Herzliche Einladung zur Internationalen Abschlusstagung des Projekts smart factory

Arbeitsbeziehungen und sozialer Dialog unter dem Anpassungsdruck der fortschreitenden Digitalisierung der Wirtschaft und der Industrie (Industrie 4.0) –Vergleichend angelegte wissenschaftliche Studien mit Ergebnistransfer 

am Freitag, 7. Juli 2017, 9.00 bis 16.00 Uhr
im Haus der Katholischen Kirche (Eugen-Bolz-Saal),
Königstraße 7, 70173 Stuttgart

Im Eingangsvortrag analysiert Dr. Erika Mezger von Eurofound Dublin „Chance und Herausforderungen der Digitalisierung für Arbeit, Beschäftigung und den Sozialen Dialog". Expertinnen und Experten aus Baden-Württemberg, Katalonien, der Lombardei und Westschweden haben Perspektiven zur Digitalisierung der Arbeitswelt aus mikro-, makroökonomischer und gesellschaftlicher Sicht sowie Zukunftsszenarien in einem Zeithorizont bis 2030 diskutiert und stellen vergleichende Projektergebnisse vor. In einer internationalen Expertenrunde werden danach Handlungsmöglichkeiten im Betrieb und in der Arbeitswelt erörtert.

Sie sind herzlich eingeladen, mit uns zu diskutieren. 

Wir gehen davon aus, dass mit Betriebsratsbeschluss eine Freistellung nach §37.6 BetrVG möglich ist.

Zur Hintergrundinformation über das Projekt verweisen wir ergänzend auf die Webseite  sf-eu.net .

Hier finden Sie den Ausschreibungsflyer

Wir bitten um Anmeldung bis Dienstag, 4. Juli 2017 an  kreuzkamp@acli.de 

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.




 

Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl
am 04.07.2017 im Gasthof Rössle in Weingarten

Wahlkampfauftakt bei Kirche und Gewerkschaft

Parteien präsentieren ihre Ziele zu Rente und Rüstung

Rund 60 Interessierte waren der Einladung von Erwachsenenbildung, Betriebsseelsorge, KAB, Pax christi und DGB zu einer Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl ins Gasthaus Rössle nach Weingarten gefolgt. Auf dem Podium stellten sich Agnieszka Brugger (Die Grünen), Heike Engelhardt (SPD), Axel Müller (CDU) und Jasmin Runge (Die Linke) zunächst den von Peter Niedergesäss (KAB) vorgetragenen Fragen zur Rentenpolitik, nämlich wie ihre Parteien Altersarmut verhindern wollten und wie sie zum Cappuccino-Modell der Katholischen Verbände stünden. Am nächsten zu diesem Modell positionierte sich die Grünen-Kandidatin, der es auch wichtig war, bei diesem Thema die Generationen nicht gegeneinander auszuspielen. SPD-Frau Engelhardt verwies auf den eingeführten Mindestlohn und plädierte für gute Arbeit für alle, Abschaffung der prekären Arbeitsverhältnisse unsd Tarifbindung. „Die Linke“-Kandidatin hielt solchen Forderungen entgegen, dass man doch auch mal schauen müsste, wie und durch wen in den vergangenen Jahren so viele Rentner in die Gefahr der Altersarmut gekommen seien und sympathisierte im Übrigen stark mit dem Österreichischen Rentenmodell. Axel Müller, keein Freund des Cappuccino-Modells, versuchte, die Zahl der 3 Millionen als arm eingestuften Rentner zu relativieren: machten diese doch nur 15% der Gesamtzahl der Rentner aus. Als wesentliche Faktoren für eine auskömmliche Rente nannte er durchgängige Erwerbsbiografien, gute Qualifikation und eine Erhöhung der Eigenheim-Quote, was im Publikum auf dem aktuellen Hintergrund des Tauber-Tweets nicht überall gut ankam.

