Das Jahr 2014

Februar 2014

 


Mehr Europa!

Vernetzungstagung zur Zukunft Europas!

Ort: Ev. Akademie Bad Boll

Datum: 21. - 22. Februar 2014

Aus der Ausschreibungankündigung:

"Wir wollen "Mehr Europa!" und laden deshalb herzlich zu einer gemeinsamen Vernetzungstagung am 21.-22. Februar 2014 in die Evangelische Akademie Bad Boll ein.

Die Tagung bringt Akteure aus unterschiedlichen europäischen Arbeitsfeldern zusammen, um neue Synergien für die zukünftige Gestaltung Europas frei zu setzen. Mit Europa-Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen wollen wir an der Weiterentwicklung Europas arbeiten. Der baden-württembergische Europaminister Peter Friedrich, der Vizepräsident des Europäischen Parlaments Rainer Wieland (CDU), die Europaabgeordneten Evelyn Gebhardt (SPD), Heide Rühle (Grüne) und Michael Theurer (FDP) wirken mit vielen anderen an dieser Tagung mit. Das Staatsministerium Baden-Württemberg und die Europa-Union e.V. sind Mitveranstalter der Tagung. Die Ideen und Initiativen aus dieser Tagung werden also direkt bei den europapolitischen Entscheidungsträgern ankommen." (...)

Das Programm finden Sie hier als pdf-Download:

Weitere Informationen und Online-Anmeldung:

www.ev-akademie-boll.de/index.php

 


Betriebsratswahlen 2014:

Aufruf zur Beteiligung als Kandidat/-in und Wahlteilnahme zu den Betriebsratswahlen 2014

 

Gemeinsamer Aufruf des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz,Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, und des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Dr. h.c. Nikolaus Schneider, zu den Betriebsratswahlen 2014:

 

"Vom 1. März bis 31. Mai 2014 finden in Deutschland wieder Betriebsratswahlen statt. Die Kirchen in Deutschland engagieren sich seit vielen Jahren gemeinsam mit den gewählten Arbeitnehmervertretungen in den Betrieben für eine solidarische und gerechte Arbeitswelt.

 

Die Betriebsräte setzen sich ein für die Belange ihrer Kolleginnen und Kollegen und übernehmen dabei große Verantwortung. Diese Aufgabe erfordert hohe Kompetenz, Durchsetzungsvermögen, aber auch Ausdauer und Geschick. Deshalb danken wir allen, die sich in den vergangenen Jahren in den Betrieben für diese wichtige Aufgabe zur Verfügung gestellt haben und sprechen ihnen auf diesem Weg unsere Anerkennung für ihren Einsatz aus. (...)

 

Für die anstehenden Betriebsratswahlen ermutigen wir alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sich an den Wahlen zu beteiligen und von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Überlegen Sie bitte auch, ob Sie sich nicht selbst als Kandidatin oder Kandidat zur Verfügung stellen können. Betriebsräte und Arbeitnehmervertretungen leben von einer möglichst breiten Unterstützung sowie der Bereitschaft vieler, sich hierbei zu engagieren."

Den vollständigen Text des Aufrufes finden Sie hier als PDF-Download: ->

 



Ein Projekt der Betriebsseelsorge Ostwürttemberg mit Bildern von Joachim E. Röttgers

 

 Ort: Foyer Rathaus Heidenheim

 Datum: 21.1. - 04.02.2014

 

Nach über einem Jahrhundert Unternehmensgeschichte schloss im vergangenen Jahr die Gießereigruppe SHW CT (Schwäbische Hüttenwerke Casting Technologies) ihre Heidenheimer Gießerei und entließ die verbliebenen 125 Mitarbeiter.

Der renommierte Photograph Joachim E. Röttgers war - in Kooperation mit der Betriebsseelsorge Ostwürttemberg -  beim "Letzten Guss" am 10. August 2013 anwesend und hat mit seinen eindrucksvollen Bildern nicht nur den Menschen und ihrer Arbeit ein Denk-Mal gesetzt, sondern auch einer ganzen im Umbruch befindlichen Branche.

Nähere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier:

Eine Bilderstrecke des "Letzten Gusses" können Sie hier betrachten:

 http://www.kontextwochenzeitung.de/schaubuehne/124/der-abschiedsguss-1671.html

 

 


Prekäre Arbeitsmigration - Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung

Wahrnehmen – Beraten – Vernetzen

Einladung zu einem Fach- und Trainingstag für Mitarbeitende in Beratungsstellen und Initiativen

Datum: 19. Februar 2014, 10.00 – 16.00 Uhr

Ort: Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7, 70173 Stuttgart

Veranstalter: Fraueninformationszentrum FIZ (Fachberatungsstelle für Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung und der Arbeitsausbeutung in Kooperation mit dem Liga-Fachausschuss Migration)

Arbeitsausbeutung geschieht meist unsichtbar, z.B. in der Gastronomie, in der Reinigungsbranche, auf dem Bau, in der Pflege. Ausbeutung und Zwang bedeuten immer menschenunwürdige Lebensumstände: unwürdige Arbeits- und Wohnbedingungen, vorenthaltener Lohn, eingeschränkte Bewegungs- und Kommunikationsfreiheit. Wenn Menschen mit Migrationshintergrund von Arbeitsausbeutung betroffen sind, befinden sie sich auch aus aufenthalts- und arbeitsrechtlichen Gründen in einer besonderen Abhängigkeit von ihren Arbeitgebern/innen.                                                                                                 

Betroffene Personen brauchen professionelle Unterstützung. Erste Schritte hierfür sind das frühzeitige Erkennen der Anzeichen von Arbeitsausbeutung, rechtliche Grundkenntnisse sowie ein Zusammenwirken in Netzwerken.Der Fachtag vermittelt Hintergrundwissen und sensibilisiert für die Anzeichen von Arbeitsausbeutung. Präventions- und Interventionsmöglichkeiten werden erarbeitet, die Bildung von Netzwerken wird gefördert.

Eingeladen sind Haupt – und Ehrenamtliche aus Beratungsstellen und Initiativen.

Den Informations- und Einladungsflyer finden Sie hier: ->


Januar 2014

 


 

"La ragazza con la fisarmonica"

Eine musikalische Begegnung mit Esther Bejarano, Gianni Cosica & Joram Bejarano

Donnerstag, 23. Januar 2014, 19.00 Uhr

Haus der Katholischen Kirche, Stuttgart

 

Veranstalter:

- ACLI Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem

- Haus der Katholischen Kirche

- Katholische Erwachsenenbildung (keb)

- Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB)

- Betriebsseelsorge Rottenburg-Stuttgart

 

Esther Bejarano ist eine deutsche Sängerin und Musikerin jüdischen Ursprungs, die im Mädchenorchester von Auschwitz spielte. Bereits als Mädchen wurde sie nach Auschwitz und Ravensbrück verschleppt. Die Musik hat sie vor dem Tod gerettet und ihr ganzes Leben begleitet. Nach ihrer Flucht aus dem KZ wanderte sie nach Palästina aus und kehrte 1960 nach Deutschland zurück. Hier trat sie in verschiedenen Musikformationen mit einem internationalen Repertoire an Widerstands- und Friedensliedern auf.

Seit 2009 präsentiert sie dieses Repertoire - in Rapversion - auch zusammen mit der Rap Hip-Hop Gruppe "Microphone Mafi a", die aus ihrem Sohn Joram Bejarano und den beiden türkisch- bzw. italienischstämmigen Rappern Kutlu Yurtseven und Rosario Pennino besteht.

Nähere Informationen sowie Hinweise zur Anmeldung der Veranstaltung (der Eintritt ist frei) entnehmen Sie bitte dem pdf-Dokument: ->

 

 

 


 Presseerklärung

Allianz für den freien Sonntag Baden-Württemberg begrüßt Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs zur Bedarfsgewerbeverordnung - Ausnahmen vom Sonntagarbeitsverbot auf dem Prüfstand

Das höchste Verwaltungsgericht in Hessen hat weite Teile der Ausnahmen vom Sonntagarbeitsverbot in der Bedarfsgewerbeverordnung des Landes für unwirksam erklärt. Da in der Bedarfsgewerbeverordnung Baden-Württemberg vom 16.11.1998 nahezu identische Regelungen enthalten sind, sieht die Allianz für den freien Sonntag Baden-Württemberg darin den klaren Auftrag an die Landesregierung, die Landesregelung zu überprüfen und ggf. vorhandene unwirksame Ausnahmen aufzuheben.

Den ganzen Wortlaut der Presseerklärung finden Sie hier: ->

 

 

 


 

Fernfahrerseelsorge

Der Mensch ist das Maß - Artikel über die Fernfahrerseelsorge

Die "Kirche für Fernfahrer" hilft Fahrern in Nöten. Reiner Rosenfeld vom Magazin "Trucker" hat dazu Betriebsseelsorger Norbert Jungkunz interviewt.

Das Interview finden Sie hier als pdf-Dokument.

Wir danken der Redaktion von "Trucker" für die Abdruckerlaubnis. Das Copyright liegt bei "Trucker 11/2013".

 


 

Mai 2014


Arm und Reich - Religiöse Modelle des sozialen Ausgleichs

Datum: 22.-23. Mai 2014

Veranstaltungsort: Tagungszentrum Hohenheim

"Armut ist eines der größten Probleme der Gegenwart. Weltweit lebt jeder vierte Mensch in extremer Armut. Auch in Deutschland wächst die Kluft zwischen Arm und Reich. Dabei umfasst Armut nicht nur einen Mangel an Gütern, sondern auch eine weitreichende soziale Benachteiligung.

Aus der Sicht der Religionen ist dieser Zustand nicht länger hinnehmbar. Die biblischen Propheten treten für die Rechte der Armen ein. Aus der Sicht des Korans unterliegen die Armen und Waisen einem besonderen Schutz. In Judentum, Christentum und Islam spielen Traditionen der Armenhilfe und der Umverteilung von Gütern eine zentrale Rolle. Mit einer „Option für die Armen" wird ein Perspektiven-wechsel gefordert. Menschenwürde, Gemeinwohl, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit erhalten aus der Sicht der drei Religionen je eigene Akzente. (...)

Die Tagung richtet sich an Multiplikatoren und Interessierte aus den Bereichen soziale Arbeit, Wohlfahrtsverbände, Integration, bürgerschaftliches Engagement, Entwicklungszusammenarbeit und interreligiöser Dialog." [aus der Ausschreibung].

Weitere Informationen sowie Hinweise zu Kosten und Anmeldemodalitäten entnehmen Sie bitte dem Flyer zur Veranstaltung, den Sie hier downloaden können


 

Stopp mit der Vorsorgelüge – rettet die Rente!

Reihe: Globalisierungskritische Gespräche auf den Fildern

Datum: Donnerstag, 22. Mai 2014, 19 : 00 Uhr,

Ort: Rinnenbachstr. 30, Ostfildern-Nellingen, Kath. Gemeindehaus

Referenten: Holger Balodis und Dagmar Hühne, Autoren, Journalisten, Köln

Veranstalter: s. Flyer

"Mit Riester, Rürup & Co verlieren wir jährlich viele Milliarden Euro. Diese erschreckende Botschaft vertreten die Buchautoren Holger Balodis und Dagmar Hühne in ihrem Spiegel-Bestseller »Die Vorsorgelüge«.

Sie schildern anschaulich, wie ein Netzwerk aus Politikern, Finanzlobbyisten und Wissenschaftlern zunächst die staatliche Rente demontierte, um anschließend eine wahre "Geldvernichtungsmaschine" in Gang zu setzen. Doch die Fachjournalisten machen auch Hoffnung: Mit etwas politischem Mut ließe sich der Irrweg stoppen. Eine sichere und armutsfeste Altersversorgung ist möglich." 

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer: -> Download


 

 

Soziale Gerechtigkeit in einer sich wandelnden (Arbeits-)Welt

Referent: Prof. Dr. Gregor Thüsing

Datum: 16. Mai 2014, 19.30 Uhr

Ort: 71679 Asperg, Weinstr. 29

Veranstalter: Behindertenhilfe in Kooperation mit dem Bereich Arbeit des Caritasverbandes Stuttgart.

 

Nähe Informationen entnehmen Sie bitte der Ausschreibung, die Sie hier aufrufen können: -> Ausschreibung

 

 

 


"Betreuungskräfte – rechtlos trotz bestehender Rechte?

Das Projekt FairCare und das ILO-Übereinkommen 189 zum Schutz von

Hausangestellten:

Ergebnisse und politische Folgerungen

 

Datum: Dienstag, 13. Mai 2014, 09.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Ort: Hospitalhof Stuttgart

Anmeldung: s. pdf-Dokument

 

 


Die Liga der freien Wohlfahrtspflege im Landkreis Esslingen lädt ein:

"Gemeinsam Zukunft gestalten"

"Speed-Dating"

mit Kandidat/-innen zur Kreistagswahl

Datum: 12. Mai 2014, ab 19.00 Uhr

Ort: Behinderten-Förderung Linsenhofen, Bodelschwinghstr. 13

        72636 Frickenhausen

Themen: Flüchtlingspolitik, Arbeit, Armut, Wohnraum, Inklusion.

 

Podiumsdiskussion

mit Kandidaten/-innen zur Kreistagswahl

Datum: 14. Mai 2014, ab 19.00 Uhr

Ort: Diakonieladen Esslingen, Küferstr. 13/1, 73728 Esslingen

Themen: Flüchtlingspolitik, Arbeit, Armut, Wohnraum, Inklusion.

Nähere Informationen können Sie dem Flyer entnehmen: -> Download

 

 


 

 

 

20. Parlament der Arbeit - DGB Kongress in Berlin

Bundespräsident Gauck betont die Bedeutung des Projektes Faire Mobilität

Berlin, 11. Mai 2014

Bundespräsident Joachim Gauck würdigte in seinem Begrüßungswort zum Auftakt des 20. Parlamentes der Arbeit (DGB Kongress) die Bedeutung qualifizierter Beratung mobiler Beschäftigter durch das Projekt Faire Mobilität, initiiert vom DGB-Bundesvorstand und in Stuttgart mitgetragen von der Katholischen Betriebsseelsorge

 

Hier ein Auszug aus seiner Rede:




DBG/Simone M. Neumann

"Nehmen wir die Europäische Union: Sie ist zur neuen Selbstverständlichkeit, zum gemeinsamen Arbeitsmarkt geworden. Millionen Menschen profitieren davon. Manches bereitet allerdings Sorge. Nicht nur die Stipendiatin aus Spanien oder der Ingenieur aus Polen kommen nach Deutschland, sondern auch europäische Bürgerinnen und Bürger aus teilweise prekären Verhältnissen, getragen von dem Wunsch, ihrer Familie ein besseres Leben zu ermöglichen, und bereit, dafür weit schlechtere Konditionen in Kauf zu nehmen, als üblicherweise in Deutschland ausgehandelt werden. Wir wissen, dass mit dieser Arbeitsmigration Grauzonen entstanden sind und Fälle von Missbrauch. Ich könnte jetzt eine Reihe von ungelösten Problemen ansprechen, ich möchte jedoch lieber ein Beispiel auswählen, das in der schwierigen Debatte Mut macht: Die Arbeit auf deutschen Schlachthöfen ist inzwischen tariflich geregelt worden, nicht zuletzt weil unsere Gewerkschaften die unhaltbaren Zustände immer wieder thematisiert haben. Veränderung ist machbar! Der Mechanismus ist seit 150 Jahren der gleiche: Veränderung gelingt, wenn Empörung in Aktion kanalisiert wird.

Ich bin dem DGB für alle Projekte dankbar, die sich mit Fehlentwicklungen konstruktiv auseinandersetzen – mal als Forschungsaufgabe, mal als Aufklärungskampagne. Wenn es zum Beispiel gelingt, Grauzonen zu beschreiben und vor Risiken zu warnen, den Zuwanderern ihre Arbeitnehmerrechte in Deutschland zu erklären, ihnen den Rücken zu stärken und damit Ausbeutung zu verhindern. Das DGB-Projekt „Faire Mobilität" verfolgt genau diesen Ansatz, bietet Beratung in verschiedenen Sprachen, inhaltlich zugeschnitten auf die Herkunftsländer. So funktioniert Ermächtigung auf dem modernen Arbeitsmarkt: sehr differenziert, sehr individuell, sehr aufwendig. Aber – das ist für mich die wichtigste Nachricht – eben auch passgenau und damit in vielen Fällen wirksam."

Den ganzen Wortlaut seiner Rede finden Sie hier:

 http://bundeskongress.dgb.de/die-woche/++co++e11b548c-d8e6-11e3-8365-52540023ef1a/@@dossier.html

 


 

 

Bundesfachtagung 2014 der Katholischen Betriebsseelsorge

„Handel im Wandel“ - Veränderungen im Einzelhandel und ihre Auswirkungen auf die Beschäftigten

„An kaum einer Branche lässt sich der Wandel der Unternehmensstrukturen, der Arbeitsweisen und der Arbeitsbedingungen so deutlich ablesen wie am Einzelhandel. Stichworte für diesen Umbruch sind: zunehmende Konzentration wirtschaftlicher Macht und verschärfter Konkurrenzkampf; Groß-Insolvenzen wie SCHLECKER und PRAKTIKER; Onlinehandel und Internetshopping; Einkaufsmalls und „shop in shop“ statt großer Kaufhäuser; Inszenierung des Einkaufens als Event; Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten; Leistungs-verdichtung durch Personalabbau: Umwandlung von Vollzeit in Teilzeit bzw. geringfügige Beschäftigung ...


Welche Folgen hat der Wandel für die Beschäftigten? Wie reagieren die Gewerkschaften darauf? Und wo sind wir als Betriebsseelsorger/innen gefordert?“

Mit diesen Fragen und Entwicklungen haben sich auf der diesjährigen Fachtagung der deutschen Betriebsseelsorge Anfang Mai im Kardinal-Hengsbach-Haus in Essen über 50 BetriebsseelsorgerInnen mit Experten, Gewerkschaftern und Betriebsräten ausgetauscht und beraten, welche Konsequenzen diese Entwicklungen für die Arbeit der BetriebsseelsorgerInnen mit den Beschäftigten im Handel nach sich zieht.

Lesen Sie hier den ganzen Bericht: ->



Dörte Nitt-Drießelmann vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut

Norbert Falin, Betreibsrat Amazon Koblenz (links)

Betriebsseelsorger aus Rottenburg-Stuttgart: Blick auf das "CENTRO Oberhausen"

"Konsumtempel CENTRO Oberhausen"



Die TeilnehmerInnen der Bundesfachtagung 2014


 

Einladung zur Abstimmung

"Soll das „Freihandelsabkommen" zwischen der EU und den USA gestoppt werden?"

In einer Expertengruppe bei der Europäischen Kommission werden seit Juni 2013 Vertragstexte entworfen, die zu einer „Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft" (Transatlantic Trade and Investment Partnership/TTIP) führen sollen. Dabei entsteht die größte Freihandelszone der Welt. Zusammen stellen die beiden Abkommens-Partner fast die Hälfte der weltweiten Wirtschaftsleistung. 

Was halten Sie davon? Die KAB lädt als Partnerin der Aktion "vote-europe" zur "Abstimmung" ein: 

            http://www.vote-europe.net/

  




 

 

Gute Arbeit - Soziales Europa

Betriebsseelsorge am 1. Mai

An vielen Orten hat die Betriebsseelsorge auch in diesem Jahr an den Maikundgebungen der Gewerkschaften teilgenommen und u.a. durch Grußworte und Gottesdienste die Anliegen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unterstützt.

Anbei ein Auszug aus dem Grußwort von Thomas Maile, Betriebsseelsorger in Tuttlingen:

 "Ich danke heute am 1. Mai euch allen in den Gewerkschaften, allen Haupt- und Ehrenamtlichen, allen Betriebs- und Personalräten, allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern für euren Einsatz für Menschenwürde und Gerechtigkeit.

Lasst und weiter für gute Arbeit kämpfen!

Für ein festes, verlässliches und auskömmliches Einkommen.

Für sichere und humane Arbeitsplätze.

Für faire Arbeitsbedingungen.

Für eine sichere und ausreichende Rente

Für Verteilungsgerechtigkeit, für Frieden und für Arbeit für alle."

 



1.Mai-Kundgebung in Tuttlingen, u.a. mit Betriebsseelsorger Thomas Maile (2.v.l.), DGB-Regionalsekretär Hans-Peter Menger (3.v.l.), Leni Breymaier (4. v.l.)

Geld kann viel anrichten, aber auch ausrichten!

Bericht vom Sonntag der sozialen Gerechtigkeit in Göppingen

 

"Die ganze Welt spricht von einer Krise des Finanzsystems. Aber was genau verbirgt sich dahinter? Am Sonntag der sozialen Gerechtigkeit in Göppingen erläuterte Wolfgang Kessler, Autor des Buches „Geld regiert die Welt. Wer regiert das Geld?“ vor 120 Interessierten Hintergründe und Zusammenhänge der Krise und warum die Politik so hilflos erscheint (...)."

 

Lesen Sie hier weiter: download

 



Dr. Wolfgang Kessler (links) mit KAB-Regionalsekretär Akos Csernai-Weimer (Göppingen)

 

April 2014

 


Europa in der Diskussion: Das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP – pro und contra

 Datum: Montag, 28. April, 20 Uhr

Ort: Einstein-Haus der Ulmer Volkshochschule, Kornhausplatz 5, Eintritt frei

 

Weitere Informationen: s. pdf-Dokument

 

 



Dekanatsreferenten Dr. Schütz (2.v.r.) und Dr. Lahl (1.v.r.)im Besucheroutfit

Pastoral trifft Mineure

Stuttgart, 28. April 2014

Da staunten die  beiden Geschäftsführer der Katholischen Dekanate  Esslingen-Nürtingen und Stuttgart Dr. Oliver Schütz und Dr. Alexander Lahl nicht schlecht, als es mit dem Personenaufzug über 20 Meter in die Tiefe ging.

Zusammen mit dem Leiter der Betriebsseelsorger Pfarrer Wolfgang Herrmann begleiten sie den Betriebsseelsorger Peter Maile beim Baustellenbesuch des Großprojektes Stuttgart 21 in Stuttgart-Nord. 



Im Tunnel - Mineure bei der Arbeit


Günther Weilharter, Bauleitung der atc-s21 nahm die Kirchenvertreter im Empfang und erklärte Ihnen das Vorhaben. Nach einer Einweisung ging es in den Schacht, wo die Mineure im konventionellen Vortrieb den sogenannten Cannstatter Tunnel erstellen. Vor Ort kamen sie mit den Mineuren ins Gespräch und lernten deren Arbeitsplatz und Arbeitsumfeld kennen. Der Vortrieb verlangt Rücksichtnahme, Teamgeist und Sicherheit.

Das Fazit aller war: Die Mineure leisten hervorragende Arbeit! Es ist, gut, dass die Betriebsseelsorge dort präsent ist und die Arbeitnehmer begleitet. Für viele ist dies der einzige Kontakt zur Kirche und Betriebsseelsorger Diakon Peter Maile Ansprechperson in persönlichen wie arbeitsbezogenen Sorgen.



Teilnehmer/innen an der Konferenz "Faire Mobilität"

 

Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa fair gestalten

Konferenz Faire Mobilität, 9. April 2014 in Berlin


Mehr als 170 Teilnehmer/innen aus neun EU-Ländern, darunter Wolfgang Herrmann von der Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart, diskutierten am 9. April 2014 das Thema Arbeitnehmerfreizügigkeit in der Europäischen Union und sprachen sich für ein Recht auf Beratung für mobile Arbeitnehmer/innen aus.

Auf Einladung des Projekts Faire Mobilität und der Europaabteilung des DGB-Bundesvorstandes kamen Gewerkschafter/innen, politische Entscheidungsträger/innen sowie Berater/innen für mobile Beschäftigte in Berlin zusammen, um über faire Bedingungen im Rahmen der Arbeitnehmerfreizügigkeit in der Europäischen Union zu diskutieren.

Auf dem ersten Podium stellten Gewerkschafter/innen aus Bulgarien, Rumänien, Polen und Spanien die ökonomische Situation in ihren Herkunftsländern sowie die daraus resultierenden Abwanderungsbewegungen dar und diskutierten diese mit Reiner Hoffmann, Mitglied des Geschäftsführenden DGB-Bundesvorstandes. Die Beteiligten unterstrichen die Notwendigkeit einer stärkeren Zusammenarbeit der Gewerkschaften über Ländergrenzen hinweg, um faire Bedingungen für die mobilen Beschäftigten auf einem europäischen Arbeitsmarkt zu erreichen.

Im zweiten Teil der Konferenz stellten Mitarbeiter/innen des Projekts Faire Mobilität Beispiele aus der Beratungspraxis vor, erläuterten die Bedarfe der ausländischen Arbeitnehmer/innen und diskutierten mit dem Publikum, wie mobil Beschäftigte in ihren Rechten gestärkt werden können. Katarina Frankovic vom Stuttgarter Projektstandort, der in Kooperation mit der Katholischen Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart betrieben wird, konnte dabei die Erfahrungen aus den Stuttgarter Beratungsfällen heben und vorstellen. Im letzten Teil diskutierten Vertreter/innen der unterschiedlichen Fraktionen im europäischen Parlament mit Annelie Buntenbach, Mitglied des Geschäftsführenden DGB-Bundesvorstandes, und Thorben Albrecht, Staatssekretär im BMAS, über eine Bewertung der im EU-Parlament zur Abstimmung stehende Durchsetzungsrichtlinie zur Entsenderichtlinie.

Es bestand der Konsens, dass die Beratung mobiler Beschäftigter in Europa eine wichtige Säule der Arbeitnehmerfreizügigkeit darstellt, die in ganz Europa ausgebaut werden sollte.

