Menschen dient.

In der ganzen Diözese Rottenburg-Stuttgart führen KAB-Gruppen Aktionen durch. Bereits angemeldete Projekte sind beispielsweise der Verkauf von fair gehandelten Produkten, Streuobst-Sammelaktionen zu Gunsten von Selbsthilfeprojekten in Uganda und Gottesdienste zum Thema „Gut Wirtschaften“.

Lesen Sie hier weiter:

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LIGA-Aktionswoche vom 12. bis 18. Oktober 2015




Wie geht’s? -  Armut macht krank – Krankheit macht arm

(Stuttgart, 06.10.2015)

Die Liga der freien Wohlfahrtspflege beschäftigt sich seit Jahren in ihren Verbänden und Einrichtungen mit der Situation von Menschen, die in Armut leben und sucht gemeinsam mit den im Land Verantwortlichen nach Strategien und Lösungsmöglichkeiten für deren Problemlagen.

In diesem Zusammenhang veranstaltet die Liga gemeinsam im Aktionsbündnis mit der Landesarmutskonferenz (LAK-BW, Netzwerk der Basis- und Betroffeneninitiativen) und der Landesarbeitsgemeinschaft der Arbeitslosentreffs und Arbeitslosenzentren BW (LAGALO) jährlich eine Aktionswoche gegen die Armut mit jeweils unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten.

Im Jahr 2015 wird unter dem Motto „Wie geht’s? Armut macht krank – Krankheit macht arm“ das Thema „Armut und Gesundheit“ in den Mittelpunkt gestellt.

Weitere Informationen sowie den Reader zur diesjährigen Aktionswoche finden Sie auf: www.armut-bedroht-alle.de/ unter dem Menüpunkt:  Materialien.

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TTIP am Ende?

Die Vizepräsidentin der Grünen-Fraktion im Europaparlament Ska Keller im Dialog

Veranstaltungsort: Kolpinghaus Stuttgart, Heusteigstr. 66, 70180 Stuttgart

Datum: Freitag, 16.10.2015, 19.00 Uhr - 20.30 Uhr - Eintritt ist frei

Veranstalter: attac Stuttgart - Katholische Arbeitnehmer-Bewegung

Im Gespräch mit einem Mitglied von attac Stuttgart wird Ska Keller über den aktuellen Stand der TTIP-Verhandlungen und die Positionen der einzelnen Parteien zu TTIP berichten.

Als Mitglied des Handelsausschusses des EU-Parlaments kennt sie die Fallstricke und die Strategien der „TTIP-Macher“ und gibt eine Einschätzung, wie es mit den Verhandlungen weitergehen wird.

Die Einführung in den Abend erfolgt durch Peter Niedergesäss von der Katholischen Arbeitnehmerbewegung KAB, Stuttgart. Für eine Diskussion mit den Teilnehmern der Veranstaltung ist genügend Zeit eingeplant.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Veranstaltung: ->






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Tagungshinweis:

Work - Life -Balance: Arbeiten und gesund leben

Datum: 15./16.10.2015

Ort: Ev. Akademie Bad Boll

Aus der Ausschreibung:

"Sie wissen nicht, wo Ihnen abends der Kopf steht? Sagen Sie auch oft: Dazu habe ich keine Zeit? Wenn Sie Arbeit, Familie und Freizeit miteinander in Einklang bringen wollen, ist diese Tagung für Sie richtig. Wir machen uns auf den Weg, um uns über unsere Wünsche, Bedürfnisse und Grenzen klar zu werden. Gemeinsam werden wir persönliche Kraftquellen und Oasen aufspüren.

Bei dauerhafter Belastung in Beruf und Privatleben kann niemand gesund bleiben. Wellness kann zwar vorübergehende Entspannung bringen: Was aber tun, wenn man anschließend wieder in den reißenden Fluss beruflicher Anforderungen zurückgerissen wird? Kann ich bei all den Anforderungen dauerhaft arbeiten? Welche Kraftquellen kann ich nutzen, und reichen diese aus, um das Hamsterrad zu überleben?

Welche Chancen habe ich und welche hat mein Arbeitgeber, um gesunde Arbeit zu ermöglichen? Wie profitieren alle davon, wenn Sie ausgeglichen sind? In dieser Tagung erfahren Arbeit nehmende sowie Arbeit gebende, wie chancenreich der Wunsch nach gesunder, zufriedenstellender und leistungsorientierter Arbeit ist."

Weiter Informationen und Anmeldung:

 http://www.ev-akademie-boll.de/tagung/210315.html






"Werkverträge und grenzüberschreitende Entsendung mobiler Beschäftigter – Schattenseiten des baden-württembergischen Arbeitsmarktes"

 

Achtung: Diese Veranstaltung findet nicht statt!

Der Artikel bleibt weiterhin zu Ihrer Information auf der Homepage eingestellt.

Die Stuttgarter Beratungsstelle des DGB-Projekts „Faire Mobilität“ – Arbeitnehmerfreizügigkeit sozial, gerecht und aktiv“ – veranstaltet gemeinsam mit der Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart

am Mittwoch, den 14. Oktober 2015 in Stuttgart eine Podiumsdiskussion zum Thema:

Werkverträge und grenzüberschreitende Entsendung mobiler Beschäftigter –  Schattenseiten des baden-württembergischen Arbeitsmarktes.

In einem ersten Teil des Abends geben Praxisberichte von Faire Mobilität und Kontrollbehörden Einblicke in die Schattenseiten des Arbeitsmarktes, die häufig mit Werkverträgen, Entsendungen und Scheinselbstständig einhergehen.

In einem zweiten Teil werden die Herausforderungen, Auswirkungen und Perspektiven mit Vertretern der Landtagsfraktionen Bündnis 90/Die Grünen, SPD und CDU sowie der Gewerkschaft diskutiert.

Eine Einladung (im PDF-Format) sowie einen inhaltlichen Ablauf der Veranstaltung finden Sie hier.

Datum: 14.10.2015, 18.00 Uhr -21.00 Uhr

Ort: Rupert-Mayer Hauses (Hospitalstraße 26, 70174 Stuttgart, Eingang über die Lange Straße), Großer Saal.

 





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Veranstaltungshinweis:

7. Oktober: "Welttag für menschenwürdige Arbeit" (KAB, Köln)

Die Generalversammlung der „Weltbewegung Christlicher Arbeitnehmer (WBCA)“ hat bei ihrer Generalversammlung 2013 in Haltern am See beschlossen, an diesem Tag einen weltweiten Aktionstag für menschenwürdige Arbeit zu organisieren. "Dies ist eine gute Möglichkeit der Welt zu zeigen, dass unsere Meinung zählt, dass wir viele sind und dass wir zusammen stärker sind", so die neue Generalsekretärin Mariléa Damasio aus Brasilien.

