Das Jahr 2013

 

(Arbeits-)Zuwanderung aus Südosteuropa - Fakten und Herausforderungen

Fachtagung

Freitag, 8. November 2013, 09.30 Uhr - 16.00 Uhr

Volkshochschule der Stadt Ludwigshafen, Bürgerhof

Die Bundesrepublik Deutschland verzeichnet seit 2011 steigende Zuwanderungszahlen, auch aus dem südosteuropäischen Raum.

Neben hochqualifizierten Arbeitskräften wandern auch Menschen zu, die in Deutschland eine bessere Zukunft suchen, da sie in ihren Heimatländern Diskriminierung und soziale Ausgrenzung erleben

Der Fachtag "Zuwanderung aus Südosteuropa" gibt einen Überblick über die verschiedenen Zuwanderungsgruppen, Hintergrundswissen zur Situation in den herkunftsländern und die rechtlichen Rahmenbedingungen, führt in die einschlägigen Regelungen der Sozialgesetzgebung ein und bietet eine Plattform zum Austausch und Vernetzung.

Weitere Informationen über das Programm, Referent/-innen und und die Anmeldeformalitäten finden Sie hier als pdf-Download:

 


Menschenwürdige Arbeit

 

Bischof Ackermann zum Internationalen Tag der Menschenwürdigen Arbeit (07.10.2013)

Faire Arbeitsbedingungen für alle: ein Thema für die Koalitionsverhandlungen

"Wirtschaftliches Wachstum auf Kosten von menschenwürdiger Arbeit bedroht langfristig den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland und in Europa.

Miserable Wohnbedingungen, Lohnvorenthalt und die Ausbeutung von Fachkräften in der Fleisch verarbeitenden Industrie, von Hausangestellten und auf dem Bau sind keine exotischen Missstände in fernen Ländern, sondern vor der eigenen Haustür zu finden. Dabei sind zum größten Teil Arbeiterinnen und Arbeiter aus anderen europäischen und außereuropäischen Ländern betroffen, die durch ihre Arbeitsleistung Deutschlands Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit stärken. Deshalb muss es bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen auch um menschenwürdige Arbeit für alle, gerade für die Wanderarbeiter/-innen und prekär Beschäftigten gehen."

So äußerte sich Bischof Dr. Stephan Ackermann, der Justitia et Pax- Vorsitzende anlässlich des Internationalen Tages für menschenwürdige Arbeit am 7. Oktober (...)"

In einem reichen Land wie Deutschland müssten faire Arbeitsbedingungen, faire Entlohnung und faires Miteinander zu Mindestanforderungen an eine sozialverträgliche Politik gehören, die sowohl für inländische als auch in Deutschland tätige ausländische Arbeiterinnen und Arbeiter gelten.

Wortlaut der Pressemeldung finden Sie hier als pdf-Dokument: ->


Solidaritätsbekundung der katholischen Betriebsseelsorge an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Baumarktkette PRAKTIKER anlässlich der ausgesprochen Insolvenz am 11.Juli 2013

 

Die Betriebsseelsorge im Bistum Mainz, die enge Kontakte zu Betriebsrät/-innen der Baumarktkette PRAKTIKER hat, veröffentlichte anlässlich der ausgesprochenen Insolvenz eine Solidaritäsbekundung.

Den Text finden Sie hier als PDF-Download: ->


"Cash statt Crash"

 

"Cash statt Crash"

Welche Impulse gibt die christl. Soziallehre in der Krise der Finanz- und Arbeitswelt?

Vortrag von Dr. Wolf-Gero Reichert

Donnerstag, 17.10.2013, 20.00 Uhr

Ebersbach/Fils, Gemeindehaus der Kath. Kirche, Leintalstr. 47

Nähere Informationen finden Sie hier als pdf-Download:


Welttag für menschenwürdige Arbeit:

"Das Glück sucht uns an einem anderen Ort!" - Prekäre Beschäftigung ist kein Schicksal"

Video auf Youtube

Aus Anlass des Welttages für menschenwürdige Arbeit fanden sich am 7.10.2012 in Stuttgart der Deutsche Gewerkschaftsbund, die IG Metall, die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) sowie die Katholische Betriebsseelsorge und Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) zu einem Aktionstag ein.

Parralel dazu wurde im Auftrag der Katholischen Betriebsseelsorge Stuttgart ein Video gedreht.

Es ist mittlerweile auch auf dem Videoportal Youtube eingestellt und kann dort unter dem Stichwort:

'Prekäre Beschäftigung' aufgerufen werden. Der Titel lautet: Titel: „Das Glück sucht uns an einem anderen Ort"

Hier der Link:

www.youtube.com/watch


Erzbischof Schick für gerechte Löhne und gegen Tarifflucht

 

Treffen mit Arbeitnehmervertretern im Bamberger Bistumshaus

Pressestelle - Christiane Dillig

Erzbischof Schick beim Treffen mit Gewerkschaftern

Bamberg. (bbk) Erzbischof Ludwig Schick hat sich bei einem Treffen mit Gewerkschaftern für gerechte Löhne ausgesprochen. Die Arbeitnehmervertreter hätten die Bischöfe bei ihren Bemühungen um Gerechtigkeit am Arbeitsplatz an ihrer Seite, sagte Schick. Bei dem jährlichen Zusammentreffen unter dem Motto „Gerechtigkeit ist mehr“ bedauerte Schick am Dienstag, dass es „die Gerechtigkeit, die wir uns wünschen“, im Arbeitsalltag noch nicht im hinreichenden Maß gebe. Er forderte die Vertreter von Katholischer Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), Arbeitnehmerpastoral und Gewerkschaften auf, sich weiterhin intensiv um gerechte Löhne und Chancengleichheit einzusetzen.

Der Leiter der Arbeitnehmerpastoral im Erzbistum, Manfred Böhm, erinnerte an das Sozialwort der beiden christlichen Kirchen, in dem den Menschen sogar mehr als reine Gerechtigkeit zukomme. Die Menschen sollten auch im Arbeitsleben einen Ort der Geborgenheit erfahren und die Möglichkeit, sich zu entfalten.

Böhm erinnerte an unterschiedliche Bildungsvoraussetzungen von Kindern. Ziel müsse es sein, ein Netz zu knüpfen, das für einen Ausgleich sorgt. In der Diskussion sprach sich Erzbischof Schick eindeutig gegen eine nicht tarifgebundene Bezahlung von Arbeit aus. Auch die Verhinderung von Betriebsräten oder die Beeinträchtigung von deren Arbeit sei abzulehnen. „Die Betriebe schaden sich so selbst“, sagte Schick. Bezüglich der Interessenvertretung der Beschäftigten im kirchlichen Bereich, im so genannten Dritten Weg, sagte der Erzbischof, man solle diesen Weg des paritätischen Miteinanders nicht aufgeben, solange er akzeptiert wird.

Gerechtigkeit meine, so betonte Schick, dass Menschen ein „rechtes Leben“ führen können. Dies bedeute, das nötige Geld zu verdienen, um ein Auskommen zu haben, eine Arbeit zu haben, die dem Menschen entspreche und in der er sich verwirklichen könne. Unter Hinweis auf die in diesem Jahr bevorstehenden Wahlen forderte Schick dazu auf, Einfluss zu nehmen und sich mit den Forderungen nach einem Mehr an Gerechtigkeit in den politischen Diskurs einzubringen.

 


Nahtstelle Kirche und Arbeitnehmerschaft - Eine empirische Studie zum Verhältnis von Kirche und Arbeitnehmenden

 

Nürnberg, 24./25. Juni 2013

Fachtagung für Pfarrerinnen und Pfarrer, theologisch-pädagogische Mitarbeitende sowie Interessierte aus Politik und Gesellschaft

Veranstalter: KDA Bayern und Kooperationspartner

Den Informationsflyer mit weiteren Informationen sowie Hinweisen zur Anmeldung finden Sie hier: Flyer


Kulmbacherin Marietta Schmidt als „Arbeiterin für Gerechtigkeit" ausgezeichnet

Erzbischof Schick verlieh Preis der Betriebsseelsorge

Bamberg. (bbk) Erzbischof Ludwig Schick hat an die Kulmbacher Berufsschullehrerin Marietta Schmidt den Preis der Katholischen Betriebsseelsorge Bamberg „Arbeiter für Gerechtigkeit" verliehen. Schick überreichte im Bistumshaus St. Otto die Bronzeplakette. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.

Der Leiter der Diözesan-Betriebsseelsorge, Manfred Böhm, betonte bei der Preisverleihung am Dienstagabend, die Kirche habe die Pflicht, die Zeichen der Zeit zu erforschen und zu deuten. Das mache sehend für die Bedingungen der Arbeitswelt, die dann nach der Norm der Gerechtigkeit umgestaltet werden müssen. Dies habe Schmidt seit eh und je bewegt. Für ihre Mitarbeit an einer menschlichen Welt aus christlicher Verantwortung heraus sei ihr der Preis zugesprochen worden.

Betriebsseelsorger Eckhard Schneider erklärte in seiner Laudatio, Schmidt sei nicht nur eine „Arbeiterin oder besser Beamtin für Gerechtigkeit", sondern ein „pontifex minor" – eine „kleine Brückenbauerin", da sie eine „Wandlerin zwischen den Welten" sei, die sich zwischen vermeintlichen Fronten bewege. Brückenbauen sei immer ein Wagnis und berge das Risiko zwischen Scheitern und Glücksgefühl. Brückenbauen habe das Verbessern der Lebensqualität auf Dauer zum Ziel. Die Preisträgerin und SPD-Kommunalpolitikerin, die aus dem katholischen Oberbayern nach Oberfranken gekommen war, führe Menschen und Organisationen zusammen.

Erzbischof Schick stellte die Frage, was heute Gerechtigkeit bedeute und wie Mann und Frau zur "Arbeiterin oder Arbeiter für Gerechtigkeit" werde. Gerechtigkeit könne man übersetzen mit "rechtes Leben für alle". Ein "Arbeiter für Gerechtigkeit" sei man dann, wenn man sich für ein "rechtes Leben für alle" einsetze. Vor allem müsse dabei die Jugend in Europa und der ganzen Welt in den Blick genommen werden. Für sie müsse Nachhaltigkeit angestrebt werden. Dafür sei die Kardinaltugend des Maßhaltens nötig. „Gott hat genug gemacht für jedermanns Bedürfnisse aber nicht für jedermanns Habgier." Maßhalten sei eine Forderung an alle, besonders aber an die Wohlhabenden. Die Preisträgerin mahne diese Tugend immer wieder an. Wer sich für Gerechtigkeit einsetze, müsse tapfer kämpfen. Marietta Schmidt verfüge auch über die Tugend der Tapferkeit. Tapferkeit bedeute vor allem, einen langen Atem zu haben und am Thema Gerechtigkeit dranzubleiben.