 


 

März 2014

 


Gute Arbeit – Gutes Leben

Gewerkschaften und Kommunalpolitik

Termin: Donnerstag, den 13. März 2014

Uhrzeit: 18:30 Uhr

Ort: Gewerkschaftshaus Esslingen, Julius-Motteler-Str. 12

Veranstalter: DGB Kreisverband Esslingen-Göppingen, IG Metall Esslingen und ver.di Bezirk Fils-Neckar-Alb

Nähere Infos finden Sie hier: ->

 

 


Neue „Freihandelsabkommen"– Entdemokratisierung durch die Hintertür

Referent: Jens Loewe

Ort: Stadthaus Ostfildern-Scharnhauser Park, Gerhard-Koch-Str. 1

Termin: Donnerstag, 27. Februar 2014, 19.00 Uhr

Veranstalter: Attac Ostfildern in Zusammenarbeit u. a. mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Esslingen

Nähere Informationen finden Sie hier als pdf-Download; ->

 


Das EU-USA-Freihandels- und Investitionsabkommen (TTIP)

 

Ziele, Gefahren und Protest

Referent: Alexis J. Passadakis - Politikwissenschaftler, Mitglied im bundesweiten Rat von Attac und Koordinator des europäischen, handelspolitischen "Seattle to Brussels"-Netzwerks

Datum: Dienstag, 25. Februar 2014, 19.30 Uhr

Ort: Kulturzentrum Dieselstraße, Esslingen, Dieselstraße 26

Eintritt: 5€ | 2 € ermäßigt Veranstalter: Arbeitskreis Ökonomie Esslingen (u.a. Kath. Erwachsenenbildung)

Nähere Informationen finden Sie hier als pdf-Download: -> 


Schlecker-Stiftungsfonds:

Ein wenig menschliche Wärme gegen soziale Kälte

Zum Ende des Jahres wird der "Schlecker-Stiftungsfonds" geschlossen. Er hatte unter dem Dach der Caritasstiftung "Arbeit und Solidarität" eineinhalb Jahre lang ehemalige Schlecker-Beschäftigte finanziell und beratend unterstützt.

Nachdem damals bei der Insolvenz dieser Drogeriekette politische Interessen die Bildung einer Transfer- und Auffanggesellschaft für die 30.000 Beschäftigten verhindert hatten, stürzten die diese ohne Abfindung von heute auf morgen in die Arbeitslosigkeit. Für viele Alleinerziehende oder auch überschuldete Haushalte war dies die Rutschbahn in die Armut. Die Gewerkschaft ver.di in Baden-Württemberg, der evangelische Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) in Baden und Württemberg, sowie die Katholische Betriebsseelsorge schufen daraufhin mit Hilfe der Caritasstiftung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart einen eigenen Stiftungs-Fonds, um unbürokratisch und schnell helfen zu können.

Paul Schobel, Initiator des Stiftungsfonds: "Es ist uns gelungen, ein wenig menschliche Wärme in die soziale Kälte einer Politik zu bringen, die es zuließ, dass so viele Menschen ins gesellschaftliche Abseits von Arbeitslosigkeit und Armut geraten sind." (...)

Den ganzen Artikel finden Sie hier als pdf-Download: ->


Erwerbslosen zu Ihrem Recht verhelfen 8

Schulung für Mitarbeiterinnen in Arbeitslosentreffs/-zentren und Erwerbsloseninitiativen, sowie der Sozialberatung von Beschäftigungsprojekten

Datum: 20. bis 21. März 2014

Ort: Haus der Kirche Bad Herrenalb

Das Sozialrecht und die für die Erwerbslosenberatung besonders relevanten Bestimmungen des SGB II und III befinden sich in ständiger Veränderung. Eine gute Kenntnis des Sozialrechts und der dazu gehörenden verwaltungsrechtlichen- und sozialgerichtlichen Verfahrensbestimmungen ist für SozialberaterInnen in der Erwerbslosenberatung deshalb von großer Bedeutung. Das Fortbildungsangebot soll es den Beratungsstellen  ermöglichen, eine qualitativ gute Beratung für Betroffene anzubieten und den Anforderungen des Rechtsdienstleistungsgesetzes gerecht zu werden. Nähere Informationen sowie Hinweise zur Anmeldung finden Sie hier: =>


Wahl der DBG-Führung

Betriebseelsorge und KAB der Diözese Rottenburg-Stuttgart gratulieren wiedergewählter DGB Spitze in Baden-Württemberg

"Nikolaus Landgraf und Gabriele Frenzer-Wolf führen die nächsten vier Jahre den DGB-Bezirk Baden-Württemberg. Auf der 20. Ordentlichen DGB-Bezirkskonferenz am 1.2.2014 im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg wählten die 100 Delegierten der acht DGB-Mitgliedsgewerkschaften Nikolaus Landgraf mit 95 Prozent der Stimmen zum zweiten Mal zum Vorsitzenden.

Auf der Konferenz mit vielen prominenten Gästen - unter ihnen Ministerpräsident Winfried Kretschmann - gab der DGB den Startschuss für seine Kampagne für fünf bezahlte Tage Bildungszeit. Unter dem Motto "Gib mir 5!" fordert der DGB, die Landesregierung müsse jetzt - wie in fast allen anderen Bundesländern - ein Gesetz mit Freistellungsansprüchen für allgemeine, politische und berufliche Bildung vorlegen (...).

Mit einem Initiativantrag unterstützte die Konferenz die Absicht der Landesregierung, in den Schulen mehr Toleranz für unterschiedliche sexuelle Lebensformen auf den Lehrplan zu setzen.

Die Konferenz wählte auch die künftigen vier Regionsgeschäftsführer des DGB: Jürgen Höfflin (Südbaden) mit 93 Ja-Stimmen, Peter Fischer (Südwürttemberg) mit 90, Bernhard Löffler (Nordwürttemberg) mit 88 und Lars Treusch (Nordbaden) mit 84 Ja-Stimmen."

Auch ihnen gratulieren die Betriebsseelsorge und die KAB der Diözese ganz herzlich! 

 

Bild 1: Betriebsseelsorger Wolfgang Herrmann und KAB-Diözesansekretär Peter Niedergesäss gratulieren Nikolaus Landgraf zu seiner Wiederwahl (Bild: Joe Roettgers)

Bild 2: Gratulation auch an die stellvertretende Vorsitzende Gabriele Frenzer-Wolf

 



W.Herrmann und P. Niedergesäss gratulieren N.Landgraf


 

August 2014


 

Stellenausschreibung Faire Mobilität Stuttgart

Das bfw-Unternehmen für Bildung - Berufsbildungswerk - Gemeinnützige Bildungseinrichtung des DGB GmbH (bfw) sucht für die Projektstelle Faire Mobilität in Stuttgart, ein Kooperationsprojekt mit der Katholischen Betriebsseelsorge in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, einen Mitarbeiter / eine Mitarbeiterin zur Intensivierung der Netzwerkarbeit in Baden-Württemberg und zur Unterstützung der Beratungsarbeit im Stuttgarter Beratungsbüro.

Es handelt sich um ein befristete Teilzeitstelle (50%).

Kenntnisse einer osteuropäischen Sprache sind von Vorteil.

Hier gelangen Sie zur Stellenausschreibung: -> Download

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Ausschreibung: Maria-Grönefeld-Preis 2014

Teilen tut gut - auch unserer Zukunft

Der Maria-Grönefeld-Preis ist eine Auszeichnung für ein besonderes soziales, gesellschaftspolitisches Engagement in der betrieblichen Arbeitswelt, für benachteiligte Familien und arbeitslose Jugendliche sowie für gerechtere Bildungs- und Lebenschancen für Frauen.


Das Motto für 2014 lautet:
Stark für Frauen - Für gerechtere Bildungs- und Lebenschancen von Frauen.

Ausschreibungsende ist der 8. August 2014.

Nähere Informationen finden Sie hier als pdf-Download: ->

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Juli 2014


"Ich bin für die Sorgen und Interessen der Kolleginnen und Kollegen da"

Interview mit Betriebsrat Alfred Diesch

Ulm, 20.7.2014

Auf Vermittlung von Betriebsseelsorger Alfons Forster (Ulm) führte das Katholische Kirchenblatt Ulm (Nr. 31-33 v. 20.7.2014) ein Interview mit Betriebsrat Albert Diesch (Diehl-Aircabin - vormals Airbus) über Aufgaben, zentrale Herausforderungen und Ziele seiner Betriebsratstätigkeit.

Hier finden Sie den Artikel von Harry Erath im Volltext: ->

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Göppingen: Beschäftigten der WMF group protestieren gegen den geplanten Stellenabbau Netzwerk Arbeitswelt und KAB zeigen sich solidarisch

19.7.2014

 

Rund 3000 Menschen bildeten am vergangenen Samstag eine rund 2,7 Kilometer lange Menschenkette um das Geislinger WMF-Gelände und protestierten damit gegen die geplante Vernichtung von über 700 Arbeitsplätzen. Mit der Stellenstreichung will das Unternehmen (mehrheitlich in Händen des amerikanischen Investors KKR (Kohlberg Kravis Roberts & Co) nach eigenen Angaben die weitere Expansion im Ausland finanzieren.

Die Empörung und Verunsicherung unter den Beschäftigten ist groß.

Verschiedene Redner kritisierten deutlich das allein auf Renditeoptimierung ausgerichtete Verhaltung der Eigentümer auf Kosten der Beschäftigten.

Als Vertreter der Kirchen erinnerte u.a. Pfarrer Martin Ehrler von der katholischen Kirche daran, dass "nicht das Kapital, sondern der Mensch Vorrang haben müsse".

Das Netzwerk Arbeitswelt Göppingen wie auch die KAB solidarisierten sich mit den Beschäftigten und den Menschen in der Region durch eine sichtbare Teilnahme an der Menschenkette.

 

In einem offenen Brief erklären sich auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ökumenischen Betriebs- und Personalrätetreffs der ev. und kath. Betriebsseelsorge im Dekanat Böblingen mit den Beschäftigten der Firma WMF in Geislingen solidarisch und fordern die Firmenleitung angesichts von Rekord-Umsätzen auf, von betriebsbedingten Kündigungen abzusehen.

 

Lesen Sie hier den Volltext der Solidarerklärung: 

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Netzwerk Arbeitswelt und KAB solidarisieren sich mit Beschäftigten von WMF in Geislingen


 

 

 

Tuttlingen: Betriebsseelsorger Thomas Maile unterstützt Busfahrer im Warnstreik

19.7.2014

Seit mehr als drei Monaten warten die Mitglieder der Tarifkommission der Arbeitnehmer auf ein Angebot der Arbeitgeber in den stockenden Tarifverhandlungen zwischen privaten Busunternehmern und der Gewerkschaft Verdi.
Betriebsseelsorger Thomas Maile begleitet die Busfahrer im Warnstreik und unterstützt ihre berechtigten Forderungen.

Lesen Sie hier einen Artikel des Gränzboten Tuttlingen (Abdruckgenehmigung liegt vor): ->

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Widerstand gegen TTIP

19.7.2014  




Gegen die Freihandelsverhandlungen der EU wächst der Widerstand in allen beteiligten Ländern. Bei einem europaweiten Aktionstag am 11. Oktober wollen zivilgesellschaftliche Organisationen, Gewerkschaften, Bauernverbände und Basisinitiativen aus ganz Europa ihren Protest gegen das transatlantische Handelsabkommen TTIP und ähnliche Vorhaben wie das EU-Kanada-Abkommen CETA und das Dienstleistungsabkommen TiSA auf die Straße tragen. Das haben Vertreterinnen und Vertreter von 100 europäischen Nichtregierungsorganisationen und sozialen Bewegungen bei einem Strategietreffen in Brüssel beschlossen. Anlass der zweitätigen Konferenz war die sechste TTIP-Verhandlungsrunde.

Weitere Infos u.a.:  www.attac.de/ttip

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Lehren aus der Schlecker-Pleite:

Ministerin Nahles nimmt Forderungen zum Insolvenzrecht entgegen

 

Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, nahm am Montag, 14. Juli, in Berlin einen Forderungskatalog zu Konsequenzen aus der Schlecker-Insolvenz entgegen.

An der Übergabe nahmen teil:

- die Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Schlecker, Christel Hoffmann

- Stefanie Nutzenberger vom ver.di Bundesvorstand

- Rechtsanwältin Elke Lill, die im Insolvenzverfahren den Gesamtbetriebsrat

vertreten hatte

- Martin Schwarz, Wirtschafts- und Sozialpfarrer des kirchlichen Dienstes in der

Arbeitswelt (KDA) Ulm

- und die baden-württembergische ver.di Landesbezirksleiterin Leni Breymaier (...).Lesen Sie hier den ganzen Artikel: -> Download

Weitere Informationen zur Schlecker-Insolvenz finden Sie hier:

 http://www.kda-wue.de/berichte/schlecker-insolvenz/#c328569

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v.l.n.r.: Andrea Nahles, Martin Schwarz, Christel Hoffmann, Stefanie Nutzenberger, Elke Lill, Leni Breitmeyer

 

Juni 2014

 

 



Maria Virgina da Costa Sousa, LOC Porto (Mitte), mit Diözesansekretär Peter Niedergesäss (1.v.l.) sowie Betriebsseelsorger Wolfgang Herrmann (2.v.r.) und zwei weiteren Mitarbeitern von LOC Porto

 

Begegnung zwischen der LOC (Liga Operária Católica) aus Porto und der KAB der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Zum Abschluss des Jakobuswegs 2014 trafen sich KAB’lerinnen und KAB’ler aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit ihren Kolleg/-innen aus Porto.

Schon beim ersten Rundgang der 25 Jakobuspilger in der Innenstadt von Porto waren viele Jakobspilger-/KAB’lerInnen erstaunt über die sichtbare Armut und die vielen leer stehenden und verfallenen Häuser.

Diese Tatsache förderte das Interesse an einer Begegnung mit der aktuellen Vize-Vorsitzenden Maria Virgina da Costa Sousa sowie zwei weiteren Mitarbeitern, um mehr über die soziale Situation in Portugal zu erfahren. Die stellv. Vorsitzende der LOC/KAB in der Diözese Porto berichtete in einem geschwisterlich geführten Gespräch über die wirtschaftliche und soziale Situation der Menschen in Portugal - dem „Armenhaus Südwesteuropas“ -, die für viele Arbeitnehmer/-innen, aber auch Erwerbslose und Rentenbezieher/-innen sehr prekär ist.

Lesen Sie hier den ganzen Bericht: -> Download

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Baden-Württembergisches Bündnis fordert Mindestlohn ohne Ausnahmen

Auf einer Pressekonferenz des Baden-Württembergischen Bündnisses für einen Mindestlohn ohne Ausnahmen anlässlich der geplanten Verabschiedung des Gesetzes am 4. Juli im Bundestag haben sich heute Vertreter aller beteiligten Verbände, Organisationen und Gewerkschaften vehement gegen die geplanten Ausnahmen beim Mindestlohn gewandt. Das Bündnis empört sich über den Versuch der Arbeitgeber, in den letzten Tagen des Gesetzgebungsprozesses die Vorlage zu durchlöchern: „Das ist nicht mehr der Mindestlohn, für den wir seit Jahren gemeinsam gestritten haben: Würde ist unteilbar – gegen Ausnahmen vom Mindestlohn.“
Dem Bündnis gehören in Baden-Württemberg an: Katholische Betriebsseelsorge, DGB, KAB (Katholische Arbeitnehmer Bewegung), KDA (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt) der evangelischen Kirche, Landesfrauenrat, Landesjugendring, die Arbeitsgemeinschaft der NaturFreunde in Baden-Württemberg e.V, die NGG, der Paritätische, der Sozialverband VdK, der Verband alleinerziehender Mütter und Väter und ver.di.

Hier die Pressenotiz zum Download:

Hier das Statement von KAB und Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart zum Download:

Weitere Infos finden Sie hier(Mindestlohnkampagne des DGB):  www.mindestlohn.de

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Pressekonferenz des Bündnisses "Mindestlohn ohne Ausnahme"

 

 

 

Starke Lobby für mehr Weiterbildung im Land: Breites Bündnis fordert Gesetz zur Bildungszeit




 

14 Organisationen fordern 5 Tage bezahlte Freistellung für berufliche, politische und allgemeine Bildung sowie Qualifizierung für das Ehrenamt

(23. Mai 2014)

Ein heute in Stuttgart auf einer Landespressekonferenz vorgestelltes breites landesweites Bündnis aus 14 Organisationen unterstützt die Forderung nach einem Gesetz zur Bildungszeit in Baden-Württemberg. Das auf Initiative des DGB gebildete Bündnis aus Wohlfahrtsverbänden, kirchlichen Gliederungen, Bildungsträgern, Umweltverbänden, Landesfrauenrat, Landesjugendring, Landesfamilienrat und weiteren Organisationen fordert 5 Tage Bildungszeit pro Jahr für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, für Auszubildende, dual Studierende und Beamtinnen und Beamte. Die Bildungszeit soll für allgemeine, berufliche und politische Bildung sowie für die Qualifizierung für Ehrenämter genutzt werden. Das Gesetz soll ab dem 1. Januar 2015 gelten (...).

Dem Bündnis gehören u.a. die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, die katholische Betriebsseelsorge sowie die keb (Katholische Erwachsenenbildung der Diözese Rottenburg-Stuttgart) an

Den ganzen Pressetext finden Sie hier zum Download:

Den Flyer des Bündnisses finden Sie hier zum Download:

Website des Bündnisses mit weiteren Informationen:  http://gibmir5.dgb.de/

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"Her mit dem guten Leben"

Erwerbslosenfachtagung 2014 - Bad Boll

65 Teilnehmer/-innen befassten sich an den drei Seminartagen schwerpunktmäßig mit Kampagnenarbeit. Wie kann die Forderung nach Existenzsicherung und Teilhabe einer nicht interessierten Öffentlichkeit deutlich gemacht werden? Die meisten Erwerbsloseniniitiativen und -treffs haben jahrelange Erfahrungen mit Straßenaktionen, mit Theaterprojekten und anderen Aktivitäten. Gleichzeitig hat sich die Lebenslage der Betroffenen verschlechtert.
Im Eingangsreferat benannte Michael David die Faktoren, die eine soziale Teilhabe von Menschen mit wenig Einkommen verhindern. Er forderte Respekt und Achtung der Menschenwürde. Auch Alg II-Bezieher_innen sind in der Lage selbst Entscheidungen zu treffen anstelle von Fremdbestimmung.
In vier Workshops wurden Kampagnenmethoden vermittelt und Aktionspläne anhand spezifischer Forderungen gemeinsam erarbeitet. Unsere fachkundigen Referenten waren: Matthias von Herrmann, Fritz Mielert, Roland Saurer und Uli Wohland.
Der Kulturabend wurde vom Liedermacher Thomas Felder gestaltet, mit poetischen und politischen Liedern am Flügel, auf der Gitarre und der Drehleier.
Angelika Klahr berichtete über die Arbeit und das Angebot der Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen. Zum Ende der Tagung stand Vernetzung und gegenseitige Information auf der Tagesordnung. Im Herbst steht u.a. die Aktionswoche "Wohnst Du noch" an. Alle sind eingeladen an ihren Orten Kampagnenarbeit auszuprobieren!
Die Erwerbslosenfachtagung wird jährlich u.a. in Kooperation mit der katholischen Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart durchgeführt.
(Autorin: Christa Cheval-Saur/W.H.)

Die Homepage der Landesarbeitsgemeinschaft der Arbeitslosentreffs und Arbeitslosenzentren in Baden-Württemberg finden Sie hier:  www.lagalo.de

Den Vortrag von Michael David (stellv. Sprecher der Nationalen Armutskonferenz): "Menschenwürdiges Existenzminimum und soziale Teilhabe" finden Sie hier: 

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Plenum der Teilnehmer/-innen

 

 

 

 

„Mehr Zeit für die Pflege“

Pflegefachkräfte der KAB wollen verantwortungsbewusst und unter humanen Bedingungen pflegen.

 

"Im Landtag von Baden-Württemberg übergaben Verantwortliche der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung in der Diözese Rottenburg Stuttgart über 13 000 Unterschriften an Sozialministerin Katrin Altpeter.

Zahlreiche Bürger und Bürgerinnen unterstützten mit ihrer Unterschrift die Forderungen der KAB nach mehr Zeit für die Pflege durch einen verbesserten Personalschlüssel (...)."

 Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier:

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Maria Sinz (KAB-Regionalsekretariat Aalen, 2.v.r.) und Diözesansekretär Peter Niedergesäss (3.v.r.) sowie KAB-Pflegeaktivisten überreichen Sozialministerin Katrin Altpeter über 13.000 Unterschriften

 

 

 

 

"Das Glück sucht uns an einem anderen Ort" - Gottesdienst zum "Workers memorial day"

 

Unter dieser Überschrift hat die Bahnhofsmission und die Betriebsseelsorge zum Begegnungsabend am 3. Juni eingeladen.

35 Personen sind der Einladung zu einem Gottesdienst auf der Baustelle am Hauptbahnhof gefolgt und haben sich über die Bedeutung von Glück und Orte des Glück unterhalten.

"Glück ist ein schillernder Begriff und jeder verbindet etwas anderes.

Glück ist für den einen, wenn er mit Rad von der Arbeit nach Hause fahren und abschalten kann. Für den anderen wenn er seine Arbeit als sinnvoll erlebt. Orte des Glücks: für den einen ist es die Familien für den andern ist der Sonnenaufgang auf der Bergspitze."

Neben dem Austausch über das Glück und die Orte an denen Menschen Glück erleben, wurde anlässlich des "Worker memorial days" auch der Verunglückten auf dem Bau gedacht.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es ein Handwerkervesper mit Leberkäse und Bier sowie spannenden Gesprächen bis tief in die Nacht hinein.

(BS Diakon Peter Maile) - Bild: Handwerkervesper und Begegnung nach dem Gottesdienst (Bild: Maile)

 

 




 

 

 

Stellenabbau bei WMF Geislingen

Katholische Kirche bekundet Solidarität mit WMF Beschäftigten

 

Für die katholische Dekanatsleitung Göppingen-Geislingen ist der massive Arbeitsplatzabbau bei der WMF in Geislingen nicht nachvollziehbar und ein verheerendes Sig-nal an die Menschen.

„Zu Recht wehren sich die WMFler gegen den angekündigten Stellenabbau, der aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Lage in keiner Weise nachvollziehbar sei, so der kommissarische Dekan Martin Ehrler, Geislingen. Er und der Geschäftsführende Ausschuss vom Dekanat sprechen ihre Solidarität mit den Betroffenen aus, die öffentlich gegen die drohenden Massenentlassungen protestieren und verstehen die Sorgen der Menschen, die um ihren Arbeitsplatz bangen.

Die Dekanatsleitung betrachtet die Entwicklung mit Sorge und teilt die Einschätzung von Papst Franziskus, der in seinem Apostolischen Schreiben EVANGELII GAUDIUM Position bezieht und deutliche Worte findet zu einem „Nein zu einer Wirtschaft der Ausschließung. Franziskus schreibt unter anderem: „Es kann nicht angehen, dass sich alles nach den Kriterien der Konkurrenzfähigkeit und nach dem Gesetz des Stärkeren abspielt, wo der Mächtigere den Schwächeren zunichtemacht. Als Folge dieser Situation sehen sich große Massen der Bevölkerung ausgeschlossen und an den Rand gedrängt ohne Arbeit, ohne Aussichten, ohne Ausweg. Der Mensch an sich wird wie ein Konsumgut betrachtet, das man gebrauchen und dann wegwerfen kann. Wir haben die Wegwerfkultur eingeführt, die sogar gefördert wird. Es geht nicht mehr einfach um das Phänomen der Ausbeutung und Unterdrückung, sondern um etwas Neues: Mit der Ausschließung ist die Zugehörigkeit zu der Gesellschaft, in der man lebt, an ihrer Wurzel getroffen, denn durch sie befindet man sich nicht in der Unterschicht, am Rande oder gehört zu den Machtlosen, sondern man steht draußen. Die Ausgeschlossenen sind nicht „Ausgebeutete, sondern Müll, „Abfall.

 

 


Aktion Steilpass - Eine Aktion u.a. der KAB Deutschlands

Fairness und Gerechtigkeit

Aus Anlass der Fußball-WM in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) hat das katholische Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat in Kooperation mit der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB), dem Sportverband DJK, der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) und Kolping International die Aktion „Steilpass. 11 Freunde für Fairness und Gerechtigkeit" ins Leben gerufen. „Zur Fußball-WM 2014 fordern wir Fairness und Gerechtigkeit für die Menschen in Brasilien, in Deutschland und weltweit", sagt die KAB Bundesvorsitzende Regina Dolores Stieler-Hinz.

https://secure.avaaz.org/de/petition/Die_brasilianische_Regierung_Aktion_Steilpass_Fairness_fuer_alle/

Werden auch Sie Teil dieser Forderung und beteiligen sich an der Petition!

 




 

Her mit dem schönen Leben!

Seit vielen Jahren fordern Erwerbsloseninitiativen mehr Möglichkeiten zur politischen, sozialen und kulturellen Partizipation. Sie richten sich damit gegen die politische und gesellschaftliche Ausgrenzung von Erwerbslosen und prekär Beschäftigten. Teilhabe am öffentlichen Leben hängt aber auch von einem menschenwürdigen Existenzminium ab. Deshalb werden seit langem bedarfsdeckende Regelsätze gefordert. Selbst die jetzige, nicht ausreichende Grundsicherung, wird durch gesetzliche Vorgaben im SGB II ständig unterschritten: durch Sanktionen, Rückforderungen, Darlehens- und Mietkautionsanrechnung.

Im Eingangsvortrag beschreibt ein Vertreter der Nationalen Armutskonferenz grundlegende Forderungen für ein menschenwürdiges Leben in unserer heutigen Gesellschaft (...)

Tagungsort: Evangelische Akademie Bad Boll, Akademieweg 11, 73087 Bad Boll

Datum: 02.-04. Juni 2014

Informationen zu Anmeldung und Kosten finden Sie hier: download

 

 


Liturgie zum "workers memorial day"

Datum: 03. Juni 2014, 18.30 Uhr

Ort: Züblin-Baustelle am Hauptbahnhof (Zugang über Hauptbahnhof)

"Mit dem Workers’ Memorial Day soll die Öffentlichkeit auf arbeitsbedingte Tode, Verletzungen und Krankheiten sowie auf die Vermeidbarkeit der meisten Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten hingewiesen werden. Zudem sollen gewerkschaftliche Kampagnen und Ansätze im Kampf für Verbesserungen beim Arbeitsschutz bekannt gemacht werden.

Rund um den Workers’ Memorial Day hat sich der Slogan Remember the dead – Fight for the living (Der Toten gedenken, für die Lebenden kämpfen) etabliert. Obwohl der 28. April - der eigentliche "workers memorial day" - in erster Linie als Tag des Gedenkens und der internationalen Solidarität genutzt wird, wurden an ihm zuweilen auch konkrete Aktionen zur Verbesserung des Arbeitsschutzes initiiert oder praktisch mit entsprechenden Kampagnen verbunden." (Quelle: wikipedia)

Veranstalter: Bahnhofsmission und Betriebsseelsorge S 21

Anmeldung: notwendig

Weitere Details und Hinweise zur Anmeldung finden Sie hier: -> pdf-Download



 

Veranstaltung:

Wege aus der Altersarmut

Datum: Donnerstag, 23. Oktober 2014, 19.30 Uhr

Ort: Katholisches Gemeindehaus St. Johannes, Nürtingen, Vendelaustr. 28

Veranstalter: Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Esslingen e.V.

