Das DGB-Projekt "Faire Mobilität" hat seit heute eine zweite Homepage

(Berlin, 16.5.2017) Die neue Homepage  www.fair-arbeiten.eu richtet sich direkt an Menschen aus anderen EU-Ländern, die planen in Deutschland zu arbeiten oder schon in Deutschland angekommen sind. Die Seite funktioniert auf Polnisch, Rumänisch, Bulgarisch, Kroatisch, Ungarisch und Deutsch. In naher Zukunft sollen zudem die Informationen auf Englisch zugänglich zu machen. Allen Artikeln auf der Seite ist ein Datum zugeordnet, so dass erkennbar ist, wann die Informationen überarbeitet wurden.

Zudem finden sich auf der Homepage Flyer und Materialien, die seit Bestehen von "Faire Mobilität" entwickelt wurden. Nach und nach werden neue Informationsmaterialien eingestellt und die vorhandenen Informationen/Übersetzungen ein Update erfahren.

Die bisherig Homepage  www.faire-mobilitaet.de  bleibt erhalten und dienst vor allem dem deutschsprachigen (Fach-)Publikum.




 

Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

Infoflyer Umkleidezeiten: Hol dir, was dir zusteht!

(21.4.2017) Der Informationsflyer der NGG "Umkleidezeiten - Hol dir, was dir zusteht" informiert in sechs Sprachen über die Rechte von Beschäftigten bei der Bezahlung von Umkleide- und Wegezeiten durch den Arbeitgeber. Wenn der Arbeitgeber das Tragen einer bestimmten Kleidung vorschreibt und das Umkleiden im Betrieb erfolgen muss, dann muss auch das Umkleiden bezahlt werden. Da die Arbeit in diesem Falle mit dem Umkleiden beginnt, zählen auch die innerbetrieblichen Wege zur Arbeitszeit. Das gilt, wenn der Arbeitgeber das Umkleiden nicht am Arbeitsplatz ermöglicht, sondern dafür eine vom Arbeitsplatz getrennte Umkleidestelle einrichtet, die der Arbeitnehmer zwingend benutzen muss.

Die NGG rät dazu, diese Ansprüche regelmäßig und rechtzeitig einzufordern. Der Flyer enthält ein entsprechendes Musterformular.

 

Hier finden Sie den deutschen Info-Flyer:

  

 Hier können Sie alle Info-Flyer herunterladen.


Mai 2017


Fachtag | Diskriminierung in der Arbeitswelt

Termin: 23.05.2017, 09:30 bis 16:15

Ort: Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stuttgart

 

Der Fachtag thematisiert Antidiskriminierung in der Arbeitswelt, Kooperationen von Personal- und Betriebsräten mit Antidiskriminierungsstellen und weitere verwandte Fragen. Die Mitarbeiterinnen Dorota Kempter und Stanislava Rupp (Prokte Faire Mobilität Stuttgart) richten im Rahmen des Fachtages einen Workshop zu Erfahrungen aus der Beratungsarbeit aus.

 

Hier geht es zur Ausschreibung/Anmeldung:

 


April 2017



 

Workers´Memorial Day in der Hospitalkirche in Stuttgart am 27. April 2017 um 17.30 Uhr

Internationaler Gedenktag für verstorbene und verunglückte Beschäftigte International Workers´ Memorial Day (IWMD) soll an alle erinnern, die von oder durch die Arbeit getötet oder verletzt wurden. Er soll unsere Entschlossenheit zur Verringerung der Risiken und zum Schutz derMenschen vor Verletzungen am Arbeitsplatz stärken.

Bauarbeiter und die weiteren Beschäftigtengedenken an diesem Tag ihrer Kolleginnen und Kollegen, die bei der Arbeit oder durch ihre Arbeit am Bau ihr Leben verloren haben oder verletzt wurden.

 

Hier die Einladung:

 

 










Fernfahrer-Aktion auf dem Rastplatz Gruibingen

(FM/wh) Gründonnerstag im Morgengrauen auf dem Autobahnrasthof Gruibingen Richtung Ulm: LKW-Fahrer-Aktion des Netzwerks Arbeitswelt Göppingen. Im Einsatz waren neben den Kollegen des Netzwerkes auch "Faire Mobilität Stuttgart", die Betriebsseelsorge sowie Kolleg/-innen von ver.di. Dabei wurde mit zahlreichen Fahrer/-innen vor allem aus Osteuropa über ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen gesprochen und mehr als 100 Geschenktüten mit Ostereiern, Kugelschreibern, Fernfahrerkalendern sowie Informationsflyern verteilt. Die LKW-Fahrer klagten in den Gesprächen über überfüllte Parkplätze und die lange Abwesenheit von zu Hause. Außerdem erhalten die Fahrer, welche einen ausländischen Arbeitgeber haben, für ihre Arbeitszeit in Deutschland oft nicht den in Deutschland geltenden Mindestlohn.