Die KAB Deutschlands als Mitglied dieser Weltorganisation wird sich an diesem Aktionstag beteiligen. "Die Arbeit gibt uns Würde und wir erheben unsere Stimmen, um deutlich zu sagen, dass eine solidarische und gerechte Welt möglich ist", so KAB-Bundespräses Johannes Stein.

Nähere Informationen finden Sie hier: 

 http://www.kab.de/themen/internationaleseuropa/internationales/welttag-menschenwuerdige-arbeit/

Der KAB Diözesanverband Freiburg hat eine Broschüre "Impulse zum Tag der menschenwürdigen Arbeit, 7. Oktober 2015" erstellt. Die Broschüre steht zum Download zur Verfügung unter:  www.kab-freiburg.de Diese Broschüre enthält auch eine Vorlage für Wortgottesdienste zum Thema "menschenwürdige Arbeit"

Die offizielle Website des Internationalen Gewerkschaftsbundes zum 7. Oktober lautet:  www.wddw.org

Weitere Informationen zum Thema „menschenwürdige Arbeit“ bzw. zu „Decent Work“ sind auf folgenden Websites zu finden:

- Vereinte Nationen:  www.un.org

- Internationale Arbeitsorganisation:  www.ilo.org bzw. bei der deutschen Vertretung  www.ilo.org/berlin

- Der „Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V. (VENRO)“,  bei dem das „Weltnotwerk der KAB Deutschlands“ Mitglied ist, befasst sich ausführlich mit dem Thema „menschenwürdige Arbeit“ und hat ein Manifest für menschenwürdige Arbeit herausgegeben - siehe:

 www.deine-stimme-gegen-armut.de





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Politisches Nachtgebet

Woche der sozialen Gerechtigkeit - „Gut wirtschaften“

mit Oberbürgermeister Frank Dehmer, Geislingen
Termin: Donnerstag, 8. Oktober 2015, 20:00 Uhr
Ort: Geislingen, Kath. Kirche St. Maria, Überkinger Str. 28
Veranstalter: Netzwerk Arbeitswelt Göppingen

„Nachhaltig leben und arbeiten“. Das ist das Leitthema, mit dem sich die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands inhaltlich auseinandersetzt.
Es geht um die Frage, wie eine gute, nachhaltige und zukunftsfähige Wirtschaft aussehen muss und kann.
Wir wollen in diesem Nachtgebet dieses Thema ins Gebet nehmen und stehen nach einem ca. 30minütigen Nachtgebet zum Austausch und Gespräch noch zusammen.

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September 2015


 

Bundesausschuss der KAB Deutschlands spricht sich gegen das Freihandelsabkommen TTIP aus

„Was wir brauchen ist eine gerechte und solidarische Wirtschaftsordnung, die die Bedürfnisse der Armen und Ausgeschlossenen, die Rechte der arbeitenden Menschen und die Bewahrung der göttlichen Schöpfung in den Mittelpunkt stellt!", heißt es u.a. im dort gefassten Grundsatzbeschluss.

Das Transatlantische Freihandelsabkommen steht dem unvereinbar entgegen! ... Aus der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise sind die notwendigen Konsequenzen nicht gezogen worden. Anders lässt sich nicht erklären, dass durch ein Transatlantisches Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA eine durchgreifende Liberalisierung angestrebt wird, die der Ideologie der ‚freien Märkte‘ und der widerlegten Logik ‚Wohlfahrtsgewinne für alle durch Liberalisierung‘ folgt. Die Deregulierung der Finanzmärkte war eine der Hauptursachen dieser Krise, in der weiterhin die Gewinne privatisiert und die Kosten und Risiken sozialisiert werden.

Das Freihandelsabkommen setzt diese Fehlentwicklung fort, ist Teil einer "Wirtschaft, die tötet."

Sie können hier den (neuen!) Flyer zu TTIP downloaden:

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Seminarankündigung:

Ausstieg aus dem Beruf - Aufbruch wohin?

 

Seminar für Einzelne und Paare in der letzten Phase des Berufslebens

Datum: 23.-26. September 2015

Ort: Ev. Akademie Bad Boll

Altersteilzeit, Vorruhestand und Ruhestand sind verbunden mit dem Abschied aus vielen Rollen und Beziehungen. Den Abschied ernst zu nehmen und die Chancen der neuen Lebensphase in Beziehung, Freizeitaktivitäten und Engagement für andere zu erkennen, ist das Ziel des Seminars.

Weitere Informationen und Anmeldung:  

 http://www.ev-akademie-boll.de/nc/tagung/700215.html

Die Tagung wird an einem weiteren Termin im Jahr 2015 angeboten: 11.11.2015 - 14.11.2015 Bad Boll

Weitere Informationen und  >Anmeldung<http://www.ev-akademie-boll.de/nc/tagung/270215.html>

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Fachtagung:

Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung

Herausforderung der Strafverfolgung

Datum: 24.09.2015

Ort: Berlin, Friedrich-Ebert-Stiftung

Aus der Ausschreibung:

"Der Straftatbestand  § 233 Menschenhandel zur Ausbeutung (MH/A) ist seit 2005 im Strafgesetzbuch verankert. Die Zahl der Verurteilungen ist jedoch nach wie vor sehr gering:

Laut Evaluationsbericht des Europarats für Deutschland („GRETA-Bericht“) gab es seit 2013 in der gesamten Bundesrepublik nur 11 Verurteilungen…."

Nähere Hinweise zu Inhalt, Programm und Anmeldung finden Sie hier:

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"KAB: Arbeit ist die beste Form der Integration!"

KAB Rottenburg-Stuttgart fordert effektives Integrationsprogramm für Flüchtlinge

(Stuttgart - 21.09.2015)

Stuttgart. Mit einem breiten Katalog zur Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und in den Arbeitsmarkt setzt der KAB-Diözesanvorstand auf eine grundsätzliche Neuorientierung in der Einwanderungspolitik. "Menschen, die vor Krieg, Terror und Mord fliehen und um Asyl bitten, brauchen mittelfristig mehr als Nahrung und Unterkunft", betont Bernadette Schwarz, KAB-Vorsitzende im KAB-Bezirk Bodensee.

Der Bezirk gab den Anstoß für die Erklärung des Diözesanvorstandes zu Flüchtlingen und Arbeitsmarkt.

Lesen Sie die vollständige Pressemitteilung sowie den Antrag hier:

Pressemitteilung: ->

Antrag ->

An dieser Stelle sei auch auf das Positionspapier des baden-württembergischen Handwerks zur Flüchtlingspolitik und die Integration von Flüchtlingen und Asylbewerber/-innen in den Arbeitsmarkt (März 2015) hingewiesen:

Hier geht es zum Positionspapier: ->

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Offener Brief

an Frau Koederitz (Vorsitzende der IBM-Geschäftsführung)

angesichts der bevorstehenden Schließung der IBM Deutschland Enterprise Application Solutions GmbH

Böblingen/Sindelfingen, 20.09.2015

Ev. Betriebsseelsorge Sindelfingen

Katholische Betriebsseelsorge Böblingen

Lesen Sie hier den Offenen Brief: ->

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Veranstaltungshinweis:  

Best of My Europe Short Film Festival 2015 - Sieben Kurzfilm-Geschichten aus Europa

Datum: Freitag, 18. September 2015

Ort: 71063 Sindelfingen, Rathaushausplatz 1, Rathaus - Großer Sitzungssaal

Beginn: 19.00 Uhr - Eintritt frei

Alle Filme werden im Original mit deutschen Untertiteln aufgeführt.