Besonders wichtig bei der Arbeit für Gerechtigkeit sei der Einsatz für die Bildung, so Schick. Die Bildung sei das A und O für die Gerechtigkeit. Und für die Bildung habe sich Schmidt als Berufsschullehrerin und in der Gewerkschaft GEW seit Jahrzehnten eingesetzt.

In ihren Dankesworten meinte Schmidt: „Sozialdemokratin und Gewerkschafterin und freiwillig aktiv katholisch – wie geht das?" An allen drei Eigenschaften habe sie schon bitter gelitten. Aber immer wieder hätten sich Menschen gefunden, die sie wieder aufgebaut haben. Ohne deren Tun hätte sie diese Auszeichnung nicht erhalten.

Marietta Schmidt lebte bis zu ihrem elften Lebensjahr in Wasserburg am Inn, kam dann nach München, wo sie später eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester absolvierte. Parallel zum Beruf besuchte sie das Abendgymnasium und studierte Höheres Lehramt an Berufsschulen. Zuletzt unterrichtete sie fünf Jahre an der Berufsschule in Kulmbach. Sie hat zwei Kinder. Heute engagiert sich die 68-jährige Pensionärin für den Erhalt des Sonntags als Ruhetag mit der „Sonntagsallianz" in Kulmbach. Sie ist in der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), der Gewerkschaft GEW und der SPD aktiv. Bei der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen war sie stellvertretende Landesvorsitzende.

Der Preis „Arbeiter für Gerechtigkeit" wurde von Prälat Norbert Przibyllok, dem ersten Leiter der Betriebsseelsorge des Erzbistums, gestiftet. Er wird an Einzelpersonen oder Gremien aus der Arbeitnehmerschaft verliehen, die sich in ihrem Einsatz für mehr Solidarität, Menschenwürde und soziale Gerechtigkeit in der Gesellschaft oder im Betrieb besonders verdient gemacht haben.

PM als PDF:



„Marietta Schmidt und Erzbischof Schick"

„Betriebsseelsorger Eckhard Schneider aus Kulmbach, der Leiter der Diözesan-Betriebsseelsorge, Manfred Böhm, Erzbischof Ludwig Schick, Preisträgerin Marietta Schmidt und deren Ehemann Uli Schmidt (von links)"


Die Betriebsseelsorge unterstützt die Eilaktion der Kampagne für Saubere Kleidung

 

"Liebe UnterstützerInnen der Kampagne für Saubere Kleidung,

wir alle sind schockiert über das schreckliche Unglück in Bangladesch. Bei dem Einsturz mehrerer Textilfabriken starben bisher über 400 Menschen, über 2000 sind verletzt. Die fürchterlichen Nachrichten reißen nicht ab. Leider bestätigt sich erneut: es braucht dringend einen transparenten und verbindlichen Gebäude- und Brandschutz in Bangladesch, in dem auch die Arbeiterinnen und Arbeiter entscheidende Mitsprachemöglichkeiten haben. Denn die aktuelle Tragödie zeigt in aller Deutlichkeit, wie wichtig es ist, dass die ArbeiterInnen an den Sicherheitsmaßnahmen beteiligt sind: die Beschäftigten wussten, dass das Gebäude baufällig ist, sie wurden aber von ihren Vorgesetzen genötigt, trotzdem zu arbeiten.

Die Kampagne für Saubere Kleidung fordert seit langem ein transparentes und verbindliches Abkommen zum Gebäude- und Brandschutz in Bangladesch. Es ist höchste Zeit das dieses umgesetzt wird! Beteiligen Sie sich an der Petition der Kampagne für Saubere Kleidung!"

Hier finden Sie den Link, um die Eilaktion zu unterstützen:

http:// www.saubere-kleidung.de/index.php/27-kampagnen-themen/eilaktionen/256-stoppt-das-toeten-mehr-sicherheit-fuer-die-arbeiterinnen-in-bangladesch


DGB eröffnet neuen Beratungsstandort „Faire Mobilität" in Stuttgart

"Das Projekt „Faire Mobilität – Arbeitnehmerfreizügigkeit sozial, gerecht und aktiv" hat nach Frankfurt am Main, Berlin, Hamburg und München in Stuttgart einen fünften Beratungsstandort eröffnet. Insbesondere polnisch- und kroatischsprachige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können dort in arbeitsrechtlichen und sozialen Fragen kostenlose Hilfestellung erhalten. Gleichzeitig legt der neue Standort einen inhaltlichen Schwerpunkt auf die Situation von osteuropäischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der Transport- und Logistikbranche.

Der neue Standort kooperiert eng mit der katholischen Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Im Rahmen des vom DGB-Bundesvorstand zu verantwortenden Gesamtprojektes „Faire Mobilität" werden insgesamt sechs Beratungsstellen für Arbeitnehmerinnen und Arbeiternehmer aus mittel- und osteuropäischen Staaten in verschiedenen Ballungszentren aufgebaut. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und des DGB.

Nikolaus Landgraf, Vorsitzender des DGB Baden-Württemberg, betonte den Anspruch auf gute Arbeit für alle. „Wir wollen gerechte Löhne und faire Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten" so Landgraf. „Deshalb freuen wir uns, dass wir mit der Beratungsstelle hier im Ländle ein Zeichen gegen Arbeitsausbeutung setzen können." Josip Juratovic, SPD-Bundestagsabgeordneter, begrüßte das Projekt und verwies auf dessen Bedeutung im Zusammenhang mit der Erweiterung der EU.

Der Projektleiter Dominique John stellte die Konzeption und das Anliegen des Projektes vor, die beiden Projektmitarbeiterinnen Dr. Dorota Kempter und Katarina Frankovic berichteten aus ihrer Beratungsarbeit. Ausstehende Löhne, fehlender Krankenversicherungsschutz, miserable Unterkünfte zu überhöhten Preisen, immer wieder tauchen dieselben Probleme auf. Derzeit entsteht in Stuttgart ein breites Netzwerk aus Beratungsstellen, Ämtern, Gewerkschaften und Anlaufstellen, die sich gemeinsam gegen unwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen einsetzen." [Quelle: DGB-Pressestelle i. V. Dimitrios Galagas]

Pfr. Wolfgang Herrmann, Leiter des Fachbereiches Kirche und Arbeitswelt - Betriebsseelsorge, hob in seinem Grußwort die enge Verzahnung der Projektstelle Faire Mobilität mit der Projektstelle Betriebsseelsorge Stuttgart 21 hervor. Ebenso betonte er im Blick auf die Erfahrungen aus den ersten Beratungengesprächen die Notwendigkeit einer langfristigen Absicherung der Projektstelle einerseits wie auch die Verantwortung der Politik andererseits, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung nachhaltig und effektiv unterbinden. Kritisch bemerkte er,dass die Bundesregierung bis heute die vor zwei Jahren verabschiedete EU-Richtlinie zur Bekämpfung des Menschenhandels nicht umgesetzt hat. Die Frist zur Übertragung der Richtlinie in nationales Recht war am 5. April 2013 abgelaufen.

 

Weitere Infos unter: www.faire-mobilitaet.de



DGB-Landesvorsitzender Nikolaus Landgraf und MdB Josip Juratovic im Anschluss an ihre Grußworte

Dr. Dorota Kempter berichtet aus ihrer Arbeit

Im Vordergrund links: Dr. Dorota Kempter und Katarina Frankovic, die beiden Beraterinnen des Stuttgarter Projektes Faire Mobilität

Dominique John, Leiter des Projektes Faire Mobilität, stellt die Anliegen des Projektes vor

Beim anschließenden"Ständerling"

Nachlese zum 4. Mobbing-Kongress in Bad Boll vom 1.-3. März 2013

(Bericht von Wirtschafts- und Sozialpfarrerin Karin Uhlmann, KDA Heilbronn)

Zum wiederholten Mal trafen sich Menschen aus verschiedenen Berufsgruppen und Institutionen zum Mobbing-Kongress in Bad Boll. Der Mobbing-Kongress wurde vom 01.-03. März vom KDA-Württemberg, KDA Baden und der katholischen Betriebsseelsorge Ludwigsburg/Heilbronn verantwortet. Federführend waren Wirtschafts- und Sozialpfarrerin Karin Uhlmann, Sozialsekretär Klaus-Peter Spohn-Logé und die beiden Pastoralreferenten Martin Zahner und Josef Krebs. Mit seinem Einstiegsreferat gelang es Dr. phil. Axel Esser gekonnt die Zuhörer für die Veränderungen im Bereich von Mobbing der letzten 20 Jahre zu sensibilisieren. Sprach Heinz Leymann, der Vater der Mobbingforschung noch konkret von "Mobbing", spricht man heute von psychischer Belastung am Arbeitsplatz, was eher die Komplexität des Phänomens beschreibt – wie der Dipl. Psychologe Dr. phil. Esser darstellte. Machte man früher seine ersten Erfahrungen mit Mobbing erst im Berufsleben, so sind heute schon vielfach Kinder und Jugendliche Mobbingattacken an den Schulen ausgesetzt. (...)