 

Bei der Veranstaltung »Jenseits der demographischen Hysterie« geht es im »Forum Soziales« am

Donnerstag, 23. Oktober 2014, um 19.30 Uhr im Kath. Gemeindezentrum St.

Johannes, Nürtingen, Vendelaustr. 28, um Wege aus der Altersarmut.

 

Martin Staiger, freier Journalist aus Esslingen, Lehrbeauftragter der Hochschulen

Ludwigsburg und Darmstadt und ausgewiesener Rentenexperte geht darauf ein,

was es mit dem demographischen Wandel und der Rente auf sich hat. Er stellt

die Rentenreformen der letzten 15 Jahre, die dahinterstehenden Interessen

und die Folgen für die jetzige und die zukünftige Rentnergeneration dar und

stellt einen Reformvorschlag zur Diskussion, der Altersarmut weitgehend vermeidet.

 

Nähere Informationen finden Sie im PDF-Download: ->

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Ausgemustert und abgehängt?

Wirksame Instrumente zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit

 

Datum: Mittwoch, den 22. Oktober 2014, 19 Uhr

Ort: Kulturhaus Schwanen, Winnender Str. 4, 71334 Waiblingen

Veranstalter: Friedrich-Ebert-Stiftung / Fritz-Erler-Forum BW

Anmeldeschluss: 20.10.14

Die Landesregierung hat beschlossen, einen echten sozialen Arbeitsmarkt zu schaffen, der Langzeitarbeitssuchenden Teilhabe am Erwerbsleben zu fairen Bedingungen eröffnet. Kernstück des „Landesprogramms für gute und sichere Arbeit" ist der sog. Passiv-Aktiv-Transfer. Hierbei sollen Langzeitarbeitslose mit mehrfachen Vermittlungshemmnissen, die seit mindestens drei Jahren Hartz IV beziehen, die Möglichkeit erhalten, in einem „normalen" sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis beschäftigt zu werden.

Während die einen das Modell als vorbildliches und innovatives Instrument gegen Langzeitarbeitslosigkeit loben, stellen andere kritische Fragen: Welche Lehren sind bisher tatsächlich aus dem Modellversuch zu ziehen? Ist das Modell tatsächlich auf den Rest der Republik übertragbar? Welche anderen Ansätze gegen Langzeitarbeitslosigkeit gibt es und wie sind ihre Erfolgschancen?

Wir diskutieren mit Katrin Altpeter MdL, Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren; Nikolaus Landgraf, DGB-Landesvorsitzender; Marc Hentschke, Geschäftsführer des Sozialunternehmens NEUE ARBEIT gGmbH und Dr. Alexandra Wagner, Geschäftsführerin Forschungsteam Internationaler Arbeitsmarkt GmbH, Berlin.

Alle weiteren Informationen zur Veranstaltung sowie Hinweise zum Ablauf/Anmeldung finden Sie hier: ->

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Ministerbesuch am Standort Stuttgart von Faire Mobilität

(von Wolfgang Herrmann)

 

Mit großem Interesse ließ sich am Dienstag, den 21. Oktober Minister Peter Friedrich (Minister für den Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten) von den Mitarbeiterinnen Dr. Dorota Kempter und Katarina Frankovic die Arbeit in der Stuttgarter Beratungsstelle Faire Mobilität erklären.

Anhand der aktuellen, stetig anwachsenden Fallzahlen und einiger Musterfälle verdeutlichten die Mitarbeiterinnen des Stuttgarter Kooperationsprojektes zwischen DGB und Katholischer Betriebsseelsorge ihre Arbeitsweise und die Möglichkeiten, die Interessen von Arbeitsausbeutung betroffener mobiler Beschäftigter zu vertreten und Arbeitsmigrant/-innen in arbeits- und sozialrechtlichen Fragen zu beraten.

Seit dem Start der Beratungsarbeit in Stuttgart im Februar 2013 ist ein stetiger Anstieg der Nachfrage zu verzeichnen. Zuvor skizzierte Dominique John (Leiter des Projektes Faire Mobilität - Berlin) die Projektidee sowie den aktuellen Stand der Weiterförderung der bundesweit insgesamt 6 Beratungsstellen. Wolfgang Herrmann (Leiter der Betriebsseelsorge in der Diözese Rottenburg-Stuttgart) hob in seinem Statement die gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Gewerkschaft hervor und unterstrich, wie auch Gabriele Frenzer-Wolf (stellv. DGB-Landesvorsitzende), die Notwendigkeit einer abgesicherten Förderung über den bisherigen Zeitraum hinaus. Beide verdeutlichten, dass eine muttersprachliche, niederschwellige Beratung einer der Schlüssel für den "Erfolg" des Projektes sei.

Minister Friedrich signalisierte am Ende seines Besuches, im Rahmen seiner Möglichkeiten die Planungen für die Fortführung des DGB-Projektes aus Mitteln des Landes (bzw. Drittmittel) zu unterstützen und verwies u.a. auf Verankerungsmöglichkeiten im InterReg-Programm sowie der Donauraum-Strategie. Auch dem Vorschlag, einen Fachtag mit allen Akteuren im Kontext "Arbeitsausbeutung" (Beratungsstellen, Gewerkschaften, Kirche, Arbeitgeberverbände etc.) durchzuführen, zeigte er sich aufgeschlossen.

Ein weiterer Kontakt zur Absicherung der Ergebnisse wurde vereinbart.

 

Bild (v.l.n.r.): Gabriele Frenzer-Wolf (stellv. Landesvorsitzende DGB), Dr. Dorota Kempter (Projekt FM - Stuttgart), Minister Peter Friedrich, Katarina Frankovic (Projekt FM - Stuttgart), Nikolaus Landgraf (DGB-Landesvorsitzender)



Foto von Bärbel Mauch (DGB)


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Ausstellung "Faire Arbeitsmigration" im Abgeordnetenhaus des baden-württembergischen Landtags eröffnet

Stuttgart, 15.10.2014

 

"Faire Arbeitsmigration" heißt eine Fotoausstellung, die am Mittwoch im Stuttgarter Haus der Abgeordneten ihre Premiere hatte. Anhand großformatiger Gegenlicht-Porträts erzählt sie die Schicksale ausländischer Arbeitskräfte hierzulande. Die Aufnahmen stammen von Kontext-Fotograf Joachim E. Röttgers.

 

Mehr als 60 Mitglieder des Bündnisses "Faire Arbeitsmigration" sowie eine ordentliche Anzahl Abgeordneter des baden-württembergischen Landtages wohnten im Atrium des Abgeordnetenhauses der Ausstellungseröffnung "Faire Arbeitsmigration" bei, die von Ana Koktsidou (SWR) moderiert wurde.

 

Brigitte Lösch MdL, stellvertretende Präsidentin des Landtags, begrüßte im Namen des Hauses alle Anwesenden und wies in ihrer Ansprache eindrücklich darauf hin, dass Arbeitsausbeutung inmitten der Gesellschaft geschehe, jedoch meist im verborgenen bleibe. Allein im Bereich der häuslichen Pflege sei von mehr als 150.000 illegalen, teils ausbeuterischen  Beschäftigungsverhältnissen auszugehen.

 

Anne Cress von der Mitternachtsmission in Heilbronn stellte anschließend das Bündniss und seine Ziele vor. Mehr als 20 Akteure aus Verbänden und Organisationen, aus Kirchen und Gewerkschaften in Baden-Württemberg hatten sich vor mehr als einem Jahr zusammengeschlossen, um gemeinsam auf prekäre und ausbeuterische Arbeits- und Lohnverhältnisse mobiler Beschäftigter aufmerksam zu machen. Mit einer intensiven Öffentlichkeits- und politischer Lobbyarbeit sowie direkter Unterstützung der Betroffenen wollen die Mitglieder zu einer nachhaltigen Verbesserung der Situation mobiler Beschäftigter beitragen.

 

Damian Torres, der selbst Opfer von Arbeitsausbeutung wurde, berichtete anschließend von seinen Erfahrungen und verdeutlichte dadurch die Notwendigkeit einer abgesicherten Beratung durch Fachstellen mit muttersprachlicher, interkultureller sowie arbeitsrechtlicher Kompetenz.

 

Wolfgang Herrmann, Leiter des Fachbereiches Kirche und Arbeitswelt - Betriebsseelorge, mahnte deshalb auch für Baden-Württemberg an, gleich den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Niedersachsen sowie der Hansestadt Hamburg das Beratungsangebot dauerhaft abzusichern.

 

Doris Köhncke vom Fraueninformationszentrum (FIZ) forderte in ihrem Redebeitrag eine Zertifizierung von Vermittlungsagenturen im Pflegebereich analog zur bewährten Praxis von Au Pair-Agenturen.

 

Anschließend blieb ausreichend Zeit für die Besichtigung der Ausstellung (mit Bildern von Joachim E. Roettgers) mit 10 Fallbeispielen von Arbeitsausbeutung aus unterschiedlichen Branchen.

 

Die Ausstellung kann entliehen werden, nähere Infos unter: naser@vij-stuttgart.de

 

Linkhinweise: www.faire-arbeitsmigration.de ;  www.faire-mobilitaet.de

 

 

 





Brigitte Lösch (MDL), stellv. Präsidentin des Landtages, eröffnet die Ausstellung "Faire Arbeitsmigration"

Damian Torres (Bildmitte) berichtet von seinen Erfahrungen von Arbeitsaus-beutung auf dem Bau.



Die Ausstellung



Doris Köhnke (FIZ-Stuttgart)


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FAIRE ARBEITSMIGRATION - Menschen – Herausforderungen – Ziele

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG

Mittwoch, 15. Oktober 2014, 12:30 Uhr

Haus der Abgeordneten - Konrad-Adenauer-Str. 12, 70173 Stuttgart

Die Ausstellung portraitiert Frauen und Männer aus verschiedenen Herkunftsländern und unterschiedlichen Branchen, wie z. B.: Bau- und Landwirtschaft, Reinigungs- und Hotelgewerbe, häusliche Pflege, Automobilzuliefererindustrie und Transport, und macht so prekäre Arbeits- und Lohnverhältnisse sichtbar.

Wo Migranten und Migrantinnen betroffen sind, bestehen aus aufenthalts- und arbeitsrechtlichen Gründen besondere Abhängigkeiten und Herausforderungen.

Das Bündnis „Faire Arbeitsmigration Baden-Württemberg", ein Zusammenschluss von Verbänden und Organisationen aus Zivilgesellschaft, Gewerkschaften und Kirchen, engagiert sich in Prävention, Beratung und Politik: gerechte Arbeitsbedingungen sind Teil der Menschenrechte und der Menschenwürde.

Eine Teilnahme muss schriftlich zugesagt werden; hier finden Sie den Einladungsflyer ->

s. auch:  www.faire-arbeitsmigration.de

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Vortrag: Harald Klimenta:

Der Freihandelswahnsinn – Staatsstreich in Zeitlupe?

Öffentliche Dienstleistungen, Arbeitsrecht und Gesundheit als Spielball internationaler Konzerne. Eine Veranstaltung zu TTIP, CETA und TISA

Datum: Dienstag, 14. Oktober, 19.00 Uhr - 20.30 Uhr

Ort: ver.di Landesbezirk, Theodor-Heuss-Str. 2/1, Stuttgart

Harald Klimenta: Der Freihandelswahnsinn – Staatsstreich in Zeitlupe?

Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Ver.di, attac und «Wir zahlen nicht für Eure Krise»  

 Weitere Informationen unter: www.die-anstifter.de/?p=20475

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Aktionswoche Baden-Württemberg 13.-19.10.2014 

„Armut bedroht alle – Wohnst Du noch?"

Diskussionsveranstaltung: Wohnungspolitik in Baden-Württemberg

Datum: 13.10.2014, 11.30 Uhr - 13.00 Uhr

Ort: Pfarrsaal Dompfarrei St. Eberhard Königstrasse, Stuttgart

Veranstalter: Aktionsbündnis „Aktionswoche 2014 – Armut bedroht alle: Wohnst Du noch?"

 

Es diskutieren:

Rainer Hinderer, MdL, SPD

Thomas Poreski, MdL, Grüne

Tobias Wald, MdL, CDU

Dr. Meyberg, Wirtschaftsministerium BaWü

Prof. Dr. Günter Rausch, EH Freiburg

Städtetag BW (angefragt)

Aktionsbündnis Aktionswoche (n.n.)

Moderation:

Rolf Gassmann, Deutscher Mieterbund, Landesverband Baden-Württemberg

 

Linkhinweis:  www.armut-bedroht-alle.de

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Betriebsseelsorge Tuttlingen feiert 40-jähriges Jubiläum

Tuttlingen, 11. Oktober 2014

(Zeitungsbericht aus der Trossinger Zeitung, Redakteurin Bianka Roith - Abdruckerlaubnis ist erteilt)

Seit 40 Jahren erheben sie die Stimme

Betriebsseelsorge Tuttlingen-Rottweil feiert in Trossingen Geburtstagsfest – Mann der ersten Stunde ist Godehard Fuchs

 

Trossingen (bro) – Sie erheben die Stimme, wenn die Rechte der Menschen mit Füßen getreten werden – die Mitglieder der Betriebsseelsorge Tuttlingen-Rottweil. Im katholischen Gemeindehaus St. Theresia in Trossingen haben sie ihren 40. Geburtstag gefeiert. „Das soll ein Fest der Begegnung sein“, hat Betriebsseelsorger Thomas Maile dem Fest vorausgeschickt.

Als allererstes würdigte er den Mann, der vor 40 Jahren die Betriebsseelsorge aus der Taufe gehoben hat: Godehard Fuchs. Er hat am 1. September 1974 seinen Dienst angetreten und 21 Jahre lang, bis 1995, diese Stelle geleitet. „Du hast der Betriebsseelsorge ein unverwechselbares Gesicht gegeben und hast Dich nicht verbiegen lassen“, so Thomas Maile anerkennend. Godehard Fuchs habe sich auf die Seite der Schwächeren, Bedrängten und Ausgegrenzten gestellt und sich für Gerechtigkeit und Menschenwürde in der Arbeitswelt eingesetzt. „Auf Dich konnten sich die Leute verlassen.“ Gleich zu Beginn habe er eine „verlässliche Brücke“ zu den Gewerkschaften geschlagen und zusammen mit dem DGB und dem Evangelischen Industriepfarramt die gemeinsame Bildungsarbeit aufgebaut, die bis heute ausgezeichnet laufe.

Denn es gehe schließlich immer darum, dass der Mensch nicht an den Rand gedrängt werde, sondern im Mittelpunkt stehe. Aufgabe der Betriebsseelsorge und der ganzen Kirche sei es, dem Einzelnen in seiner Not beizustehen, aber gleichzeitig auch nach den strukturellen Ursachen der Not fragen, sie benennen, anprangern und auf Änderung drängen.

Mit kleinen hölzernen Kreuzen, gefertigt von behinderten Menschen, hat sich Albrecht Zepf, der stellvertretende Dekan im Dekanat Rottweil bei den Mitgliedern bedankt und Olga Maile, die Ehefrau von Thomas Maile hat sie je nach Eintrittsalter verteilt. Albrecht Zepf sprach für die Dekanate Tuttlingen und Rottweil und lobte die Mitglieder: „Sie waren alle tragendes Holz.“ Sein besonderer Dank galt Thomas Maile, der Türen öffne. Es sei eine Frage der Menschlichkeit, geleistetes Christ sein.

Bernd Mager, Sozialdezernent im Landkreis Tuttlingen, gratulierte auch im Namen von Landrat Stefan Bär. Er bedankte sich bei Thomas Maile und seinen Mitstreitern für die Unterstützung der Bekämpfung von Langzeit- und Jugendarbeitslosigkeit, womit der Kreis Tuttlingen sehr gut aufgestellt sei. „Wenn man gemeinsam an einem Strang zieht, kann man viel bewegen“, erklärte Bernd Mager und überreichte einen Scheck. Weitere Glückwünsche überbrachten unter anderem Michael Föst, zweiter Bevollmächtigter der IG-Metall Albstadt, Karl-Ulrich Gscheidle, Wirtschafts- und Sozialpfarrer aus Reutlingen, und Hans-Peter Menger, DGB Region Südbaden.

„Auf den Spuren der Vergangenheit“ sind alle gemeinsam gewandelt im Rückblick auf 40 Jahre Betriebsseelsorge. Bei der Powerpoint-Präsentation wurde so manche Erinnerung wach an die Anfänge bis zur Gegenwart. Gezeigt wurden auch Familienseminare, Betriebseinsätze, Ausflüge und Wanderungen sowie Arbeitssitzungen zur Abstimmung der Einsätze.

In einer Talkrunde, moderiert von Wolfgang Herrmann, Leiter der Betriebsseelsorge Diözese Rottenburg-Stuttgart stellten sich die Leiter der einzelnen Gruppen vor, die sich in einem Netzwerk gegenseitig unterstützen bei dem großen Ziel, das Leben der Menschen im Arbeitsalltag schöner und angenehmer zu machen. Zu Wort kamen Godehard Fuchs, ehemaliger Betriebsseelsorger Tuttlingen/Rottweil, Thomas Maile, Adolf Weber, Betriebsräte-Kreis Heuberg, Hubert Frey, Betriebsräte-Kreis Tuttlingen, Frank Mattes, Personalräte-Kreis Spaichingen, Karin Hamann, Mobbing-Selbsthilfegruppe und Sandra Speck, die das Projekt Paten auf Zeit Regionales Bündnis für Arbeit leitet.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Schorsch Sattler aus Wurmlingen".

 

  



Godehard Fuchs (links) ist der Mann der ersten Stunde. Betriebsseelsorger Thomas Maile bedankte sich bei seinem Vorgänger und Vorbild aufs Herzlichste




v.l.n.r.: Karin Hamannn (Projekt Paten auf Zeit), Adolf Weber (Betriebsrätekreis Heuberg), Hubert Frey (Betriebsrätekreis Tuttlingen)


Godehard Fuchs (links im Bild) berichtet von den Anfängen der Betriebsseelsorge in Tuttlingen-Rottweil.


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Bischof Dr. Fürst empfängt Betriebs- und Personalräte

 

Mehr als 110 Betriebs- und Personalrät/-innen aus der ganzen Diözese folgten der Einladung von Bischof Dr. Gebhard Fürst ins Rottenburger Bischofshaus. In seinem Grußwort hob Bischof Fürst die besondere Verantwortung und Bedeutung der gewählten Arbeitnehmervertreter für eine gute und sozialverträgliche Ausgestaltung der Arbeit in den Betrieben und Einrichtungen hervor und sprach von einem "starken Zeichen gelebte Solidarität in der Arbeitswelt".

 

Im weiteren Verlauf seiner Ansprache kam Bischof Fürst neben den positiven Entwicklungen in der Arbeitswelt auch auf Tendenzen zu sprechen, die ihm "große Sorgen" bereiteten und kritisierte den ausufernden Niedriglohnbereich wie auch die hohe Zahl abhängig Beschäftigter in sogenannten atypischen, prekären Arbeitsverhältnissen: "Dauerhaft prekäre Beschäftigungsverhältnisse sind Gift für die Betroffen, für die betriebliche Solidarität und die Gesellschaft, denn sie hindern die Betroffenen daran, mit einem Mindestmaß an Berechenbarkeit und Planbarkeit zu arbeiten und zu leben". Ein weiterer Schwerpunkt in seiner Ansprache legte Bischof Fürst auf die Notwendigkeit gemeinsamer freier Zeiten und Unterbrechungen jenseits ökonomischer Zwänge und unterstrich die Bedeutung des freien Sonntags als gemeinschaftliche Zeit zur religiösen und gesellschaftlichen Beziehungspflege.

 

In einer ersten von zwei Talkrunden interviewte Diözesansekretär Peter Niedergesäss von der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Johanna Baur (OSK-Klinik) und Ralf Weber (Sozialstation Abtsgmünd) zur Situation in der Pflege Beschäftigter. Beide forderten neben einer stärkeren gesellschaftlichen Anerkennung und Wertschätzung der Pflege mehr Zeit für die Pflege sowie eine bessere Entlohnung.

 

Diözesanbetriebsseelsorger Wolfgang Herrmann nahm in der zweiten Gesprächsrunde mit Simone Vassilakopoulos (stellv. Personalratsvorsitzende, KSK Ostalb) und Gerhard Boesner (stellv. Betriebsratsvorsitzender Carl Zeiss SMT GmbH) die starke Zunahme psychosozialer Belastungen und Erkrankungen in der Arbeitswelt in den Blick. Die konsequente Umsetzung betrieblicher Möglichkeiten wie Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsvereinbarungen zum Gesundheitsschutz seien zur Prävention genauso notwendig wie die Unterstützung bei der Umsetzung einer Anti-Stress-Verordnung.

 

Bischof Fürst lud nach einem kurzen Schlusswort zur Begegnung bei Speisen und Getränken ein und nahm sich viel Zeit für die persönliche Begegnung und das Gespräch mit den Gästen.

Die Veranstaltung wurde musikalisch würdig umrahmt vom kubanischen Sänger und Liedermacher Javier Herrera.

 

 



Bischof Fürst (2.v.l.) mit Betriebsseelsorger Thomas Maile (Tuttlingen, ganz links) und Teilnehmerinnen des Betriebsräteempfangs


Bischof Fürst mit BR/PR aus der Region TUT/RW und Betriebsseelsorger Thomas Maile

Talkrunde mit Simone Vassilakopoulos (2.v.l.) und Gerhard Boesner (3.v.l.) sowie Betriebsseelsorger Wolfgang Herrmann

Diözesansekretär Peter Niedergesäss (KAB; 1.v.l.) mit Johanna Baur und Ralf Weber (Mitte bzw. 3.v.l.)



Bischof Dr. Fürst bei seiner Ansprache

Musiker: Javier Herrera (Essingen)


 

 

 

Politisches Nachtgebet: Eigentum verpflichtet! ... Zu was eigentlich?

Termin: Donnerstag, 09.10.2014, 20.00 Uhr

Ort: Geislingen, Kath. Kirche St. Maria, Überkinger Str. 28

Veranstalter: Netzwerk arbeitSwelt und KAB Bezirk Hohenstaufen

 „Eigentum verpflichtet"

Dieser Satz war in der Bundesrepublik Deutschland lange Zeit Teil des sozialen Konsenses. Ein Satz, der es immerhin ins Grundgesetz geschafft hat, Artikel 14, Absatz 2. Weiter heißt es dort: "Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohl der Allgemeinheit dienen." Doch ist dieser Satz überhaupt noch aktuell? Oder ist er zu einem Sinnspruch verkommen?

In Zeiten von Standortverlagerung, einseitigen Wirtschaftsinteressen, spekulativen Firmenübernahmen und einseitiger Vermögensverteilung drängt sich eine Überprüfung seiner Gültigkeit auf.

Diese Sozialpflichtigkeits-Theorie findet sich bereits in der Antike. Gemäß Cicero sollen wir „den gemeinsamen Nutzen in den Mittelpunkt stellen und durch gegenseitige Leistungen, durch Geben und Nehmen, ferner durch Fachkenntnisse, Hilfeleistung und materielle Mittel das Band der Zusammengehörigkeit der Menschen untereinander knüpfen".

Halten wir uns denn heute noch daran?

Nähere Informationen finden Sie im Flyer: ->

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Fachtagung der Initiative Pro Arbeit: Teilhabe braucht Arbeit

Datum: 9. Oktober 2014

Ort: im Haus der Wirtschaft, Stuttgart

Veranstalter: EFAS (Evangelischer Fachverband für Arbeit und soziale Integration e.V.)

"Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist u.a. nachzulesen, dass „Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen neue Chancen" erschlossen werden sollen. Welche Angebote will die Bundesregierung Langzeitarbeitslosen machen? Verschiedene Pressemitteilungen geben Anlass zur Hoffnung auf eine Neuausrichtung im Bereich öffentlich geförderter Beschäftigung in der zweiten Jahreshälfte 2014.

Mit Referenten und Referentinnen aus Politik, Wissenschaft, der Bundesagentur für Arbeit, aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden und Sozialverbänden wollen wir die Perspektiven für Langzeitarbeitslose und öffentlich geförderte Beschäftigung diskutieren. Hochkarätige Vertreter sind angefragt und haben teilweise schon zugesagt."

Den Informationsflyer mit Hinweisen zur Anmeldung finden Sie hier: ->

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Tagung: Inklusion ist nicht umsonst!

Tagung für Schwerbehindertenvertretungen in Betrieben, Behörden und Schulen

08.10.14 - 10.10.14

Evangelische Akademie Bad Boll

Die Tagung bietet Ihnen vielfältige fachliche Weiterbildung für die tägliche Arbeit in der Schwerbehindertenvertretung. Erfahrene Kolleginnen und Kollegen sowie Fachpersonen aus unterschiedlichen Bereichen zeigen konkrete Hilfestellungen und praktische Beispiele. Daneben ist Raum zum kollegialen Austausch und Gelegenheit, die eigenen Ressourcen zu stärken.

Weiter Informationen im Tagungssekretariat:

Eliane Bueno Dörfer

Tel. 0731/15 38-570

 eliane.doerfer@ev-akademie-boll.de

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September 2014

 



 

Bündnis für Bildungszeit erklärt Vorstellungen zu guter Bildungszeit in Baden-Württemberg

(Stuttgart - 29.9.2014)

Das Bündnis für Bildungszeit traf sich heute mit Finanz- und Wirtschaftsminister Schmid, um sich über die Pläne der Landesregierung für ein Bildungszeitgesetz in Baden-Württemberg auszutauschen. Dem Bündnis gehören neben Wohlfahrtsverbänden, kirchlichen Einrichtungen, Umweltverbänden und den Gewerkschaften weitere gesellschaftliche Organisationen an.

Das Bündnis machte dabei deutlich, dass die Bildungszeit für die Qualifizierung des Ehrenamts das bürgerschaftliche Engagement in seiner ganzen Breite stärken muss, um das Ehrenamtsland Baden-Württemberg voran zu bringen. Eine Herausnahme der allgemeinen Bildung aus dem sachlichen Anwendungsbereich des Bildungszeitgesetzes wurde von Vertretern des Bündnisses einhellig abgelehnt, da dies einem ganzheitlichen Bildungsverständnis widerspreche.

Das Bündnis sprach sich dagegen aus, Kleinbetriebe grundsätzlich aus dem Geltungsbereich des Gesetzes auszunehmen. Gerade in Kleinbetrieben gebe es einen Nachholbedarf bei der Weiterbildung. Über Überforderungsklauseln nach dem Vorbild anderer Länder müsse man im Detail sprechen. Dies gelte auch für die Anrechnung anderer Freistellungsmöglichkeiten.