 

Weitere Bilder sind ein gestellt auf der Facebook-Seite von Faire Mobilität:

 https://de-de.facebook.com/Faire-Mobilität-229246113945024/

Ein Beitrag des SWR Fernsehens über die Aktion lässt sich hier aufrufen:

 https://swrmediathek.de/player.htm?show=06e1dfc0-2078-11e7-9102-005056a12b4c

 

 


Januar 2016




Freizügigkeit - Ein europäisches Bürgerrecht?

Arbeitsausbeutung und Menschenhandel in Deutschland


Ort: Karlsruhe, DGB-Haus (Ettlinger Str. 3a)
Datum: 20.01.2016, 17.00 Uhr

Referentin: Dr. Dorota Kempter, Beratungsstelle Faire Mobilität Stuttgart

Hier geht es zum Einladungsplakat: ->

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Literaturhinweis:

Beratungsstelle Faire Mobilität mit neuen Info-Flyern (deutsch/polnisch/tschechisch)

(15.01.2016) Die Stuttgarter Beratungsstelle des DGB-Projektes Faire Mobilität für mobile Beschäftigte (in Kooperation mit der Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart) verfügt seit kurzem über aktualisierte Informationsflyer. Die Beraterinnen vor Ort bieten neben der Beratung in deutscher Sprache auch mutterspachliche Beratung auf polnisch, tschechisch und slowakisch an.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier: www.faire-mobilitaet.de

Hier gehts zum Download der Flyer: 

deutsch:

polnisch:

tschechisch:

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November 2015


Neuerscheinung:

Broschüre "Wissen ist Schutz!" nun mit Griechisch in einer weiteren Sprache erhältlich!

(Berlin, November 2015)

"Wissen ist Schutz!" ist ein Leitfaden für Menschen, die vorübergehend oder auf Dauer in Deutschland leben und arbeiten wollen. Er enthält Informationen, die helfen, in Deutschland eine legale Arbeit unter fairen Bedingungen zu finden sowie ein Verzeichnis von Ansprechpartnern, die bei Bedarf Beratung und Unterstützung anbieten.

Die griechisch sprachige Fassung wurde in enger Zusammenarbeit mit der Griechischen Botschaft in Berlin und dem Verein Deutsch-Griechischer Gesellschaften e.V. vollständig überarbeitet und an die Situation von EU-BürgerInnen aus Griechenland angepasst.

Auf der Homepage des Projekts "Faire Mobilität" stehen die griechisch sprachige Fassung und deren deutsch sprachige Ausgabe zum Download bereit:

 http://www.faire-mobilitaet.de/informationen/publikationen

Die gedruckte Broschüre kann zudem beim Projekt bestellt werden. Angehängt sind die beiden Fassungen im PDF-Format: deutsche Version / griechische Version

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April 2015


Katja Mast (MdB) und Rainer Hinderer (MdL) zu Besuch bei Faire Mobilität Stuttgart

(17.4.2015)

Viel Zeit nahmen sich Katja Mast (MdB) sowie Rainer Hinderer (MdL) anlässlich ihres Besucher der Beratungsstelle Faire Mobilität Stuttgart, um mehr über die Arbeit der BeraterInnen und die ausbeuterischen Arbeitssituationen zu erfahren, unter denen viele mobile Beschäftigte auch im Südwesten der Republik zu leiden haben.

Beide zeigten sich beeindruckt von der intensiven Beratungsarbeit und nahmen das Anliegen der Projektverantwortlichen (DGB und Katholische Betriebsseelsorge) mit, sich für eine dauerhafte Absicherung dieser not-wendenden Arbeit einzusetzen. Eine Förderzusage über September 2015 hinaus liegt für das u.a. aus Mitteln des BMAS und dem ESF-Fonds finanzierte Bundes-Projekt noch nicht vor, und im Gegensatz zu Hessen, NRW und anderen Bundesländern sieht sich das Land Baden-Württemberg derzeit nicht in der Lage, ein aus Landesmitteln finanziertes Beratungsangebot einzurichten. 




(Auf dem Bild: Katja Mast (MdB, 2.v.l.) - Rainer Hinderer (MdL, 3.v.l.) - Christoph Laug, Katarina Frankovic und Dr. Dorota Kempter (BeraterInnen), Gabriele Frenzer-Wolf, stellv. Vorsitzende DGB Baden-Württemberg (5.v.r.) - Niko Landgraf (DGB-Vorsitzender DGB Baden-Württemberg (4.v.r.), Bärbel Mauch (DGB, 2.v.r), Wolfgang Herrmann (Betriebsseelsorge, 3.v.r.)


 

Oktober 2014

 


 

Ministerbesuch am Standort Stuttgart von Faire Mobilität

(von Wolfgang Herrmann)

Mit großem Interesse ließ sich am Dienstag, den 21. Oktober Minister Peter Friedrich (Minister für den Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten) von den Mitarbeiterinnen Dr. Dorota Kempter und Katarina Frankovic die Arbeit in der Stuttgarter Beratungsstelle Faire Mobilität erklären.

Anhand der aktuellen, stetig anwachsenden Fallzahlen und einiger Musterfälle verdeutlichten die Mitarbeiterinnen des Stuttgarter Kooperationsprojektes zwischen DGB und Katholischer Betriebsseelsorge ihre Arbeitsweise und die Möglichkeiten, die Interessen von Arbeitsausbeutung betroffener mobiler Beschäftigter zu vertreten und Arbeitsmigrant/-innen in arbeits- und sozialrechtlichen Fragen zu beraten.