Ein besonderes Highlight:

Hadi Khanjanpour, Regisseur des Films "Dr. Illegal", steht im Anschluss an die Vorführung als Gast und Gesprächspartner zur Verfügung.

Hier geht es zum Download des Einladungsflyers: ->

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August 2015


Nein zu Fremdenhass und Rassismus

Gemeinsame Erklärung von IG Metall und Südwestmetall (31.8.2015)

Stuttgart - Arbeitgeber und Gewerkschaft der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie wenden sich in dieser gemeinsamen Erklärung gegen die zunehmende Gewalt gegen Flüchtlinge und setzen sich für eine weltoffene Gesellschaft ein.

IG Metall und Südwestmetall verurteilen die Angriffe auf Flüchtlinge aufs Schärfste und appellieren an eine Gesellschaft ohne Extremismus und Intoleranz. Dies erklärten die Spitzenvertreter Dr. Stefan Wolf, Vorsitzender von Südwestmetall, und Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg, am Montag in einer gemeinsamen Erklärung.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Gewalt gegen Flüchtlinge in Europa, in Deutschland und auch in Baden-Württemberg wollen die beiden Organisationen ein klares Zeichen gegen Extremismus und Intoleranz, für Integration und Menschenwürde setzen (...)

Lesen Sie hier die vollständige Erklärung:

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Workshop für Engagierte aus Erwerbsloseninitiativen

Lobbyarbeit für Erwerbslose?!

Datum: 02.08. - 05.08.2015

Ort: Benediktushöhe Retzbach bei Würzburg

Veranstalter: Haus am Maiberg und weitere Kooperationspartner

Aus der Ausschreibung:

"Engagierte aus Erwerbsloseninitiativen aus der ganzen Republik sind eingeladen, ihre Situation (bzw. die der Initiativen) mit Blick auf die öffentliche Meinung kritisch zu reflektieren. Denn die Öffentlichkeit verfolgt verwundert – wenn überhaupt – die Arbeit der Initiativen, denn wenn die Medien Recht haben, dann sinkt doch die Zahl der Erwerbslosen ständig. Und wer keine Arbeit findet, ist schließlich selber schuld!

Hier setzt das Seminar an, da es für die Situation der Arbeitslosen, hier besonders der Langzeiterwerbslosen, Kirche wie Gesellschaft sensibilisieren und Elemente für einen Gegen-Öffentlichkeit entwickeln möchte. So soll das Seminar selber auch zu einem Erfolgserlebnis werden, das für das weitere Engagement in der Initiative motiviert (...)."

Nähere Informationen zum geplanten Ablauf sowie zur Anmeldung finden Sie hier:

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Juli 2015


Stellenausschreibung

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart - Körperschaft des öffentlichen Rechts - HA XI – Kirche und Gesellschaft (Fachbereich Kirche und Arbeitswelt, Betriebsseelsorge) sucht für die Katholische Betriebsseelsorge - Arbeitsstelle Ulm -

zum 01.10.2015 oder später eine pastorale Mitarbeiterin / einen pastoralen Mitarbeiter

für den Tätigkeitsbereich Betriebsseelsorge mit einem Beschäftigungsumfang von 100%.

Die Stelle ist unbefristet, der Dienstsitz ist Ulm.

Hier finden Sie die Stellenausschreibung als PDF-Dokument

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Stellenausschreibung:

Berater/in für mobile Arbeitnehmer

Das bfw-Unternehmen für Bildung sucht für das aus Mitteln des ESF und des BMAS finanzierte Projekt "Faire Mobilität-Arbeitnehmerfreizügigkeit sozial, gerecht und aktiv" - in Kooperation mit dem DGB-Bundesvorstand, dem DGB Bezirk Baden-Württemberg und der Betriebsseelsorge Diözese Rottenburg-Stuttgart - in Stuttgart eine/n

Berater/in mit guten Kenntnissen in kroatischer oder ungarischer Sprache sowie deutschen und englischen Sprachkenntnissen

Hier geht es zur Stellenausschreibung:

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Veranstaltung:

„Das Kapital im 21. Jahrhundert“ - Der Kapitalismus verschärft die Ungleichheit zwischen arm und reich

Eine Diskussion der Beobachtungen von Thomas Piketty

Datum: Samstag, 25. Juli 2015

Uhrzeit: 9.30 Uhr - 17.00 Uhr

Ort: Hospitalhof, Stuttgart

Veranstalter: KDA-Stuttgart, Kath. Betriebsseelsorge Stuttgart und Böblingen, Evangelisches Bildungswerk - Hospitalhof Stuttgart

Aus der Ausschreibung:

"1% der Weltbevölkerung hat so viel Vermögen wie der Rest von 99%.

Oder: ca. 100 Menschen besitzen so viel wie 50% der Weltbevölkerung.

Seit Mitte der 70er Jahre geht die Schere zwischen den sehr Wohlhabenden und dem großen Teil der anderen immer weiter auseinander, in den letzten Jahren hat sich dies nochmals deutlich verschärft. Die Anzahl der von Armut bedrohten Menschen nimmt zu, auch in den reichen Ländern. Auf der anderen Seite: Die astronomischen Gehälter der heutigen Supermanager sind für viele ein Ärgernis – zu Recht?

Viel unausgewogener verteilt als die Arbeitseinkommen sind aber letztlich die Vermögen. Wenn r, also die Rendite aus Kapital, dauerhaft über der Wachstumsrate g liegt (r > g), dann wachsen in der Vergangenheit angehäufte Vermögen schneller als die Wirtschaft als Ganzes. Da geht es nicht um Neid, sondern um Gerechtigkeit. Die Folgen sind bedrohlich: Wo die Ungerechtigkeit zunimmt, sinkt der soziale und gesellschaftliche Frieden, die Sicherheit einer Gesellschaft ist bedroht (...)

An unserem Studientag am 25. Juli im Hospitalhof in Stuttgart wollen wir am Vormittag seine Grundgedanken erläutern, verstehen und diskutieren, am Nachmittag wird es dann noch Gelegenheit geben, in drei Workshops die Themen Vermögen, Wachstum und Steuern zu vertiefen.

Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: ->

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Abendveranstaltung:

Fermiamo la strage subito - L'Europa nasce o muere nel Mediterraneo

Beendet das Sterben jetzt! - Europa lebt oder stirbt am/im Mittelmeer


Veranstaltung der ACLI - Baden-Württemberg und der Kath. Betriebsseelsorge
Die Veranstaltung ist in italienischer Sprache ohne Übersetzung!