Gegenüber dem Minister wurde deutlich gemacht, dass Auszubildenden und dual Studierenden im gleichen Umfang wie allen anderen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Bildungszeit zur Verfügung stehen müsse.

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Dezember 2014


Bündnis Bildungszeit fordert Nachbesserungen am Gesetzentwurf

Stuttgart, 29.12.2014

"Das vom DGB Baden-Württemberg ins Leben gerufene Bündnis Bildungszeit aus 15 Verbänden und Dachorganisationen begrüßt den laufenden Gesetzgebungsprozess zum Bildungszeitgesetz.

Das Bündnis fordert aber in drei Bereichen deutliche Nachbesserungen an dem Gesetzentwurf. Zentrale Forderungen des Bündnisses sind die Verankerung der allgemeinen Bildung im Anwendungsbereich des Gesetzes, die gleichberechtigte Einbeziehung aller Beschäftigten im Land sowie transparente Regelungen bei der Anrechnung bereits bestehender Freistellungsansprüche zu Bildungszwecken."

Dem Bündnis gehören neben den acht DGB-Gewerkschaften auch Sozial- und Umweltverbände sowie kirchliche Einrichtungen an, u.a. die Katholische Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Hier finden Sie die Pressemitteilung als PDF-Download:

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Fachkonferenz zum Thema Entsendung:

Richtlinie zur Durchsetzung der Richtlinie 96/71/EG über die Entsendung von Arbeitnehmern: Aktuelles und zukünftige Veränderungen?

Datum: 19. Dezember 2014

Salle Pasteur - Palais universitaire

Place de l'Université , Strasbourg

Übersetzungen in französisch, deutsch und englisch

Nähere Informationen finden Sie hier als PDF-Download:=>

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Veranstaltung: zum geplanten Freihandelsabkommen EU-USA - TTIP

Für Gemeinwohl - Für Demokratie - Für Transparenz … und die Wahrheit über das Freihandelsabkommen

Referent: Sven Giegold, MdEP

Datum: Mittwoch, 17.12.2014, 20.00 Uhr

Ort: Rettungszentrum Aalen, Bischof-Fischer Str. 121, Aalen

Veranstalter: Bündnis Ostalb gegen TTIP - www.ostalb-gegen-ttip.org

Ansprechpartner: Dr. Rolf Siedler, Betriebsseelsorger

Sven Giegold, Europaabgeordneter aus NRW, ist Sprecher der deutschen Grünen im Europaparlament und Sprecher seiner Fraktion für Wirtschafts- und Finanzpolitik. Seit über 20 Jahren ist der Wirtschaftswissenschaftler in der Umweltbewegung, bei Attac und in der Evangelischen Kirche aktiv.

Hier der Veranstaltungsflyer als PDF-Download:

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November 2014

  



Engagement gegen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen

Deutsche Kommission Justitia et Pax - Köln/Bonn

Am 5. November 2014 fand eine Sitzung des Gesprächskreises der Gewerkschaften und Justitia et Pax statt. Prälat Peter Kossen aus Vechta stellte die skandalösen Arbeitsverhältnisse von Wanderarbeitern in der Fleisch verarbeitenden Industrie vor. Der Leiter des DGB Projektes „Faire Mobilität“, Dominique John und Wolfgang Herrmann (Betriebsseelsorge Diözese Rottenburg-Stuttgart) aus der Bundeskommission der Betriebsseelsorger beschrieben die Zusammenarbeit von Kirche und Gewerkschaften insbesondere für die problematische Situation vieler Wanderarbeiter etwa auf Großbaustellen und in anderen Wirtschaftsbereichen.

Hier geht es zum Download der Ausgabe 27 des Magazins "Deutsche Kommission Justitia et Pax ... in Kürze" : ->

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Veranstaltungshinweis:

Lampedusa, 3. Oktober 2013

Ort: Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7, Stuttgart

Datum: 28.11.2014, 19.30 Uhr

Veranstalter: Italienisches Kulturinstitut, ACLI-Verband Baden-Württemberg, in Zusammenarbeit mit u.a.  der Katholische Betriebsseelsorge und der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Aus der Ausschreibung:

"Lampedusa, 03. Oktober 2013. Vor der italienischen Küste versinkt vor Lampedusa, einer Insel zwischen Sizilien und Afrika, am 3. Oktober 2013 ein mit 545 Flüchtlingen völlig überladener Kutter, 366 Menschen ertrinken (...)

Was geschah an jenem Morgen? Was erlebten die Flüchtlinge? Wie reagierten die Bewohner, Touristen und Behörden? Antonio Umberto Ricco hat aus Zeugenaussagen und dokumentarischem Material einen erschütternden Text entwickelt, der unterschiedliche Perspektiven auf diese Tragödie eröffnet und insbesondere die Einwohner von Lampedusa eindringlich zu Wort kommen lässt (...).

Nähere Informationen finden Sie hier als PDF-Download:

Flyer A4

Plakat A3

Volantino A3

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Tagung: Work-Life-Balance - Arbeiten und gesund leben

27. - 28. November 2014 - Evangelische Akademie Bad Boll

Bei dauerhafter Belastung in Beruf und Privatleben kann niemand gesund bleiben. Wellness kann zwar vorübergehende Entspannung bringen: Was aber tun, wenn man anschließend wieder in den reißenden Fluß beruflicher Anforderungen zurückgerissen wird? Kann ich bei all den Anforderungen dauerhaft arbeiten? Welche Kraftquellen kann ich nutzen, und reichen diese aus, um das Hamsterrad zu überleben?

In dieser Tagung erfahren Arbeitnehmende sowie Arbeitgebende, wie chancenreich der Wunsch nach gesunder, zufriedenstellender und leistungsorientierter Arbeit ist.

Nähere Informationen zum Tagungsprogramm und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier: ->

 

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Fachtagung

Nachhaltige Integration statt prekäre Beschäftigung - für gute und sichere Arbeit in Baden-Württemberg

Datum: Montag, 24. November 2014, 09:30 Uhr - 16:30 Uhr

Ort: Kath. Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Stuttgart-Hohenheim

Veranstalter: Diakonie Württemberg, Caritas Baden-Württemberg, Der Paritätische - BW

Die Anmeldefrist der Tagung endet am 10.November.

Kosten: keine

"Das Landesprogramm "Gute und sichere Arbeit für Baden-Württemberg" und die Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds haben in den beiden zurückliegenden Jahren eine Vielzahl unterschiedlicher und innovativer Projekte zur nachhaltigen Integration langzeitarbeitsloser Menschen in den Arbeitsmarkt ermöglicht.

Anlässlich des erfolgreichen Abschlusses der ersten Förderperiode und als Ausblick auf die kommende Förderung aus dem Landesprogramm und dem Europäischen Sozialfonds wollen die Träger von DURANTE und NIL ihre Ergebnisse in den Kanon der arbeitsmarktpolitischen Instrumente einordnen und einen Blick auf die Anforderungen der nächsten Jahre werfen. Damit knüpfen die Veranstalter inhaltlich an die erste Fachtagung im Frühjahr 2014 an.

Mit Referenten aus Wissenschaft und Sozialverwaltung werden die Perspektiven für die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffenen Menschen in Baden-Württemberg erörtert und im Rahmen der Fachtagung werden Wege einer lösungsorientierten aktiven Arbeitsmarktpolitik diskutiert." (Aus der Ausschreibung)

Den Tagungsablauf finden Sie hier:

Anmeldeformular finden Sie hier:

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Tagung:

Tabuthema Konflikt - Chancen einer konstruktiven Konfliktbearbeitung in Unternehmen und Verwaltungen

Datum: 21. bis 22. November 2014

Ort: Haus der Kirche – Evangelische Akademie Baden, Dobler Str. 51, 76332 Bad Herrenalb

Kooperationspartner: Konflikthotline Baden-Württemberg e. V., Kirchlicher Dienst in der Arbeitwelt

gefördert vom Sozialministerium Baden-Württemberg

Aus der Ausschreibung:

„Wo Menschen miteinander schaffen, machen sie sich zu schaffen", so Schulz von Thun.

Wir kennen das alles aus unserem Arbeitsalltag: Konflikte sind an der Tagesordnung. Gleichzeitig werden sie häufig tabuisiert, mangelt es an dem Vermögen, einen konstruktiven Umgang mit Konflikten zu entwickeln.

Wenn Konflikte aber eskalieren und es zu immer härteren und unmenschlichen Formen der Auseinandersetzung kommt, dann leiden nicht nur die Beteiligten, sondern es entstehen auch beträchtliche Kosten. Welche Chancen in einer von Fairness und Respekt geprägten betrieblichen Konfliktkultur liegen, wird bei dieser Tagung thematisiert.

 

Hinweise zum Programm, den Referenten, zur Anmeldung und Anreise etc. finden Sie hier als PDF-Download:

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Veranstaltungshinweis:

Demografie als Kampfbegriff? Kontroversen in der Rentenpolitik

Datum: Donnerstag, 20. November 2014, 17-20 Uhr

Ort: Literaturhaus Stuttgart im Bosch Areal, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart

Veranstalter: Fritz-Erler-Forum Baden-Württemberg

Es diskutieren:

Prof. Gerhard Bäcker, Universität Duisburg, Lehrstuhl für Soziologie

Axel Kleinlein, Vorsitzender des Bundes der Versicherten e.V.

Dr. Martin Rosemann MdB, Rentenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion

Leni Breymaier, Landesbezirksleiterin ver.di Baden-Württemberg und

              Stellvertretende Landesvorsitzende der SPD

Andreas Schwarz, Direktor Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg

Moderation: Birgid Becker, Wirtschaftsredaktion Deutschlandfunk

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie Hinweise zur Anmeldung finden Sie hier:

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Vortrag:

Schöne neue Share Economy?

Überwindung des Kapitalismus oder neue Form der Ausbeutung?

 

Datum: Dienstag, den 18. November 2014, 12:00 bis 14:00 Uhr

Ort: Alte Kanzlei, Schillerplatz 5 A, 70173 Stuttgart

Veranstalter: Friedrich-Ebert-Stiftung Stuttgart

 

"Wenn alle teilen, gewinnen am Ende alle". Das ist der schöne Gedanke der Share-Economy. Inzwischen verstehen jedoch viele darunter Geschäftsmodelle, die gegen eine Gebühr Nachfrager und Anbieter von Dienstleistungen über digitale Plattformen oder Apps zusammenbringen. Da dies mit der ursprünglichen Idee des freien Teilens nichts zu tun hat, wird häufig alternativ der Begriff „Plattform-Kapitalismus" oder Ko-Konsum vorgeschlagen.

Fraglich ist also, ob es sich bei der vermeintlichen Share Economy tatsächlich um eine neue Form des Wirtschaftens handelt oder ob der Erfolg in Wahrheit auf der Externalisierung von Kosten durch Vermeidung von Steuern, Umgehung von Regulierungen und (Selbst-)Ausbeutung der Anbieter beruht.

Prof. Dr. Peter Wedde geht diesen Fragen in seinem Vortrag nach.

Alle weiteren Informationen sowie Hinweise zur Anmeldung finden Sie hier: ->

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Arbeitsplatzabbau

Der Mensch hat Vorrang vor dem Kapital

Worte der Solidarität

Im Rahmen einer Betriebsversammlung bei Thyssenkrupp Presta sprach Betriebsseelsorger Peter Maile von der Katholischen Betriebsseelsorge den Kolleginnen und Kollegen ermutigende Worte zu.

Datum: 18.11. 2014

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Betriebsräte, sehr geehrte Herren der Geschäftsleitung!

Mein Name ist Peter Maile, ich bin Ständiger Diakon und engagiere mich seit September 2012 als Betriebsseelsorger für die abhängig Beschäftigten bei Stuttgart 21. Derzeit sind dies die Mineure, die sich Meter für Meter durch den Berg bewegen. Soweit zur mir.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich bereits nach 10 Monaten wieder Kolleginnen und Kollegen, die von einer Betriebsschließung betroffen sind, begleite. Schon damals fand ich bei der Fa. Norgen die Argumente für die Betriebsschließung an den Haaren herbei gezogen und heute ist es nicht viel anders. Wenn ich an ThyssenKrupp denke, bei dessen Tochter Presta ihr angestellt seid, dann erinnere ich mich an eine Ausgabe der „Zeit“ aus dem Jahr 2012. Den Artikel habe ich mir aufbewahrt und zitiere daraus:

„Die versenkten Milliarden“ so lautete die Überschrift. „Ein Stahlwerk in Brasilien sollte für ThyssenKrupp der ganz große Coup werden. Stattdessen wurde es das größte Desaster dieser deutschen Traditionsfirma. Eine Geschichte von Größenwahn, Missmanagement und Umweltverschmutzung. Von Marian Blasberg und Martin Kotynek“.

Soweit will ich nicht gehen, aber ich werde den Verdacht nicht los, dass die Entscheidung am grünen Tisch ausgedacht und die Schließung des Standort Esslingen schon vor Längerem eingetütet wurde. Und ein wirtschaftlicher Grund ist für mich nicht erkennbar. Der Standort Esslingen verfügt über sehr gute Infrastruktur. Ich denke an die Hochschule in Esslingen und die Kunden, und diese Unternehmen sind wahrlich keine kleinen Klitschen, die ihr vor der Haustür habt. Ihr habt ihr mit viel Know-how eine Kaderschmiede mit sehr umfangreichem Ingenieurwissen. Diese Schätze wollen Sie, werte Herren der Presta-Geschäftsleitung, nun opfern? Klar, in Liechtenstein lässt es sich besser schalten und walten. Die Steuern fallen geringer aus und die Arbeitnehmer haben weniger Rechte z. B. die Mitbestimmungsrechte.

Gerne würde ich Sie, werte Manager, fragen, ob auch Sie eine Verschlechterung Ihrer Bezüge in Kauf nehmen? Würden Sie sich auf eine Arbeitsplatzgarantie von 12 Monaten einlassen und beim Gehalt Ihrer Mitarbeiter eine Wohnung in der Schweiz mieten, um dann nach dem Jahr vor die Tür gesetzt werden?

In Ihrem Konzernleitbild gibt es Sätze wie z. B. „ die Entwicklung der Mitarbeiter ist uns besonders wichtig und ebenso Offenheit und gegenseitige Wertschätzung. Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit sind uns sehr wichtig, gepaart mit der Aussage: für die Gesellschaft übernehmen wir Verantwortung“. Wenn ich die Sätze aus dem Konzernleitbild neben Ihr Vorhaben lege, da kann ich nur sagen: Meine Herren der Geschäftsleitung, haben Sie doch den Mut, schreiben Sie Ihr Leitbild um und sagen Sie: Der Gewinn und die Dividende sind uns wichtiger als der Mensch. Als Außenstehender kann ich nur sagen: Da würde ich mir als Mitarbeiter auf den Schlips getreten fühlen.

Um es im Bild Ihrer Produkte, sei es die mechanische oder elektronische Lenkung, auszudrücken: Der Regelkreis ist gestört und die Lenkung läuft nicht rund. Mit anderen Worten, die Karre wird bewusst an die Wand gefahren. Die langjährige Erfahrung und die Kompetenz sowie das Know-how der Ingenieure hier am Standort sind nicht mehr gefragt.

Abschließend kann ich nur sagen: jedes Unternehmen, auch Sie, werte Vertreter der Fa. Presta, können sich Ihrer Pflicht für das Gemeinwohl nicht entziehen, vorausgesetzt Sie haben ein Gewissen. Sie können all jene Werte, Leitbilder und jahrelangen Erfahrungen eines sehr gut funktionierenden Lenkungssystems nicht einfach so über Bord werfen und sagen: Jetzt wird der Laden hier dicht gemacht, nur weil die Anreize in Liechtenstein so verlockend sind. Tun Sie das, dann liegt ein Vergleich mit dem obengenannten Zeitartikel doch nahe.

Ich kann Sie nur ermutigen, das Gespräch mit den Mitarbeitern zu suchen und die Entscheidung zurückzunehmen. Fehler gehören dazu. Nur ist bedauerlich, wenn Einem der Mut fehlt, diese einzugestehen. Und eines möchte ich nicht unerwähnt lassen: Auch Sie als Manager sie sitzen eigentlich im gleichen Boot der Gattung „Mensch“. Auch Sie werden für Ihr Tun eines Tages zur Rechenschaft gezogen werden

Liebe Kolleginnen und Kollegen, euch gilt meine Solidarität und uneingeschränkte Unterstützung und Begleitung. Ihr seid für mich nicht abgeschrieben, ihr habt einen Mehrwert! Lasst uns solidarisch und gemeinsam für den Erhalt der Arbeitsplätze kämpfen!

Eurer Betriebsseelsorger Peter Maile

18.11. 2014, Betriebsversammlung in Altbach

 





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Podiumsdiskussion:

Abschluss mit Anschluss - Reformperspektiven für die berufliche Bildung in Baden-Württemberg

Datum: Montag, 17. November 2014, 12:00 Uhr - 14:00 Uhr

Ort: Haus der Architekten, Danneckerstr. 53, 70182 Stuttgart

Veranstalter: Fritz-Erler-Forum Baden-Württemberg

Das deutsche Modell der dualen Ausbildung erfreut sich auch international großer Beliebtheit, denn im Unterschied zu vielen europäischen Ländern ist das Niveau der Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland gering. Dabei wird auf die einfachen Übergänge von Jugendlichen aus der betrieblichen Ausbildung in eine Beschäftigung verwiesen.

Doch selbst unter günstigen wirtschaftlichen Vorzeichen finden etwa ein Drittel der Ausbildungsplatz suchenden Jugendlichen keinen regulären betrieblichen Ausbildungsplatz. Sie münden in eine der vielen arbeitsmarkt- und bildungspolitischen Maßnahmen ein. Einigen von ihnen gelingt es nach einigen Jahren doch noch, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Dennoch besteht die Gefahr der dauerhaften Exklusion einer besonders gefährdeten Risikogruppe von geringqualifizierten Jugendlichen, die bereits am Übergang von der allgemein bildenden Schule in die Ausbildung aussortiert wird.

Wir möchten einen kritischen Blick auf die Situation werfen, aktuelle Reformen vorstellen und Handlungsmöglichkeiten diskutieren. Hinweise zum Ablauf der Veranstaltung sowie Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier: pdf-Download

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Was macht Europa?

Begegnungstagung KIRCHE UND GEWERKSCHAFT

Freitag/Samstag, 07. und 08. November 2014

Hotel-Restaurant »Höhenblick«,  73347 Mühlhausen im Täle

Veranstalter (u.a.): Deutscher Gewerkschaftsbund , Kreisverband Esslingen-Göppingen, keb Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Esslingen e.V.

 

"WAS MACHT EUROPA?

Nach der Europawahl stellt sich mehr denn je die Frage: WAS MACHT EUROPA?

Europa ist ein komplexes Gebilde mit einer eigenen Geschichte. Wenn wir an die Europäische Union denken, fallen uns oftmals nur Bürokratie und unübersichtliche Institutionen ein. Doch wer handelt in Europa? Wo ist die Macht? Was machen Parlament, Kommission und Rat?

Intensiv werden wir uns mit den Entscheidungsprozessen und Gestaltungsmöglichkeiten in den europäischen Gremien beschäftigen.

Ein zweiter Schwerpunkt wird die Frage nach den europäischen Sozialstandards sein.

Wie ist es mit ArbeitnehmerInnen aus dem Ausland, die auf dem Bau, in der Industrie, in der Pflege arbeiten?

Wir wollen überlegen, wie es uns gelingen kann, für gerechte Arbeitsverhältnisse zu sorgen." (Aus dem Ausschreibungstext)

Hier finden Sie weitere Informationen sowie Hinweise zur verbindlichen Anmeldung: 

Download Programm: -> 

Download Antwortkarte: ->

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Oktober 2014


 

"So kannten wir Kirche bisher nicht“

Positives Feedback für den Einsatz der Betriebsseelsorge beim Bahnprojekt Stuttgart 21 -

 

Bischof Gebhard Fürst besucht Fildertunnel

 

Stuttgart. 30. Oktober 2014: Dass Kirche tatsächlich glaubwürdig ist, wenn sie die Sorgen und Nöte der Menschen vor Ort wahrnimmt, das hat Bischof Gebhard Fürst beim Besuch der Arbeiter am Fildertunnel im Bahnprojekt „Stuttgart 21“ erfahren.

Diese bezeichneten den Einsatz der katholischen Betriebsseelsorge am Donnerstagmittag (30.10.) als „eine Kirche, die wir bisher nicht kannten“.

"Das Bild von Kirche hat sich unter uns Mineuren (Facharbeiter für den Tunnelbau) komplett gewandelt", sagte Schichtleiter Christian Heider (52) aus Österreich. Mit dem Diakon und Betriebsseelsorger Peter Maile hätten sie einen Menschen an ihrer Seite, mit dem man über alles reden könne, der Vermittler zwischen allen Fronten sei und der so manches Mal Mut mache und tröste. „Dass die Kirche jemanden zu uns schickt, das haben wir noch auf keiner Baustelle der Welt erlebt“, sagte Heider.

Bischof Gebhard Fürst zeigte sich dankbar für die Arbeit der Betriebsseelsorge: „Die Betriebsseelsorger sind das Ohr des Bischofs unter den Arbeitern. Durch sie erfahre ich Vieles, was ich sonst nie erfahren würde“. Das Konzept der „aufsuchenden Pastoral“ selektiere nicht zwischen Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern der Kirche. „Kirche ist für alle Menschen da, die uns bedürfen“, sagte Gebhard Fürst.

Im Rahmen seines jährlichen Besuches in einem der von den insgesamt neun diözesanen Betriebsseelsorgern begleiteten Firmen und Betrieben hat Bischof Gebhard Fürst in diesem Jahr die Baustelle „Fildertunnel“ des Bahnprojekts „Stuttgart 21“ besucht.

Diakon Peter Maile (53) ist seit November 2012 als Betriebsseelsorger für die Begleitung der Ingenieure und Arbeiter auf den Baustellen des Projekts „Stuttgart 21“ zuständig. Träger dieser deutschlandweit einmaligen Stelle sind die Diözese Rottenburg-Stuttgart, das Stadtdekanat Stuttgart sowie das Dekanat Esslingen-Nürtingen. (Text: Pressestelle Diözese Rottenburg-Stuttgart)

Fotohinweis: Foto: Pressestelle Diözese Rottenburg-Stuttgart

Bild: Bischof Fürst im Gespräch mit Mineuren auf der Baustelle „Fildertunnel“

Link auf die Homepage der Diözese Rottenburg-Stuttgart zum Video des Bischofsbesuches:

 http://www.drs.de/mediathek-detail/kirche-vor-ort.html

Linkhinweis auf die Homepage der Betriebsseelsorge S 21:

wirhelfenweiters21.wordpress.com

 

 

 



Bischof Fürst im Gespräch mit Mineuren auf der Baustelle "Fildertunnel". (2.v.l.: Christian Heider; 2.v.r.: Bischof Gebhard Fürst; rechts: Betriebsseelsorger Peter Maile






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Bundesweite Petition "Schluss mit dem Hartz-IV-Sonderrecht"

Der Bezirkserwerbslosenausschuss des ver.di-Bezirks Mittelfranken startet eine bundesweite Petition, die das Ziel hat, systematische Diskriminierung von Leistungen der Grundsicherung für Erwerbstätige („Hartz IV") zu beenden.

Durch die Gesetzgebung und ihre Weiterentwicklung seit 2005 wurden vielfältige verschärfende Sonderregelungen speziell für Hartz-IV-Empfänger geschaffen, die die Grundrechte über Gebühr einschränken und weder mit dem Sozialstaatsgebot, noch mit dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes in Einklang zu bringen sind. Bereits jetzt sind auch weitere neue Verschärfungen in 2015 absehbar.

Die Petition ist online!

 https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2014/_08/_19/Petition_54191.html

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Keiner geht allein zum Amt

Schulung für ehrenamtliche Beistände der Arbeitslosentreffs/-zentren in Baden-Württemberg

Datum: 29. bis 31.10.2014

Ort: Haus der Kirche Bad Herrenalb

Veranstalter: Betriebsseelsorge, KDA und andere Organisationen

Bei der angebotenen Schulung für Beistände wird über die Aufgaben und Rolle von Beiständen informiert. Es werden grundlegende Kenntnisse über häufig auftretende Themen und ihre rechtliche Einordnung vermittelt. Praktische Übungen vertiefen das Gelernte und geben Sicherheit. Die kollegiale Unterstützung und der gegenseitige Erfahrungsaustausch sind fester Bestandteil des Schulungskonzepts.

Nähere Informationen zum Ablauf und zur Anmeldung finden Sie hier: ->

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Stellenausschreibung

Konflikthotline Baden-Württemberg

Bei der landesweiten Konflikthotline Baden-Württemberg e.V. (Träger sind die DRV Baden-Württemberg, Gewerkschaften, Kirchen, Kranken- und Unfallkassen sowie das Sozialministerium Baden-Württemberg) ist

zum 01.03.2015 eine Stelle als wissenschaftliche und organisatorische Leitung der Konflikthotline Baden- Württemberg e.V. (m/w) in Vollzeit (100%) zu besetzen.

Bitte richten Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung bis spätestens 30.10.2014 an folgende Adresse:

RehaZentren der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg gGmbH, Frau Dr. Schaal, Geschäftführerin, Wilhelmsplatz 11, 70182 Stuttgart.

Die Ausschreibung mit Beschreibung der Voraussetzungen und des Aufgabenprofils finden Sie hier:

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Veranstaltung:

„2. Sozialpolitischer Ratschlag Baden-Württemberg"

Erster Armuts- und Reichtumsbericht Baden-Württemberg 2015 - Was wollen wir und was wollen wir nicht?

Datum: 25.10.2014, 10.00 – 17.00 Uhr

Ort: 78628 Rottweil, Kutscherhaus/Mehrgenerationenhaus Kapuziner, Neutorstrasse 4- 6

Im Mittelpunkt des 2. Sozialpolitischen Ratschlags steht der im nächsten Jahr seitens der Landesregierung einzubringende Armuts- und Reichtumsbericht für das Landesparlament in Stuttgart.