Die Fragen von Betriebsseelsorger Werner Langenbacher nach einem völligen Verzicht auf Rüstungsexporte und Unterlaufen des Zwei-Prozent-Rüstungsetat-Ziels der NATO beantwortete der CDU-Mann mit einem klaren Nein; mehr Rüstungsausgaben seien z.B. schon durch den Aufbau der neuen Cyber-Streikräfte gefordert. Auch Rüstungsexporte seien immer wieder nötig, auch wenn, wie im Falle der Unterstützung der Peschmergakämpfer im Irak man nie ganz gewiss sein könne, dass die Waffen nicht in falsche Hände gerieten. Der Erhöhung des deutschen Rüstungsetats um jährlich rund 8% bis 2024 auf dann rund 70 Milliarden konnten dagegen die drei Frauen auf dem Podium nichts abgewinnen, andererseits aber wollte nicht einmal Jasmin Runge letztlich den Austritt aus der NATO fordern. In der Frage der Rüstungsexporte plädierte die grüne Verteidiguns-Expertin Brugger nochmals vehement dagegen, Saudi-Arabien mit Rüstung zu beliefern und in jedem Falle sehr genau abzuwägen, ob ein möglicher Nutzen, nämlich Schutz von bedrohten Bevölkerungsgruppen nicht durch das Risiko des Mißbrauchs dieser Waffen unterlaufen würde.

Mit der abschließenden Frage an alle Kandidatinnen, warum die Bürgerinnen und Bürger am 24. September gerade sie wählen sollten, konnte das Quartett nochmalsdie jeweiligen Stärken und Kompetenzen für eine politische Arbeit in Berlin herausstellen. Die Chancen hierfür sind jedoch weiterhin ziemlich ungleich verteilt.

Siegfried Welz-Hildebrand, Katholische Erwachsenenbildung


Betriebs- und Personalräte-Treffen

 

Die Betriebsseelsorge und die KAB laden zum nächsten Betriebs-und Personalrat-Treffen am 27.06.2017 um 18:00 Uhr ins Bischof-Moser-Haus. Thema des Abends:
Das Entgelttransparenzgesetz.
Nähere Infos


„Öffentliche Mittagspause – Farbe bekennen“

 

Farbe bekennen für Demokratie und eine offene Gesellschaft.

Über 250 Personen saßen an diesem 23. Mai 2017 nicht in Cafés oder Restaurants, sondern machten sich auf zur Rathaustreppe, um ein Zeichen zu setzen: ein Zeichen für Demokratie und eine bunte Gesellschaft. In kurzweiligen Beiträgen wurden Stellungnahmen zum Grundgesetz abgegeben. Von vielen Teilnehmenden kamen anerkennende Zustimmung und der Wunsch, eine solche Aktion solle nicht einmalig bleiben, sondern sich jährlich wiederholen, zumal in zwei jahren unser Grundgesetz 70 Jahre alt wird.

Auf Initiative von Katholischer Betriebsseelsorge und Katholische Erwachsenenbildung fand am Dienstag, 23. Mai von 12 bis 13 Uhr eine „Öffentliche Mittagspause“ vor dem Ravensburger Rathaus statt. Die Veranstaltung war Teil der Kampagne „Farbe bekennen! Für Demokratie und eine offene Gesellschaft“, die von Mitarbeitern der Diözese Rottenburg-Stuttgart ins Leben gerufen wurde. Angesichts von erstarkten rechtspopulistischen Tenzen in Deutschland und Europa wollten die Initiatoren am Tag der Verkündigung des Grundgesetzes deutlich machen: Demokratie und eine offene Gesellschaft sind keine Selbstversändlichkeit. Man muss sich dafür einsetzen. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Daniel Rapp gab es sechs kurze Statements zu den Grundrechten der Bundesrepublik Deutschland. Der Oberbürgermeister hat sich zur freiheitlichen Demokratie geäußert, Chefredakteur Hendrik Groth zur Presse-, Jutta Aumüller von der Gewerkschaft ver.di zur Versammlungsfreiheit. Stefan Brückner, evangelischer Pfarrer erläuterte, was ihm an der Religionsfreiheit wichtig ist. Die Unternehmerin Arzu Güzelarslan nahm sich die Gleichheit, vor allem von Mann und Frau vor, während der Sprecher des Schülerrats Maximilian Kremer sich zum Schulwesen und zur Bildung äußerte. Die Redebeiträge wurden musikalisch ergänzt und akzentuiert durch Bernhard Bitterwolf, der einige Arbeiter- und Bauernlieder gesungen hat.