Datum: Donnerstag, 09. Juli 2015, 18.00 Uhr - 20.30 Uhr
Ort: Rupert-Mayer-Haus, Hospitalstr. 26

Alle weiteren Hinweise zur Veranstaltung und Anmeldung finden Sie hier:
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Veranstaltungshinweis:

Der Kampf gegen das Verschwinden lassen - Ein Kampf für Menschenrechte

 

Im Rahmen der Themenreihe: Wenn Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Zur Aufarbeitung von Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen

REFERENT: Dr. Rainer Huhle, Politikwissenschaftler, Vorstandsmitglied des Nürnberger Menschenrechtszentrums, Mitglied im UN-Ausschuss gegen das Verschwinden lassen

Dr. Rainer Huhle ist seit 2011 einer der zehn internationalen unabhängigen Experten, die den UN-Ausschuss gegen das Verschwinden lassen bilden. Er ist Gründungs- und Vorstandsmitglied des Nürnberger Menschenrechtszentrums, das sich mit anderen deutschen Menschenrechtsorganisationen seit 1998 bemühte, die Verantwortlichen in Argentinien für das Verschwinden lassen von Deutschen und Deutschstämmigen in Deutschland vor Gericht zu bringen. Er hat etliche Jahre in Südamerika für zivilgesellschaftliche Organisationen und für die UNO im Menschenrechtsbereich gearbeitet und ist stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Instituts für Menschenrechte.

Veranstaltungsort: Hospitalhof Stuttgart

Datum: Mittwoch, 08.07.15, 19:00 – 21:00 Uhr

Veranstalter: Hospitalhof Stuttgart / Elisabeth-Käsemann-Stiftung

Nähe Hinweise zur Veranstaltung finden Sie hier:

 https://www.hospitalhof.de/programm/080715-der-kampf-gegen-das-verschwindenlassen/

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Erwerbslosenfachtagung 2015

Hartz IV - Exportmodell für Europa? - Perspektiven nach 10 Jahren Arbeitsmarktreform

Datum: 06. bis 08. Juli 2015

Ort: Haus der Kirche - Bad Herrenalb

Aus dem Ausschreibungstext:

"Hartz IV - ein Exportmodell? Für die Bundesregierung ist die "Grundsicherung für Arbeitsuchende" ein Erfolg: So viele Menschen wie nie zuvor sind in den letzten Jahren in Arbeit gekommen, die Zahl der ALG II-Bezieher stagniert, wenn auch auf hohem Niveau. Deutschland sonnt sich als europäischer Klassenprimus in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.

Schattenseite der Reform ist eine steigende Zunahme der Armut - trotz Arbeit. Die wachsende Zahl von Arbeitsangeboten im Niedriglohnbereich und in prekärer Beschäftigung haben einen immer größeren Anteil von "working poor" entstehen lassen. Die Sanktionen im SGB II haben den Zwang verschärft, jede Arbeit anzunehmen. (...)

Wie kam es zu dieser Reform? Wie sieht die heutige Bilanz aus? Welche Perspektiven brauchen wir für unser soziales Leistungssystem? (...)

Die baden-württembergische Erwerbslosenfachtagung versteht sich als Ort, an die von den Arbeitsmarktreformen betroffenen Menschen als Expert/-innen zu Wort kommen, wo sie Perspektiven und Forderungen formulieren können.

Die Tagung wird unterstützt durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren aus den Mitteln des Landes Baden-Württemberg.

Nähere Informationen zu Anmeldung, Anreise und Tagungsort sowie dem Unkostenbeitrag finden Sie hier: ->

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Dezember 2015



Betriebsseelsorger Thomas Maile

 

Pressebericht

15 Jahre Mobbing-Selbsthilfegruppe Rottweil

(Artikel SZ / 31.12.2015 - Ingeborg Wagner)

Man lacht über sie, wertet ihre Arbeit ab. Gespräche verstummen, wenn sie den Raum betreten. Vom Informationsfluss werden sie ausgeschlossen. Zu gemeinsamen Unternehmungen nicht eingeladen.
Mobbing bei der Arbeit hat viele Facetten. Alle tun weh. Und sie können auf Dauer krank machen.
Seit 15 Jahren leitet der Tuttlinger Betriebsseelsorger Thomas Maile eine Selbsthilfegruppe für Mobbingopfer. Die Treffen finden einmal im Monat statt, in der Regel mittwochs, und man trifft sich in Rottweil. „Diese Anonymität schätzen viele Betroffene“, sagt Maile.
Zwischen sechs und acht Menschen nehmen im Schnitt teil, es gab auch schon zweistellige Zugehörigkeiten. Manche kommen einmal zu den Selbsthilfeabenden, andere Monate oder Jahre lang. Auch, um die „Neuen“ zu unterstützen und ihnen einen Weg aus der Krise zu vermitteln (...).

Lesen Sie hier den vollständigen Pressebericht von Ingeborg Wagner ->

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Presseartikel zum Thema Sonntagsschutz

Einfach abschalten

Es wird Zeit für eine Neudefinition der Zeiten. Denn das Leben kann man nicht verschieben.

(Süddeutsche Zeitung, 28.12.2015)

Betriebsseelsorger Erwin Helmer (Augsburg) hat in der Süddeutschen Zeitung vom 28.12.2015 an prominenter Stelle einen bemerkenswerten Artikel über die Notwendigkeit einer Neudefinition von Zeit veröffentlichen können.

Erwin Helmer ist innerhalb der Bundeskommission der Betriebsseelsorge Deutschland der Verantwortliche für den Bereich Sonntagsschutz / Sonntagsallianzen.

Lesen Sie den Presseartikel : ->

(die Erlaubnis zur Veröffentlichung wurde erteilt)

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Jubiläumsveranstaltung:

60 Jahre gesteuerte Migration aus Italien

Akademie, ACLI und KAB veranstalten Festakt zum Anwerbeabkommen mit Italien

Die Unterzeichnung des Anwerbeabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Italien am 20.Dezember 1955 feierten Vertreter/-innen von ACLI, KAB und von Politik und Gesellschaft in der Katholischen Akademie in Hohenheim.

Klaus Barwig, Referent für Migration an der Akademie, erinnerte in seiner Begrüßung daran, dass das Abkommen bereits 10 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs unterzeichnet wurde. Darin wurde die Zuwanderung von überwiegend süditalienischen  Arbeitskräften für die Landwirtschaft und den Straßen- und Brückenbau im Nachkriegsdeutschland geregelt.

Dieses Abkommen wurde  Vorbild  für weitere Verträge mit Spanien und Griechenland (1960), der Türkei (1961), Portugal, und Jugoslawien. Was zunächst mit dem Begriff „Gastarbeiter“ als zeitlich begrenztem Arbeitsaufenthalt (Rotationsprinzip) Länder geplant war, entpuppte sich bald für viele als faktische Einwanderung. Familiennachzug und Sesshaftwerdung waren die häufig unterschätzten Folgen.