Inhaltlich werden die Konsequenzen des Berichts

- Bereiche Hochschulen, Berufsprofession (Frau Prof. Teubert)

- Lebenslagen von Betroffenen/Berufssituationen Sozialer Artbeit/ Situation Hilfeanbieter-Verbände (Beteiligte    aus Verbänden/ Fachexperte/Betroffene aus der lak-bw) in Form von Debatte und Arbeitsgruppen

- Erwartungen von engagierten Sozialpolitikern aus den Regierungsfraktionen Grüne/SPD des Landtageszum Thema gemacht. Es geht ums Zuhören, ums Diskutieren und um eine Bündelung von Positionen, die wir noch in den in der Fertigstellung befindlichen Bericht einbringen wollen.

Die Veranstaltung ist öffentlich; Ein Fahrgeldzuschuss ist möglich. Die Kosten des Treffens werden durch das Sozialministerium Baden-Württemberg bezuschusst.

Nähere Informationen finden Sie hier: PDF-Download ->

Linkhinweis:  www.landesarmutskonferenz-bw.de

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Dezember 2014


Bündnis Bildungszeit fordert Nachbesserungen am Gesetzentwurf

Stuttgart, 29.12.2014

"Das vom DGB Baden-Württemberg ins Leben gerufene Bündnis Bildungszeit aus 15 Verbänden und Dachorganisationen begrüßt den laufenden Gesetzgebungsprozess zum Bildungszeitgesetz.

Das Bündnis fordert aber in drei Bereichen deutliche Nachbesserungen an dem Gesetzentwurf. Zentrale Forderungen des Bündnisses sind die Verankerung der allgemeinen Bildung im Anwendungsbereich des Gesetzes, die gleichberechtigte Einbeziehung aller Beschäftigten im Land sowie transparente Regelungen bei der Anrechnung bereits bestehender Freistellungsansprüche zu Bildungszwecken."

Dem Bündnis gehören neben den acht DGB-Gewerkschaften auch Sozial- und Umweltverbände sowie kirchliche Einrichtungen an, u.a. die Katholische Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Hier finden Sie die Pressemitteilung als PDF-Download:

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Fachkonferenz zum Thema Entsendung:

Richtlinie zur Durchsetzung der Richtlinie 96/71/EG über die Entsendung von Arbeitnehmern: Aktuelles und zukünftige Veränderungen?

Datum: 19. Dezember 2014

Salle Pasteur - Palais universitaire

Place de l'Université , Strasbourg

Übersetzungen in französisch, deutsch und englisch

Nähere Informationen finden Sie hier als PDF-Download:=>

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Veranstaltung: zum geplanten Freihandelsabkommen EU-USA - TTIP

Für Gemeinwohl - Für Demokratie - Für Transparenz … und die Wahrheit über das Freihandelsabkommen

Referent: Sven Giegold, MdEP

Datum: Mittwoch, 17.12.2014, 20.00 Uhr

Ort: Rettungszentrum Aalen, Bischof-Fischer Str. 121, Aalen

Veranstalter: Bündnis Ostalb gegen TTIP - www.ostalb-gegen-ttip.org

Ansprechpartner: Dr. Rolf Siedler, Betriebsseelsorger

Sven Giegold, Europaabgeordneter aus NRW, ist Sprecher der deutschen Grünen im Europaparlament und Sprecher seiner Fraktion für Wirtschafts- und Finanzpolitik. Seit über 20 Jahren ist der Wirtschaftswissenschaftler in der Umweltbewegung, bei Attac und in der Evangelischen Kirche aktiv.

Hier der Veranstaltungsflyer als PDF-Download:

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November 2014

  



Engagement gegen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen

Deutsche Kommission Justitia et Pax - Köln/Bonn

Am 5. November 2014 fand eine Sitzung des Gesprächskreises der Gewerkschaften und Justitia et Pax statt. Prälat Peter Kossen aus Vechta stellte die skandalösen Arbeitsverhältnisse von Wanderarbeitern in der Fleisch verarbeitenden Industrie vor. Der Leiter des DGB Projektes „Faire Mobilität“, Dominique John und Wolfgang Herrmann (Betriebsseelsorge Diözese Rottenburg-Stuttgart) aus der Bundeskommission der Betriebsseelsorger beschrieben die Zusammenarbeit von Kirche und Gewerkschaften insbesondere für die problematische Situation vieler Wanderarbeiter etwa auf Großbaustellen und in anderen Wirtschaftsbereichen.

Hier geht es zum Download der Ausgabe 27 des Magazins "Deutsche Kommission Justitia et Pax ... in Kürze" : ->

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Veranstaltungshinweis:

Lampedusa, 3. Oktober 2013

Ort: Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7, Stuttgart

Datum: 28.11.2014, 19.30 Uhr

Veranstalter: Italienisches Kulturinstitut, ACLI-Verband Baden-Württemberg, in Zusammenarbeit mit u.a.  der Katholische Betriebsseelsorge und der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Aus der Ausschreibung:

"Lampedusa, 03. Oktober 2013. Vor der italienischen Küste versinkt vor Lampedusa, einer Insel zwischen Sizilien und Afrika, am 3. Oktober 2013 ein mit 545 Flüchtlingen völlig überladener Kutter, 366 Menschen ertrinken (...)

Was geschah an jenem Morgen? Was erlebten die Flüchtlinge? Wie reagierten die Bewohner, Touristen und Behörden? Antonio Umberto Ricco hat aus Zeugenaussagen und dokumentarischem Material einen erschütternden Text entwickelt, der unterschiedliche Perspektiven auf diese Tragödie eröffnet und insbesondere die Einwohner von Lampedusa eindringlich zu Wort kommen lässt (...).

Nähere Informationen finden Sie hier als PDF-Download:

Flyer A4

Plakat A3

Volantino A3

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Tagung: Work-Life-Balance - Arbeiten und gesund leben

27. - 28. November 2014 - Evangelische Akademie Bad Boll

Bei dauerhafter Belastung in Beruf und Privatleben kann niemand gesund bleiben. Wellness kann zwar vorübergehende Entspannung bringen: Was aber tun, wenn man anschließend wieder in den reißenden Fluß beruflicher Anforderungen zurückgerissen wird? Kann ich bei all den Anforderungen dauerhaft arbeiten? Welche Kraftquellen kann ich nutzen, und reichen diese aus, um das Hamsterrad zu überleben?

In dieser Tagung erfahren Arbeitnehmende sowie Arbeitgebende, wie chancenreich der Wunsch nach gesunder, zufriedenstellender und leistungsorientierter Arbeit ist.

Nähere Informationen zum Tagungsprogramm und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier: ->

 

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Fachtagung

Nachhaltige Integration statt prekäre Beschäftigung - für gute und sichere Arbeit in Baden-Württemberg

Datum: Montag, 24. November 2014, 09:30 Uhr - 16:30 Uhr

Ort: Kath. Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Stuttgart-Hohenheim

Veranstalter: Diakonie Württemberg, Caritas Baden-Württemberg, Der Paritätische - BW

Die Anmeldefrist der Tagung endet am 10.November.

Kosten: keine

"Das Landesprogramm "Gute und sichere Arbeit für Baden-Württemberg" und die Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds haben in den beiden zurückliegenden Jahren eine Vielzahl unterschiedlicher und innovativer Projekte zur nachhaltigen Integration langzeitarbeitsloser Menschen in den Arbeitsmarkt ermöglicht.

Anlässlich des erfolgreichen Abschlusses der ersten Förderperiode und als Ausblick auf die kommende Förderung aus dem Landesprogramm und dem Europäischen Sozialfonds wollen die Träger von DURANTE und NIL ihre Ergebnisse in den Kanon der arbeitsmarktpolitischen Instrumente einordnen und einen Blick auf die Anforderungen der nächsten Jahre werfen. Damit knüpfen die Veranstalter inhaltlich an die erste Fachtagung im Frühjahr 2014 an.

Mit Referenten aus Wissenschaft und Sozialverwaltung werden die Perspektiven für die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffenen Menschen in Baden-Württemberg erörtert und im Rahmen der Fachtagung werden Wege einer lösungsorientierten aktiven Arbeitsmarktpolitik diskutiert." (Aus der Ausschreibung)

Den Tagungsablauf finden Sie hier:

Anmeldeformular finden Sie hier:

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Tagung:

Tabuthema Konflikt - Chancen einer konstruktiven Konfliktbearbeitung in Unternehmen und Verwaltungen

Datum: 21. bis 22. November 2014

Ort: Haus der Kirche – Evangelische Akademie Baden, Dobler Str. 51, 76332 Bad Herrenalb

Kooperationspartner: Konflikthotline Baden-Württemberg e. V., Kirchlicher Dienst in der Arbeitwelt

gefördert vom Sozialministerium Baden-Württemberg

Aus der Ausschreibung:

„Wo Menschen miteinander schaffen, machen sie sich zu schaffen", so Schulz von Thun.

Wir kennen das alles aus unserem Arbeitsalltag: Konflikte sind an der Tagesordnung. Gleichzeitig werden sie häufig tabuisiert, mangelt es an dem Vermögen, einen konstruktiven Umgang mit Konflikten zu entwickeln.

Wenn Konflikte aber eskalieren und es zu immer härteren und unmenschlichen Formen der Auseinandersetzung kommt, dann leiden nicht nur die Beteiligten, sondern es entstehen auch beträchtliche Kosten. Welche Chancen in einer von Fairness und Respekt geprägten betrieblichen Konfliktkultur liegen, wird bei dieser Tagung thematisiert.

 

Hinweise zum Programm, den Referenten, zur Anmeldung und Anreise etc. finden Sie hier als PDF-Download:

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Veranstaltungshinweis:

Demografie als Kampfbegriff? Kontroversen in der Rentenpolitik

Datum: Donnerstag, 20. November 2014, 17-20 Uhr

Ort: Literaturhaus Stuttgart im Bosch Areal, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart

Veranstalter: Fritz-Erler-Forum Baden-Württemberg

Es diskutieren:

Prof. Gerhard Bäcker, Universität Duisburg, Lehrstuhl für Soziologie

Axel Kleinlein, Vorsitzender des Bundes der Versicherten e.V.

Dr. Martin Rosemann MdB, Rentenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion

Leni Breymaier, Landesbezirksleiterin ver.di Baden-Württemberg und

              Stellvertretende Landesvorsitzende der SPD

Andreas Schwarz, Direktor Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg

Moderation: Birgid Becker, Wirtschaftsredaktion Deutschlandfunk

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie Hinweise zur Anmeldung finden Sie hier:

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Vortrag:

Schöne neue Share Economy?

Überwindung des Kapitalismus oder neue Form der Ausbeutung?

 

Datum: Dienstag, den 18. November 2014, 12:00 bis 14:00 Uhr

Ort: Alte Kanzlei, Schillerplatz 5 A, 70173 Stuttgart

Veranstalter: Friedrich-Ebert-Stiftung Stuttgart

 

"Wenn alle teilen, gewinnen am Ende alle". Das ist der schöne Gedanke der Share-Economy. Inzwischen verstehen jedoch viele darunter Geschäftsmodelle, die gegen eine Gebühr Nachfrager und Anbieter von Dienstleistungen über digitale Plattformen oder Apps zusammenbringen. Da dies mit der ursprünglichen Idee des freien Teilens nichts zu tun hat, wird häufig alternativ der Begriff „Plattform-Kapitalismus" oder Ko-Konsum vorgeschlagen.

Fraglich ist also, ob es sich bei der vermeintlichen Share Economy tatsächlich um eine neue Form des Wirtschaftens handelt oder ob der Erfolg in Wahrheit auf der Externalisierung von Kosten durch Vermeidung von Steuern, Umgehung von Regulierungen und (Selbst-)Ausbeutung der Anbieter beruht.

Prof. Dr. Peter Wedde geht diesen Fragen in seinem Vortrag nach.

Alle weiteren Informationen sowie Hinweise zur Anmeldung finden Sie hier: ->

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Arbeitsplatzabbau

Der Mensch hat Vorrang vor dem Kapital

Worte der Solidarität

Im Rahmen einer Betriebsversammlung bei Thyssenkrupp Presta sprach Betriebsseelsorger Peter Maile von der Katholischen Betriebsseelsorge den Kolleginnen und Kollegen ermutigende Worte zu.

Datum: 18.11. 2014

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Betriebsräte, sehr geehrte Herren der Geschäftsleitung!

Mein Name ist Peter Maile, ich bin Ständiger Diakon und engagiere mich seit September 2012 als Betriebsseelsorger für die abhängig Beschäftigten bei Stuttgart 21. Derzeit sind dies die Mineure, die sich Meter für Meter durch den Berg bewegen. Soweit zur mir.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich bereits nach 10 Monaten wieder Kolleginnen und Kollegen, die von einer Betriebsschließung betroffen sind, begleite. Schon damals fand ich bei der Fa. Norgen die Argumente für die Betriebsschließung an den Haaren herbei gezogen und heute ist es nicht viel anders. Wenn ich an ThyssenKrupp denke, bei dessen Tochter Presta ihr angestellt seid, dann erinnere ich mich an eine Ausgabe der „Zeit“ aus dem Jahr 2012. Den Artikel habe ich mir aufbewahrt und zitiere daraus:

„Die versenkten Milliarden“ so lautete die Überschrift. „Ein Stahlwerk in Brasilien sollte für ThyssenKrupp der ganz große Coup werden. Stattdessen wurde es das größte Desaster dieser deutschen Traditionsfirma. Eine Geschichte von Größenwahn, Missmanagement und Umweltverschmutzung. Von Marian Blasberg und Martin Kotynek“.

Soweit will ich nicht gehen, aber ich werde den Verdacht nicht los, dass die Entscheidung am grünen Tisch ausgedacht und die Schließung des Standort Esslingen schon vor Längerem eingetütet wurde. Und ein wirtschaftlicher Grund ist für mich nicht erkennbar. Der Standort Esslingen verfügt über sehr gute Infrastruktur. Ich denke an die Hochschule in Esslingen und die Kunden, und diese Unternehmen sind wahrlich keine kleinen Klitschen, die ihr vor der Haustür habt. Ihr habt ihr mit viel Know-how eine Kaderschmiede mit sehr umfangreichem Ingenieurwissen. Diese Schätze wollen Sie, werte Herren der Presta-Geschäftsleitung, nun opfern? Klar, in Liechtenstein lässt es sich besser schalten und walten. Die Steuern fallen geringer aus und die Arbeitnehmer haben weniger Rechte z. B. die Mitbestimmungsrechte.

Gerne würde ich Sie, werte Manager, fragen, ob auch Sie eine Verschlechterung Ihrer Bezüge in Kauf nehmen? Würden Sie sich auf eine Arbeitsplatzgarantie von 12 Monaten einlassen und beim Gehalt Ihrer Mitarbeiter eine Wohnung in der Schweiz mieten, um dann nach dem Jahr vor die Tür gesetzt werden?

In Ihrem Konzernleitbild gibt es Sätze wie z. B. „ die Entwicklung der Mitarbeiter ist uns besonders wichtig und ebenso Offenheit und gegenseitige Wertschätzung. Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit sind uns sehr wichtig, gepaart mit der Aussage: für die Gesellschaft übernehmen wir Verantwortung“. Wenn ich die Sätze aus dem Konzernleitbild neben Ihr Vorhaben lege, da kann ich nur sagen: Meine Herren der Geschäftsleitung, haben Sie doch den Mut, schreiben Sie Ihr Leitbild um und sagen Sie: Der Gewinn und die Dividende sind uns wichtiger als der Mensch. Als Außenstehender kann ich nur sagen: Da würde ich mir als Mitarbeiter auf den Schlips getreten fühlen.

Um es im Bild Ihrer Produkte, sei es die mechanische oder elektronische Lenkung, auszudrücken: Der Regelkreis ist gestört und die Lenkung läuft nicht rund. Mit anderen Worten, die Karre wird bewusst an die Wand gefahren. Die langjährige Erfahrung und die Kompetenz sowie das Know-how der Ingenieure hier am Standort sind nicht mehr gefragt.

Abschließend kann ich nur sagen: jedes Unternehmen, auch Sie, werte Vertreter der Fa. Presta, können sich Ihrer Pflicht für das Gemeinwohl nicht entziehen, vorausgesetzt Sie haben ein Gewissen. Sie können all jene Werte, Leitbilder und jahrelangen Erfahrungen eines sehr gut funktionierenden Lenkungssystems nicht einfach so über Bord werfen und sagen: Jetzt wird der Laden hier dicht gemacht, nur weil die Anreize in Liechtenstein so verlockend sind. Tun Sie das, dann liegt ein Vergleich mit dem obengenannten Zeitartikel doch nahe.

Ich kann Sie nur ermutigen, das Gespräch mit den Mitarbeitern zu suchen und die Entscheidung zurückzunehmen. Fehler gehören dazu. Nur ist bedauerlich, wenn Einem der Mut fehlt, diese einzugestehen. Und eines möchte ich nicht unerwähnt lassen: Auch Sie als Manager sie sitzen eigentlich im gleichen Boot der Gattung „Mensch“. Auch Sie werden für Ihr Tun eines Tages zur Rechenschaft gezogen werden

Liebe Kolleginnen und Kollegen, euch gilt meine Solidarität und uneingeschränkte Unterstützung und Begleitung. Ihr seid für mich nicht abgeschrieben, ihr habt einen Mehrwert! Lasst uns solidarisch und gemeinsam für den Erhalt der Arbeitsplätze kämpfen!

Eurer Betriebsseelsorger Peter Maile

18.11. 2014, Betriebsversammlung in Altbach

 





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Podiumsdiskussion:

Abschluss mit Anschluss - Reformperspektiven für die berufliche Bildung in Baden-Württemberg

Datum: Montag, 17. November 2014, 12:00 Uhr - 14:00 Uhr

Ort: Haus der Architekten, Danneckerstr. 53, 70182 Stuttgart

Veranstalter: Fritz-Erler-Forum Baden-Württemberg

Das deutsche Modell der dualen Ausbildung erfreut sich auch international großer Beliebtheit, denn im Unterschied zu vielen europäischen Ländern ist das Niveau der Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland gering. Dabei wird auf die einfachen Übergänge von Jugendlichen aus der betrieblichen Ausbildung in eine Beschäftigung verwiesen.

Doch selbst unter günstigen wirtschaftlichen Vorzeichen finden etwa ein Drittel der Ausbildungsplatz suchenden Jugendlichen keinen regulären betrieblichen Ausbildungsplatz. Sie münden in eine der vielen arbeitsmarkt- und bildungspolitischen Maßnahmen ein. Einigen von ihnen gelingt es nach einigen Jahren doch noch, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Dennoch besteht die Gefahr der dauerhaften Exklusion einer besonders gefährdeten Risikogruppe von geringqualifizierten Jugendlichen, die bereits am Übergang von der allgemein bildenden Schule in die Ausbildung aussortiert wird.

Wir möchten einen kritischen Blick auf die Situation werfen, aktuelle Reformen vorstellen und Handlungsmöglichkeiten diskutieren. Hinweise zum Ablauf der Veranstaltung sowie Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier: pdf-Download

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Was macht Europa?

Begegnungstagung KIRCHE UND GEWERKSCHAFT

Freitag/Samstag, 07. und 08. November 2014

Hotel-Restaurant »Höhenblick«,  73347 Mühlhausen im Täle

Veranstalter (u.a.): Deutscher Gewerkschaftsbund , Kreisverband Esslingen-Göppingen, keb Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Esslingen e.V.

 

"WAS MACHT EUROPA?

Nach der Europawahl stellt sich mehr denn je die Frage: WAS MACHT EUROPA?

Europa ist ein komplexes Gebilde mit einer eigenen Geschichte. Wenn wir an die Europäische Union denken, fallen uns oftmals nur Bürokratie und unübersichtliche Institutionen ein. Doch wer handelt in Europa? Wo ist die Macht? Was machen Parlament, Kommission und Rat?

Intensiv werden wir uns mit den Entscheidungsprozessen und Gestaltungsmöglichkeiten in den europäischen Gremien beschäftigen.

Ein zweiter Schwerpunkt wird die Frage nach den europäischen Sozialstandards sein.

Wie ist es mit ArbeitnehmerInnen aus dem Ausland, die auf dem Bau, in der Industrie, in der Pflege arbeiten?

Wir wollen überlegen, wie es uns gelingen kann, für gerechte Arbeitsverhältnisse zu sorgen." (Aus dem Ausschreibungstext)

Hier finden Sie weitere Informationen sowie Hinweise zur verbindlichen Anmeldung: 

Download Programm: -> 

Download Antwortkarte: ->

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Oktober 2014


 

"So kannten wir Kirche bisher nicht“

Positives Feedback für den Einsatz der Betriebsseelsorge beim Bahnprojekt Stuttgart 21 -

 

Bischof Gebhard Fürst besucht Fildertunnel

 

Stuttgart. 30. Oktober 2014: Dass Kirche tatsächlich glaubwürdig ist, wenn sie die Sorgen und Nöte der Menschen vor Ort wahrnimmt, das hat Bischof Gebhard Fürst beim Besuch der Arbeiter am Fildertunnel im Bahnprojekt „Stuttgart 21“ erfahren.

Diese bezeichneten den Einsatz der katholischen Betriebsseelsorge am Donnerstagmittag (30.10.) als „eine Kirche, die wir bisher nicht kannten“.

"Das Bild von Kirche hat sich unter uns Mineuren (Facharbeiter für den Tunnelbau) komplett gewandelt", sagte Schichtleiter Christian Heider (52) aus Österreich. Mit dem Diakon und Betriebsseelsorger Peter Maile hätten sie einen Menschen an ihrer Seite, mit dem man über alles reden könne, der Vermittler zwischen allen Fronten sei und der so manches Mal Mut mache und tröste. „Dass die Kirche jemanden zu uns schickt, das haben wir noch auf keiner Baustelle der Welt erlebt“, sagte Heider.

Bischof Gebhard Fürst zeigte sich dankbar für die Arbeit der Betriebsseelsorge: „Die Betriebsseelsorger sind das Ohr des Bischofs unter den Arbeitern. Durch sie erfahre ich Vieles, was ich sonst nie erfahren würde“. Das Konzept der „aufsuchenden Pastoral“ selektiere nicht zwischen Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern der Kirche. „Kirche ist für alle Menschen da, die uns bedürfen“, sagte Gebhard Fürst.

Im Rahmen seines jährlichen Besuches in einem der von den insgesamt neun diözesanen Betriebsseelsorgern begleiteten Firmen und Betrieben hat Bischof Gebhard Fürst in diesem Jahr die Baustelle „Fildertunnel“ des Bahnprojekts „Stuttgart 21“ besucht.

Diakon Peter Maile (53) ist seit November 2012 als Betriebsseelsorger für die Begleitung der Ingenieure und Arbeiter auf den Baustellen des Projekts „Stuttgart 21“ zuständig. Träger dieser deutschlandweit einmaligen Stelle sind die Diözese Rottenburg-Stuttgart, das Stadtdekanat Stuttgart sowie das Dekanat Esslingen-Nürtingen. (Text: Pressestelle Diözese Rottenburg-Stuttgart)

Fotohinweis: Foto: Pressestelle Diözese Rottenburg-Stuttgart

Bild: Bischof Fürst im Gespräch mit Mineuren auf der Baustelle „Fildertunnel“

Link auf die Homepage der Diözese Rottenburg-Stuttgart zum Video des Bischofsbesuches:

 http://www.drs.de/mediathek-detail/kirche-vor-ort.html

Linkhinweis auf die Homepage der Betriebsseelsorge S 21:

wirhelfenweiters21.wordpress.com

 

 

 



Bischof Fürst im Gespräch mit Mineuren auf der Baustelle "Fildertunnel". (2.v.l.: Christian Heider; 2.v.r.: Bischof Gebhard Fürst; rechts: Betriebsseelsorger Peter Maile






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Bundesweite Petition "Schluss mit dem Hartz-IV-Sonderrecht"

Der Bezirkserwerbslosenausschuss des ver.di-Bezirks Mittelfranken startet eine bundesweite Petition, die das Ziel hat, systematische Diskriminierung von Leistungen der Grundsicherung für Erwerbstätige („Hartz IV") zu beenden.

Durch die Gesetzgebung und ihre Weiterentwicklung seit 2005 wurden vielfältige verschärfende Sonderregelungen speziell für Hartz-IV-Empfänger geschaffen, die die Grundrechte über Gebühr einschränken und weder mit dem Sozialstaatsgebot, noch mit dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes in Einklang zu bringen sind. Bereits jetzt sind auch weitere neue Verschärfungen in 2015 absehbar.

Die Petition ist online!

 https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2014/_08/_19/Petition_54191.html

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Keiner geht allein zum Amt

Schulung für ehrenamtliche Beistände der Arbeitslosentreffs/-zentren in Baden-Württemberg

Datum: 29. bis 31.10.2014

Ort: Haus der Kirche Bad Herrenalb

Veranstalter: Betriebsseelsorge, KDA und andere Organisationen

Bei der angebotenen Schulung für Beistände wird über die Aufgaben und Rolle von Beiständen informiert. Es werden grundlegende Kenntnisse über häufig auftretende Themen und ihre rechtliche Einordnung vermittelt. Praktische Übungen vertiefen das Gelernte und geben Sicherheit. Die kollegiale Unterstützung und der gegenseitige Erfahrungsaustausch sind fester Bestandteil des Schulungskonzepts.

Nähere Informationen zum Ablauf und zur Anmeldung finden Sie hier: ->

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Stellenausschreibung

Konflikthotline Baden-Württemberg

Bei der landesweiten Konflikthotline Baden-Württemberg e.V. (Träger sind die DRV Baden-Württemberg, Gewerkschaften, Kirchen, Kranken- und Unfallkassen sowie das Sozialministerium Baden-Württemberg) ist

zum 01.03.2015 eine Stelle als wissenschaftliche und organisatorische Leitung der Konflikthotline Baden- Württemberg e.V. (m/w) in Vollzeit (100%) zu besetzen.

Bitte richten Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung bis spätestens 30.10.2014 an folgende Adresse:

RehaZentren der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg gGmbH, Frau Dr. Schaal, Geschäftführerin, Wilhelmsplatz 11, 70182 Stuttgart.

Die Ausschreibung mit Beschreibung der Voraussetzungen und des Aufgabenprofils finden Sie hier:

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Veranstaltung:

„2. Sozialpolitischer Ratschlag Baden-Württemberg"

Erster Armuts- und Reichtumsbericht Baden-Württemberg 2015 - Was wollen wir und was wollen wir nicht?

Datum: 25.10.2014, 10.00 – 17.00 Uhr

Ort: 78628 Rottweil, Kutscherhaus/Mehrgenerationenhaus Kapuziner, Neutorstrasse 4- 6

Im Mittelpunkt des 2. Sozialpolitischen Ratschlags steht der im nächsten Jahr seitens der Landesregierung einzubringende Armuts- und Reichtumsbericht für das Landesparlament in Stuttgart.