Einzelhandels-Frühstückstreffen

… doch gebt die Rosen auch!

Sie sind beschäftigt im Einzelhandel und wünschen sich
ab und zu einen Austausch über Ihre Situation
oder Ihre Arbeitsbedingungen?

Sie hätten Lust, sich bei einer guten Tasse Kaffee oder Tee mit Gleichgesinnten auszutauschen,
gerne auch vor Ihrer Arbeit?

Sie sind dann genau richtig bei unserem Frühstück für im Einzelhandel Beschäftigte.

Betriebsseelsorge, Allmandstr.10, 88212 Ravensburg

Am Freitag, 10.03. fand zum ersten Mal ein Treffen statt und soll nun vierteljährlich wiederholt werden.

Nächster Treff Einzelhandels-Frühstück: 12. Mai 2017 ab 8.30 Uhr

Wir freuen uns auf Sie!

Werner Langenbacher    Frauke Schönenberg

 


Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl


Acht Milliarden wollen leben
Perspektiven statt Flucht

Am Mittwoch, 10. Mai, findet um 19:30 Uhr im Kornhaussaal Ravensburg eine Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl statt, bei der die Kandidaten*innen der im Bundestag vertretenen Parteien Stellung nehmen zu den Themen: Wirtschaftspolitik, Welternährung und freier Handel, Klimawandel und Energiepolitik.  Die u.a. von der Betriebsseelsorge, dwp, KAB, Pax Christi und Diakonie organisierte Veranstaltung  wird von Christoph Plate, dem stellvertretenden Chefredakteur der Schwäbischen Zeitung moderiert. 

Die Kandidaten*innen werden gefragt, welche Konzepte und Modelle ihre Parteien haben, um nachhaltige Lebens- und Arbeitsperspektiven  weltweit zu schaffen. Oder zerstören wir mit unseren Subventionen Landwirtschaften  im Globalen Süden und gefährden damit sogar unsere heimischen Wirtschaftszweige?  Bedarf es eines Umdenkens und einer Energiewende, um die endlichen Ressourcen weltweit fair zu verteilen? Wie aber ist dies leistbar und umsetzbar?

Die vier auf dem Podium vertretenen Kandidaten*innen geben zu den drei auf der Vorderseite genannten Themenbereichen ein kurzes Statement ab, um dann genügend Zeit für das Gespräch mit den Anwesenden  zu haben.

Wir laden Sie herzlich ein zum Hören und Mitdiskutieren!

 


Einladung zum Betriebsräte- und Personalräte-Treffen

Termin:   Mittwoch, 26. April 2017, 18:00 Uhr

Ort:         Betriebsseelsorge und KAB-Regionalsekretariat          
                Allmandstr. 10, 88212 Ravensburg

Thema:   Das Bundesteilhabegesetz und seine Auswirkungen für die Arbeitswelt

Referent: Torsten Hopperdietzel, Ehrenamtlicher  Kreisbehindertenbeauftragterim Landkreis

Liebe Kollegin, lieber Kollege im Betriebs- oder Personalrat,

mit Beginn des Jahres 2017 ist die erste Stufe des Bundesteilhabegesetzes in Kraft getreten. Zuvor ging ein jahrelanger Diskurs voraus, in dem es um das Anliegen ging, wie wir als Gesellschaft mit der Inklusion umgehen und was sie uns wert ist. In unserer Gesellschaft leben zehn Millionen Menschen mit Behinderung, ihnen steht eine gleichberechtigte Teilhabe in Gesellschaft und Arbeit zu.