 


 

Bischof Fürst würdigte Don Battista Mutti, Italiener-Seelsorger der ersten Stunde. Er wurde  bereits 1951 von seinem Heimatbischof 1951 nach Stuttgart geschickt, um sich um die Italiener zu kümmern. Und gleich im Jahr der ersten größeren Arbeitskräfte-Zuwanderung, 1956, wurde in Stuttgart die erste Italienisch-katholische Mission gegründet – mit Battista Mutti als erstem Seelsorger (...)

Lesen Sie hier die vollständige Presseerklärung:

 


Bischof Dr. Gebhardt - Festakt an der Kath. Akademie Hohenheim


Von links, am Rednerpult Peter Niedergesäss, KAB-Diözesansekretär; Wolfgang Herrmann, Leiter der Betriebsseelsorge; Klaus Schmitz, ehemaliger Sozialreferent an der deutschen Botschaft in Rom, Hildegard Rothenhäusler, Ministerialrätin Ministerium für Kultus, Jugend und Sport; Wilfried Wienen, Grundsatzreferent KAB-Deutschland; Laura Moitzi, Pflegeheim-Leiterin, Rorschach; Gianni Bottalico, Präsident ACLI Italien, Muhammet Karatas, IHK Stuttgart


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Veranstaltungshinweis

60 Jahre Anwerbevertrag zwischen Deutschland und Italien Italienische „Gastarbeiter“: Mitbegründer des Europäischen Hauses

Datum: 18. und 19. Dezember 2015

Ort: Tagungszentrum Hohenheim

Veranstalter: Katholische Akademie DRS, KAB-DRS, ACLI-BW, Fondazione Migrantes

 

Aus der Ausschreibung:

"Am 20. Dezember 1955 unterzeichneten der damalige Bundesarbeitsminister Anton Storch und der italienische Außenminister Martino in Rom das deutsch-italienische Anwerbeabkommen. Damit begann – erst zehn Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs – die Wanderung überwiegend süditalienischer Arbeitskräfte, die in den Bereichen Landwirtschaft, Straßen- und Brückenbau insbesondere im deutschen Südwesten dringend benötigt wurden. Dieses erste Abkommen seiner Art wurde zum Vorbild für weitere Verträge mit Spanien und Griechenland (1960), der Türkei (1961), Portugal, und Jugoslawien.

Was zunächst mit dem Begriff „Gastarbeiter“ als Arbeitsaufenthalt auf Zeit (Rotationsprinzip) geplant war, entpuppte sich bald für viele als faktische Einwanderung. Familiennachzug und Sesshaftwerdung waren die häufig unterschätzten Folgen. Noch immer galt der Satz „Deutschland ist kein Einwanderungsland“ auch als es schon längst zu einem solchen geworden war (...)."

Weitere Informationen zum Inhalt, Ablauf sowie dien Anmeldeformalitäten finden Sie hier:

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Podiumsdiskussion:




Warum Flüchtlinge nicht migrieren und Migranten manchmal flüchten

Menschenrechtliche Perspektiven auf Migration und Flucht

Datum:   Freitag, 18.12.2015

Ort:        Hospitalhof, Büchsenstraße 33, Raum Helfenstein

              Stuttgart

Uhrzeit:   19:00 - 20:30 Uhr 

MigrantInnen und Flüchtlinge haben unterschiedliche Beweggründe ihre Heimat zu verlassen. So verschieden wie ihre Gründe sind auch ihre Rechte und Perspektiven in Europa.

Diese Menschen haben es nicht leicht, in ihrer Unterschiedlichkeit wahrgenommen und respektiert zu werden. Wird ihnen doch nicht selten unterstellt, als „Sozialtouristen“ nach Europa zu kommen. So manche/r hier vergisst dabei, dass niemand seine Heimat ohne triftige Gründe verlässt. Auch in der deutschen Geschichte gab es Zeiten, in denen Deutsche händeringend um Aufnahme in anderen Ländern suchten. Und bis heute migrieren Deutsche auf der Suche nach einer neuen Zukunft.

Aus Anlass des Internationalen Tages der Rechte von MigrantInnen lädt die Stuttgarter Plattform Menschenrechte ein zu einem Austausch über die Unterschiede zwischen Migration und Flucht, die Hintergründe der derzeitigen Flüchtlings- und Migrationspolitik in Europa und deren praktische Auswirkungen.

Referentin:  Sophia Wirsching, Fachreferentin für Migration bei Brot für die Welt, Berlin

Moderation: Sabine Schmidt

Veranstalter: Stuttgarter Plattform Menschenrechte

Hier finden Sie das Plakat zur Veranstaltung: ->

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Veranstaltungshinweis

Was bedeuten Selbstbestimmung und Würde in einer digitalen Wirtschaft?

Datum: 11. Dezember 2015, Beginn: 17:00 Uhr

Veranstalter: DGB Kreisverband Böblingen und Kath. Betriebsseelsorge Böblingen

Referent: Welf Schröter, Forum Soziale Technikgestaltung beim DGB Baden-

               Württemberg

Ort: Arbeiterzentrum Böblingen

Was ist unter "Industrie 4.0 zu verstehen?" Wie wirkt sich dieser Ansatz auf den Menschen aus? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es? Neben den Risiken und Gefahren will der Referent auch auf neue Möglichkeiten und Chancen eingehen, die in einer technisch vernetzten Arbeitswelt liegen können.

Flyer zum Download:

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Veranstaltungshinweis:

FORUM Flüchtlinge und Arbeit

Donnerstag, 03. Dezember 2015 – 18:30 Uhr
Flüchtlingsunterkunft der Caritas Stuttgart Tunzhoferstr. 20 (ehemals Bürgerhospital), 70191 Stuttgart

Aus der Einladung:

"Seit einigen Monaten arbeitet ein kleines Team des BKU (Bund Kath.Unternehmer e.V.) an einem Konzept, wie junge Flüchtlinge in Praktika und Ausbildungsverhältnisse gebracht werden können. Eine enge Kooperation gibt es, neben der Caritas, mit dem GARP Bildungszentrum in Plochingen.

Die Zusammenarbeit mit weiteren Partnern, beispielsweise der IHK Region Stuttgart oder Verbänden der Diözese Rottenburg-Stuttgart, ist gerade im Entstehen. An diesem Abend wollen wir Ihnen unser Modell-Konzept und konkrete Maßnahmen vorstellen sowie, auch das soll nicht verschwiegen werden, um Ihre Unterstützung werben. Es geht um Kontakte, um die Bereitschaft, Praktikumsmöglichkeiten anzubieten, um die Begleitung von Flüchtlingen auf ihrem Weg in die fremde deutsche Arbeitswelt und um manches mehr, was wir heute noch gar nicht so ganz absehen."