Seit dem Start der Beratungsarbeit in Stuttgart im Februar 2013 ist ein stetiger Anstieg der Nachfrage zu verzeichnen. Zuvor skizzierte Dominique John (Leiter des Projektes Faire Mobilität - Berlin) die Projektidee sowie den aktuellen Stand der Weiterförderung der bundesweit insgesamt 6 Beratungsstellen. Wolfgang Herrmann (Leiter der Betriebsseelsorge in der Diözese Rottenburg-Stuttgart) hob in seinem Statement die gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Gewerkschaft hervor und unterstrich, wie auch Gabriele Frenzer-Wolf (stellv. DGB-Landesvorsitzende), die Notwendigkeit einer abgesicherten Förderung über den bisherigen Zeitraum hinaus. Beide verdeutlichten, dass eine muttersprachliche, niederschwellige Beratung einer der Schlüssel für den "Erfolg" des Projektes sei.

Minister Friedrich signalisierte am Ende seines Besuches, im Rahmen seiner Möglichkeiten die Planungen für die Fortführung des DGB-Projektes aus Mitteln des Landes (bzw. Drittmittel) zu unterstützen und verwies u.a. auf Verankerungsmöglichkeiten im InterReg-Programm sowie der Donauraum-Strategie. Auch dem Vorschlag, einen Fachtag mit allen Akteuren im Kontext "Arbeitsausbeutung" (Beratungsstellen, Gewerkschaften, Kirche, Arbeitgeberverbände etc.) durchzuführen, zeigte er sich aufgeschlossen.

Ein weiterer Kontakt zur Absicherung der Ergebnisse wurde vereinbart.

 



Foto von Bärbel Mauch (DGB)


 

Mai 2014

 



 

20. Parlament der Arbeit - DGB Kongress in Berlin

Bundespräsident Gauck betont die Bedeutung des Projektes Faire Mobilität

Berlin, 11. Mai 2014

Bundespräsident Joachim Gauck würdigte in seinem Begrüßungswort zum Auftakt des 20. Parlamentes der Arbeit (DGB Kongress) die Bedeutung qualifizierter Beratung mobiler Beschäftigter durch das Projekt Faire Mobilität, initiiert vom DGB-Bundesvorstand und in Stuttgart mitgetragen von der Katholischen Betriebsseelsorge

 Hier ein Auszug aus seiner Rede:



DGB / Simone M. Neumann

 

"Nehmen wir die Europäische Union: Sie ist zur neuen Selbstverständlichkeit, zum gemeinsamen Arbeitsmarkt geworden. Millionen Menschen profitieren davon. Manches bereitet allerdings Sorge. Nicht nur die Stipendiatin aus Spanien oder der Ingenieur aus Polen kommen nach Deutschland, sondern auch europäische Bürgerinnen und Bürger aus teilweise prekären Verhältnissen, getragen von dem Wunsch, ihrer Familie ein besseres Leben zu ermöglichen, und bereit, dafür weit schlechtere Konditionen in Kauf zu nehmen, als üblicherweise in Deutschland ausgehandelt werden. Wir wissen, dass mit dieser Arbeitsmigration Grauzonen entstanden sind und Fälle von Missbrauch. Ich könnte jetzt eine Reihe von ungelösten Problemen ansprechen, ich möchte jedoch lieber ein Beispiel auswählen, das in der schwierigen Debatte Mut macht: Die Arbeit auf deutschen Schlachthöfen ist inzwischen tariflich geregelt worden, nicht zuletzt weil unsere Gewerkschaften die unhaltbaren Zustände immer wieder thematisiert haben. Veränderung ist machbar! Der Mechanismus ist seit 150 Jahren der gleiche: Veränderung gelingt, wenn Empörung in Aktion kanalisiert wird.

Ich bin dem DGB für alle Projekte dankbar, die sich mit Fehlentwicklungen konstruktiv auseinandersetzen – mal als Forschungsaufgabe, mal als Aufklärungskampagne. Wenn es zum Beispiel gelingt, Grauzonen zu beschreiben und vor Risiken zu warnen, den Zuwanderern ihre Arbeitnehmerrechte in Deutschland zu erklären, ihnen den Rücken zu stärken und damit Ausbeutung zu verhindern. Das DGB-Projekt „Faire Mobilität" verfolgt genau diesen Ansatz, bietet Beratung in verschiedenen Sprachen, inhaltlich zugeschnitten auf die Herkunftsländer. So funktioniert Ermächtigung auf dem modernen Arbeitsmarkt: sehr differenziert, sehr individuell, sehr aufwendig. Aber – das ist für mich die wichtigste Nachricht – eben auch passgenau und damit in vielen Fällen wirksam."

Den ganzen Wortlaut seiner Rede finden Sie hier:

 http://bundeskongress.dgb.de/die-woche/++co++e11b548c-d8e6-11e3-8365-52540023ef1a/@@dossier.html