Inhaltlich werden die Konsequenzen des Berichts

- Bereiche Hochschulen, Berufsprofession (Frau Prof. Teubert)

- Lebenslagen von Betroffenen/Berufssituationen Sozialer Artbeit/ Situation Hilfeanbieter-Verbände (Beteiligte    aus Verbänden/ Fachexperte/Betroffene aus der lak-bw) in Form von Debatte und Arbeitsgruppen

- Erwartungen von engagierten Sozialpolitikern aus den Regierungsfraktionen Grüne/SPD des Landtageszum Thema gemacht. Es geht ums Zuhören, ums Diskutieren und um eine Bündelung von Positionen, die wir noch in den in der Fertigstellung befindlichen Bericht einbringen wollen.

Die Veranstaltung ist öffentlich; Ein Fahrgeldzuschuss ist möglich. Die Kosten des Treffens werden durch das Sozialministerium Baden-Württemberg bezuschusst.

Nähere Informationen finden Sie hier: PDF-Download ->

Linkhinweis:  www.landesarmutskonferenz-bw.de

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Veranstaltung:

Wege aus der Altersarmut

Datum: Donnerstag, 23. Oktober 2014, 19.30 Uhr

Ort: Katholisches Gemeindehaus St. Johannes, Nürtingen, Vendelaustr. 28

Veranstalter: Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Esslingen e.V.

 

Bei der Veranstaltung »Jenseits der demographischen Hysterie« geht es im »Forum Soziales« am

Donnerstag, 23. Oktober 2014, um 19.30 Uhr im Kath. Gemeindezentrum St.

Johannes, Nürtingen, Vendelaustr. 28, um Wege aus der Altersarmut.

 

Martin Staiger, freier Journalist aus Esslingen, Lehrbeauftragter der Hochschulen

Ludwigsburg und Darmstadt und ausgewiesener Rentenexperte geht darauf ein,

was es mit dem demographischen Wandel und der Rente auf sich hat. Er stellt

die Rentenreformen der letzten 15 Jahre, die dahinterstehenden Interessen

und die Folgen für die jetzige und die zukünftige Rentnergeneration dar und

stellt einen Reformvorschlag zur Diskussion, der Altersarmut weitgehend vermeidet.

 

Nähere Informationen finden Sie im PDF-Download: ->

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Ausgemustert und abgehängt?

Wirksame Instrumente zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit

 

Datum: Mittwoch, den 22. Oktober 2014, 19 Uhr

Ort: Kulturhaus Schwanen, Winnender Str. 4, 71334 Waiblingen

Veranstalter: Friedrich-Ebert-Stiftung / Fritz-Erler-Forum BW

Anmeldeschluss: 20.10.14

Die Landesregierung hat beschlossen, einen echten sozialen Arbeitsmarkt zu schaffen, der Langzeitarbeitssuchenden Teilhabe am Erwerbsleben zu fairen Bedingungen eröffnet. Kernstück des „Landesprogramms für gute und sichere Arbeit" ist der sog. Passiv-Aktiv-Transfer. Hierbei sollen Langzeitarbeitslose mit mehrfachen Vermittlungshemmnissen, die seit mindestens drei Jahren Hartz IV beziehen, die Möglichkeit erhalten, in einem „normalen" sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis beschäftigt zu werden.

Während die einen das Modell als vorbildliches und innovatives Instrument gegen Langzeitarbeitslosigkeit loben, stellen andere kritische Fragen: Welche Lehren sind bisher tatsächlich aus dem Modellversuch zu ziehen? Ist das Modell tatsächlich auf den Rest der Republik übertragbar? Welche anderen Ansätze gegen Langzeitarbeitslosigkeit gibt es und wie sind ihre Erfolgschancen?

Wir diskutieren mit Katrin Altpeter MdL, Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren; Nikolaus Landgraf, DGB-Landesvorsitzender; Marc Hentschke, Geschäftsführer des Sozialunternehmens NEUE ARBEIT gGmbH und Dr. Alexandra Wagner, Geschäftsführerin Forschungsteam Internationaler Arbeitsmarkt GmbH, Berlin.

Alle weiteren Informationen zur Veranstaltung sowie Hinweise zum Ablauf/Anmeldung finden Sie hier: ->

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Ministerbesuch am Standort Stuttgart von Faire Mobilität

(von Wolfgang Herrmann)

 

Mit großem Interesse ließ sich am Dienstag, den 21. Oktober Minister Peter Friedrich (Minister für den Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten) von den Mitarbeiterinnen Dr. Dorota Kempter und Katarina Frankovic die Arbeit in der Stuttgarter Beratungsstelle Faire Mobilität erklären.

Anhand der aktuellen, stetig anwachsenden Fallzahlen und einiger Musterfälle verdeutlichten die Mitarbeiterinnen des Stuttgarter Kooperationsprojektes zwischen DGB und Katholischer Betriebsseelsorge ihre Arbeitsweise und die Möglichkeiten, die Interessen von Arbeitsausbeutung betroffener mobiler Beschäftigter zu vertreten und Arbeitsmigrant/-innen in arbeits- und sozialrechtlichen Fragen zu beraten.

Seit dem Start der Beratungsarbeit in Stuttgart im Februar 2013 ist ein stetiger Anstieg der Nachfrage zu verzeichnen. Zuvor skizzierte Dominique John (Leiter des Projektes Faire Mobilität - Berlin) die Projektidee sowie den aktuellen Stand der Weiterförderung der bundesweit insgesamt 6 Beratungsstellen. Wolfgang Herrmann (Leiter der Betriebsseelsorge in der Diözese Rottenburg-Stuttgart) hob in seinem Statement die gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Gewerkschaft hervor und unterstrich, wie auch Gabriele Frenzer-Wolf (stellv. DGB-Landesvorsitzende), die Notwendigkeit einer abgesicherten Förderung über den bisherigen Zeitraum hinaus. Beide verdeutlichten, dass eine muttersprachliche, niederschwellige Beratung einer der Schlüssel für den "Erfolg" des Projektes sei.

Minister Friedrich signalisierte am Ende seines Besuches, im Rahmen seiner Möglichkeiten die Planungen für die Fortführung des DGB-Projektes aus Mitteln des Landes (bzw. Drittmittel) zu unterstützen und verwies u.a. auf Verankerungsmöglichkeiten im InterReg-Programm sowie der Donauraum-Strategie. Auch dem Vorschlag, einen Fachtag mit allen Akteuren im Kontext "Arbeitsausbeutung" (Beratungsstellen, Gewerkschaften, Kirche, Arbeitgeberverbände etc.) durchzuführen, zeigte er sich aufgeschlossen.

Ein weiterer Kontakt zur Absicherung der Ergebnisse wurde vereinbart.

 

Bild (v.l.n.r.): Gabriele Frenzer-Wolf (stellv. Landesvorsitzende DGB), Dr. Dorota Kempter (Projekt FM - Stuttgart), Minister Peter Friedrich, Katarina Frankovic (Projekt FM - Stuttgart), Nikolaus Landgraf (DGB-Landesvorsitzender)



Foto von Bärbel Mauch (DGB)


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Ausstellung "Faire Arbeitsmigration" im Abgeordnetenhaus des baden-württembergischen Landtags eröffnet

Stuttgart, 15.10.2014

 

"Faire Arbeitsmigration" heißt eine Fotoausstellung, die am Mittwoch im Stuttgarter Haus der Abgeordneten ihre Premiere hatte. Anhand großformatiger Gegenlicht-Porträts erzählt sie die Schicksale ausländischer Arbeitskräfte hierzulande. Die Aufnahmen stammen von Kontext-Fotograf Joachim E. Röttgers.

 

Mehr als 60 Mitglieder des Bündnisses "Faire Arbeitsmigration" sowie eine ordentliche Anzahl Abgeordneter des baden-württembergischen Landtages wohnten im Atrium des Abgeordnetenhauses der Ausstellungseröffnung "Faire Arbeitsmigration" bei, die von Ana Koktsidou (SWR) moderiert wurde.

 

Brigitte Lösch MdL, stellvertretende Präsidentin des Landtags, begrüßte im Namen des Hauses alle Anwesenden und wies in ihrer Ansprache eindrücklich darauf hin, dass Arbeitsausbeutung inmitten der Gesellschaft geschehe, jedoch meist im verborgenen bleibe. Allein im Bereich der häuslichen Pflege sei von mehr als 150.000 illegalen, teils ausbeuterischen  Beschäftigungsverhältnissen auszugehen.

 

Anne Cress von der Mitternachtsmission in Heilbronn stellte anschließend das Bündniss und seine Ziele vor. Mehr als 20 Akteure aus Verbänden und Organisationen, aus Kirchen und Gewerkschaften in Baden-Württemberg hatten sich vor mehr als einem Jahr zusammengeschlossen, um gemeinsam auf prekäre und ausbeuterische Arbeits- und Lohnverhältnisse mobiler Beschäftigter aufmerksam zu machen. Mit einer intensiven Öffentlichkeits- und politischer Lobbyarbeit sowie direkter Unterstützung der Betroffenen wollen die Mitglieder zu einer nachhaltigen Verbesserung der Situation mobiler Beschäftigter beitragen.

 

Damian Torres, der selbst Opfer von Arbeitsausbeutung wurde, berichtete anschließend von seinen Erfahrungen und verdeutlichte dadurch die Notwendigkeit einer abgesicherten Beratung durch Fachstellen mit muttersprachlicher, interkultureller sowie arbeitsrechtlicher Kompetenz.

 

Wolfgang Herrmann, Leiter des Fachbereiches Kirche und Arbeitswelt - Betriebsseelorge, mahnte deshalb auch für Baden-Württemberg an, gleich den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Niedersachsen sowie der Hansestadt Hamburg das Beratungsangebot dauerhaft abzusichern.

 

Doris Köhncke vom Fraueninformationszentrum (FIZ) forderte in ihrem Redebeitrag eine Zertifizierung von Vermittlungsagenturen im Pflegebereich analog zur bewährten Praxis von Au Pair-Agenturen.

 

Anschließend blieb ausreichend Zeit für die Besichtigung der Ausstellung (mit Bildern von Joachim E. Roettgers) mit 10 Fallbeispielen von Arbeitsausbeutung aus unterschiedlichen Branchen.

 

Die Ausstellung kann entliehen werden, nähere Infos unter: naser@vij-stuttgart.de

 

Linkhinweise: www.faire-arbeitsmigration.de ;  www.faire-mobilitaet.de

 

 

 





Brigitte Lösch (MDL), stellv. Präsidentin des Landtages, eröffnet die Ausstellung "Faire Arbeitsmigration"

Damian Torres (Bildmitte) berichtet von seinen Erfahrungen von Arbeitsaus-beutung auf dem Bau.



Die Ausstellung



Doris Köhnke (FIZ-Stuttgart)


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FAIRE ARBEITSMIGRATION - Menschen – Herausforderungen – Ziele

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG

Mittwoch, 15. Oktober 2014, 12:30 Uhr

Haus der Abgeordneten - Konrad-Adenauer-Str. 12, 70173 Stuttgart

Die Ausstellung portraitiert Frauen und Männer aus verschiedenen Herkunftsländern und unterschiedlichen Branchen, wie z. B.: Bau- und Landwirtschaft, Reinigungs- und Hotelgewerbe, häusliche Pflege, Automobilzuliefererindustrie und Transport, und macht so prekäre Arbeits- und Lohnverhältnisse sichtbar.

Wo Migranten und Migrantinnen betroffen sind, bestehen aus aufenthalts- und arbeitsrechtlichen Gründen besondere Abhängigkeiten und Herausforderungen.

Das Bündnis „Faire Arbeitsmigration Baden-Württemberg", ein Zusammenschluss von Verbänden und Organisationen aus Zivilgesellschaft, Gewerkschaften und Kirchen, engagiert sich in Prävention, Beratung und Politik: gerechte Arbeitsbedingungen sind Teil der Menschenrechte und der Menschenwürde.

Eine Teilnahme muss schriftlich zugesagt werden; hier finden Sie den Einladungsflyer ->

s. auch:  www.faire-arbeitsmigration.de

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Vortrag: Harald Klimenta:

Der Freihandelswahnsinn – Staatsstreich in Zeitlupe?

Öffentliche Dienstleistungen, Arbeitsrecht und Gesundheit als Spielball internationaler Konzerne. Eine Veranstaltung zu TTIP, CETA und TISA

Datum: Dienstag, 14. Oktober, 19.00 Uhr - 20.30 Uhr

Ort: ver.di Landesbezirk, Theodor-Heuss-Str. 2/1, Stuttgart

Harald Klimenta: Der Freihandelswahnsinn – Staatsstreich in Zeitlupe?

Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Ver.di, attac und «Wir zahlen nicht für Eure Krise»  

 Weitere Informationen unter: www.die-anstifter.de/?p=20475

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Aktionswoche Baden-Württemberg 13.-19.10.2014 

„Armut bedroht alle – Wohnst Du noch?"

Diskussionsveranstaltung: Wohnungspolitik in Baden-Württemberg

Datum: 13.10.2014, 11.30 Uhr - 13.00 Uhr

Ort: Pfarrsaal Dompfarrei St. Eberhard Königstrasse, Stuttgart

Veranstalter: Aktionsbündnis „Aktionswoche 2014 – Armut bedroht alle: Wohnst Du noch?"

 

Es diskutieren:

Rainer Hinderer, MdL, SPD

Thomas Poreski, MdL, Grüne

Tobias Wald, MdL, CDU

Dr. Meyberg, Wirtschaftsministerium BaWü

Prof. Dr. Günter Rausch, EH Freiburg

Städtetag BW (angefragt)

Aktionsbündnis Aktionswoche (n.n.)

Moderation:

Rolf Gassmann, Deutscher Mieterbund, Landesverband Baden-Württemberg

 

Linkhinweis:  www.armut-bedroht-alle.de

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Betriebsseelsorge Tuttlingen feiert 40-jähriges Jubiläum

Tuttlingen, 11. Oktober 2014

(Zeitungsbericht aus der Trossinger Zeitung, Redakteurin Bianka Roith - Abdruckerlaubnis ist erteilt)

Seit 40 Jahren erheben sie die Stimme

Betriebsseelsorge Tuttlingen-Rottweil feiert in Trossingen Geburtstagsfest – Mann der ersten Stunde ist Godehard Fuchs

 

Trossingen (bro) – Sie erheben die Stimme, wenn die Rechte der Menschen mit Füßen getreten werden – die Mitglieder der Betriebsseelsorge Tuttlingen-Rottweil. Im katholischen Gemeindehaus St. Theresia in Trossingen haben sie ihren 40. Geburtstag gefeiert. „Das soll ein Fest der Begegnung sein“, hat Betriebsseelsorger Thomas Maile dem Fest vorausgeschickt.

Als allererstes würdigte er den Mann, der vor 40 Jahren die Betriebsseelsorge aus der Taufe gehoben hat: Godehard Fuchs. Er hat am 1. September 1974 seinen Dienst angetreten und 21 Jahre lang, bis 1995, diese Stelle geleitet. „Du hast der Betriebsseelsorge ein unverwechselbares Gesicht gegeben und hast Dich nicht verbiegen lassen“, so Thomas Maile anerkennend. Godehard Fuchs habe sich auf die Seite der Schwächeren, Bedrängten und Ausgegrenzten gestellt und sich für Gerechtigkeit und Menschenwürde in der Arbeitswelt eingesetzt. „Auf Dich konnten sich die Leute verlassen.“ Gleich zu Beginn habe er eine „verlässliche Brücke“ zu den Gewerkschaften geschlagen und zusammen mit dem DGB und dem Evangelischen Industriepfarramt die gemeinsame Bildungsarbeit aufgebaut, die bis heute ausgezeichnet laufe.

Denn es gehe schließlich immer darum, dass der Mensch nicht an den Rand gedrängt werde, sondern im Mittelpunkt stehe. Aufgabe der Betriebsseelsorge und der ganzen Kirche sei es, dem Einzelnen in seiner Not beizustehen, aber gleichzeitig auch nach den strukturellen Ursachen der Not fragen, sie benennen, anprangern und auf Änderung drängen.

Mit kleinen hölzernen Kreuzen, gefertigt von behinderten Menschen, hat sich Albrecht Zepf, der stellvertretende Dekan im Dekanat Rottweil bei den Mitgliedern bedankt und Olga Maile, die Ehefrau von Thomas Maile hat sie je nach Eintrittsalter verteilt. Albrecht Zepf sprach für die Dekanate Tuttlingen und Rottweil und lobte die Mitglieder: „Sie waren alle tragendes Holz.“ Sein besonderer Dank galt Thomas Maile, der Türen öffne. Es sei eine Frage der Menschlichkeit, geleistetes Christ sein.

Bernd Mager, Sozialdezernent im Landkreis Tuttlingen, gratulierte auch im Namen von Landrat Stefan Bär. Er bedankte sich bei Thomas Maile und seinen Mitstreitern für die Unterstützung der Bekämpfung von Langzeit- und Jugendarbeitslosigkeit, womit der Kreis Tuttlingen sehr gut aufgestellt sei. „Wenn man gemeinsam an einem Strang zieht, kann man viel bewegen“, erklärte Bernd Mager und überreichte einen Scheck. Weitere Glückwünsche überbrachten unter anderem Michael Föst, zweiter Bevollmächtigter der IG-Metall Albstadt, Karl-Ulrich Gscheidle, Wirtschafts- und Sozialpfarrer aus Reutlingen, und Hans-Peter Menger, DGB Region Südbaden.

„Auf den Spuren der Vergangenheit“ sind alle gemeinsam gewandelt im Rückblick auf 40 Jahre Betriebsseelsorge. Bei der Powerpoint-Präsentation wurde so manche Erinnerung wach an die Anfänge bis zur Gegenwart. Gezeigt wurden auch Familienseminare, Betriebseinsätze, Ausflüge und Wanderungen sowie Arbeitssitzungen zur Abstimmung der Einsätze.

In einer Talkrunde, moderiert von Wolfgang Herrmann, Leiter der Betriebsseelsorge Diözese Rottenburg-Stuttgart stellten sich die Leiter der einzelnen Gruppen vor, die sich in einem Netzwerk gegenseitig unterstützen bei dem großen Ziel, das Leben der Menschen im Arbeitsalltag schöner und angenehmer zu machen. Zu Wort kamen Godehard Fuchs, ehemaliger Betriebsseelsorger Tuttlingen/Rottweil, Thomas Maile, Adolf Weber, Betriebsräte-Kreis Heuberg, Hubert Frey, Betriebsräte-Kreis Tuttlingen, Frank Mattes, Personalräte-Kreis Spaichingen, Karin Hamann, Mobbing-Selbsthilfegruppe und Sandra Speck, die das Projekt Paten auf Zeit Regionales Bündnis für Arbeit leitet.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Schorsch Sattler aus Wurmlingen".

 

  



Godehard Fuchs (links) ist der Mann der ersten Stunde. Betriebsseelsorger Thomas Maile bedankte sich bei seinem Vorgänger und Vorbild aufs Herzlichste




v.l.n.r.: Karin Hamannn (Projekt Paten auf Zeit), Adolf Weber (Betriebsrätekreis Heuberg), Hubert Frey (Betriebsrätekreis Tuttlingen)


Godehard Fuchs (links im Bild) berichtet von den Anfängen der Betriebsseelsorge in Tuttlingen-Rottweil.


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Bischof Dr. Fürst empfängt Betriebs- und Personalräte

 

Mehr als 110 Betriebs- und Personalrät/-innen aus der ganzen Diözese folgten der Einladung von Bischof Dr. Gebhard Fürst ins Rottenburger Bischofshaus. In seinem Grußwort hob Bischof Fürst die besondere Verantwortung und Bedeutung der gewählten Arbeitnehmervertreter für eine gute und sozialverträgliche Ausgestaltung der Arbeit in den Betrieben und Einrichtungen hervor und sprach von einem "starken Zeichen gelebte Solidarität in der Arbeitswelt".

 

Im weiteren Verlauf seiner Ansprache kam Bischof Fürst neben den positiven Entwicklungen in der Arbeitswelt auch auf Tendenzen zu sprechen, die ihm "große Sorgen" bereiteten und kritisierte den ausufernden Niedriglohnbereich wie auch die hohe Zahl abhängig Beschäftigter in sogenannten atypischen, prekären Arbeitsverhältnissen: "Dauerhaft prekäre Beschäftigungsverhältnisse sind Gift für die Betroffen, für die betriebliche Solidarität und die Gesellschaft, denn sie hindern die Betroffenen daran, mit einem Mindestmaß an Berechenbarkeit und Planbarkeit zu arbeiten und zu leben". Ein weiterer Schwerpunkt in seiner Ansprache legte Bischof Fürst auf die Notwendigkeit gemeinsamer freier Zeiten und Unterbrechungen jenseits ökonomischer Zwänge und unterstrich die Bedeutung des freien Sonntags als gemeinschaftliche Zeit zur religiösen und gesellschaftlichen Beziehungspflege.

 

In einer ersten von zwei Talkrunden interviewte Diözesansekretär Peter Niedergesäss von der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Johanna Baur (OSK-Klinik) und Ralf Weber (Sozialstation Abtsgmünd) zur Situation in der Pflege Beschäftigter. Beide forderten neben einer stärkeren gesellschaftlichen Anerkennung und Wertschätzung der Pflege mehr Zeit für die Pflege sowie eine bessere Entlohnung.

 

Diözesanbetriebsseelsorger Wolfgang Herrmann nahm in der zweiten Gesprächsrunde mit Simone Vassilakopoulos (stellv. Personalratsvorsitzende, KSK Ostalb) und Gerhard Boesner (stellv. Betriebsratsvorsitzender Carl Zeiss SMT GmbH) die starke Zunahme psychosozialer Belastungen und Erkrankungen in der Arbeitswelt in den Blick. Die konsequente Umsetzung betrieblicher Möglichkeiten wie Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsvereinbarungen zum Gesundheitsschutz seien zur Prävention genauso notwendig wie die Unterstützung bei der Umsetzung einer Anti-Stress-Verordnung.

 

Bischof Fürst lud nach einem kurzen Schlusswort zur Begegnung bei Speisen und Getränken ein und nahm sich viel Zeit für die persönliche Begegnung und das Gespräch mit den Gästen.

Die Veranstaltung wurde musikalisch würdig umrahmt vom kubanischen Sänger und Liedermacher Javier Herrera.

 

 



Bischof Fürst (2.v.l.) mit Betriebsseelsorger Thomas Maile (Tuttlingen, ganz links) und Teilnehmerinnen des Betriebsräteempfangs


Bischof Fürst mit BR/PR aus der Region TUT/RW und Betriebsseelsorger Thomas Maile

Talkrunde mit Simone Vassilakopoulos (2.v.l.) und Gerhard Boesner (3.v.l.) sowie Betriebsseelsorger Wolfgang Herrmann

Diözesansekretär Peter Niedergesäss (KAB; 1.v.l.) mit Johanna Baur und Ralf Weber (Mitte bzw. 3.v.l.)



Bischof Dr. Fürst bei seiner Ansprache

Musiker: Javier Herrera (Essingen)


 

 

 

Politisches Nachtgebet: Eigentum verpflichtet! ... Zu was eigentlich?

Termin: Donnerstag, 09.10.2014, 20.00 Uhr

Ort: Geislingen, Kath. Kirche St. Maria, Überkinger Str. 28

Veranstalter: Netzwerk arbeitSwelt und KAB Bezirk Hohenstaufen

 „Eigentum verpflichtet"

Dieser Satz war in der Bundesrepublik Deutschland lange Zeit Teil des sozialen Konsenses. Ein Satz, der es immerhin ins Grundgesetz geschafft hat, Artikel 14, Absatz 2. Weiter heißt es dort: "Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohl der Allgemeinheit dienen." Doch ist dieser Satz überhaupt noch aktuell? Oder ist er zu einem Sinnspruch verkommen?

In Zeiten von Standortverlagerung, einseitigen Wirtschaftsinteressen, spekulativen Firmenübernahmen und einseitiger Vermögensverteilung drängt sich eine Überprüfung seiner Gültigkeit auf.

Diese Sozialpflichtigkeits-Theorie findet sich bereits in der Antike. Gemäß Cicero sollen wir „den gemeinsamen Nutzen in den Mittelpunkt stellen und durch gegenseitige Leistungen, durch Geben und Nehmen, ferner durch Fachkenntnisse, Hilfeleistung und materielle Mittel das Band der Zusammengehörigkeit der Menschen untereinander knüpfen".

Halten wir uns denn heute noch daran?

Nähere Informationen finden Sie im Flyer: ->

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Fachtagung der Initiative Pro Arbeit: Teilhabe braucht Arbeit

Datum: 9. Oktober 2014

Ort: im Haus der Wirtschaft, Stuttgart

Veranstalter: EFAS (Evangelischer Fachverband für Arbeit und soziale Integration e.V.)

"Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist u.a. nachzulesen, dass „Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen neue Chancen" erschlossen werden sollen. Welche Angebote will die Bundesregierung Langzeitarbeitslosen machen? Verschiedene Pressemitteilungen geben Anlass zur Hoffnung auf eine Neuausrichtung im Bereich öffentlich geförderter Beschäftigung in der zweiten Jahreshälfte 2014.

Mit Referenten und Referentinnen aus Politik, Wissenschaft, der Bundesagentur für Arbeit, aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden und Sozialverbänden wollen wir die Perspektiven für Langzeitarbeitslose und öffentlich geförderte Beschäftigung diskutieren. Hochkarätige Vertreter sind angefragt und haben teilweise schon zugesagt."

Den Informationsflyer mit Hinweisen zur Anmeldung finden Sie hier: ->

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Tagung: Inklusion ist nicht umsonst!

Tagung für Schwerbehindertenvertretungen in Betrieben, Behörden und Schulen

08.10.14 - 10.10.14

Evangelische Akademie Bad Boll

Die Tagung bietet Ihnen vielfältige fachliche Weiterbildung für die tägliche Arbeit in der Schwerbehindertenvertretung. Erfahrene Kolleginnen und Kollegen sowie Fachpersonen aus unterschiedlichen Bereichen zeigen konkrete Hilfestellungen und praktische Beispiele. Daneben ist Raum zum kollegialen Austausch und Gelegenheit, die eigenen Ressourcen zu stärken.