Den ganzen Bericht, der in der Hauszeitung der ev. Akademie Bad Boll publiziert wird, finden Sie hier als pdf-Download: ->

Bildergalerie (Bilder von: Norbert Oehlcke)



Bild 1: Betriebsseelsorger Martin Zahner (links) und Klaus-Peter Spohn-Logé (KDA Baden) mit Dr. Martin Wolmerath (Referent)

Bild 2: Ein Blick auf die Teilnehmer/-innen des Mobbing-Kongresses

Jahrestag der Ablehnung einer Transfergesellschaft bei Schlecker

Brief- und Protestaktion am 27.3.2013 in Ulm -

„Mit RückSicht wäre das nicht passiert"

Am 1. März 2012 kündigte Arndt Geiwitz als Insolvenzverwalter von Anton Schlecker e.K. die Kündigung und Freistellung von annähernd 45% der damaligen Schlecker-AS-Beschäftigten auf Ende März 2012 an. Damit beschleunigte sich das intensive Ringen um eine Transfergesellschaft, mit deren Hilfe die zu Kündigenden eine intensive Zeit der Qualifizierung und Begleitung bekommen hätten. Eine solche Transfergesellschaft wurde am 29. März 2012 von mehreren FDP-Politikern, an der Spitze Dr. Rösler, FDP-Bundesvorsitzender und Wirtschaftsminister, definitiv verhindert. Die Folge waren annähernd 4500 Kündigungsschutzklagen und eine Absage aller eventuellen Investoren.

Anlässlich des bevorstehenden "Jahrestages" der Verweigerung einer Bürgschaft über 80 Mio Euro zur Finanzierung bzw. Absicherung einer Transfergesellschaft kamen deshalb am 27. März in Ulm Mitglieder des Gesamtbetriebsrates von Schlecker, ehemalige Schlecker-Beschäftigte sowie Vertreter von Verdi und Katholischer Betriebsseelsorge und des Kirchlichem Dienstes in der Arbeitswelt (KDA) zusammen, um auf den bleibenden Skandal der Verweigerung einer Transfergesellschaft aufmerksam zu machen.

Christel Hofmann, Schlecker-Gesamtbetriebsratsvorsitzende, formulierte unter Tränen: "Wir wollten nichts geschenkt, sondern lediglich eine Bürgschaft, um den Mitarbeiter/-innen eine Qualifizierungs-Perspektive bieten zu können. Aber diesen Rettungsschirm hat man uns vorenthalten - das war wie ein Schlag ins Gesicht". Leni Breimayer, Landesbezirksvorsitzende von Verdi Baden-Württemberg, erinnerte daran, das zwar knapp die Hälfte der ehemaligen Schlecker-Beschäftigten wieder einen Arbeitsplatz gefunden haben, jedoch oft unter prekären Bedingungen. Betriebsseelsorger Paul Schobel, Mitinitiator des Solidaritätsfonds für ehemalige Schlecker-Beschäftigte, betonte in seiner Rede die Solidarität mit den ehemaligen Beschäftigten und kritisierte deutlich das Versagen der Politik.

Zum Abschluss der Aktion wurde ein Brief an verschiedene Politiker in Bund und Land verschickt, die wesentlich zur Verhinderung der Transfergesellschaft beigetragen haben.

Den Wortlaut des Briefes finden Sie hier als pdf-Download: ->

Auch eine Tagung in der ev. Akademie Bad Boll beschäftigt sich mit den Lehren aus der Schlecker-Insolvenz.

Nähere Informationen finden Sie hier: ->

Hier ein Bericht von Pfarrer Martin Schwarz (ev. Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt Ulm) zur Kundgebung:

www.kda-wue.de/cms/startseite/berichte/



Christel Hofmann (2. Person von rechts) vom Gesamtbetriebsrat Schlecker bei Ihrem Wort an die Teilnehmer/-innen der kleinen Kundgebung, umrahmt von Leni Breimayer (Verdi Baden-Württemberg) und Betriebsseelsorger Alfons Forster (Betriebsseelsorge Ulm).

Betriebsseelsorger Alfons Forster (rechts im Bild) mit weiteren Teilnehmer/-innen der Kundgebung.

Lehren aus der Schlecker-Pleite - Wie man Beschäftigte besser schützen kann

Evangelische Akademie Bad Boll - 10.05.2013 - 11.05.2013

 

Mit dem Ende der Drogeriemarktkette Schlecker erlebte Deutschland eine der größten Insolvenzen seiner Wirtschaftsgeschichte. Diese Firmenpleite ist zum Prüfstein des deutschen Unternehmens- und Insolvenzrechts geworden sowie für den Umgang mit den betroffenen Beschäftigten.

Die Tagung zeichnet Ursachen, Verlauf und Auswirkungen der Insolvenz nach. Wichtige Akteurinnen und Akteure kommen dabei zu Wort: Betriebsrat, Gewerkschaft, Insolvenzverwaltung, Arbeitsagentur. Im Mittelpunkt steht die Situation der Mitarbeitenden.

An der Tagung, die in Kooperation mit der Katholischen Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart durchgeführt wird, wirken unter anderem mit:

Die baden-württembergische ver.di-Landesbezirksleiterin Leni Breymaier, Bundesministerin a.D. Herta Däubler-Gmelin, Christl Hoffmann, Schlecker-Gesamtbetriebsratsvorsitzende, Betriebsseelsorger Alfons Forster und Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz.

Nähere Informationen zur Tagung sowie Hinweise zur Anmeldung finden Sie hier als pdf-Download: ->


Arbeitsausbeutung in Europa – und wir schließen die Augen?

7. – 9. Juni 2013, Evangelische Akademie Bad Boll

Arbeitsausbeutung geschieht mitten unter uns, doch meist im Verborgenen:

Spezialitäten-Köche im Asia-Restaurant, Küchenhilfen im Café, Bauarbeiter auf Großbaustellen, Pflegerinnen in Privathaushalten, Erntekräfte in der Landwirtschaft … Sie arbeiten schwarz, ohne Versicherung, ohne Sicherheitsmaßnahmen, mit viel zu vielen Arbeitsstunden für viel zu wenig Lohn.

Manche zahlen dafür hohe Vermittlungsgebühren, werden wie Tiere in Matratzenlagern eingepfercht und um ihren Lohn betrogen.

Vermittlungsagenturen werden dabei reich.

Doch wir alle schließen davor die Augen, denn wir profitieren davon. Durch Arbeitsausbeutung können viele Produkte und Dienstleistungen billig angeboten werden, was Vorteile im Wettbewerb bringt. Auch die Politik scheint froh, dass 150.000 schwarz arbeitende Osteuropäerinnen unseren Pflegenotstand lindern und bei Großbaustellen die Ausgaben verringert werden können.

Mit dieser Tagung wollen wir den Blick auf die „im Dunkeln" richten und genauer hinsehen, was Betroffene erleben. Mit Fachleuten aus Deutschland, Rumänien und von der EU beleuchten wir Ursachen und Hintergründe von Arbeitsausbeutung. Wir überlegen, was wir tun können - z.B. in den Bereichen Prävention, Beratung, Durchsetzung von Rechten und durch europaweite Vernetzung.

Wir erörtern, welche Schritte in Politik, Gesellschaft und Kirche notwendig sind, um dem Skandal der Ausbeutung etwas entgegen zu setzen.

Nähere Informationen sowie Hinweisen zur Anmeldung finden Sie hier:



Sondernummer der Antenne Stuttgart zum Tag der menschenwürdigen Arbeit - Video auf Youtube

Aus Anlass des Welttages für menschenwürdige Arbeit am 07. Oktober 2012 fanden sich in Stuttgart DGB, Verdi, der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) sowie die KAB (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung) und Katholische Betriebsseelsorge zusammen. Der Stuttgarter Marktplatz wurde zur Bühne und Aktionsfläche, die Konkathedrale St. Eberhard zum Ort des Betens und das Haus der Katholischen Kirche zum Diskussionsforum für gute Arbeit und gegen prekäre Beschäftigung.

Dier Katholische Betriebsseelsorge Stuttgart hat zu ihrem Projekt "Das Glück sucht uns an einem anderen Ort! - Prekäre Beschäftigung ist kein Schicksal" neben einer Dokumentation auch eine Sondernummer der Antenne veröffentlicht. Dort ist - als DVD - das Ergebnis des Videoprojektes zum Thema aufbereitet.

Nähere Infos zum Bezug gibt die Betriebsseelsorge Stuttgart:

Telefon: 0711/56 10 84

Telefax: 0711/56 10 85

Mail:  mailto:bs.stuttgart@t-online.de

Das Video ist auch auf Youtube eingestellt (Stichwort: Prekäre Beschäftigung) und kann unter folgendem Link aufgerufen werden:

 http://www.drs.de/http:// http:// http://www.youtube.com/watch?v=wTLO6AOHN1Y <//a>



„Durch Nacht zum Licht?"

Geschichte der Arbeitnehmerbewegung von 1863–2013

Landesmuseum für Technik und Arbeit - Mannheim

2. Februar bis 25. August 2013

 

Am 23. Mai 1863 wurden in Leipzig der „Allgemeine Deutsche Arbeiterverein" (ADAV) gegründet und der Jurist Ferdinand Lassalle zum Vorsitzenden bestellt. Damit trat die erste politische Organisation der deutschen Arbeiterbewegung auf den Plan.

Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums zeigt das TECHNOSEUM eine große Landesausstellung zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. Im chronologischen Rundgang erfahren die Besucherinnen und Besucher, welche Erfolge und Niederlagen die Arbeiterbewegung erfuhr und wie sie sich vom „vierten Stand" in die Mitte der Gesellschaft emanzipierte (...).

Den ganzen Ankündigungstext sowie weitere Informationen und das Angebot der KAB Mannheim, für Gruppen ein ein Begleitprogramm zu erstellen, finden Sie hier als pdf-Download: ->


IG-Metall startet Kampagne gegen Standortschließung von HP in Rüsselsheim

 

Angesichts der willkürlichen Entscheidung der Unternehmensführung von Hewlett Packard, den Standort Rüsselsheim zum Ende des Finanzjahres 2013 zu schließen, organisiert sich der Widerstand von Beschäftigten, Betriebsrat und Gewerkschaften. Auch die Betriebsseelsorge hat bereits deutlich Stellung bezogen.

Der Gesamtbetriebsrat der Hewlett Packard GmbH hat am vergangenen 21. Februar 2013 eine Resolution verfasst und fordert darin die Geschäftsführung auf, den Betriebsrat umfassend zu informieren und eine soziale und rechtmäßige Lösung auf den Weg zu bringen.

Sie finden den Aufruf als Link (s.u.).

Dort kann auch nachfolgender Aufruf- und Solidaritätstext online unterzeichnet werden.

"Der Willkür Einhalt gebieten!