Bei unserem nächsten Betriebs- und Personalrätetreffen wollen wir uns informieren lassen, welche Herausforderung dieses Gesetz für die Arbeitswelt bedeutet und welcher Verantwortung sich die Betriebe, Verwaltungen und Einrichtungen stellen müssen bzw. sollen. Die rechtlichen Rahmen sind geschaffen, sie umzusetzen ist auch Aufgabe der im Betrieb Verantwortlichen.

Torsten Hopperdietzel ist Ehrenamtlicher Kreisbehindertenbeauftragter im Landkreis Ravensburg und wird uns in die Regelungen und Anforderungen des Bundesteilhabegesetzes einführen. Mit ihm zusammen werden wir diskutieren, wie die Inklusion von Menschen mit Behinderung in die Arbeitswelt gelingen kann bzw. gefördert werden sollte.

Machen wir uns gemeinsam auf den Weg, um Inklusion nicht nur gutzuheißen, sondern auch umzusetzen.

 

Wir freuen uns auf Dich und weitere interessierte Kolleg*innen.

 

 

 


Kreuzweg der Arbeit 2017

Gnadenlos – GNADE

Kreuzweg der Arbeit am 7. April in Ravensburg

Am Freitag, 7. April, findet um 17:00 Uhr in Ravensburg wieder ein Kreuzweg der Arbeit statt, der durch die Altstadt von Ravensburg führt. Treffpunkt ist auf dem Holzmarkt, gegenüber der Apotheke Vetter. Dieses Jahr steht der Kreuzweg unter dem Thema: Gnadenlos-GNADE. Damit wurde ein ökumenisches Thema aufgegriffen, weil dieses Jahr der Kreuzweg auch ökumenisch mitgestaltet wird. Der Weg durch die Stadt führt an der katholischen Liebfrauenkirche vorbei zum Rathaus, weitere Haltstationen sind die evangelische Stadtkirche, ein Kindergarten, eine Einkaufsstraße und zuletzt die Kirche St.Jodok. Zum Abschluss und  zu einer kstenlosen Brotzeit treffen sich die Teilnehmenden im Bruderhaus.

Der Kreuzweg der Arbeit greift aktuelle Probleme und Veränderungen in Gesellschaft und Arbeitswelt auf und stellt sie unter die Gedanken, welche Auswirkungen sie für die Menschen haben. Eingeladen sind alle, die sich von dieser Form eines modernen Kreuzweges angesprochen fühlen.






Altersarmut muss Thema im Wahlkampf werden

Vortrag und Diskussion mit Gabriele Frenzer-Wolf
Stellvertretende Landesvorsitzende DGB Baden-Württemberg, Stuttgart

Drohende Altersarmut - Gegen-Konzepte am Dienstag, 31. Januar 2017, 19:30 Uhr

Café im Heilig-Geist-Spital, Bachstr. 57, Ravensburg

Einen Kurswechsel in der Rentenpolitik forderte die stellvertretende DGB-Landesvorsitzende Gabriele Frenzer-Wolf bei einer Veranstaltung in Ravensburg. Die Zunahme von prekären Arbeitsverhältnissen wie Minijobs und Leiharbeit gefährde die Rente vor allem in der Gruppe der heute 45- bis 60-jährigen. Die Armutsgefährdung habe vor allem bei Frauen bereits in den letzten 10 Jahren deutlich zugenommen, in Baden-Württemberg sei heute jede fünfte Frau über 65 davon betroffen. Bei den Arbeitnehmern, die heute in Rente gingen decke die gesetzliche Altersrente allein nur bei Männern den Grundsicherungsbedarf. Die  Altervorsorge müsse so gestaltet wereden, dass sie zu einem guten Leben reiche. Als Konzept gegen die drohende Alrtersarmut präsentierte Frenzer Wolf das Modell des DGB, das entgegen den gesetzlichen Vorgaben eine Anhebung der Beiträge auf bis zu 22% ab sofort vorschlägt um das Rentenniveau in den nächsten Jahren nicht weiter absinken zu lassen. „Sprechen Sie Ihre Kandidaten für den Bundestag darauf an“, so die DGB-Vorsitzende.