Weitere Informationen finden Sie hier: Einladung+ Rückantwort

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Bild: Martina Waiblinger

Personelle Veränderung:

Martin Schwarz (KDA-Ulm) wechselt an die Führungsakademie des Landes Baden-Württemberg

(Stuttgart/Ulm, 3.12.15)

"Martin Schwarz verlässt den Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und wechselt zum 1. Dezember 2015 an die Führungsakademie des Landes Baden-Württemberg. In Stuttgart übernimmt er die Stelle eines Referenten für Organisationsentwicklung und Beteiligungsprozesse.

Von 2010 an war Schwarz im KDA in der Prälatur Ulm als Wirtschafts- und Sozialpfarrer und seit 2013 als Vorsitzender des KDA in Württemberg tätig. Dort war er der kirchliche Ansprechpartner in Fragen von Wirtschaft und Arbeitswelt. Gleichzeitig vermittelte er die Erfahrungen aus der Arbeitswelt in die Kirchengemeinden und -bezirke.  

Er initiierte das „Forum Kirche-Wirtschaft“ in der Prälatur Ulm als regelmäßige Diskussionsveranstaltung für Verantwortliche aus beiden Bereichen. Daneben wirkte er in zivilgesellschaftlichen Initiativen mit, beriet in betrieblichen Konfliktfällen, organisierte Tagungen und hielt Vorträge zur Wirtschafts- und Sozialethik, zu Inklusion und psychischen Belastungen in der Arbeitswelt. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die demografischen Herausforderungen für Kommunen und Wirtschaft im ländlichen Raum.  

In Schwarz‘ Amtszeit fiel die Insolvenz der Drogeriemarktkette Schlecker. Gemeinsam mit Partnern aus Kirchen und Gewerkschaften begleitete er betroffene Beschäftigte, organisierte Unterstützung und setzte sich für eine Reform des Insolvenzrechts ein. Im Rahmen des vom europäischen Sozialfonds geförderten Projekts „Ulmer Netzwerk gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand“ beriet Schwarz Unternehmen aus der Region bei der Verbesserung von Umwelt- und Sozialstandards.

„Die kleiner werdende Kirche darf sich nicht aus der Gesellschaft zurückziehen“, ist Schwarz überzeugt: „Als aktive Mitgestalterin ist sie mehr denn je eine gefragte Partnerin, wenn es darum geht, wie wir künftig zusammenleben wollen.“
(Artikel aus: Ev. Akademie Aktuell)"

Das Team der Betriebsseelsorge Rottenburg-Stuttgart dankt Martin Schwarz für die gute und inspirierende Zusammenarbeit und wünscht ihm für seine neue Aufgabe an der Führungsakademie alles Gute und Gottes Segen!

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November 2015


Neuerscheinung:

Broschüre "Wissen ist Schutz!" nun mit Griechisch in einer weiteren Sprache erhältlich!

(Berlin, November 2015)

"Wissen ist Schutz!" ist ein Leitfaden für Menschen, die vorübergehend oder auf Dauer in Deutschland leben und arbeiten wollen. Er enthält Informationen, die helfen, in Deutschland eine legale Arbeit unter fairen Bedingungen zu finden sowie ein Verzeichnis von Ansprechpartnern, die bei Bedarf Beratung und Unterstützung anbieten.

Die griechisch sprachige Fassung wurde in enger Zusammenarbeit mit der Griechischen Botschaft in Berlin und dem Verein Deutsch-Griechischer Gesellschaften e.V. vollständig überarbeitet und an die Situation von EU-BürgerInnen aus Griechenland angepasst.

Auf der Homepage des Projekts "Faire Mobilität" stehen die griechisch sprachige Fassung und deren deutsch sprachige Ausgabe zum Download bereit:

 http://www.faire-mobilitaet.de/informationen/publikationen

Die gedruckte Broschüre kann zudem beim Projekt bestellt werden. Angehängt sind die beiden Fassungen im PDF-Format: deutsche Version / griechische Version

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Tagung für Arbeitnehmer/innen

Mehr Klarheit in Sachen Industrie 4.0

Datum: 28. November 2015 von 09:30-ca. 16:00 Uhr

Veranstalter: Kath. Betriebsseelsorge Tuttlingen/Rottweil, KDA Reutlingen, DGB                              Region Südbaden

Referent: Welf Schröter, Forum Soziale Technikgestaltung - DGB Stuttgart

Ort: Seitingen-Oberflacht

Die Industrie 4.0 verbindet in revolutionärer Weise die Informations- und Kommunikationstechnik mit der Produktion. Dabei werden - meist einfachere - Jobs verloren gehen, aber auch neue - qualifiziertere Jobs entstehen. Maschinen koordinieren selbständig Fertigungsprozesse, Roboter kooperieren in der Fertigung mit Menschen....

Hier sehen Sie den Flyer mit Anmeldung und Tagungsablauf.

Teilnahme und Verpflegung sind kostenfrei.

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Traditioneller Arbeitnehmer-Empfang der Katholischen Betriebsseelsorge Stuttgart

"Das Geld muss dienen"

20. November 2015, 17.00 Uhr

Die Katholische Betriebsseelsorge Stuttgart lädt am Freitag,20. November 2015, um 17.00 Uhr zum traditionellen Arbeitnehmerempfang ein.

Gastredner an diesem Tag ist dieses Jahr Dr. Walter Rogg, Wirtschaftsförderer für die Region Stuttgart.

Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt von der Cellistin Martina Trost, anschließend ist Zeit für Begegnung und Gespräch.

Um Anmeldung wird gebeten.

Nähere Informationen finden Sie hier: ->

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Veranstaltungshinweis:

Gesellschaft im Wandel - Arbeit neu denken!

Ort: Stuttgart, Theo Zwei, Theodor-Heuss-Straße 2, 70174 Stuttgart

Datum: Montag, 16.11.2015 - Beginn: 17.45 Uhr

Veranstalter: Fritz-Erler-Forum Baden-Württemberg, Landesbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung

Aus der Ausschreibung:

"Technische Entwicklungen und gesellschaftlicher Wandel verändern unsere Arbeitswelt massiv. Dabei geht es nicht nur um die Megatrends Digitalisierung der Wirtschaft, Globalisierung und demografischen Wandel. Auch andere gesellschaftliche Entwicklungen haben Auswirkungen auf die Arbeitswelt: Das Anwachsen des Dienstleistungssektors, der Rückgang des sogenannten Normalarbeitsverhältnisses, die bessere Vereinbarkeit von Beruf, Pflege und Familie sowie die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens.

Brauchen wir angesichts der aktuellen technologischen Trends, gesellschaftlicher Entwicklungen und Veränderungen am Arbeitsmarkt ein neues Leitbild von Arbeit? Wie kann es aussehen? Was sind heute die wichtigsten Treiber des Wandels? Wohin entwickeln sich unsere Arbeitsgesellschaft und die Institutionen, die sie tragen? Wie sehen zukünftig Teilhabe und Mitsprache im Betrieb aus? Wie wollen, wie werden wir in Zukunft arbeiten?