HP verhält sich respekt- und verantwortungslos gegenüber seinen Beschäftigten und geschäftsschädigend gegenüber seinen Kunden, wenn konzeptlos ein Standort geschlossen und damit 1.100 Stellen abgebaut werden sollen. Ich verurteile das willkürliche Vorgehen der Geschäftsleitung und fordere den Erhalt der Arbeitsplätze und eine Perspektive für alle Beschäftigten:

Rüsselsheim ist überall - Für eine Zukunft @ HP".

Hier geht es zur Resolution des gesamtbetriebsrates sowie zur Online-Unterstützungserklärung

 http://www.zukunft-at-hp.de/www.zukunft-at-hp.de


Stellungnahme der katholischen Betriebsseelsorge Rüsselsheim und der evangelischen Pfarrstelle gesellschaftliche Veranwortung Rüsselsheim zur Standtortschließung von Hewlett Packard (HP) in Rüsselsheim

Fassungslos stehen wir vor einem weiteren Beispiel verantwortungsloser Unternehmens- und Konzernpolitik. Der Handstreich, mit dem das HP-Management die Streichung von bis zu 1100 hochqualifizierte Stellen in Rüsselsheim durchsetzt, offenbart in erschreckender Weise ein bisher nicht gekanntes Maß an Anstandslosigkeit und Ignoranz den Beschäftigten des Unternehmens und ihren Interessensvertretern am Standort gegenüber. Die Art und Weise, wie die Schließung mitten in Verhandlungen hinein verkündet wurde, ist ein Schlag ins Gesicht all jener Frauen und Männer, von denen in den zurückliegenden Monaten eine vertrauensvolle Zusammenarbeit eingefordert wurde. Sie ignoriert die Leistung und den Einsatz hunderter Mitarbeiter für das Unternehmen. Sie schwächt selbst die Position derer, die in den kommenden Monaten zu GM wecheln sollen (...)

Die komplette Fassung der Stellungnahme finden Sie hier:


Die Betriebsseelsorge unterstützt die Kampagne:

"Wir mögen 'Gute Arbeit' - auch bei EDEKA

Beim größten deutschen Einzelhandelsunternehmen, der EDEKA, führen Einzelhändler ihre Filialen „selbstständig" unter dem Namen des Konzerns. Durch diese Vertriebsform sind betriebliche Mitbestimmungsmöglichkeiten nahezu ausgeschaltet und Tarifverträge werden systematisch unterlaufen, z.B. in Hamburg. So zahlt der EDEKA-Händler Kröger´s Feinkost GmbH seinen Beschäftigten nur rund 50% des Tarifvertrages. Damit muss Schluss sein!

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Unterzeichnung des Hamburger Appells finden Sie hier:

 www.faidea.de/kampagne




Bericht zur Hessischen Zeitkonferenz

Bericht zur Hessischen Zeitkonferenz vom 9.11.2013: "Der Sonntag gehört uns!"

 

Die hessische Sonntagsallianz hat eine landesweite Zeitkonferenz in Frankfurt organisiert.

Einen Bericht dazu finden Sie hier:

www.bergstrasse-evangelisch.de/aktuell/Aktuell%2013/aktuell13-213.html


Fachtagung in Rheinland-Pfalz:

„Arbeiten rund um die Uhr - die verhängnisvolle Freiheit, immer gebraucht zu werden"

Die Sonntagsallianz in Rheinland-Pfalz hat in Mainz unter dem Titel „Arbeiten rund um die Uhr" eine Fachtagung veranstaltet. In einer Resolution fordert die Landesallianz die Landtagsabgeordneten auf, dem geplanten Landesgesetz über Messen, Ausstellungen und Märkte nicht zuzustimmen, da es acht Sonntage im Jahr für gewerbliche Zwecke freigeben würde.

Den Pressetext finden Sie hier als PDF-Dokument: ->


Pressenotiz 

Allianz für den freien Sonntag und sozialverträgliche Arbeitszeiten Baden-Württemberg begrüßt Evaluierung des Baden-Württembergischen Ladenöffnungsgesetzes (LÖG)

Die Aktion der „Allianz für den freien Sonntag und sozialverträgliche Arbeitszeiten Baden-Württemberg" im vergangenen Jahr zeigt Wirkung. In einem Brief an die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in Stuttgart teilten das Sozial- wie das Staatministerium mit, dass Anfang 2014 die Überprüfung des Ladenöffnungsgesetzes von 2007 stattfinden wird (...)

Den ganzen Wortlaut der Presseerklärung finden Sie hier als pdf-Dokument: => 


Zweite Europäische Konferenz über den Schutz des arbeitsfreien Sonntags und menschenwürdiger Arbeit

Veranstalter: European Sunday Alliance

Datum: 15. Oktober 2013, 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Veranstaltungsort: Europäisches Parlament, Brüssel, Saal ASP 3C050

Nähere Informationen finden Sie hier als pdf-Download:


Alles -  zu seiner Zeit! 

 

 

Zeitkonferenz  der hessischen Allianz  für den arbeitfreien Sonntag zum Sonntagsschutz

Frankfurt, Saalbau, Samstag, 9.11. 2013, 10– 16 Uhr

                          

Mit aktuellen Infos über Aktivitäten der hessischen Allianz für den arbeitsfreien Sonntag und über das laufende juristische Verfahren gegen Sonntagsöffnungen und Regelungen der Bedarfsgewerbeverordnung, ergänzt durch einen sozialethischen Vortrag von Friedhelm Hengsbach SJ zur Zeitfrage.

Referenten: Dr. Friedrich Kühn, Anwalt, und Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach SJ, Sozialethiker

Ort: Frankfurt, Saalbau

 Ausschreibung und konkrete Angaben folgen.

 Info: I. Reidt, Betriebsseelsorge Rüsselsheim:  Ingrid.Reidt@Bistum-Mainz.de


Zum „Internationaler Tag des freien Sonntags" an diesem 3. März 2013

Im Anschluss an diesen Text finden Sie die Information der Bundesallianz mit einer Liste von Aktionen und Themen-Gottesdiensten rund um den 3.3.2013 in über 40 Regionen Deutschlands. Die Liste stellt nur einen Ausschnitt der Aktivitäten dar. Die insbesondere an Kirchengemeinden adressierte Arbeitshilfe „Sonntag – ein Geschenk des Himmels" wurde auch von der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche Deutschlands beworben.

 http://www.ekd.de/presse/pm24_2013_sonntag.html http://www.ekd.de/presse/pm24_2013_sonntag.html <//a>

 http://www.dbk.de/presse/details/?presseid=2266&cHash=8d96d4233dfc9530efa68c178b2f2df7 http://www.dbk.de/presse/details/?presseid=2266&cHash=8d96d4233dfc9530efa68c178b2f2df7 <//a>

Die Aktionen sind zudem europäisch eingebettet. Zu der Kampagnenseite der European Sunday Alliance geht es hier:

 http://http://www.europeansundayalliance.eu/site/4marchcampaign

Hier die Liste mit Aktivitäten und Themen-Gottesdiensten rund um den 3. März 2013: ->

 


Anlässlich des bundesweiten Aktionstages zum Sonntagsschutz der Allianz für den freien Sonntag am 3.3.2013:

„Widerstand gegen das Regime der Beschleuniger"

Im Gespräch mit Pfarrerin Esther Kuhn-Luz (KDA-Stuttgart)

„Es hat etwas Widerständiges an sich, den Sonntag als einen Tag mit einer anderen Zeitqualität für sich in Anspruch zu nehmen", sagt die Stuttgarter Wirtschafts- und Sozialpfarrerin Esther Kuhn-Luz. Sie engagiert sich zusammen mit Gewerkschaften und kirchlichen Verbänden in der „Allianz für den freien Sonntag". Am Sonntag, 3. März, laden sie zu einem bundesweiten Aktionstag ein. Stephan Braun hat mit ihr gesprochen. (...)

Hier finden Sie den Link zum Interview auf der Hompage der Evangelischen Landeskirche in Deutschland:

 http://www.elk-wue.de/arbeitsfelder/kirche-und-menschen/menschen-im-interview/esther-kuhn-luz/


Bausteine zur Gestaltung des Internationalen Tages des freien Sonntags am 3. März 3013

 

Am 3. März feiern und gestalten die Sonntagsallianzen im In- und Ausland den „Internationalen Tag des freien Sonntags". Er erinnert an ein Edikt des römischen Kaiser Konstantins vom 3. März 321 n. Chr., mit dem der erste staatliche Sonntagsschutz in Europa etabliert wurde.

Der 3. März fällt 2013 auf einen Sonntag. Die Sonntagsallianz bietet daher in diesem Jahr Materialien für Themengottesdienste, aber auch für andere Veranstaltungen und Aktionen an:

1. Gottesdienstbroschüre der Sonntagsallianz:

Die Arbeitshilfe „Sonntag – ein Geschenk des Himmels" mit Musterpredigten, liturgischen Bausteinen und Aktionstipps ist nun kostenlos online verfügbar:  www.allianz-fuer-den-freien-sonntag.de

Wir freuen uns sehr, wenn diese Broschüre in vielen Kirchengemeinden und von anderen interessierten Organisationen verbreitet und verwendet wird. Gern kann sie auf Websites von Unterstützerorganisationen veröffentlicht werden! Ein Druck der Broschüre ist zunächst nicht geplant.

2. DVD „Auf der Suche nach dem verlorenen Sonntag":

Der aufwändig produzierte Kurzspielfilm des Evangelischen Medienhauses Stuttgart, der sich z.B. gut für Diskussionsveranstaltungen und Seminare eignet, kann zum stark vergünstigten Preis von 29,80 Euro über den Evangelischen Verband Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt per Mail bestellt werden. Formlose Bestellung gern per Mail an  a.haubrich@vkwa-ekd.de

(Film-Trailer:  http://www.youtube.com/watch?v=ZLkYb-zjflU)

Eine Presseerklärung der Bundesallianz für den freien Sonntag zum Internationalen Tag des freien Sonntags finden Sie hier als pdf-download:


Nachlese zum 4. Mobbing-Kongress in Bad Boll vom 1.-3. März 2013

(Bericht von Wirtschafts- und Sozialpfarrerin Karin Uhlmann, KDA Heilbronn)

Zum wiederholten Mal trafen sich Menschen aus verschiedenen Berufsgruppen und Institutionen zum Mobbing-Kongress in Bad Boll. Der Mobbing-Kongress wurde vom 01.-03. März vom KDA-Württemberg, KDA Baden und der katholischen Betriebsseelsorge Ludwigsburg/Heilbronn verantwortet. Federführend waren Wirtschafts- und Sozialpfarrerin Karin Uhlmann, Sozialsekretär Klaus-Peter Spohn-Logé und die beiden Pastoralreferenten Martin Zahner und Josef Krebs. Mit seinem Einstiegsreferat gelang es Dr. phil. Axel Esser gekonnt die Zuhörer für die Veränderungen im Bereich von Mobbing der letzten 20 Jahre zu sensibilisieren. Sprach Heinz Leymann, der Vater der Mobbingforschung noch konkret von "Mobbing", spricht man heute von psychischer Belastung am Arbeitsplatz, was eher die Komplexität des Phänomens beschreibt – wie der Dipl. Psychologe Dr. phil. Esser darstellte. Machte man früher seine ersten Erfahrungen mit Mobbing erst im Berufsleben, so sind heute schon vielfach Kinder und Jugendliche Mobbingattacken an den Schulen ausgesetzt. (...)

