Das Jahr 2010

Begegnungstag Ludwigsburg

 

Dokumentation der Veranstaltung

 

 

„Chancen eröffnen“ – Begegnungstag für Gemeinden, Initiativen, Projekte und Verbände, die benachteiligte Jugendliche auf dem Weg in Ausbildung und Beruf begleiten – und Menschen, die sich engagieren möchten

 

 

vom 17.10.2009 in Ludwigsburg

 

 

Die Dokumentation finden Sie als download-Möglichkeit hier:

Einladungsflyer als PDF:

 

 



Adventsbesuch bei „Real“ und „Karstadt“

Bischof Fürst bei Betriebsräten in Einkaufszentren im Kreis Böblingen

Stuttgart/Böblingen. 8. Dezember 2010.

Bischof Gebhard Fürst hat jetzt zum Advent Zentren des vorweihnachtlichen Geschäfts aufgesucht. Dabei ging es ihm bei den Besuchen des „Real“-Marktes in Böblingen und des „Karstadt“-Warenhauses am Mittwochnachmittag in Leonberg nicht um Sonderangebote, sondern um das Wohl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auf Einladung der Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Betriebsräte machte er sich vor Ort ein Bild von den Arbeitsbedingungen im Einzelhandel.  

Im Gespräch mit den Arbeitnehmervertretern und den Seelsorgern ging es unter anderem um Themen wie Ausweitung der Arbeitszeiten und wachsenden Leistungsdruck auf die Beschäftigten. Auch der Schutz von Sonn- und Feiertagen vor überzogenen Profitinteressen sowie die Vereinbarkeit von Familie und Arbeit in härter werdenden Arbeitsbedingungen standen zur Diskussion. Bei dem vom Bischof besuchten „Real“ in Böblingen arbeiten nach Angaben der Betriebsseelsorge zwei Drittel des Personals in Teilzeit; ebenso groß ist der Anteil der Frauen in der Belegschaft. Bei „Karstadt“ in Leonberg sind rund 120 Mitarbeiter angestellt, überwiegend in Teilzeit. Dort machen Frauen 85 Prozent aus.

Das Bruttoeinkommen von Vollzeitbeschäftigten im Einzelhandel beläuft sich nach Angaben der Betriebsseelsorge auf durchschnittlich 1.500 bis 2.000 Euro im Monat. „Damit lässt sich hierzulande eine Familie nicht ernähren“, kritisierte der Böblinger Betriebsseelsorger Walter Wedl. Von einem Existenz sichernden Lohn sei der Einzelhandel weiter weg denn je.

Link:  http://www.kirchebb.de/cms/startseite/katholisches-dekanat/aktuelles/berichte-und-fotos/bischof-hautnah/



Die Betriebsseelsorge in der Diözese Rottenburg-Stuttgart unterstützt die „Initiative Bildung und Beschäftigung“

Nähere Informationen finden Sie unter:

 www.bildung-und-beschäftigung.de     

bzw.

Initiative Bildung und Beschäftigung - IG Metall Bezirksleitung Baden-Württemberg
Stuttgarter Straße 23, D-70469 Stuttgart

Telefon: +49 (711) 16581-0  /  Telefax: +49 (711) 16581-30  /  E-Mail: redaktion(at)bildung-und-beschaeftigung.de

Initiative Bildung und Beschäftigung -  das Gründungsmanifest

Hohe Innovationskraft und exzellente Qualifikation. Das sind die Energiequellen, die Baden-Württemberg antreiben. Unternehmen und Beschäftigte, Erfinder und Umsetzer, Wissenschaft, Kunst und Kultur, arbeiten in Baden-Württemberg gemeinsam für den Erfolg. Starke Tarifpartner sorgen für eine faire Beteiligung. So ist das Land zu einer der dynamischsten und gleichzeitig lebenswertesten Regionen der Welt geworden

Die Weltwirtschaft ist im Umbruch. Die Finanzwelt belastet die Unternehmen anstatt ihnen zu dienen. Heute erfolgreiche Geschäftsmodelle und Technologien sind kein Erfolgsrezept für morgen. Mobilität verändert sich, umwelt- und ressourcenschonendes Wirtschaften wird zur Notwendigkeit. Neue Ideen sind gefragt. Die Zukunftsressource heißt Bildung.