Nicht gut weg kam auch im anschließenden Gespräch die private Vorsorge nach Riester, da diejenigen, denen die staatliche Förderung etwas nützen könnte meist die Eigenbeiträge nicht aufbringen könnten und sich auch die Arbeitgeber daran nicht beteiligten. Wiederholt wurde auf die Schweiz verwiesen, wo alle in die Rentenkasse einzahlten. KAB-Diözesansekretär Peter Niedergesäss brachte nochmals das „Cappuccino-Modell“ der Katholischen Arbeitnehmerbe-wegung (KAB) ins Spiel das zusätzlich zur gesetzlichen Altersvorsorge eine von allen Bürgerinnen und Bürgern finanzierte Sockelrente als Grundsicherung vorsieht und die private Altersvorsorge dann noch das Sahnehäubchen oben drauf sei. Eingeladen zu dieser Veranstaltung hatten neben dem DGB die Betriebsseelsorge, die Katholische Arbeitnehmerbewegung sowie die Katholische Erwachsenenbildung Kreis Ravensburg.

 







Arbeitsmarktzugänge für Geflüchtete

Informationsveranstaltung am Mittwoch, 11. Mai 2016,
18:00 Uhr – 19:30 Uhr in den Kornhaussaal Ravensburg, Marienplatz 8

Im Wettbewerb um Auszubildende und Fachkräfte bieten sich durch den Zuzug von Geflüchteten neue Zugangswege für Betriebe und Einrichtungen. Viele junge Menschen kommen hochmotiviert und leistungsbereit in unser Land, haben zum Teil Arbeitserfahrung und sind sehr flexibel. Diese Situation ist eine große Chance, bedeutet aber auch Herausforderung für die betrieblichen Akteure.
Dr. Bob Krebs, Stabstelle Flüchtlinge und Asyl der Arbeitsagentur Konstanz-Ravensburg  informierte an diesem Abend, unter welchen Bedingungen anerkannte Geflüchtete bzw. Asylbewerber/innen arbeiten dürfen und können.

Kooperation von KAB; DGB Büro Ravensburg und Betriebsseelsorge


Betriebsseelsorge unterstützt Beschäftigte im öffentlichen Dienst


Die Gewerkschaft verdi hat in der 14. Kalenderwoche zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst aufgerufen. Die Betriebsseelsorge beteiligte sich an zwei Kundgebungen in Friedrichshafen und Weingarten, bei denen Werner Langenbacher forderte, dass die öffentlichen Arbeitgeber in den Kommunen die Finger von der Kürzung der Zusatzrente weglassen müssen. Die Beschäftigen in Kommunen haben eh eine niedrigere Gehaltsstruktur als in der Industrie, ihre Zusatzrente noch zu kürzen, würde den Dienst unattraktiv machen.