Den ganzen Bericht, der in der Hauszeitung der ev. Akademie Bad Boll publiziert wird, finden Sie hier als pdf-Download: ->

Bildergalerie (Bilder von: Norbert Oehlcke)


Respekt am Arbeitsplatz

IV. Kongress für Mobbing-Berater/-innen, betriebliche Interessenvertretungen und Personalverantwortliche

1. bis 3. März 2013 in der Ev. Akademie Bad Boll

 

In den Betrieben hat sich die Konflikt- und Belastungssituation weiter verschärft. Gesundheitliche und psychische Auswirkungen treten immer deutlicher zutage. Umso notwendiger ist ein respektvoller Umgang untereinander.

Wir stellen auf dieser Tagung Wege zu einer konstruktiven Konfliktkultur vor, für die politische Veränderungen notwendig sind - insbesondere im Arbeits- und Gesundheitheitsschutz.

Die Anmeldung finden Sie hier im Veranstaltungsflyer:

 


Schließungspläne bei Krauss Maffei in Treuchtlingen

Solidaritätsbekundung der Betriebsseelsorge Eichstätt anlässlich der ausgesprochenen Schließungspläne bei Krauss Maffei in Treuchtlingen

Das 2012 vom nordamerikanischen Finanzinvestor Onex übernommene Unternehmen Krauss Maffei in Treuchtlingen soll geschlossen werden. Mehr als 150 gute Industriearbeitsplätze drohen verloren zu gehen. Die Beschäftigten und ihre Angehörigen sehen ihrer Zukunft mit großer Sorge entgegen. Die Betriebsseelsorge der Diözese Eichstätt steht solidarisch an der Seite der Beschäftigten.

Lesen Sie hier das ganze Solidarwort: ->

 


Sondernummer der Antenne Stuttgart zum Tag der menschenwürdigen Arbeit - Video auf Youtube

Aus Anlass des Welttages für menschenwürdige Arbeit am 07. Oktober 2012 fanden sich in Stuttgart DGB, Verdi, der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) sowie die KAB (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung) und Katholische Betriebsseelsorge zusammen. Der Stuttgarter Marktplatz wurde zur Bühne und Aktionsfläche, die Konkathedrale St. Eberhard zum Ort des Betens und das Haus der Katholischen Kirche zum Diskussionsforum für gute Arbeit und gegen prekäre Beschäftigung.

Dier Katholische Betriebsseelsorge Stuttgart hat zu ihrem Projekt "Das Glück sucht uns an einem anderen Ort! - Prekäre Beschäftigung ist kein Schicksal" neben einer Dokumentation auch eine Sondernummer der Antenne veröffentlicht. Dort ist - als DVD - das Ergebnis des Videoprojektes zum Thema aufbereitet.

Nähere Infos zum Bezug gibt die Betriebsseelsorge Stuttgart:

Telefon: 0711/56 10 84

Telefax: 0711/56 10 85

Mail:  mailto:bs.stuttgart@t-online.de

Das Video ist auch auf Youtube eingestellt (Stichwort: Prekäre Beschäftigung) und kann unter folgendem Link aufgerufen werden:

 http://www.drs.de/http:// http:// http://www.youtube.com/watch?v=wTLO6AOHN1Y <//a>


„Durch Nacht zum Licht?"

Geschichte der Arbeitnehmerbewegung von 1863–2013

Landesmuseum für Technik und Arbeit - Mannheim

2. Februar bis 25. August 2013

 

Am 23. Mai 1863 wurden in Leipzig der „Allgemeine Deutsche Arbeiterverein" (ADAV) gegründet und der Jurist Ferdinand Lassalle zum Vorsitzenden bestellt. Damit trat die erste politische Organisation der deutschen Arbeiterbewegung auf den Plan.

Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums zeigt das TECHNOSEUM eine große Landesausstellung zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. Im chronologischen Rundgang erfahren die Besucherinnen und Besucher, welche Erfolge und Niederlagen die Arbeiterbewegung erfuhr und wie sie sich vom „vierten Stand" in die Mitte der Gesellschaft emanzipierte (...).

Den ganzen Ankündigungstext sowie weitere Informationen und das Angebot der KAB Mannheim, für Gruppen ein ein Begleitprogramm zu erstellen, finden Sie hier als pdf-Download: ->


IG-Metall startet Kampagne gegen Standortschließung von HP in Rüsselsheim

 

Angesichts der willkürlichen Entscheidung der Unternehmensführung von Hewlett Packard, den Standort Rüsselsheim zum Ende des Finanzjahres 2013 zu schließen, organisiert sich der Widerstand von Beschäftigten, Betriebsrat und Gewerkschaften. Auch die Betriebsseelsorge hat bereits deutlich Stellung bezogen.

Der Gesamtbetriebsrat der Hewlett Packard GmbH hat am vergangenen 21. Februar 2013 eine Resolution verfasst und fordert darin die Geschäftsführung auf, den Betriebsrat umfassend zu informieren und eine soziale und rechtmäßige Lösung auf den Weg zu bringen.

Sie finden den Aufruf als Link (s.u.).

Dort kann auch nachfolgender Aufruf- und Solidaritätstext online unterzeichnet werden.

"Der Willkür Einhalt gebieten!

HP verhält sich respekt- und verantwortungslos gegenüber seinen Beschäftigten und geschäftsschädigend gegenüber seinen Kunden, wenn konzeptlos ein Standort geschlossen und damit 1.100 Stellen abgebaut werden sollen. Ich verurteile das willkürliche Vorgehen der Geschäftsleitung und fordere den Erhalt der Arbeitsplätze und eine Perspektive für alle Beschäftigten:

Rüsselsheim ist überall - Für eine Zukunft @ HP".

Hier geht es zur Resolution des gesamtbetriebsrates sowie zur Online-Unterstützungserklärung

 http://www.zukunft-at-hp.de/www.zukunft-at-hp.de


Arbeitsausbeutung in Europa – und wir schließen die Augen?

7. – 9. Juni 2013, Evangelische Akademie Bad Boll

Arbeitsausbeutung geschieht mitten unter uns, doch meist im Verborgenen:

Spezialitäten-Köche im Asia-Restaurant, Küchenhilfen im Café, Bauarbeiter auf Großbaustellen, Pflegerinnen in Privathaushalten, Erntekräfte in der Landwirtschaft … Sie arbeiten schwarz, ohne Versicherung, ohne Sicherheitsmaßnahmen, mit viel zu vielen Arbeitsstunden für viel zu wenig Lohn.

Manche zahlen dafür hohe Vermittlungsgebühren, werden wie Tiere in Matratzenlagern eingepfercht und um ihren Lohn betrogen.

Vermittlungsagenturen werden dabei reich.

Doch wir alle schließen davor die Augen, denn wir profitieren davon. Durch Arbeitsausbeutung können viele Produkte und Dienstleistungen billig angeboten werden, was Vorteile im Wettbewerb bringt. Auch die Politik scheint froh, dass 150.000 schwarz arbeitende Osteuropäerinnen unseren Pflegenotstand lindern und bei Großbaustellen die Ausgaben verringert werden können.

Mit dieser Tagung wollen wir den Blick auf die „im Dunkeln" richten und genauer hinsehen, was Betroffene erleben. Mit Fachleuten aus Deutschland, Rumänien und von der EU beleuchten wir Ursachen und Hintergründe von Arbeitsausbeutung. Wir überlegen, was wir tun können - z.B. in den Bereichen Prävention, Beratung, Durchsetzung von Rechten und durch europaweite Vernetzung.

Wir erörtern, welche Schritte in Politik, Gesellschaft und Kirche notwendig sind, um dem Skandal der Ausbeutung etwas entgegen zu setzen.

Nähere Informationen sowie Hinweisen zur Anmeldung finden Sie hier:


Stellungnahme der katholischen Betriebsseelsorge Rüsselsheim und der evangelischen Pfarrstelle gesellschaftliche Veranwortung Rüsselsheim zur Standtortschließung von Hewlett Packard (HP) in Rüsselsheim

Fassungslos stehen wir vor einem weiteren Beispiel verantwortungsloser Unternehmens- und Konzernpolitik. Der Handstreich, mit dem das HP-Management die Streichung von bis zu 1100 hochqualifizierte Stellen in Rüsselsheim durchsetzt, offenbart in erschreckender Weise ein bisher nicht gekanntes Maß an Anstandslosigkeit und Ignoranz den Beschäftigten des Unternehmens und ihren Interessensvertretern am Standort gegenüber. Die Art und Weise, wie die Schließung mitten in Verhandlungen hinein verkündet wurde, ist ein Schlag ins Gesicht all jener Frauen und Männer, von denen in den zurückliegenden Monaten eine vertrauensvolle Zusammenarbeit eingefordert wurde. Sie ignoriert die Leistung und den Einsatz hunderter Mitarbeiter für das Unternehmen. Sie schwächt selbst die Position derer, die in den kommenden Monaten zu GM wecheln sollen (...)