Über diese Fragen wollen wir mit Ihnen diskutieren. Sie sind herzlich eingeladen!"

Hinweise zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier:

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Begegnungstagung  - KIRCHE UND GEWERKSCHAFT

Bild Dir meine Meinung! Von Medienmacht und Meinungsmacht

Termin: am Freitag/Samstag, 13. und 14. November 2015

Ort: Hotel-Restaurant »Höhenblick« , 73347 Mühlhausen im Täle

Veranstalter:

Deutscher Gewerkschaftsbund Kreisverband Esslingen-Göppingen,

Evangelisches Bildungswerk im Landkreis Esslingen

Evangelische Kirchenbezirke im Landkreis Esslingen

keb Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Esslingen e.V.

Katholisches Dekanat Esslingen-Nürtingen

 

Es scheint, dass die Medien ihrer Aufgabe als vierte Macht im Staat, als kritisches Korrektiv und aufklärerische Institution immer weniger entsprechen. Schaut man in die Medien, scheint immer mehr ein Mainstream die Nachrichtenlandschaft zu bestimmen. Oft reicht es wohl den Medien, wenn schnell ein Schuldiger z.B. für den Ukrainekonflikt oder die griechische Eurokrise gefunden ist. Das wirkt schwarz-weiß und nicht differenziert.

Vertiefende, unterscheidende Information, die auch die Ursachen und Entwicklungen einbezieht, scheint immer rarer zu werden.

In dieser Tagung fragen wir: Wie kommt es, dass immer mehr Mainstream und oberflächliche Berichterstattung vorherrschend ist? Liegt das an der Konzentration der Medien, an der Arroganz der Macher oder an einflussreichen Lobbyorganisationen? Wie kommt es, dass Satire und Theater grundlegende Zusammenhänge zumindest besser rüberbringen? Welchen Einfluss können wir als Bürgerinnen und Bürger nehmen? Wo finden wir kritische Hintergrundinformation und wie können wir Einfluss nehmen?

Alle weiteren Informationen zu Programm und Zielgruppe finden Sie hier:

Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier:

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Oktober 2015




Kampagne gegen Ausnahmeregelung vom generellen Verbot der Sonn- und Feiertagsarbeit für Call Center

Verdi - Oktober 2015

Vor einem Jahr hat das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in einem Urteil zur Bedarfsgewerbeordnung die Sonntagsarbeit in Call Centern in Hessen für unzulässig erklärt. Nun rufen einige Lobbyverbände der Arbeitgeber dazu auf, das Verbot der Sonn- und Feiertagsarbeit gemäß Arbeitszeitgesetz (ArbZG) zumindest für Call Center aufzuheben.

Verdi ruft deshalb zur Kampagne/Unterschriftensammlung: "Sonntagsarbeit - nein danke!!" auf, denn:

- Sonn- und Feiertage unterliegen einem besonderen verfassungsrechtlichem

   Schutz

- Arbeitsfreie Sonn- und Feiertage sind eine soziale Errungenschaft und dienen

   dem gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie der Ruhe und Erholung

- Sonn- und Feiertage müssen durch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

   selbstbestimmt bleiben.

Die Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart unterstützt die Kampagne und das Anliegen ausdrücklich!

Die Unterschriften-Aktion läuft bis 30. November 2015 - die gesammelten Listen werden dann an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales übergeben.

Als Download-Dokument finden Sie folgende Materialien zur Kampagne:

- Verdi Brancheninfo Call Center ->

- Verdi Stellungnahme zur Neuregelung der Bedarfsgewerbeordnung ->

- Unterschriftenliste ->

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Veranstaltung: "Save the date"




Menschenrechtslage in Mexiko:  Verschwinden lassen und deutsche Waffenlieferungen  – wie ist der Zusammenhang?

Ort: Stuttgart, 26. Oktober 2015, Hospitalhof Stuttgart

Zeit: 11 bis 13 Uhr

Spätestens seit dem 26. September 2014 ist der Weltöffentlichkeit klar geworden: In Mexiko verschwinden Menschen – Studenten, junge Männer, Frauen, Migrant*innen, Menschen wie Du und ich. Warum? Was und vor allen Dingen, wer steckt dahinter? Das Verschwinden lassen von 43 Studenten in Guerrero, Mexiko, legte offen, dass in dem Land alle institutionellen Ebenen mit der Organisierten Kriminalität verknüpft sind.

Doch auch auf internationaler Ebene gibt es Verbindungen: Welche Waffen benutzte die Polizei in Guerrero und wie sind deutsche Waffenproduzenten wie Heckler & Koch darin verwickelt?

Zahlreiche Menschen setzen sich für die Aufklärung der Menschenrechtsverletzungen ein, und dies macht sie selbst zur Zielscheibe von Einschüchterungen. Am 26. Oktober wollen wir Sie mit Vertretern von Menschenrechtszentren, Angehörigen von Opfern und Menschen zusammenbringen, die in den virulenten sozialen Konflikten Mexikos vermitteln, aber auch anklagen.

Wir laden Sie zum Gespräch mit Vidulfo Rosales (Anwalt im Menschenrechtszentrum Tlachinollan in Guerrero), Alberto Solís Castro (Serapaz, christliche NGO, die sich in der Vermittlung sozialer Konflikte engagiert) und Janahui Paredes (COFADEM, Familienkomitee aus Michoacán) ein. Alle Referent*innen nehmen an der internationalen Konferenz „Gewaltsames Verschwinden lassen – Verbrechen mit System“ teil, die vom 23. bis 25. Oktober an der Evangelischen Akademie Bad Boll stattfindet vgl. www.ev-akademie-boll.de/tagung/431415.html.

Die Evangelische Akademie Bad Boll, Mauricio Salazar,

die Betriebsseelsorge Diözese Rottenburg-Stuttgart, Wolfgang Herrmann

die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko, Carola Hausotter

Kontakt: mexmrkoordination@gmx.de, www.mexiko-koordination.de

Hier das "Save the date" als pdf-Dokument zum Download:

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Veranstaltung:

Eine Polin für die Oma – wie gestalten wir häusliche Betreuung?

Datum: Freitag, 23.10.2015 um 15:30 Uhr

Ort: Rathaus der Landeshauptstadt Stuttgart - Großer Sitzungssaal, 3. OG

Gäste auf dem Podium:

Ingeborg Haffert, Autorin des Buches „ Eine Polin für die Oma“

Dr. Ursula. Matschke, Leiterin der Abteilung für individuelle Chancengleichheit von Frauen und Männern, Landeshauptstadt Stuttgart

Kai Schneider, Vorstand Verein für Internationale Jugendarbeit, Landesverein Württemberg e. V. mit dem Angebot „FairCare“

Ulrich Schmolz, Leiter des Referats "Pflege", Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden‐Württemberg

Aus der Ausschreibung:

"Wenn Angehörige älter werden und Unterstützung zuhause brauchen, kommen Familien häufig an ihre Grenzen in der Vereinbarkeit von Familien‐Pflege-verantwortung und Beruf.