Weiter Informationen im Tagungssekretariat:

Eliane Bueno Dörfer

Tel. 0731/15 38-570

 eliane.doerfer@ev-akademie-boll.de

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September 2014

 



 

Bündnis für Bildungszeit erklärt Vorstellungen zu guter Bildungszeit in Baden-Württemberg

(Stuttgart - 29.9.2014)

Das Bündnis für Bildungszeit traf sich heute mit Finanz- und Wirtschaftsminister Schmid, um sich über die Pläne der Landesregierung für ein Bildungszeitgesetz in Baden-Württemberg auszutauschen. Dem Bündnis gehören neben Wohlfahrtsverbänden, kirchlichen Einrichtungen, Umweltverbänden und den Gewerkschaften weitere gesellschaftliche Organisationen an.

Das Bündnis machte dabei deutlich, dass die Bildungszeit für die Qualifizierung des Ehrenamts das bürgerschaftliche Engagement in seiner ganzen Breite stärken muss, um das Ehrenamtsland Baden-Württemberg voran zu bringen. Eine Herausnahme der allgemeinen Bildung aus dem sachlichen Anwendungsbereich des Bildungszeitgesetzes wurde von Vertretern des Bündnisses einhellig abgelehnt, da dies einem ganzheitlichen Bildungsverständnis widerspreche.

Das Bündnis sprach sich dagegen aus, Kleinbetriebe grundsätzlich aus dem Geltungsbereich des Gesetzes auszunehmen. Gerade in Kleinbetrieben gebe es einen Nachholbedarf bei der Weiterbildung. Über Überforderungsklauseln nach dem Vorbild anderer Länder müsse man im Detail sprechen. Dies gelte auch für die Anrechnung anderer Freistellungsmöglichkeiten.

Gegenüber dem Minister wurde deutlich gemacht, dass Auszubildenden und dual Studierenden im gleichen Umfang wie allen anderen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Bildungszeit zur Verfügung stehen müsse.

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August 2014


 

Stellenausschreibung Faire Mobilität Stuttgart

Das bfw-Unternehmen für Bildung - Berufsbildungswerk - Gemeinnützige Bildungseinrichtung des DGB GmbH (bfw) sucht für die Projektstelle Faire Mobilität in Stuttgart, ein Kooperationsprojekt mit der Katholischen Betriebsseelsorge in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, einen Mitarbeiter / eine Mitarbeiterin zur Intensivierung der Netzwerkarbeit in Baden-Württemberg und zur Unterstützung der Beratungsarbeit im Stuttgarter Beratungsbüro.

Es handelt sich um ein befristete Teilzeitstelle (50%).

Kenntnisse einer osteuropäischen Sprache sind von Vorteil.

Hier gelangen Sie zur Stellenausschreibung: -> Download

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Ausschreibung: Maria-Grönefeld-Preis 2014

Teilen tut gut - auch unserer Zukunft

Der Maria-Grönefeld-Preis ist eine Auszeichnung für ein besonderes soziales, gesellschaftspolitisches Engagement in der betrieblichen Arbeitswelt, für benachteiligte Familien und arbeitslose Jugendliche sowie für gerechtere Bildungs- und Lebenschancen für Frauen.


Das Motto für 2014 lautet:
Stark für Frauen - Für gerechtere Bildungs- und Lebenschancen von Frauen.

Ausschreibungsende ist der 8. August 2014.

Nähere Informationen finden Sie hier als pdf-Download: ->

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Juli 2014


"Ich bin für die Sorgen und Interessen der Kolleginnen und Kollegen da"

Interview mit Betriebsrat Alfred Diesch

Ulm, 20.7.2014

Auf Vermittlung von Betriebsseelsorger Alfons Forster (Ulm) führte das Katholische Kirchenblatt Ulm (Nr. 31-33 v. 20.7.2014) ein Interview mit Betriebsrat Albert Diesch (Diehl-Aircabin - vormals Airbus) über Aufgaben, zentrale Herausforderungen und Ziele seiner Betriebsratstätigkeit.

Hier finden Sie den Artikel von Harry Erath im Volltext: ->

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Göppingen: Beschäftigten der WMF group protestieren gegen den geplanten Stellenabbau Netzwerk Arbeitswelt und KAB zeigen sich solidarisch

19.7.2014

 

Rund 3000 Menschen bildeten am vergangenen Samstag eine rund 2,7 Kilometer lange Menschenkette um das Geislinger WMF-Gelände und protestierten damit gegen die geplante Vernichtung von über 700 Arbeitsplätzen. Mit der Stellenstreichung will das Unternehmen (mehrheitlich in Händen des amerikanischen Investors KKR (Kohlberg Kravis Roberts & Co) nach eigenen Angaben die weitere Expansion im Ausland finanzieren.

Die Empörung und Verunsicherung unter den Beschäftigten ist groß.

Verschiedene Redner kritisierten deutlich das allein auf Renditeoptimierung ausgerichtete Verhaltung der Eigentümer auf Kosten der Beschäftigten.

Als Vertreter der Kirchen erinnerte u.a. Pfarrer Martin Ehrler von der katholischen Kirche daran, dass "nicht das Kapital, sondern der Mensch Vorrang haben müsse".

Das Netzwerk Arbeitswelt Göppingen wie auch die KAB solidarisierten sich mit den Beschäftigten und den Menschen in der Region durch eine sichtbare Teilnahme an der Menschenkette.

 

In einem offenen Brief erklären sich auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ökumenischen Betriebs- und Personalrätetreffs der ev. und kath. Betriebsseelsorge im Dekanat Böblingen mit den Beschäftigten der Firma WMF in Geislingen solidarisch und fordern die Firmenleitung angesichts von Rekord-Umsätzen auf, von betriebsbedingten Kündigungen abzusehen.

 

Lesen Sie hier den Volltext der Solidarerklärung: 

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Netzwerk Arbeitswelt und KAB solidarisieren sich mit Beschäftigten von WMF in Geislingen


 

 

 

Tuttlingen: Betriebsseelsorger Thomas Maile unterstützt Busfahrer im Warnstreik

19.7.2014

Seit mehr als drei Monaten warten die Mitglieder der Tarifkommission der Arbeitnehmer auf ein Angebot der Arbeitgeber in den stockenden Tarifverhandlungen zwischen privaten Busunternehmern und der Gewerkschaft Verdi.
Betriebsseelsorger Thomas Maile begleitet die Busfahrer im Warnstreik und unterstützt ihre berechtigten Forderungen.

Lesen Sie hier einen Artikel des Gränzboten Tuttlingen (Abdruckgenehmigung liegt vor): ->

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Widerstand gegen TTIP

19.7.2014  




Gegen die Freihandelsverhandlungen der EU wächst der Widerstand in allen beteiligten Ländern. Bei einem europaweiten Aktionstag am 11. Oktober wollen zivilgesellschaftliche Organisationen, Gewerkschaften, Bauernverbände und Basisinitiativen aus ganz Europa ihren Protest gegen das transatlantische Handelsabkommen TTIP und ähnliche Vorhaben wie das EU-Kanada-Abkommen CETA und das Dienstleistungsabkommen TiSA auf die Straße tragen. Das haben Vertreterinnen und Vertreter von 100 europäischen Nichtregierungsorganisationen und sozialen Bewegungen bei einem Strategietreffen in Brüssel beschlossen. Anlass der zweitätigen Konferenz war die sechste TTIP-Verhandlungsrunde.

Weitere Infos u.a.:  www.attac.de/ttip

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Lehren aus der Schlecker-Pleite:

Ministerin Nahles nimmt Forderungen zum Insolvenzrecht entgegen

 

Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, nahm am Montag, 14. Juli, in Berlin einen Forderungskatalog zu Konsequenzen aus der Schlecker-Insolvenz entgegen.

An der Übergabe nahmen teil:

- die Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Schlecker, Christel Hoffmann

- Stefanie Nutzenberger vom ver.di Bundesvorstand

- Rechtsanwältin Elke Lill, die im Insolvenzverfahren den Gesamtbetriebsrat

vertreten hatte

- Martin Schwarz, Wirtschafts- und Sozialpfarrer des kirchlichen Dienstes in der

Arbeitswelt (KDA) Ulm

- und die baden-württembergische ver.di Landesbezirksleiterin Leni Breymaier (...).Lesen Sie hier den ganzen Artikel: -> Download

Weitere Informationen zur Schlecker-Insolvenz finden Sie hier:

 http://www.kda-wue.de/berichte/schlecker-insolvenz/#c328569

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v.l.n.r.: Andrea Nahles, Martin Schwarz, Christel Hoffmann, Stefanie Nutzenberger, Elke Lill, Leni Breitmeyer

 

Juni 2014

 

 



Maria Virgina da Costa Sousa, LOC Porto (Mitte), mit Diözesansekretär Peter Niedergesäss (1.v.l.) sowie Betriebsseelsorger Wolfgang Herrmann (2.v.r.) und zwei weiteren Mitarbeitern von LOC Porto

 

Begegnung zwischen der LOC (Liga Operária Católica) aus Porto und der KAB der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Zum Abschluss des Jakobuswegs 2014 trafen sich KAB’lerinnen und KAB’ler aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit ihren Kolleg/-innen aus Porto.

Schon beim ersten Rundgang der 25 Jakobuspilger in der Innenstadt von Porto waren viele Jakobspilger-/KAB’lerInnen erstaunt über die sichtbare Armut und die vielen leer stehenden und verfallenen Häuser.

Diese Tatsache förderte das Interesse an einer Begegnung mit der aktuellen Vize-Vorsitzenden Maria Virgina da Costa Sousa sowie zwei weiteren Mitarbeitern, um mehr über die soziale Situation in Portugal zu erfahren. Die stellv. Vorsitzende der LOC/KAB in der Diözese Porto berichtete in einem geschwisterlich geführten Gespräch über die wirtschaftliche und soziale Situation der Menschen in Portugal - dem „Armenhaus Südwesteuropas“ -, die für viele Arbeitnehmer/-innen, aber auch Erwerbslose und Rentenbezieher/-innen sehr prekär ist.

Lesen Sie hier den ganzen Bericht: -> Download

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Baden-Württembergisches Bündnis fordert Mindestlohn ohne Ausnahmen

Auf einer Pressekonferenz des Baden-Württembergischen Bündnisses für einen Mindestlohn ohne Ausnahmen anlässlich der geplanten Verabschiedung des Gesetzes am 4. Juli im Bundestag haben sich heute Vertreter aller beteiligten Verbände, Organisationen und Gewerkschaften vehement gegen die geplanten Ausnahmen beim Mindestlohn gewandt. Das Bündnis empört sich über den Versuch der Arbeitgeber, in den letzten Tagen des Gesetzgebungsprozesses die Vorlage zu durchlöchern: „Das ist nicht mehr der Mindestlohn, für den wir seit Jahren gemeinsam gestritten haben: Würde ist unteilbar – gegen Ausnahmen vom Mindestlohn.“
Dem Bündnis gehören in Baden-Württemberg an: Katholische Betriebsseelsorge, DGB, KAB (Katholische Arbeitnehmer Bewegung), KDA (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt) der evangelischen Kirche, Landesfrauenrat, Landesjugendring, die Arbeitsgemeinschaft der NaturFreunde in Baden-Württemberg e.V, die NGG, der Paritätische, der Sozialverband VdK, der Verband alleinerziehender Mütter und Väter und ver.di.

Hier die Pressenotiz zum Download:

Hier das Statement von KAB und Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart zum Download:

Weitere Infos finden Sie hier(Mindestlohnkampagne des DGB):  www.mindestlohn.de

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Pressekonferenz des Bündnisses "Mindestlohn ohne Ausnahme"

 

 

 

Starke Lobby für mehr Weiterbildung im Land: Breites Bündnis fordert Gesetz zur Bildungszeit




 

14 Organisationen fordern 5 Tage bezahlte Freistellung für berufliche, politische und allgemeine Bildung sowie Qualifizierung für das Ehrenamt

(23. Mai 2014)

Ein heute in Stuttgart auf einer Landespressekonferenz vorgestelltes breites landesweites Bündnis aus 14 Organisationen unterstützt die Forderung nach einem Gesetz zur Bildungszeit in Baden-Württemberg. Das auf Initiative des DGB gebildete Bündnis aus Wohlfahrtsverbänden, kirchlichen Gliederungen, Bildungsträgern, Umweltverbänden, Landesfrauenrat, Landesjugendring, Landesfamilienrat und weiteren Organisationen fordert 5 Tage Bildungszeit pro Jahr für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, für Auszubildende, dual Studierende und Beamtinnen und Beamte. Die Bildungszeit soll für allgemeine, berufliche und politische Bildung sowie für die Qualifizierung für Ehrenämter genutzt werden. Das Gesetz soll ab dem 1. Januar 2015 gelten (...).

Dem Bündnis gehören u.a. die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, die katholische Betriebsseelsorge sowie die keb (Katholische Erwachsenenbildung der Diözese Rottenburg-Stuttgart) an

Den ganzen Pressetext finden Sie hier zum Download:

Den Flyer des Bündnisses finden Sie hier zum Download:

Website des Bündnisses mit weiteren Informationen:  http://gibmir5.dgb.de/

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"Her mit dem guten Leben"

Erwerbslosenfachtagung 2014 - Bad Boll

65 Teilnehmer/-innen befassten sich an den drei Seminartagen schwerpunktmäßig mit Kampagnenarbeit. Wie kann die Forderung nach Existenzsicherung und Teilhabe einer nicht interessierten Öffentlichkeit deutlich gemacht werden? Die meisten Erwerbsloseniniitiativen und -treffs haben jahrelange Erfahrungen mit Straßenaktionen, mit Theaterprojekten und anderen Aktivitäten. Gleichzeitig hat sich die Lebenslage der Betroffenen verschlechtert.
Im Eingangsreferat benannte Michael David die Faktoren, die eine soziale Teilhabe von Menschen mit wenig Einkommen verhindern. Er forderte Respekt und Achtung der Menschenwürde. Auch Alg II-Bezieher_innen sind in der Lage selbst Entscheidungen zu treffen anstelle von Fremdbestimmung.
In vier Workshops wurden Kampagnenmethoden vermittelt und Aktionspläne anhand spezifischer Forderungen gemeinsam erarbeitet. Unsere fachkundigen Referenten waren: Matthias von Herrmann, Fritz Mielert, Roland Saurer und Uli Wohland.
Der Kulturabend wurde vom Liedermacher Thomas Felder gestaltet, mit poetischen und politischen Liedern am Flügel, auf der Gitarre und der Drehleier.
Angelika Klahr berichtete über die Arbeit und das Angebot der Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen. Zum Ende der Tagung stand Vernetzung und gegenseitige Information auf der Tagesordnung. Im Herbst steht u.a. die Aktionswoche "Wohnst Du noch" an. Alle sind eingeladen an ihren Orten Kampagnenarbeit auszuprobieren!
Die Erwerbslosenfachtagung wird jährlich u.a. in Kooperation mit der katholischen Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart durchgeführt.
(Autorin: Christa Cheval-Saur/W.H.)

Die Homepage der Landesarbeitsgemeinschaft der Arbeitslosentreffs und Arbeitslosenzentren in Baden-Württemberg finden Sie hier:  www.lagalo.de

Den Vortrag von Michael David (stellv. Sprecher der Nationalen Armutskonferenz): "Menschenwürdiges Existenzminimum und soziale Teilhabe" finden Sie hier: 

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Plenum der Teilnehmer/-innen

 

 

 

 

„Mehr Zeit für die Pflege“

Pflegefachkräfte der KAB wollen verantwortungsbewusst und unter humanen Bedingungen pflegen.

 

"Im Landtag von Baden-Württemberg übergaben Verantwortliche der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung in der Diözese Rottenburg Stuttgart über 13 000 Unterschriften an Sozialministerin Katrin Altpeter.

Zahlreiche Bürger und Bürgerinnen unterstützten mit ihrer Unterschrift die Forderungen der KAB nach mehr Zeit für die Pflege durch einen verbesserten Personalschlüssel (...)."

 Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier:

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Maria Sinz (KAB-Regionalsekretariat Aalen, 2.v.r.) und Diözesansekretär Peter Niedergesäss (3.v.r.) sowie KAB-Pflegeaktivisten überreichen Sozialministerin Katrin Altpeter über 13.000 Unterschriften

 

 

 

 

"Das Glück sucht uns an einem anderen Ort" - Gottesdienst zum "Workers memorial day"

 

Unter dieser Überschrift hat die Bahnhofsmission und die Betriebsseelsorge zum Begegnungsabend am 3. Juni eingeladen.

35 Personen sind der Einladung zu einem Gottesdienst auf der Baustelle am Hauptbahnhof gefolgt und haben sich über die Bedeutung von Glück und Orte des Glück unterhalten.

"Glück ist ein schillernder Begriff und jeder verbindet etwas anderes.

Glück ist für den einen, wenn er mit Rad von der Arbeit nach Hause fahren und abschalten kann. Für den anderen wenn er seine Arbeit als sinnvoll erlebt. Orte des Glücks: für den einen ist es die Familien für den andern ist der Sonnenaufgang auf der Bergspitze."

Neben dem Austausch über das Glück und die Orte an denen Menschen Glück erleben, wurde anlässlich des "Worker memorial days" auch der Verunglückten auf dem Bau gedacht.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es ein Handwerkervesper mit Leberkäse und Bier sowie spannenden Gesprächen bis tief in die Nacht hinein.

(BS Diakon Peter Maile) - Bild: Handwerkervesper und Begegnung nach dem Gottesdienst (Bild: Maile)

 

 




 

 

 

Stellenabbau bei WMF Geislingen

Katholische Kirche bekundet Solidarität mit WMF Beschäftigten

 

Für die katholische Dekanatsleitung Göppingen-Geislingen ist der massive Arbeitsplatzabbau bei der WMF in Geislingen nicht nachvollziehbar und ein verheerendes Sig-nal an die Menschen.

„Zu Recht wehren sich die WMFler gegen den angekündigten Stellenabbau, der aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Lage in keiner Weise nachvollziehbar sei, so der kommissarische Dekan Martin Ehrler, Geislingen. Er und der Geschäftsführende Ausschuss vom Dekanat sprechen ihre Solidarität mit den Betroffenen aus, die öffentlich gegen die drohenden Massenentlassungen protestieren und verstehen die Sorgen der Menschen, die um ihren Arbeitsplatz bangen.

Die Dekanatsleitung betrachtet die Entwicklung mit Sorge und teilt die Einschätzung von Papst Franziskus, der in seinem Apostolischen Schreiben EVANGELII GAUDIUM Position bezieht und deutliche Worte findet zu einem „Nein zu einer Wirtschaft der Ausschließung. Franziskus schreibt unter anderem: „Es kann nicht angehen, dass sich alles nach den Kriterien der Konkurrenzfähigkeit und nach dem Gesetz des Stärkeren abspielt, wo der Mächtigere den Schwächeren zunichtemacht. Als Folge dieser Situation sehen sich große Massen der Bevölkerung ausgeschlossen und an den Rand gedrängt ohne Arbeit, ohne Aussichten, ohne Ausweg. Der Mensch an sich wird wie ein Konsumgut betrachtet, das man gebrauchen und dann wegwerfen kann. Wir haben die Wegwerfkultur eingeführt, die sogar gefördert wird. Es geht nicht mehr einfach um das Phänomen der Ausbeutung und Unterdrückung, sondern um etwas Neues: Mit der Ausschließung ist die Zugehörigkeit zu der Gesellschaft, in der man lebt, an ihrer Wurzel getroffen, denn durch sie befindet man sich nicht in der Unterschicht, am Rande oder gehört zu den Machtlosen, sondern man steht draußen. Die Ausgeschlossenen sind nicht „Ausgebeutete, sondern Müll, „Abfall.

 

 


Aktion Steilpass - Eine Aktion u.a. der KAB Deutschlands

Fairness und Gerechtigkeit

Aus Anlass der Fußball-WM in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) hat das katholische Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat in Kooperation mit der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB), dem Sportverband DJK, der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) und Kolping International die Aktion „Steilpass. 11 Freunde für Fairness und Gerechtigkeit" ins Leben gerufen. „Zur Fußball-WM 2014 fordern wir Fairness und Gerechtigkeit für die Menschen in Brasilien, in Deutschland und weltweit", sagt die KAB Bundesvorsitzende Regina Dolores Stieler-Hinz.

https://secure.avaaz.org/de/petition/Die_brasilianische_Regierung_Aktion_Steilpass_Fairness_fuer_alle/

Werden auch Sie Teil dieser Forderung und beteiligen sich an der Petition!

 




 

Her mit dem schönen Leben!

Seit vielen Jahren fordern Erwerbsloseninitiativen mehr Möglichkeiten zur politischen, sozialen und kulturellen Partizipation. Sie richten sich damit gegen die politische und gesellschaftliche Ausgrenzung von Erwerbslosen und prekär Beschäftigten. Teilhabe am öffentlichen Leben hängt aber auch von einem menschenwürdigen Existenzminium ab. Deshalb werden seit langem bedarfsdeckende Regelsätze gefordert. Selbst die jetzige, nicht ausreichende Grundsicherung, wird durch gesetzliche Vorgaben im SGB II ständig unterschritten: durch Sanktionen, Rückforderungen, Darlehens- und Mietkautionsanrechnung.

Im Eingangsvortrag beschreibt ein Vertreter der Nationalen Armutskonferenz grundlegende Forderungen für ein menschenwürdiges Leben in unserer heutigen Gesellschaft (...)

Tagungsort: Evangelische Akademie Bad Boll, Akademieweg 11, 73087 Bad Boll

Datum: 02.-04. Juni 2014

Informationen zu Anmeldung und Kosten finden Sie hier: download

 

 


Liturgie zum "workers memorial day"

Datum: 03. Juni 2014, 18.30 Uhr

Ort: Züblin-Baustelle am Hauptbahnhof (Zugang über Hauptbahnhof)

"Mit dem Workers’ Memorial Day soll die Öffentlichkeit auf arbeitsbedingte Tode, Verletzungen und Krankheiten sowie auf die Vermeidbarkeit der meisten Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten hingewiesen werden. Zudem sollen gewerkschaftliche Kampagnen und Ansätze im Kampf für Verbesserungen beim Arbeitsschutz bekannt gemacht werden.

Rund um den Workers’ Memorial Day hat sich der Slogan Remember the dead – Fight for the living (Der Toten gedenken, für die Lebenden kämpfen) etabliert. Obwohl der 28. April - der eigentliche "workers memorial day" - in erster Linie als Tag des Gedenkens und der internationalen Solidarität genutzt wird, wurden an ihm zuweilen auch konkrete Aktionen zur Verbesserung des Arbeitsschutzes initiiert oder praktisch mit entsprechenden Kampagnen verbunden." (Quelle: wikipedia)

Veranstalter: Bahnhofsmission und Betriebsseelsorge S 21

Anmeldung: notwendig

Weitere Details und Hinweise zur Anmeldung finden Sie hier: -> pdf-Download


 

Mai 2014


Arm und Reich - Religiöse Modelle des sozialen Ausgleichs

Datum: 22.-23. Mai 2014

Veranstaltungsort: Tagungszentrum Hohenheim

"Armut ist eines der größten Probleme der Gegenwart. Weltweit lebt jeder vierte Mensch in extremer Armut. Auch in Deutschland wächst die Kluft zwischen Arm und Reich. Dabei umfasst Armut nicht nur einen Mangel an Gütern, sondern auch eine weitreichende soziale Benachteiligung.

Aus der Sicht der Religionen ist dieser Zustand nicht länger hinnehmbar. Die biblischen Propheten treten für die Rechte der Armen ein. Aus der Sicht des Korans unterliegen die Armen und Waisen einem besonderen Schutz. In Judentum, Christentum und Islam spielen Traditionen der Armenhilfe und der Umverteilung von Gütern eine zentrale Rolle. Mit einer „Option für die Armen" wird ein Perspektiven-wechsel gefordert. Menschenwürde, Gemeinwohl, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit erhalten aus der Sicht der drei Religionen je eigene Akzente. (...)

Die Tagung richtet sich an Multiplikatoren und Interessierte aus den Bereichen soziale Arbeit, Wohlfahrtsverbände, Integration, bürgerschaftliches Engagement, Entwicklungszusammenarbeit und interreligiöser Dialog." [aus der Ausschreibung].

Weitere Informationen sowie Hinweise zu Kosten und Anmeldemodalitäten entnehmen Sie bitte dem Flyer zur Veranstaltung, den Sie hier downloaden können


 

Stopp mit der Vorsorgelüge – rettet die Rente!

Reihe: Globalisierungskritische Gespräche auf den Fildern

Datum: Donnerstag, 22. Mai 2014, 19 : 00 Uhr,

Ort: Rinnenbachstr. 30, Ostfildern-Nellingen, Kath. Gemeindehaus

Referenten: Holger Balodis und Dagmar Hühne, Autoren, Journalisten, Köln

Veranstalter: s. Flyer

"Mit Riester, Rürup & Co verlieren wir jährlich viele Milliarden Euro. Diese erschreckende Botschaft vertreten die Buchautoren Holger Balodis und Dagmar Hühne in ihrem Spiegel-Bestseller »Die Vorsorgelüge«.

Sie schildern anschaulich, wie ein Netzwerk aus Politikern, Finanzlobbyisten und Wissenschaftlern zunächst die staatliche Rente demontierte, um anschließend eine wahre "Geldvernichtungsmaschine" in Gang zu setzen. Doch die Fachjournalisten machen auch Hoffnung: Mit etwas politischem Mut ließe sich der Irrweg stoppen. Eine sichere und armutsfeste Altersversorgung ist möglich." 

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer: -> Download


 

 

Soziale Gerechtigkeit in einer sich wandelnden (Arbeits-)Welt

Referent: Prof. Dr. Gregor Thüsing

Datum: 16. Mai 2014, 19.30 Uhr

Ort: 71679 Asperg, Weinstr. 29

Veranstalter: Behindertenhilfe in Kooperation mit dem Bereich Arbeit des Caritasverbandes Stuttgart.

 

Nähe Informationen entnehmen Sie bitte der Ausschreibung, die Sie hier aufrufen können: -> Ausschreibung

 

 

 


"Betreuungskräfte – rechtlos trotz bestehender Rechte?

Das Projekt FairCare und das ILO-Übereinkommen 189 zum Schutz von

Hausangestellten:

Ergebnisse und politische Folgerungen

 

Datum: Dienstag, 13. Mai 2014, 09.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Ort: Hospitalhof Stuttgart

Anmeldung: s. pdf-Dokument

 

 


Die Liga der freien Wohlfahrtspflege im Landkreis Esslingen lädt ein:

"Gemeinsam Zukunft gestalten"

"Speed-Dating"

mit Kandidat/-innen zur Kreistagswahl

Datum: 12. Mai 2014, ab 19.00 Uhr

Ort: Behinderten-Förderung Linsenhofen, Bodelschwinghstr. 13

        72636 Frickenhausen

Themen: Flüchtlingspolitik, Arbeit, Armut, Wohnraum, Inklusion.