Die komplette Fassung der Stellungnahme finden Sie hier:


Die Betriebsseelsorge unterstützt die Kampagne:

"Wir mögen 'Gute Arbeit' - auch bei EDEKA

Beim größten deutschen Einzelhandelsunternehmen, der EDEKA, führen Einzelhändler ihre Filialen „selbstständig" unter dem Namen des Konzerns. Durch diese Vertriebsform sind betriebliche Mitbestimmungsmöglichkeiten nahezu ausgeschaltet und Tarifverträge werden systematisch unterlaufen, z.B. in Hamburg. So zahlt der EDEKA-Händler Kröger´s Feinkost GmbH seinen Beschäftigten nur rund 50% des Tarifvertrages. Damit muss Schluss sein!

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Unterzeichnung des Hamburger Appells finden Sie hier:

 www.faidea.de/kampagne


Fernfahrerseelsorge 

Der Mensch ist das Maß - Artikel über die Fernfahrerseelsorge

Die "Kirche für Fernfahrer" hilft Fahrern in Nöten. Reiner Rosenfeld vom Magazin "Trucker" hat dazu Betriebsseelsorger Norbert Jungkunz interviewt.

Das Interview finden Sie hier als pdf-Dokument.

Wir danken der Redaktion von "Trucker" für die Abdruckerlaubnis. Das Copyright liegt bei "Trucker 11/2013".

 


Arbeitsausbeutung in Europa – und wir schließen die Augen?

7. – 9. Juni 2013, Evangelische Akademie Bad Boll

Arbeitsausbeutung geschieht mitten unter uns, doch meist im Verborgenen:

Spezialitäten-Köche im Asia-Restaurant, Küchenhilfen im Café, Bauarbeiter auf Großbaustellen, Pflegerinnen in Privathaushalten, Erntekräfte in der Landwirtschaft … Sie arbeiten schwarz, ohne Versicherung, ohne Sicherheitsmaßnahmen, mit viel zu vielen Arbeitsstunden für viel zu wenig Lohn.

Manche zahlen dafür hohe Vermittlungsgebühren, werden wie Tiere in Matratzenlagern eingepfercht und um ihren Lohn betrogen.

Vermittlungsagenturen werden dabei reich.

Doch wir alle schließen davor die Augen, denn wir profitieren davon. Durch Arbeitsausbeutung können viele Produkte und Dienstleistungen billig angeboten werden, was Vorteile im Wettbewerb bringt. Auch die Politik scheint froh, dass 150.000 schwarz arbeitende Osteuropäerinnen unseren Pflegenotstand lindern und bei Großbaustellen die Ausgaben verringert werden können.

Mit dieser Tagung wollen wir den Blick auf die „im Dunkeln" richten und genauer hinsehen, was Betroffene erleben. Mit Fachleuten aus Deutschland, Rumänien und von der EU beleuchten wir Ursachen und Hintergründe von Arbeitsausbeutung. Wir überlegen, was wir tun können - z.B. in den Bereichen Prävention, Beratung, Durchsetzung von Rechten und durch europaweite Vernetzung.

Wir erörtern, welche Schritte in Politik, Gesellschaft und Kirche notwendig sind, um dem Skandal der Ausbeutung etwas entgegen zu setzen.

Nähere Informationen sowie Hinweisen zur Anmeldung finden Sie hier:


Der nächste Einführungslehrgang ist für Ende 2013 / Anfang 2014 geplant.

 

Nähere Informationen und Anmeldeinformationen sowie Hinweise zum Informationstag in Frankfurt am 14. Nov 2013 von 10.30 Uhr bis 16.00 Uhr finden Sie hier als pdf-Download:


Respekt am Arbeitsplatz

IV. Kongress für Mobbing-Berater/-innen, betriebliche Interessenvertretungen und Personalverantwortliche

1. bis 3. März 2013 in der Ev. Akademie Bad Boll

 

In den Betrieben hat sich die Konflikt- und Belastungssituation weiter verschärft. Gesundheitliche und psychische Auswirkungen treten immer deutlicher zutage. Umso notwendiger ist ein respektvoller Umgang untereinander.

Wir stellen auf dieser Tagung Wege zu einer konstruktiven Konfliktkultur vor, für die politische Veränderungen notwendig sind - insbesondere im Arbeits- und Gesundheitheitsschutz.

Die Anmeldung finden Sie hier im Veranstaltungsflyer:

 


Schließungspläne bei Krauss Maffei in Treuchtlingen

Solidaritätsbekundung der Betriebsseelsorge Eichstätt anlässlich der ausgesprochenen Schließungspläne bei Krauss Maffei in Treuchtlingen

Das 2012 vom nordamerikanischen Finanzinvestor Onex übernommene Unternehmen Krauss Maffei in Treuchtlingen soll geschlossen werden. Mehr als 150 gute Industriearbeitsplätze drohen verloren zu gehen. Die Beschäftigten und ihre Angehörigen sehen ihrer Zukunft mit großer Sorge entgegen. Die Betriebsseelsorge der Diözese Eichstätt steht solidarisch an der Seite der Beschäftigten.

Lesen Sie hier das ganze Solidarwort: ->

 


Publikation: Kirche an der Seite der Armen

Betriebsseelsorgerin Ingrid Reidt (Rüsselsheim) publiziert Buch zur Sozialpastoral

Gemeinsam mit dem Leiter der Stabsstelle Gemeindecaritas beim Caritasverband für die Diözese Mainz e.V., Winfried Reiniger, hat Betriebsseelsorgerin Ingrid Reidt (Rüsselsheim - Bistum Mainz) das lesenswerte Buch "Kirche an der Seite der Armen - ein Praxisbuch zur Sozialpastoral " herausgegeben.

In der Publikation - erschienen im Freiburger Lambertus-Verlag - stellen die Herausgeber ermutigende Ansätze und in der Praxis bewährte Initiativen einer kirchlichen Praxis vor, die sich den Menschen zuwendet und für Benachteiligte Partei ergreift.

Der Link zum Buch: www.lambertus.de/de/shop-details/kirche-an-der-seite-der-armen,1394.html

Hier finden Sie weitere Informationen: ->


Kirche für Fernfahrer

 

Der Mensch ist das Maß - Artikel über die Fernfahrerseelsorge

Die "Kirche für Fernfahrer" hilft Fahrern in Nöten. Reiner Rosenfeld vom Magazin "Trucker" hat dazu Betriebsseelsorger Norbert Jungkunz interviewt.

Das Interview finden Sie hier als pdf-Dokument.

Wir danken der Redaktion von "Trucker" für die Abdruckerlaubnis. Das Copyright liegt bei "Trucker 11/2013".

 


(Arbeits-)Zuwanderung aus Südosteuropa - Fakten und Herausforderungen

Fachtagung

Freitag, 8. November 2013, 09.30 Uhr - 16.00 Uhr

Volkshochschule der Stadt Ludwigshafen, Bürgerhof

Die Bundesrepublik Deutschland verzeichnet seit 2011 steigende Zuwanderungszahlen, auch aus dem südosteuropäischen Raum.

Neben hochqualifizierten Arbeitskräften wandern auch Menschen zu, die in Deutschland eine bessere Zukunft suchen, da sie in ihren Heimatländern Diskriminierung und soziale Ausgrenzung erleben

Der Fachtag "Zuwanderung aus Südosteuropa" gibt einen Überblick über die verschiedenen Zuwanderungsgruppen, Hintergrundswissen zur Situation in den herkunftsländern und die rechtlichen Rahmenbedingungen, führt in die einschlägigen Regelungen der Sozialgesetzgebung ein und bietet eine Plattform zum Austausch und Vernetzung.

Weitere Informationen über das Programm, Referent/-innen und und die Anmeldeformalitäten finden Sie hier als pdf-Download:

 


Welttag für menschenwürdige Arbeit:

"Das Glück sucht uns an einem anderen Ort!" - Prekäre Beschäftigung ist kein Schicksal"

Video auf Youtube

Aus Anlass des Welttages für menschenwürdige Arbeit fanden sich am 7.10.2012 in Stuttgart der Deutsche Gewerkschaftsbund, die IG Metall, die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) sowie die Katholische Betriebsseelsorge und Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) zu einem Aktionstag ein.

Parralel dazu wurde im Auftrag der Katholischen Betriebsseelsorge Stuttgart ein Video gedreht.

Es ist mittlerweile auch auf dem Videoportal Youtube eingestellt und kann dort unter dem Stichwort:

'Prekäre Beschäftigung' aufgerufen werden. Der Titel lautet: Titel: „Das Glück sucht uns an einem anderen Ort"

Hier der Link:

www.youtube.com/watch


Solidaritätsbekundung der katholischen Betriebsseelsorge an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Baumarktkette PRAKTIKER anlässlich der ausgesprochen Insolvenz am 11.Juli 2013

 

Die Betriebsseelsorge im Bistum Mainz, die enge Kontakte zu Betriebsrät/-innen der Baumarktkette PRAKTIKER hat, veröffentlichte anlässlich der ausgesprochenen Insolvenz eine Solidaritäsbekundung.

Den Text finden Sie hier als PDF-Download: ->


Bischof Ackermann zum Internationalen Tag der Menschenwürdigen Arbeit (07.10.2013)

Faire Arbeitsbedingungen für alle: ein Thema für die Koalitionsverhandlungen

"Wirtschaftliches Wachstum auf Kosten von menschenwürdiger Arbeit bedroht langfristig den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland und in Europa.

Miserable Wohnbedingungen, Lohnvorenthalt und die Ausbeutung von Fachkräften in der Fleisch verarbeitenden Industrie, von Hausangestellten und auf dem Bau sind keine exotischen Missstände in fernen Ländern, sondern vor der eigenen Haustür zu finden. Dabei sind zum größten Teil Arbeiterinnen und Arbeiter aus anderen europäischen und außereuropäischen Ländern betroffen, die durch ihre Arbeitsleistung Deutschlands Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit stärken. Deshalb muss es bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen auch um menschenwürdige Arbeit für alle, gerade für die Wanderarbeiter/-innen und prekär Beschäftigten gehen."

So äußerte sich Bischof Dr. Stephan Ackermann, der Justitia et Pax- Vorsitzende anlässlich des Internationalen Tages für menschenwürdige Arbeit am 7. Oktober (...)"

In einem reichen Land wie Deutschland müssten faire Arbeitsbedingungen, faire Entlohnung und faires Miteinander zu Mindestanforderungen an eine sozialverträgliche Politik gehören, die sowohl für inländische als auch in Deutschland tätige ausländische Arbeiterinnen und Arbeiter gelten.