Das Bild (Weingarten)zeigt von links: Oberbürgermeister Ewald, Sabine Hofmann-Stadtländer (verdi), Jutta Aumüller (verdi), Ernst Wagner ( Personalratsvorsitzender), Werner Langenbacher

 


Kreuzweg der Arbeit 2016

Unter dem Thema:
Gerechtigkeit und Barmherzigkeit
trafen sich am Freitag,  18. März in Ravensburg ca. 40 Personen, um einen "Kreuzweg der Arbeit" gemeinsam zu gehen.  An verschiedenen Stationen in der Innenstadt wurde der Menschen und Situationen gedacht, die unter der Last der Arbeit oder der Wirtschaftsstrukturen zu leiden haben. Leidvolle Erfahrungen in der Arbeitswelt sind vielfältig und global. So richtet sich der Blick des Kreuzweges auch auf ungerechte Weltwirtschaftsstrukturen. Individuelles Verhalten gegenüber Ungerechtigkeiten ist Barmherzigkeit, aus ihr heraus muss aber auch strukturell die Gerechtigkeit sich entwickeln.

 









Podiumsdiskussion zur Landtagswahl


von links nach rechts: B.Strasser; S.Zwisler; H-M. Brüll (Moderator); M.Lucha; H.Engelhardt

Am Mittwoch, 17. Februar 2016 fand im Saal des Kornhauses eine Podiumsdiskussion zur Landtagswahl mit dem Schwerpunkt auf wirtschaftliche Themen statt.
Die Zukunft der Pflege sowie die Stellung der Parteien zu den Freihandelsabkommen wurden befragt, doch auch Themen wie Flüchtlingspolitik und offene Bildungsarbeit sind zur Sprache kommen.
Auf dem Podium waren anwesend: Heike Engelhardt (SPD), Mane Lucha ( Bündnis 90/DIE GRÜNEN), Benjamin Strasser (FDP), Sylvia Zwisler (CDU).

Eingeladen hatten die keb, die KAB und die Betriebsseelsorge.


Poststreik in Wangen am 29.06.2015





Eindrücke von der Mai-Kundgebung...




Katholische Betriebsseelsorge und Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) der Diözese Rottenburg-Stuttgart unterstützen Streik der Erzieherinnen / Erzieher


Bild unten: SZ Tettnang


Das Aufgabenspektrum der Erzieherinnen / Erzieher in Kindertagesstätten hat sich erweitert und die Belastungen sind größer geworden. Dies steht im Widerspruch zur gesellschaftlichen Anerkennung und ganz eklatant zur deren Entlohnung. Deshalb solidarisieren sich Betriebsseelsorge und KAB mit den Erzieherinnen / Erziehern.
Offener Brief an die Verhandlungsführer / Tarifkonflikt Erziehungs- und Sozialberufe Unbestreitbar hat sich das Aufgabenspektrum von Erzieherinnen / Erziehern in Kindertagesstätten erheblich erweitert. Frühkindliche Bildung, Sprachförderung, Bewegungs- und Gesundheitserziehung, Inklusion, der wertschätzende Umgang mit unterschiedlichen Kulturen und Religionen, die Vernetzung mit Institutionen und Ämtern erfordern breite Kompetenzen. Zudem sehen sich Erzieherinnen / Erzieher gestiegenen Ansprüchen von (häufig überforderten) Eltern und Schulen gegenüber. Die im Orientierungsplan geforderten Standards sind hoch. Erzieherinnen / Erzieher sind gehalten, die Entwicklung der Kinder in ihren Einrichtungen präzise zu dokumentieren und daraus Handlungsempfehlungen für Eltern und Schulen zu formulieren. Verlängerte Öffnungszeiten und Ganztagesbetreuung erfordern ein hohes Maß an Flexibilität. Weil die Teams personell oft unterbesetzt sind, hat sich die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen so verdichtet, dass viele an der Belastungsgrenze arbeiten. Gleiches gilt für die Arbeit in den Sozial- und Jugendhilfeeinrichtungen. Im deutlichen Widerspruch zur gestiegenen Bedeutung der Arbeit in den Kindertagesstätten steht deren gesellschaftliche Anerkennung. Die Entlohnung der Arbeit entspricht schon lange nicht mehr dem, was in der täglichen Arbeit von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gefordert ist. Die Anerkennung dieser Arbeit durch die Eingruppierung in eine angemessene Entgeltstufe ist daher zwingend notwendig. Schon jetzt zeichnet sich ein Fachkräftemangel ab. Wenn die Rahmenbedingungen sich nicht verbessern, kann weder die Qualität erhalten werden noch das Berufsbild an Attraktivität gewinnen. Wir, die Betriebsseelsorge und die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in der Diözese Rottenburg-Stuttgart unterstützen den Streik der Erzieherinnen / Erzieher und deren Forderungen im Tarifkonflikt, denn letztere sind mehr als berechtigt. Dass die Verhandlungsführer der Trägerseite nicht bereit sind, die gestiegenen Anforderungen an die Erzieherinnen / Erzieher in den Kindertagesstätten auch durch eine angemessene Entlohnung (höhere Einstufung) zu honorieren, ist
nicht nachvollziehbar. Wir fordern sie auf, mutig einen Schritt auf die vernachlässigte Gruppe der Erzieherinnen / Erzieher zu tun und ihnen die Anerkennung zukommen zu lassen, die sie längst verdienen. Die Strategie, die auf Betreuungsplätze angewiesenen Eltern gegen die Streikenden in Stellung zu bringen und damit den Erzieherinnen / Erziehern öffentlich Druck zu machen, halten wir schlicht für unanständig. Seien Sie mutig und zeigen Sie, dass eine qualifizierte Arbeit in den Kindertagesstätten einen angemessenen „Wert“ hat.