 

Podiumsdiskussion

mit Kandidaten/-innen zur Kreistagswahl

Datum: 14. Mai 2014, ab 19.00 Uhr

Ort: Diakonieladen Esslingen, Küferstr. 13/1, 73728 Esslingen

Themen: Flüchtlingspolitik, Arbeit, Armut, Wohnraum, Inklusion.

Nähere Informationen können Sie dem Flyer entnehmen: -> Download

 

 


 

 

 

20. Parlament der Arbeit - DGB Kongress in Berlin

Bundespräsident Gauck betont die Bedeutung des Projektes Faire Mobilität

Berlin, 11. Mai 2014

Bundespräsident Joachim Gauck würdigte in seinem Begrüßungswort zum Auftakt des 20. Parlamentes der Arbeit (DGB Kongress) die Bedeutung qualifizierter Beratung mobiler Beschäftigter durch das Projekt Faire Mobilität, initiiert vom DGB-Bundesvorstand und in Stuttgart mitgetragen von der Katholischen Betriebsseelsorge

 

Hier ein Auszug aus seiner Rede:




DBG/Simone M. Neumann

"Nehmen wir die Europäische Union: Sie ist zur neuen Selbstverständlichkeit, zum gemeinsamen Arbeitsmarkt geworden. Millionen Menschen profitieren davon. Manches bereitet allerdings Sorge. Nicht nur die Stipendiatin aus Spanien oder der Ingenieur aus Polen kommen nach Deutschland, sondern auch europäische Bürgerinnen und Bürger aus teilweise prekären Verhältnissen, getragen von dem Wunsch, ihrer Familie ein besseres Leben zu ermöglichen, und bereit, dafür weit schlechtere Konditionen in Kauf zu nehmen, als üblicherweise in Deutschland ausgehandelt werden. Wir wissen, dass mit dieser Arbeitsmigration Grauzonen entstanden sind und Fälle von Missbrauch. Ich könnte jetzt eine Reihe von ungelösten Problemen ansprechen, ich möchte jedoch lieber ein Beispiel auswählen, das in der schwierigen Debatte Mut macht: Die Arbeit auf deutschen Schlachthöfen ist inzwischen tariflich geregelt worden, nicht zuletzt weil unsere Gewerkschaften die unhaltbaren Zustände immer wieder thematisiert haben. Veränderung ist machbar! Der Mechanismus ist seit 150 Jahren der gleiche: Veränderung gelingt, wenn Empörung in Aktion kanalisiert wird.

Ich bin dem DGB für alle Projekte dankbar, die sich mit Fehlentwicklungen konstruktiv auseinandersetzen – mal als Forschungsaufgabe, mal als Aufklärungskampagne. Wenn es zum Beispiel gelingt, Grauzonen zu beschreiben und vor Risiken zu warnen, den Zuwanderern ihre Arbeitnehmerrechte in Deutschland zu erklären, ihnen den Rücken zu stärken und damit Ausbeutung zu verhindern. Das DGB-Projekt „Faire Mobilität" verfolgt genau diesen Ansatz, bietet Beratung in verschiedenen Sprachen, inhaltlich zugeschnitten auf die Herkunftsländer. So funktioniert Ermächtigung auf dem modernen Arbeitsmarkt: sehr differenziert, sehr individuell, sehr aufwendig. Aber – das ist für mich die wichtigste Nachricht – eben auch passgenau und damit in vielen Fällen wirksam."

Den ganzen Wortlaut seiner Rede finden Sie hier:

 http://bundeskongress.dgb.de/die-woche/++co++e11b548c-d8e6-11e3-8365-52540023ef1a/@@dossier.html

 


 

 

Bundesfachtagung 2014 der Katholischen Betriebsseelsorge

„Handel im Wandel“ - Veränderungen im Einzelhandel und ihre Auswirkungen auf die Beschäftigten

„An kaum einer Branche lässt sich der Wandel der Unternehmensstrukturen, der Arbeitsweisen und der Arbeitsbedingungen so deutlich ablesen wie am Einzelhandel. Stichworte für diesen Umbruch sind: zunehmende Konzentration wirtschaftlicher Macht und verschärfter Konkurrenzkampf; Groß-Insolvenzen wie SCHLECKER und PRAKTIKER; Onlinehandel und Internetshopping; Einkaufsmalls und „shop in shop“ statt großer Kaufhäuser; Inszenierung des Einkaufens als Event; Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten; Leistungs-verdichtung durch Personalabbau: Umwandlung von Vollzeit in Teilzeit bzw. geringfügige Beschäftigung ...


Welche Folgen hat der Wandel für die Beschäftigten? Wie reagieren die Gewerkschaften darauf? Und wo sind wir als Betriebsseelsorger/innen gefordert?“

Mit diesen Fragen und Entwicklungen haben sich auf der diesjährigen Fachtagung der deutschen Betriebsseelsorge Anfang Mai im Kardinal-Hengsbach-Haus in Essen über 50 BetriebsseelsorgerInnen mit Experten, Gewerkschaftern und Betriebsräten ausgetauscht und beraten, welche Konsequenzen diese Entwicklungen für die Arbeit der BetriebsseelsorgerInnen mit den Beschäftigten im Handel nach sich zieht.

Lesen Sie hier den ganzen Bericht: ->



Dörte Nitt-Drießelmann vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut

Norbert Falin, Betreibsrat Amazon Koblenz (links)

Betriebsseelsorger aus Rottenburg-Stuttgart: Blick auf das "CENTRO Oberhausen"

"Konsumtempel CENTRO Oberhausen"



Die TeilnehmerInnen der Bundesfachtagung 2014


 

Einladung zur Abstimmung

"Soll das „Freihandelsabkommen" zwischen der EU und den USA gestoppt werden?"

In einer Expertengruppe bei der Europäischen Kommission werden seit Juni 2013 Vertragstexte entworfen, die zu einer „Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft" (Transatlantic Trade and Investment Partnership/TTIP) führen sollen. Dabei entsteht die größte Freihandelszone der Welt. Zusammen stellen die beiden Abkommens-Partner fast die Hälfte der weltweiten Wirtschaftsleistung. 

Was halten Sie davon? Die KAB lädt als Partnerin der Aktion "vote-europe" zur "Abstimmung" ein: 

            http://www.vote-europe.net/

  




 

 

Gute Arbeit - Soziales Europa

Betriebsseelsorge am 1. Mai

An vielen Orten hat die Betriebsseelsorge auch in diesem Jahr an den Maikundgebungen der Gewerkschaften teilgenommen und u.a. durch Grußworte und Gottesdienste die Anliegen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unterstützt.

Anbei ein Auszug aus dem Grußwort von Thomas Maile, Betriebsseelsorger in Tuttlingen:

 "Ich danke heute am 1. Mai euch allen in den Gewerkschaften, allen Haupt- und Ehrenamtlichen, allen Betriebs- und Personalräten, allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern für euren Einsatz für Menschenwürde und Gerechtigkeit.

Lasst und weiter für gute Arbeit kämpfen!

Für ein festes, verlässliches und auskömmliches Einkommen.

Für sichere und humane Arbeitsplätze.

Für faire Arbeitsbedingungen.

Für eine sichere und ausreichende Rente

Für Verteilungsgerechtigkeit, für Frieden und für Arbeit für alle."

 



1.Mai-Kundgebung in Tuttlingen, u.a. mit Betriebsseelsorger Thomas Maile (2.v.l.), DGB-Regionalsekretär Hans-Peter Menger (3.v.l.), Leni Breymaier (4. v.l.)

Geld kann viel anrichten, aber auch ausrichten!

Bericht vom Sonntag der sozialen Gerechtigkeit in Göppingen

 

"Die ganze Welt spricht von einer Krise des Finanzsystems. Aber was genau verbirgt sich dahinter? Am Sonntag der sozialen Gerechtigkeit in Göppingen erläuterte Wolfgang Kessler, Autor des Buches „Geld regiert die Welt. Wer regiert das Geld?“ vor 120 Interessierten Hintergründe und Zusammenhänge der Krise und warum die Politik so hilflos erscheint (...)."

 

Lesen Sie hier weiter: download

 



Dr. Wolfgang Kessler (links) mit KAB-Regionalsekretär Akos Csernai-Weimer (Göppingen)

 

April 2014

 


Europa in der Diskussion: Das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP – pro und contra

 Datum: Montag, 28. April, 20 Uhr

Ort: Einstein-Haus der Ulmer Volkshochschule, Kornhausplatz 5, Eintritt frei

 

Weitere Informationen: s. pdf-Dokument

 

 



Dekanatsreferenten Dr. Schütz (2.v.r.) und Dr. Lahl (1.v.r.)im Besucheroutfit

Pastoral trifft Mineure

Stuttgart, 28. April 2014

Da staunten die  beiden Geschäftsführer der Katholischen Dekanate  Esslingen-Nürtingen und Stuttgart Dr. Oliver Schütz und Dr. Alexander Lahl nicht schlecht, als es mit dem Personenaufzug über 20 Meter in die Tiefe ging.

Zusammen mit dem Leiter der Betriebsseelsorger Pfarrer Wolfgang Herrmann begleiten sie den Betriebsseelsorger Peter Maile beim Baustellenbesuch des Großprojektes Stuttgart 21 in Stuttgart-Nord. 



Im Tunnel - Mineure bei der Arbeit


Günther Weilharter, Bauleitung der atc-s21 nahm die Kirchenvertreter im Empfang und erklärte Ihnen das Vorhaben. Nach einer Einweisung ging es in den Schacht, wo die Mineure im konventionellen Vortrieb den sogenannten Cannstatter Tunnel erstellen. Vor Ort kamen sie mit den Mineuren ins Gespräch und lernten deren Arbeitsplatz und Arbeitsumfeld kennen. Der Vortrieb verlangt Rücksichtnahme, Teamgeist und Sicherheit.

Das Fazit aller war: Die Mineure leisten hervorragende Arbeit! Es ist, gut, dass die Betriebsseelsorge dort präsent ist und die Arbeitnehmer begleitet. Für viele ist dies der einzige Kontakt zur Kirche und Betriebsseelsorger Diakon Peter Maile Ansprechperson in persönlichen wie arbeitsbezogenen Sorgen.



Teilnehmer/innen an der Konferenz "Faire Mobilität"

 

Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa fair gestalten

Konferenz Faire Mobilität, 9. April 2014 in Berlin


Mehr als 170 Teilnehmer/innen aus neun EU-Ländern, darunter Wolfgang Herrmann von der Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart, diskutierten am 9. April 2014 das Thema Arbeitnehmerfreizügigkeit in der Europäischen Union und sprachen sich für ein Recht auf Beratung für mobile Arbeitnehmer/innen aus.

Auf Einladung des Projekts Faire Mobilität und der Europaabteilung des DGB-Bundesvorstandes kamen Gewerkschafter/innen, politische Entscheidungsträger/innen sowie Berater/innen für mobile Beschäftigte in Berlin zusammen, um über faire Bedingungen im Rahmen der Arbeitnehmerfreizügigkeit in der Europäischen Union zu diskutieren.

Auf dem ersten Podium stellten Gewerkschafter/innen aus Bulgarien, Rumänien, Polen und Spanien die ökonomische Situation in ihren Herkunftsländern sowie die daraus resultierenden Abwanderungsbewegungen dar und diskutierten diese mit Reiner Hoffmann, Mitglied des Geschäftsführenden DGB-Bundesvorstandes. Die Beteiligten unterstrichen die Notwendigkeit einer stärkeren Zusammenarbeit der Gewerkschaften über Ländergrenzen hinweg, um faire Bedingungen für die mobilen Beschäftigten auf einem europäischen Arbeitsmarkt zu erreichen.

Im zweiten Teil der Konferenz stellten Mitarbeiter/innen des Projekts Faire Mobilität Beispiele aus der Beratungspraxis vor, erläuterten die Bedarfe der ausländischen Arbeitnehmer/innen und diskutierten mit dem Publikum, wie mobil Beschäftigte in ihren Rechten gestärkt werden können. Katarina Frankovic vom Stuttgarter Projektstandort, der in Kooperation mit der Katholischen Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart betrieben wird, konnte dabei die Erfahrungen aus den Stuttgarter Beratungsfällen heben und vorstellen. Im letzten Teil diskutierten Vertreter/innen der unterschiedlichen Fraktionen im europäischen Parlament mit Annelie Buntenbach, Mitglied des Geschäftsführenden DGB-Bundesvorstandes, und Thorben Albrecht, Staatssekretär im BMAS, über eine Bewertung der im EU-Parlament zur Abstimmung stehende Durchsetzungsrichtlinie zur Entsenderichtlinie.

Es bestand der Konsens, dass die Beratung mobiler Beschäftigter in Europa eine wichtige Säule der Arbeitnehmerfreizügigkeit darstellt, die in ganz Europa ausgebaut werden sollte.

 


 

März 2014

 


Gute Arbeit – Gutes Leben

Gewerkschaften und Kommunalpolitik

Termin: Donnerstag, den 13. März 2014

Uhrzeit: 18:30 Uhr

Ort: Gewerkschaftshaus Esslingen, Julius-Motteler-Str. 12

Veranstalter: DGB Kreisverband Esslingen-Göppingen, IG Metall Esslingen und ver.di Bezirk Fils-Neckar-Alb

Nähere Infos finden Sie hier: ->

 

 


Neue „Freihandelsabkommen"– Entdemokratisierung durch die Hintertür

Referent: Jens Loewe

Ort: Stadthaus Ostfildern-Scharnhauser Park, Gerhard-Koch-Str. 1

Termin: Donnerstag, 27. Februar 2014, 19.00 Uhr

Veranstalter: Attac Ostfildern in Zusammenarbeit u. a. mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Esslingen

Nähere Informationen finden Sie hier als pdf-Download; ->

 


Das EU-USA-Freihandels- und Investitionsabkommen (TTIP)

 

Ziele, Gefahren und Protest

Referent: Alexis J. Passadakis - Politikwissenschaftler, Mitglied im bundesweiten Rat von Attac und Koordinator des europäischen, handelspolitischen "Seattle to Brussels"-Netzwerks

Datum: Dienstag, 25. Februar 2014, 19.30 Uhr

Ort: Kulturzentrum Dieselstraße, Esslingen, Dieselstraße 26

Eintritt: 5€ | 2 € ermäßigt Veranstalter: Arbeitskreis Ökonomie Esslingen (u.a. Kath. Erwachsenenbildung)

Nähere Informationen finden Sie hier als pdf-Download: -> 


Schlecker-Stiftungsfonds:

Ein wenig menschliche Wärme gegen soziale Kälte

Zum Ende des Jahres wird der "Schlecker-Stiftungsfonds" geschlossen. Er hatte unter dem Dach der Caritasstiftung "Arbeit und Solidarität" eineinhalb Jahre lang ehemalige Schlecker-Beschäftigte finanziell und beratend unterstützt.

Nachdem damals bei der Insolvenz dieser Drogeriekette politische Interessen die Bildung einer Transfer- und Auffanggesellschaft für die 30.000 Beschäftigten verhindert hatten, stürzten die diese ohne Abfindung von heute auf morgen in die Arbeitslosigkeit. Für viele Alleinerziehende oder auch überschuldete Haushalte war dies die Rutschbahn in die Armut. Die Gewerkschaft ver.di in Baden-Württemberg, der evangelische Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) in Baden und Württemberg, sowie die Katholische Betriebsseelsorge schufen daraufhin mit Hilfe der Caritasstiftung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart einen eigenen Stiftungs-Fonds, um unbürokratisch und schnell helfen zu können.

Paul Schobel, Initiator des Stiftungsfonds: "Es ist uns gelungen, ein wenig menschliche Wärme in die soziale Kälte einer Politik zu bringen, die es zuließ, dass so viele Menschen ins gesellschaftliche Abseits von Arbeitslosigkeit und Armut geraten sind." (...)

Den ganzen Artikel finden Sie hier als pdf-Download: ->


Erwerbslosen zu Ihrem Recht verhelfen 8

Schulung für Mitarbeiterinnen in Arbeitslosentreffs/-zentren und Erwerbsloseninitiativen, sowie der Sozialberatung von Beschäftigungsprojekten

Datum: 20. bis 21. März 2014

Ort: Haus der Kirche Bad Herrenalb

Das Sozialrecht und die für die Erwerbslosenberatung besonders relevanten Bestimmungen des SGB II und III befinden sich in ständiger Veränderung. Eine gute Kenntnis des Sozialrechts und der dazu gehörenden verwaltungsrechtlichen- und sozialgerichtlichen Verfahrensbestimmungen ist für SozialberaterInnen in der Erwerbslosenberatung deshalb von großer Bedeutung. Das Fortbildungsangebot soll es den Beratungsstellen  ermöglichen, eine qualitativ gute Beratung für Betroffene anzubieten und den Anforderungen des Rechtsdienstleistungsgesetzes gerecht zu werden. Nähere Informationen sowie Hinweise zur Anmeldung finden Sie hier: =>


Wahl der DBG-Führung

Betriebseelsorge und KAB der Diözese Rottenburg-Stuttgart gratulieren wiedergewählter DGB Spitze in Baden-Württemberg

"Nikolaus Landgraf und Gabriele Frenzer-Wolf führen die nächsten vier Jahre den DGB-Bezirk Baden-Württemberg. Auf der 20. Ordentlichen DGB-Bezirkskonferenz am 1.2.2014 im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg wählten die 100 Delegierten der acht DGB-Mitgliedsgewerkschaften Nikolaus Landgraf mit 95 Prozent der Stimmen zum zweiten Mal zum Vorsitzenden.

Auf der Konferenz mit vielen prominenten Gästen - unter ihnen Ministerpräsident Winfried Kretschmann - gab der DGB den Startschuss für seine Kampagne für fünf bezahlte Tage Bildungszeit. Unter dem Motto "Gib mir 5!" fordert der DGB, die Landesregierung müsse jetzt - wie in fast allen anderen Bundesländern - ein Gesetz mit Freistellungsansprüchen für allgemeine, politische und berufliche Bildung vorlegen (...).

Mit einem Initiativantrag unterstützte die Konferenz die Absicht der Landesregierung, in den Schulen mehr Toleranz für unterschiedliche sexuelle Lebensformen auf den Lehrplan zu setzen.

Die Konferenz wählte auch die künftigen vier Regionsgeschäftsführer des DGB: Jürgen Höfflin (Südbaden) mit 93 Ja-Stimmen, Peter Fischer (Südwürttemberg) mit 90, Bernhard Löffler (Nordwürttemberg) mit 88 und Lars Treusch (Nordbaden) mit 84 Ja-Stimmen."

Auch ihnen gratulieren die Betriebsseelsorge und die KAB der Diözese ganz herzlich! 

 

Bild 1: Betriebsseelsorger Wolfgang Herrmann und KAB-Diözesansekretär Peter Niedergesäss gratulieren Nikolaus Landgraf zu seiner Wiederwahl (Bild: Joe Roettgers)

Bild 2: Gratulation auch an die stellvertretende Vorsitzende Gabriele Frenzer-Wolf

 



W.Herrmann und P. Niedergesäss gratulieren N.Landgraf


Februar 2014

 


Mehr Europa!

Vernetzungstagung zur Zukunft Europas!

Ort: Ev. Akademie Bad Boll

Datum: 21. - 22. Februar 2014

Aus der Ausschreibungankündigung:

"Wir wollen "Mehr Europa!" und laden deshalb herzlich zu einer gemeinsamen Vernetzungstagung am 21.-22. Februar 2014 in die Evangelische Akademie Bad Boll ein.

Die Tagung bringt Akteure aus unterschiedlichen europäischen Arbeitsfeldern zusammen, um neue Synergien für die zukünftige Gestaltung Europas frei zu setzen. Mit Europa-Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen wollen wir an der Weiterentwicklung Europas arbeiten. Der baden-württembergische Europaminister Peter Friedrich, der Vizepräsident des Europäischen Parlaments Rainer Wieland (CDU), die Europaabgeordneten Evelyn Gebhardt (SPD), Heide Rühle (Grüne) und Michael Theurer (FDP) wirken mit vielen anderen an dieser Tagung mit. Das Staatsministerium Baden-Württemberg und die Europa-Union e.V. sind Mitveranstalter der Tagung. Die Ideen und Initiativen aus dieser Tagung werden also direkt bei den europapolitischen Entscheidungsträgern ankommen." (...)

Das Programm finden Sie hier als pdf-Download:

Weitere Informationen und Online-Anmeldung:

www.ev-akademie-boll.de/index.php

 


Betriebsratswahlen 2014:

Aufruf zur Beteiligung als Kandidat/-in und Wahlteilnahme zu den Betriebsratswahlen 2014

 

Gemeinsamer Aufruf des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz,Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, und des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Dr. h.c. Nikolaus Schneider, zu den Betriebsratswahlen 2014:

 

"Vom 1. März bis 31. Mai 2014 finden in Deutschland wieder Betriebsratswahlen statt. Die Kirchen in Deutschland engagieren sich seit vielen Jahren gemeinsam mit den gewählten Arbeitnehmervertretungen in den Betrieben für eine solidarische und gerechte Arbeitswelt.

 

Die Betriebsräte setzen sich ein für die Belange ihrer Kolleginnen und Kollegen und übernehmen dabei große Verantwortung. Diese Aufgabe erfordert hohe Kompetenz, Durchsetzungsvermögen, aber auch Ausdauer und Geschick. Deshalb danken wir allen, die sich in den vergangenen Jahren in den Betrieben für diese wichtige Aufgabe zur Verfügung gestellt haben und sprechen ihnen auf diesem Weg unsere Anerkennung für ihren Einsatz aus. (...)

 

Für die anstehenden Betriebsratswahlen ermutigen wir alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sich an den Wahlen zu beteiligen und von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Überlegen Sie bitte auch, ob Sie sich nicht selbst als Kandidatin oder Kandidat zur Verfügung stellen können. Betriebsräte und Arbeitnehmervertretungen leben von einer möglichst breiten Unterstützung sowie der Bereitschaft vieler, sich hierbei zu engagieren."

Den vollständigen Text des Aufrufes finden Sie hier als PDF-Download: ->

 



Ein Projekt der Betriebsseelsorge Ostwürttemberg mit Bildern von Joachim E. Röttgers

 

 Ort: Foyer Rathaus Heidenheim

 Datum: 21.1. - 04.02.2014

 

Nach über einem Jahrhundert Unternehmensgeschichte schloss im vergangenen Jahr die Gießereigruppe SHW CT (Schwäbische Hüttenwerke Casting Technologies) ihre Heidenheimer Gießerei und entließ die verbliebenen 125 Mitarbeiter.

Der renommierte Photograph Joachim E. Röttgers war - in Kooperation mit der Betriebsseelsorge Ostwürttemberg -  beim "Letzten Guss" am 10. August 2013 anwesend und hat mit seinen eindrucksvollen Bildern nicht nur den Menschen und ihrer Arbeit ein Denk-Mal gesetzt, sondern auch einer ganzen im Umbruch befindlichen Branche.

Nähere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier:

Eine Bilderstrecke des "Letzten Gusses" können Sie hier betrachten:

 http://www.kontextwochenzeitung.de/schaubuehne/124/der-abschiedsguss-1671.html

 

 


Prekäre Arbeitsmigration - Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung

Wahrnehmen – Beraten – Vernetzen

Einladung zu einem Fach- und Trainingstag für Mitarbeitende in Beratungsstellen und Initiativen

Datum: 19. Februar 2014, 10.00 – 16.00 Uhr

Ort: Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7, 70173 Stuttgart

Veranstalter: Fraueninformationszentrum FIZ (Fachberatungsstelle für Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung und der Arbeitsausbeutung in Kooperation mit dem Liga-Fachausschuss Migration)

Arbeitsausbeutung geschieht meist unsichtbar, z.B. in der Gastronomie, in der Reinigungsbranche, auf dem Bau, in der Pflege. Ausbeutung und Zwang bedeuten immer menschenunwürdige Lebensumstände: unwürdige Arbeits- und Wohnbedingungen, vorenthaltener Lohn, eingeschränkte Bewegungs- und Kommunikationsfreiheit. Wenn Menschen mit Migrationshintergrund von Arbeitsausbeutung betroffen sind, befinden sie sich auch aus aufenthalts- und arbeitsrechtlichen Gründen in einer besonderen Abhängigkeit von ihren Arbeitgebern/innen.                                                                                                 

Betroffene Personen brauchen professionelle Unterstützung. Erste Schritte hierfür sind das frühzeitige Erkennen der Anzeichen von Arbeitsausbeutung, rechtliche Grundkenntnisse sowie ein Zusammenwirken in Netzwerken.Der Fachtag vermittelt Hintergrundwissen und sensibilisiert für die Anzeichen von Arbeitsausbeutung. Präventions- und Interventionsmöglichkeiten werden erarbeitet, die Bildung von Netzwerken wird gefördert.

Eingeladen sind Haupt – und Ehrenamtliche aus Beratungsstellen und Initiativen.

Den Informations- und Einladungsflyer finden Sie hier: ->


Januar 2014

 


 

"La ragazza con la fisarmonica"

Eine musikalische Begegnung mit Esther Bejarano, Gianni Cosica & Joram Bejarano

Donnerstag, 23. Januar 2014, 19.00 Uhr

Haus der Katholischen Kirche, Stuttgart

 

Veranstalter:

- ACLI Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem

- Haus der Katholischen Kirche

- Katholische Erwachsenenbildung (keb)

- Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB)

- Betriebsseelsorge Rottenburg-Stuttgart

 

Esther Bejarano ist eine deutsche Sängerin und Musikerin jüdischen Ursprungs, die im Mädchenorchester von Auschwitz spielte. Bereits als Mädchen wurde sie nach Auschwitz und Ravensbrück verschleppt. Die Musik hat sie vor dem Tod gerettet und ihr ganzes Leben begleitet. Nach ihrer Flucht aus dem KZ wanderte sie nach Palästina aus und kehrte 1960 nach Deutschland zurück. Hier trat sie in verschiedenen Musikformationen mit einem internationalen Repertoire an Widerstands- und Friedensliedern auf.

Seit 2009 präsentiert sie dieses Repertoire - in Rapversion - auch zusammen mit der Rap Hip-Hop Gruppe "Microphone Mafi a", die aus ihrem Sohn Joram Bejarano und den beiden türkisch- bzw. italienischstämmigen Rappern Kutlu Yurtseven und Rosario Pennino besteht.

Nähere Informationen sowie Hinweise zur Anmeldung der Veranstaltung (der Eintritt ist frei) entnehmen Sie bitte dem pdf-Dokument: ->