Wortlaut der Pressemeldung finden Sie hier als pdf-Dokument: ->


"Cash statt Crash"

Welche Impulse gibt die christl. Soziallehre in der Krise der Finanz- und Arbeitswelt?

Vortrag von Dr. Wolf-Gero Reichert

Donnerstag, 17.10.2013, 20.00 Uhr

Ebersbach/Fils, Gemeindehaus der Kath. Kirche, Leintalstr. 47

Nähere Informationen finden Sie hier als pdf-Download:


Welttag für menschenwürdige Arbeit:

"Das Glück sucht uns an einem anderen Ort!" - Prekäre Beschäftigung ist kein Schicksal"

Video auf Youtube

Aus Anlass des Welttages für menschenwürdige Arbeit fanden sich am 7.10.2012 in Stuttgart der Deutsche Gewerkschaftsbund, die IG Metall, die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) sowie die Katholische Betriebsseelsorge und Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) zu einem Aktionstag ein.

Parralel dazu wurde im Auftrag der Katholischen Betriebsseelsorge Stuttgart ein Video gedreht.

Es ist mittlerweile auch auf dem Videoportal Youtube eingestellt und kann dort unter dem Stichwort:

'Prekäre Beschäftigung' aufgerufen werden. Der Titel lautet: Titel: „Das Glück sucht uns an einem anderen Ort"

Hier der Link:

www.youtube.com/watch


Erzbischof Schick für gerechte Löhne und gegen Tarifflucht

 

Treffen mit Arbeitnehmervertretern im Bamberger Bistumshaus

Pressestelle - Christiane Dillig

Erzbischof Schick beim Treffen mit Gewerkschaftern

Bamberg. (bbk) Erzbischof Ludwig Schick hat sich bei einem Treffen mit Gewerkschaftern für gerechte Löhne ausgesprochen. Die Arbeitnehmervertreter hätten die Bischöfe bei ihren Bemühungen um Gerechtigkeit am Arbeitsplatz an ihrer Seite, sagte Schick. Bei dem jährlichen Zusammentreffen unter dem Motto „Gerechtigkeit ist mehr“ bedauerte Schick am Dienstag, dass es „die Gerechtigkeit, die wir uns wünschen“, im Arbeitsalltag noch nicht im hinreichenden Maß gebe. Er forderte die Vertreter von Katholischer Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), Arbeitnehmerpastoral und Gewerkschaften auf, sich weiterhin intensiv um gerechte Löhne und Chancengleichheit einzusetzen.

Der Leiter der Arbeitnehmerpastoral im Erzbistum, Manfred Böhm, erinnerte an das Sozialwort der beiden christlichen Kirchen, in dem den Menschen sogar mehr als reine Gerechtigkeit zukomme. Die Menschen sollten auch im Arbeitsleben einen Ort der Geborgenheit erfahren und die Möglichkeit, sich zu entfalten.

Böhm erinnerte an unterschiedliche Bildungsvoraussetzungen von Kindern. Ziel müsse es sein, ein Netz zu knüpfen, das für einen Ausgleich sorgt. In der Diskussion sprach sich Erzbischof Schick eindeutig gegen eine nicht tarifgebundene Bezahlung von Arbeit aus. Auch die Verhinderung von Betriebsräten oder die Beeinträchtigung von deren Arbeit sei abzulehnen. „Die Betriebe schaden sich so selbst“, sagte Schick. Bezüglich der Interessenvertretung der Beschäftigten im kirchlichen Bereich, im so genannten Dritten Weg, sagte der Erzbischof, man solle diesen Weg des paritätischen Miteinanders nicht aufgeben, solange er akzeptiert wird.

Gerechtigkeit meine, so betonte Schick, dass Menschen ein „rechtes Leben“ führen können. Dies bedeute, das nötige Geld zu verdienen, um ein Auskommen zu haben, eine Arbeit zu haben, die dem Menschen entspreche und in der er sich verwirklichen könne. Unter Hinweis auf die in diesem Jahr bevorstehenden Wahlen forderte Schick dazu auf, Einfluss zu nehmen und sich mit den Forderungen nach einem Mehr an Gerechtigkeit in den politischen Diskurs einzubringen.

 


Kulmbacherin Marietta Schmidt als „Arbeiterin für Gerechtigkeit" ausgezeichnet

Erzbischof Schick verlieh Preis der Betriebsseelsorge

Bamberg. (bbk) Erzbischof Ludwig Schick hat an die Kulmbacher Berufsschullehrerin Marietta Schmidt den Preis der Katholischen Betriebsseelsorge Bamberg „Arbeiter für Gerechtigkeit" verliehen. Schick überreichte im Bistumshaus St. Otto die Bronzeplakette. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.

Der Leiter der Diözesan-Betriebsseelsorge, Manfred Böhm, betonte bei der Preisverleihung am Dienstagabend, die Kirche habe die Pflicht, die Zeichen der Zeit zu erforschen und zu deuten. Das mache sehend für die Bedingungen der Arbeitswelt, die dann nach der Norm der Gerechtigkeit umgestaltet werden müssen. Dies habe Schmidt seit eh und je bewegt. Für ihre Mitarbeit an einer menschlichen Welt aus christlicher Verantwortung heraus sei ihr der Preis zugesprochen worden.

Betriebsseelsorger Eckhard Schneider erklärte in seiner Laudatio, Schmidt sei nicht nur eine „Arbeiterin oder besser Beamtin für Gerechtigkeit", sondern ein „pontifex minor" – eine „kleine Brückenbauerin", da sie eine „Wandlerin zwischen den Welten" sei, die sich zwischen vermeintlichen Fronten bewege. Brückenbauen sei immer ein Wagnis und berge das Risiko zwischen Scheitern und Glücksgefühl. Brückenbauen habe das Verbessern der Lebensqualität auf Dauer zum Ziel. Die Preisträgerin und SPD-Kommunalpolitikerin, die aus dem katholischen Oberbayern nach Oberfranken gekommen war, führe Menschen und Organisationen zusammen.

Erzbischof Schick stellte die Frage, was heute Gerechtigkeit bedeute und wie Mann und Frau zur "Arbeiterin oder Arbeiter für Gerechtigkeit" werde. Gerechtigkeit könne man übersetzen mit "rechtes Leben für alle". Ein "Arbeiter für Gerechtigkeit" sei man dann, wenn man sich für ein "rechtes Leben für alle" einsetze. Vor allem müsse dabei die Jugend in Europa und der ganzen Welt in den Blick genommen werden. Für sie müsse Nachhaltigkeit angestrebt werden. Dafür sei die Kardinaltugend des Maßhaltens nötig. „Gott hat genug gemacht für jedermanns Bedürfnisse aber nicht für jedermanns Habgier." Maßhalten sei eine Forderung an alle, besonders aber an die Wohlhabenden. Die Preisträgerin mahne diese Tugend immer wieder an. Wer sich für Gerechtigkeit einsetze, müsse tapfer kämpfen. Marietta Schmidt verfüge auch über die Tugend der Tapferkeit. Tapferkeit bedeute vor allem, einen langen Atem zu haben und am Thema Gerechtigkeit dranzubleiben.

Besonders wichtig bei der Arbeit für Gerechtigkeit sei der Einsatz für die Bildung, so Schick. Die Bildung sei das A und O für die Gerechtigkeit. Und für die Bildung habe sich Schmidt als Berufsschullehrerin und in der Gewerkschaft GEW seit Jahrzehnten eingesetzt.

In ihren Dankesworten meinte Schmidt: „Sozialdemokratin und Gewerkschafterin und freiwillig aktiv katholisch – wie geht das?" An allen drei Eigenschaften habe sie schon bitter gelitten. Aber immer wieder hätten sich Menschen gefunden, die sie wieder aufgebaut haben. Ohne deren Tun hätte sie diese Auszeichnung nicht erhalten.

Marietta Schmidt lebte bis zu ihrem elften Lebensjahr in Wasserburg am Inn, kam dann nach München, wo sie später eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester absolvierte. Parallel zum Beruf besuchte sie das Abendgymnasium und studierte Höheres Lehramt an Berufsschulen. Zuletzt unterrichtete sie fünf Jahre an der Berufsschule in Kulmbach. Sie hat zwei Kinder. Heute engagiert sich die 68-jährige Pensionärin für den Erhalt des Sonntags als Ruhetag mit der „Sonntagsallianz" in Kulmbach. Sie ist in der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), der Gewerkschaft GEW und der SPD aktiv. Bei der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen war sie stellvertretende Landesvorsitzende.

Der Preis „Arbeiter für Gerechtigkeit" wurde von Prälat Norbert Przibyllok, dem ersten Leiter der Betriebsseelsorge des Erzbistums, gestiftet. Er wird an Einzelpersonen oder Gremien aus der Arbeitnehmerschaft verliehen, die sich in ihrem Einsatz für mehr Solidarität, Menschenwürde und soziale Gerechtigkeit in der Gesellschaft oder im Betrieb besonders verdient gemacht haben.

PM als PDF:


Nahtstelle Kirche und Arbeitnehmerschaft - Eine empirische Studie zum Verhältnis von Kirche und Arbeitnehmenden

 

Nürnberg, 24./25. Juni 2013

Fachtagung für Pfarrerinnen und Pfarrer, theologisch-pädagogische Mitarbeitende sowie Interessierte aus Politik und Gesellschaft

Veranstalter: KDA Bayern und Kooperationspartner

Den Informationsflyer mit weiteren Informationen sowie Hinweisen zur Anmeldung finden Sie hier: Flyer


Die Betriebsseelsorge unterstützt die Eilaktion der Kampagne für Saubere Kleidung

 

"Liebe UnterstützerInnen der Kampagne für Saubere Kleidung,

wir alle sind schockiert über das schreckliche Unglück in Bangladesch. Bei dem Einsturz mehrerer Textilfabriken starben bisher über 400 Menschen, über 2000 sind verletzt. Die fürchterlichen Nachrichten reißen nicht ab. Leider bestätigt sich erneut: es braucht dringend einen transparenten und verbindlichen Gebäude- und Brandschutz in Bangladesch, in dem auch die Arbeiterinnen und Arbeiter entscheidende Mitsprachemöglichkeiten haben. Denn die aktuelle Tragödie zeigt in aller Deutlichkeit, wie wichtig es ist, dass die ArbeiterInnen an den Sicherheitsmaßnahmen beteiligt sind: die Beschäftigten wussten, dass das Gebäude baufällig ist, sie wurden aber von ihren Vorgesetzen genötigt, trotzdem zu arbeiten.