Kreuzweg der Arbeit – gut wirtschaften





 

Am Freitag vor Palmsonntag, 27. März 2015 fand in der Ravensburger Innenstadt wieder ein Kreuzweg der Arbeit statt.

Der Kreuzweg der Arbeit nimmt die wirtschaftlichen Situationen der Menschen in Blick und stellt Bezüge zum Kreuzweg her. Er weist auf die Missstände in der Arbeitswelt, regional und international, und zeigt Beispiele guten Wirtschaftens auf. An jeder Station wird in das mitgeführte Holzkreuz ein Nagel eingeschlagen, ein Zeichen für die Not und das Elend von Menschen durch ungerechte Arbeitsbedingungen. Der Weg führte zum lokalen Handel, zum Wirtschaftsmuseum, einer lokalen Mühle, zu einem Pflegeheim, zum Eine-Welt-Laden, einem secondhand-Laden und endete in der Kirche St. Jodok in der Eisenbahnstraße.



Besprechung in der Schwäbischen Zeitung am 31.03.15

Auf der Su­che nach gu­tem Wirt­schaf­ten

Circa 50 Menschen beteiligen sich am Kreuzweg der Arbeit

 Von Rainer Kössl 

 

Ravensburg - Sechs Jahreszahlen schon, von 2010 bis 2015, sind in das schwere Holzkreuz eingekerbt, das auch dieses Jahr wieder von Männern der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) durch die Straßen Ravensburgs getragen wurde.

Wie immer am Freitagabend vor Palmsonntag. In Erinnerung an den Kreuzesweg Jesu Christi durch die "via dolorosa" der Jerusalemer Altstadt, die Schmerzensstraße, hinauf zum Hügel Golgatha vor den Toren der Stadt.

"Wir wagen uns hier auf die Straße", so tastete sich Betriebsseelsorger Werner Langenbacher an das Unternehmen "Kreuzweg 2015" heran. Die kleine, um das Kreuz gescharte Prozession von ungefähr 50, meist älteren Menschen schien anfangs in der Hektik des Ravensburger Freitagabends noch ein wenig zu fremdeln.

Station 1

Der katholische Priester gab an der ersten Station auf dem Holzmarkt das Thema des rund zweistündigen Kreuzweges vor: "Arbeit kann tödlich sein, wo doch ihr eigentlicher Sinn wäre, Sinn zu geben."

An jeder der acht Stationen wurde in das mitgetragene Kreuz ein mächtiger Zimmermannsnagel geschlagen, ein Zeichen für das Elend von Menschen, verursacht durch ungerechte und inhumane Arbeitsbedingungen.