Zur Entlastung wird oft eine osteuropäische Betreuerin engagiert ‐ meist über eine Agentur, die 24‐Stunden‐Pflege verspricht. Doch diese Arbeitsverhältnisse sind nicht

unproblematisch: viele finden im rechtlichen Graubereich statt, Arbeitszeiten und

Arbeitsrechte sind nicht geklärt, Betreuerinnen und Betreuer sind für pflegerisch-medizinische Tätigkeiten nicht qualifiziert, Rund‐um‐die‐Uhr‐Betreuung und Krankheiten wie Demenz überfordern..." 

Lesen Sie hier weiter:

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KOK Fachsymposium

„10 Jahre Europaratskonvention gegen Menschenhandel – Stillstand oder Fortschritt?Wie effektiv sind die Maßnahmen für die Betroffenen“

15. und 16. Oktober 2015 in der Bremer Landesvertretung in Berlin.

 




Bildquelle: KOK - Koordinierungskreis gegen Menschenhandel

(KOK-Berlin, 15./16.10.2015) Anlässlich des EU-weiten Tages gegen Menschenhandel und des zehnjährigen Jubiläums der Europaratskonvention gegen Menschenhandel zog der Bundesweite Koordinierungskreis gegen Menschenhandel – KOK e.V. gemeinsam mit seinen Gästen, unter anderem der UN-Sonderberichterstatterin zu Menschenhandel, Maria Grazia Giammarinaro sowie Ruth Freedom Pojman, der stellvertretenden Sonderbeauftragten und Koordinatorin der OSZE zur Bekämpfung des Menschenhandels, Bilanz. Diskutiert wurde unter anderem welche Strukturen zur Unterstützung der Betroffenen von Menschenhandel existieren und wie Menschenhandel effektiv bekämpft werden kann.

Politikerinnen der verschiedenen Bundestagsfraktionen debattierten darüber, welche Vereinbarungen des Koalitionsvertrages bisher umgesetzt worden und was noch getan werden muss.

Einstimmig stellten die Redner/-innen fest, dass Deutschland aktuell vor großen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Umsetzung der EU Richtlinie 2011/36 steht. Es wird dringend notwendig sein, einen gesamtstrategischen Ansatz für Deutschland zu entwickeln, um zukünftig auch weitere Ausbeutungsformen wie die erzwungenen Betteltätigkeit, Ausnutzen strafbarer Handlungen sowie Organhandel, zu erkennen, die Betroffenen zu unterstützen und diese Formen von Menschenhandel wirksam zu bekämpfen. In dem Fachaustausch waren die internationalen Beispiele aus England und Österreich hilfreich, als Länder, in denen bereits die Richtlinie 2011/36 bereits umgesetzt worden ist. Als Bundesländer zeigten Hamburg und Baden-Württemberg - für das Bündnis faire Arbeitsmigration Betriebsseelsorger Wolfgang Herrmann aus Stuttgart - auf, welche Vernetzungen, Bündnisse und Kooperationen notwendig und hilfreich sind. Auch der oft in der Öffentlichkeit nicht gesehene Aspekt der Betroffenen Minderjährigen des Menschenhandels wurde eingehend diskutiert.

„Im Interesse der Betroffenen von Menschenhandel müssen wir Vorangehen und Handeln. Unter diesem Motto sollten umgehend die weiteren Maßnahmen implementiert und umgesetzt werden. Lassen Sie uns das gemeinsam tun“,  appellierte die Geschäftsführerin Tanış auf dem Symposium.

(Artikel: KOK)

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Jubiläumsveranstaltung

60 Jahre Katholische Arbeitnehmer-Bewegung St. Augustinus in Heilbronn



Bild: Klaus Burkhardt

(WH / 18.10.2015) Mit einem lebendig gestalteten Gottesdienst begann am 18. Oktober der Festtag anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der KAB in St. Augustinus (Heilbronn).

In der gut gefüllten Kirche stand zunächst die Auslegung des Sonntagsevangeliums im Mittelpunkt. Betriebsseelsorger Wolfgang Herrmann deutete dann mit der Frage: "Was würde vor Ort fehlen, wenn es die KAB nicht gäbe?" den wichtigen Beitrag  der KAB für das Gemeindeleben vor Ort aus und erinnerte an den bleibenden Auftrag, die Sorgen und Nöte, Freuden und Hoffnungen der Menschen in der Arbeitswelt wach zu halten und in die Mitte der Gemeinde hinein zu tragen. Anschließend versammelte sich die Gemeinde zu Grußworten (u.a. von KAB-Diözesanvorstandsmitglied Reinhard Keinert) und einem guten Mittagessen im Saal unter der Kirche.

Ein Bilderbericht über das Engagement der KAB St. Augustinus für die Partnergemeinde in Uganda rundete den gelungenen Tag ab.

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Veranstaltungshinweis:

10 JAHRE EUROPARATSKONVENTION GEGEN MENSCHENHANDEL – STILLSTAND ODER FORTSCHRITT?

Wie effektiv sind die Maßnahmen für die Betroffenen in Deutschland?

Symposium des KOK e.V.

Datum: 15. und 16. Oktober 2015

Ort: Bremer Landesvertretung in Berlin

Aus der Ausschreibung:

"Das Jahr 2015 steht für einige wichtige Ereignisse im Bereich der Bekämpfung des Menschenhandels:

• die Konvention des Europarats gegen Menschenhandel hat zehnjähriges Jubiläum;

• die EU-Richtlinie 2011/36 wird in deutsches Gesetz umgesetzt;

• die aktuelle Bundesregierung, die sich im Koalitionsvertrag zu Maßnahmen gegen Menschenhandel verpflichtete, hat Halbzeit;

• der Bericht der Expert*innengruppe GRETA zur Umsetzung der Europaratskonvention gegen Menschenhandel durch Deutschland wurde veröffentlicht.

Aus diesem Anlass möchten wir mit Ihnen und unseren Gästen u.a. folgende Fragen diskutieren:

Wie gehen wir zukünftig mit den verschiedenen Ausbeutungsformen und den von Menschenhandel Betroffenen um?

Welche Erfahrungen gibt es international?

Welche Strukturen existieren oder müssen weiter ausgebaut und vernetzt werden?

Gibt es einen gesamtstrategischen Ansatz, um die Rechte der Betroffenen wirksam durchzusetzen?

Welcher Handlungsbedarf ergibt sich aus den Empfehlungen der Expert*innengruppe GRETA?

Welche Vereinbarungen des Koalitionsvertrages wurden umgesetzt?

Was muss noch getan werden?

Nähe Hinweise zum Ablauf und Programm der Tagung sowie zu den Anmeldeformalitäten finden Sie hier:

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