Die Kampagne für Saubere Kleidung fordert seit langem ein transparentes und verbindliches Abkommen zum Gebäude- und Brandschutz in Bangladesch. Es ist höchste Zeit das dieses umgesetzt wird! Beteiligen Sie sich an der Petition der Kampagne für Saubere Kleidung!"

Hier finden Sie den Link, um die Eilaktion zu unterstützen:

http:// www.saubere-kleidung.de/index.php/27-kampagnen-themen/eilaktionen/256-stoppt-das-toeten-mehr-sicherheit-fuer-die-arbeiterinnen-in-bangladesch


DGB eröffnet neuen Beratungsstandort „Faire Mobilität" in Stuttgart

"Das Projekt „Faire Mobilität – Arbeitnehmerfreizügigkeit sozial, gerecht und aktiv" hat nach Frankfurt am Main, Berlin, Hamburg und München in Stuttgart einen fünften Beratungsstandort eröffnet. Insbesondere polnisch- und kroatischsprachige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können dort in arbeitsrechtlichen und sozialen Fragen kostenlose Hilfestellung erhalten. Gleichzeitig legt der neue Standort einen inhaltlichen Schwerpunkt auf die Situation von osteuropäischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der Transport- und Logistikbranche.

Der neue Standort kooperiert eng mit der katholischen Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Im Rahmen des vom DGB-Bundesvorstand zu verantwortenden Gesamtprojektes „Faire Mobilität" werden insgesamt sechs Beratungsstellen für Arbeitnehmerinnen und Arbeiternehmer aus mittel- und osteuropäischen Staaten in verschiedenen Ballungszentren aufgebaut. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und des DGB.

Nikolaus Landgraf, Vorsitzender des DGB Baden-Württemberg, betonte den Anspruch auf gute Arbeit für alle. „Wir wollen gerechte Löhne und faire Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten" so Landgraf. „Deshalb freuen wir uns, dass wir mit der Beratungsstelle hier im Ländle ein Zeichen gegen Arbeitsausbeutung setzen können." Josip Juratovic, SPD-Bundestagsabgeordneter, begrüßte das Projekt und verwies auf dessen Bedeutung im Zusammenhang mit der Erweiterung der EU.

Der Projektleiter Dominique John stellte die Konzeption und das Anliegen des Projektes vor, die beiden Projektmitarbeiterinnen Dr. Dorota Kempter und Katarina Frankovic berichteten aus ihrer Beratungsarbeit. Ausstehende Löhne, fehlender Krankenversicherungsschutz, miserable Unterkünfte zu überhöhten Preisen, immer wieder tauchen dieselben Probleme auf. Derzeit entsteht in Stuttgart ein breites Netzwerk aus Beratungsstellen, Ämtern, Gewerkschaften und Anlaufstellen, die sich gemeinsam gegen unwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen einsetzen." [Quelle: DGB-Pressestelle i. V. Dimitrios Galagas]

Pfr. Wolfgang Herrmann, Leiter des Fachbereiches Kirche und Arbeitswelt - Betriebsseelsorge, hob in seinem Grußwort die enge Verzahnung der Projektstelle Faire Mobilität mit der Projektstelle Betriebsseelsorge Stuttgart 21 hervor. Ebenso betonte er im Blick auf die Erfahrungen aus den ersten Beratungengesprächen die Notwendigkeit einer langfristigen Absicherung der Projektstelle einerseits wie auch die Verantwortung der Politik andererseits, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung nachhaltig und effektiv unterbinden. Kritisch bemerkte er,dass die Bundesregierung bis heute die vor zwei Jahren verabschiedete EU-Richtlinie zur Bekämpfung des Menschenhandels nicht umgesetzt hat. Die Frist zur Übertragung der Richtlinie in nationales Recht war am 5. April 2013 abgelaufen.

 

Weitere Infos unter: www.faire-mobilitaet.de


Nachlese zum 4. Mobbing-Kongress in Bad Boll vom 1.-3. März 2013

(Bericht von Wirtschafts- und Sozialpfarrerin Karin Uhlmann, KDA Heilbronn)

Zum wiederholten Mal trafen sich Menschen aus verschiedenen Berufsgruppen und Institutionen zum Mobbing-Kongress in Bad Boll. Der Mobbing-Kongress wurde vom 01.-03. März vom KDA-Württemberg, KDA Baden und der katholischen Betriebsseelsorge Ludwigsburg/Heilbronn verantwortet. Federführend waren Wirtschafts- und Sozialpfarrerin Karin Uhlmann, Sozialsekretär Klaus-Peter Spohn-Logé und die beiden Pastoralreferenten Martin Zahner und Josef Krebs. Mit seinem Einstiegsreferat gelang es Dr. phil. Axel Esser gekonnt die Zuhörer für die Veränderungen im Bereich von Mobbing der letzten 20 Jahre zu sensibilisieren. Sprach Heinz Leymann, der Vater der Mobbingforschung noch konkret von "Mobbing", spricht man heute von psychischer Belastung am Arbeitsplatz, was eher die Komplexität des Phänomens beschreibt – wie der Dipl. Psychologe Dr. phil. Esser darstellte. Machte man früher seine ersten Erfahrungen mit Mobbing erst im Berufsleben, so sind heute schon vielfach Kinder und Jugendliche Mobbingattacken an den Schulen ausgesetzt. (...)

Den ganzen Bericht, der in der Hauszeitung der ev. Akademie Bad Boll publiziert wird, finden Sie hier als pdf-Download: ->

Bildergalerie (Bilder von: Norbert Oehlcke)


Jahrestag der Ablehnung einer Transfergesellschaft bei Schlecker

Brief- und Protestaktion am 27.3.2013 in Ulm -

„Mit RückSicht wäre das nicht passiert"

Am 1. März 2012 kündigte Arndt Geiwitz als Insolvenzverwalter von Anton Schlecker e.K. die Kündigung und Freistellung von annähernd 45% der damaligen Schlecker-AS-Beschäftigten auf Ende März 2012 an. Damit beschleunigte sich das intensive Ringen um eine Transfergesellschaft, mit deren Hilfe die zu Kündigenden eine intensive Zeit der Qualifizierung und Begleitung bekommen hätten. Eine solche Transfergesellschaft wurde am 29. März 2012 von mehreren FDP-Politikern, an der Spitze Dr. Rösler, FDP-Bundesvorsitzender und Wirtschaftsminister, definitiv verhindert. Die Folge waren annähernd 4500 Kündigungsschutzklagen und eine Absage aller eventuellen Investoren.

Anlässlich des bevorstehenden "Jahrestages" der Verweigerung einer Bürgschaft über 80 Mio Euro zur Finanzierung bzw. Absicherung einer Transfergesellschaft kamen deshalb am 27. März in Ulm Mitglieder des Gesamtbetriebsrates von Schlecker, ehemalige Schlecker-Beschäftigte sowie Vertreter von Verdi und Katholischer Betriebsseelsorge und des Kirchlichem Dienstes in der Arbeitswelt (KDA) zusammen, um auf den bleibenden Skandal der Verweigerung einer Transfergesellschaft aufmerksam zu machen.

Christel Hofmann, Schlecker-Gesamtbetriebsratsvorsitzende, formulierte unter Tränen: "Wir wollten nichts geschenkt, sondern lediglich eine Bürgschaft, um den Mitarbeiter/-innen eine Qualifizierungs-Perspektive bieten zu können. Aber diesen Rettungsschirm hat man uns vorenthalten - das war wie ein Schlag ins Gesicht". Leni Breimayer, Landesbezirksvorsitzende von Verdi Baden-Württemberg, erinnerte daran, das zwar knapp die Hälfte der ehemaligen Schlecker-Beschäftigten wieder einen Arbeitsplatz gefunden haben, jedoch oft unter prekären Bedingungen. Betriebsseelsorger Paul Schobel, Mitinitiator des Solidaritätsfonds für ehemalige Schlecker-Beschäftigte, betonte in seiner Rede die Solidarität mit den ehemaligen Beschäftigten und kritisierte deutlich das Versagen der Politik.

Zum Abschluss der Aktion wurde ein Brief an verschiedene Politiker in Bund und Land verschickt, die wesentlich zur Verhinderung der Transfergesellschaft beigetragen haben.

Den Wortlaut des Briefes finden Sie hier als pdf-Download: ->

Auch eine Tagung in der ev. Akademie Bad Boll beschäftigt sich mit den Lehren aus der Schlecker-Insolvenz.

Nähere Informationen finden Sie hier: ->

Hier ein Bericht von Pfarrer Martin Schwarz (ev. Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt Ulm) zur Kundgebung:

www.kda-wue.de/cms/startseite/berichte/


Lehren aus der Schlecker-Pleite - Wie man Beschäftigte besser schützen kann

Evangelische Akademie Bad Boll - 10.05.2013 - 11.05.2013

 

Mit dem Ende der Drogeriemarktkette Schlecker erlebte Deutschland eine der größten Insolvenzen seiner Wirtschaftsgeschichte. Diese Firmenpleite ist zum Prüfstein des deutschen Unternehmens- und Insolvenzrechts geworden sowie für den Umgang mit den betroffenen Beschäftigten.

Die Tagung zeichnet Ursachen, Verlauf und Auswirkungen der Insolvenz nach. Wichtige Akteurinnen und Akteure kommen dabei zu Wort: Betriebsrat, Gewerkschaft, Insolvenzverwaltung, Arbeitsagentur. Im Mittelpunkt steht die Situation der Mitarbeitenden.

An der Tagung, die in Kooperation mit der Katholischen Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart durchgeführt wird, wirken unter anderem mit:

Die baden-württembergische ver.di-Landesbezirksleiterin Leni Breymaier, Bundesministerin a.D. Herta Däubler-Gmelin, Christl Hoffmann, Schlecker-Gesamtbetriebsratsvorsitzende, Betriebsseelsorger Alfons Forster und Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz.

Nähere Informationen zur Tagung sowie Hinweise zur Anmeldung finden Sie hier als pdf-Download: ->