Die Initiatoren dieses Kreuzweges beließen es aber nicht bei Klage und Anklage und stellten sich und ihrer Stadt die Frage: "Geht Wirtschaften auch anders?"

Station 2

Amazon, Zalando & Co machen dem lokalen Einzelhandel zu schaffen. Die Buchhandlung Ravensbuch aber greift dem Rad in die Speichen und hat die bundesweite Organisation "Buy local" ins Leben gerufen. Die Mitglieder werben für das regionale Einkaufen, bieten dafür Arbeitsplätze vor Ort und garantieren faire Arbeitsbedingungen.

Station 3

Vor dem Wirtschaftsmuseum schien der Kreuzweg endgültig im Herzen der Stadt anzukommen. Beklagt wurden die unsäglichen Folgen eines neoliberalen Wirtschaftsgebarens. "Gewinnmaximierung scheint zur Religion erhoben."

Aber die Rushhour am Freitagabend gerade an dieser Engstelle der Stadt forderte ihren Tribut. Es war laut. Mopedfahrer knatterten durch diese Menschenansammlung mit Transparent und Kreuz. Zu allem Unglück fiel noch das Mikro aus.

Da tritt ein Teilnehmer vor die Gruppe, Theodor Schöneberg mit Namen, ein Hüne von Mann, legt das defekte Mikrofon beiseite und spricht mit glasklarer, den Verkehrslärm gleichsam ignorierenden Stimme über die ungerechte Verteilung der Güter auf der ganzen Welt: "Wie viel ist genug?" Schöneberg: "Genug ist: nicht viel zu viel. Genug ist genau das rechte Maß." Und deutet das Gemeinte gestisch an durch den feinen Abstand zwischen Daumen und Zeigefinger.

Danach schien das abendliche Klima der Stadt verändert. Ein dicker Sportgeländewagen, Frau am Steuer, schlich fast sanft durch die Kreuzweggemeinde. Ein Auto mit vier jungen Burschen hupte. Aus Sympathie oder aus Übermut ?

Die restlichen Stationen

Die Schulermühle, ein Pflegeheim, der Eine-Welt-Laden, der Patchworkladen, St. Jodok waren weitere Stationen dieses Kreuz- und Auferstehungsweges. Er war zugleich ein Abendmahlsweg. Denn die Teilnehmer waren danach eingeladen zu einer "Brotzeit" ins Bruderhaus.

 


Fluch oder Segen?


Podiumsteilnehmer v.l.n.r.: Gottfried Christmann, Regionssekretär DGB Südwürttemberg, Dieter Broszio, Leiter Internationales bei der IHK Weingarten, Moderator Werner Langenbacher, Betriebsseelsorger Ravensburg, Wilfried Wienen, Referent für internationale Fragen bei der KAB-Bundesstelle Köln.

Was sich hinter TTIP verbirgt.

 

Am Montag, 9. März 2015, fand um 19:30 Uhr im Kornhaussaal, Marienplatz 12, Ravensburg , eine Podiumsdiskussion zum geplanten Freihandelsabkommen TTIP statt. Bei dem Freihandelsabkommen geht es nicht nur um Umweltstandards, sondern auch um Eingriffe in Arbeitsbedingungen  oder in demokratische Strukturen. Arbeitgeber vor Ort sehen Chancen in dem Abkommen, Gewerkschaften und Sozialverbände eher Nachteile. Ist ein solches Abkommen Fluch oder Segen? Es diskutierten Wilfried Wienen von der KAB Deutschland, Dieter Broszio von der IHK Weingarten und Gottfried Christmann vom DGB Südwürttemberg über Vor- und Nachteile eines solchen Abkommens. Veranstaltet wurde der Abend von der Katholischen Betriebsseelsorge, der KAB und dem Katholischen Bildungswerk.