Wir haben die Wahl: heute vorausschauend handeln oder morgen das Nachsehen haben. Die Welt sucht neue Lösungen für Fortbewegung, Energie und Informationsverarbeitung. Unsere Startposition ist gut. Nirgendwo werden so viele Patente angemeldet wie hier. Aber entsteht aus Innovation auch Produktion und Beschäftigung? Die Technologie-Cluster waren ein erster Schritt. Welche werden folgen?

Es geht uns um den Menschen. Kapitalmarktorientierung und kurzfristige Renditeinteressen haben vielen Menschen die Perspektive geraubt. Menschen, die dringend gebraucht werden.

Die Wirtschaft braucht eine Kehrtwende. Schon 2020 fehlen Baden-Württemberg hunderttausende Fachkräfte. Trotzdem verlassen Jahr für Jahr Jugendliche die Schule ohne Abschluss. Das Bildungssystem benachteiligt Kinder mit Migrationshintergrund und aus einkommensschwachen Familien. Und noch immer fehlen Bedingungen, wie Männer und Frauen Arbeit und Familie flexibler verbinden können.

Die Initiative Bildung und Beschäftigung fordert ein Zukunftskonzept für Baden-Württemberg. Eines, das Menschen in Verantwortung und Arbeit hält. Und das junge Menschen bestmöglich qualifiziert.

Im globalen Wettbewerb wird Baden-Württemberg nur erfolgreich bleiben, wenn wir alle mitnehmen. Vielfalt der sozialen und kulturellen Herkunft stärkt uns.

Wir setzen uns mit aller Kraft ein für gute Bildung, Chancengleichheit und sichere Beschäftigung mit Perspektive.

Für ein Baden-Württemberg, das seine Stärke aus den Menschen bezieht.

Für ein Baden-Württemberg der Fairness und der Zukunftschancen.

 




Good Old Europe – Aktives Altern – Arbeitsbeziehungen und demografischer Wandel

Die Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart war im Jahr 2010 Kooperationspartner des Projektes „Good Old Europe – Aktives Altern – Arbeitsbeziehungen und demografischer Wandel.

Im Rahmen dieses Projektes mit nationalen und transnationalen Partnern wurde ein Netzwerk von betrieblichen und gesellschaftlichen Akteuren aufgebaut: das Wissen über die Entwicklungstendenzen und Perspektiven „aktiven Alterns und Arbeitsbeziehungen im demografischen Wandel“ konnte dabei länderübergreifend erarbeitet und ausgetauscht werden; gleichzeitig wurden Lösungsansätze auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüft.

Studienleiterin Dagmar Bürkhardt (Evangelische Akademie Bad Boll) hat dazu nachfolgenden Bericht verfasst:

Good Old Europe- Demografischer Wandel im europäischen Netzwerk

Von Dagmar Bürkardt

Sinkende Geburtenraten und steigende Lebensdauer: in Europa werden die Belegschaften älter. In den einzelnen Mitgliedstaaten wird die Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des demografischen Wandels immer dringlicher – für die Unternehmen, für die betrieblichen Arbeitsbeziehungen und ebenso im Blick auf die Gestaltung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Beschäftigungspolitische Beschlüsse der Europäischen Union zielen deshalb auf eine höhere Beschäftigungsquote älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 

Das war die Ausgangssituation für das Projekt »Good Old Europe – Aktives Altern, Arbeitsbeziehungen und demografischer Wandel«, das für ein Jahr von der Generaldirektion Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit der Europäischen Kommission gefördert und Ende November abgeschlossen wurde. Auf der Abschlusskonferenz am 29./30. November wurden in der Evangelischen Akademie Bad Boll Impulse aus der Wissenschaft und Diskussionsbeiträge der Kooperationspartner eingebracht und die Projektergebnisse gebündelt.

Ein zentrales Ziel des Projektes war der Aufbau eines europäischen Netzwerks von Experten – betrieblichen und gesellschaftlichen Akteuren, Gewerkschaftern und Wissenschaftlern. Die Kooperationspartner kamen aus Spanien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kroatien, Deutschland und der Slowakei. Sie konnten Daten, Fakten, und Analysen, aber auch innovative Ansätze zur Gestaltung des demografischen Wandels und nicht zuletzt die aktuellen politischen Debatten in den einzelnen Ländern einbringen. So wurde Länder-übergreifendes Lernen möglich. Als spannend erwies sich die Tatsache, dass sich die Herausforderungen durch den demografischen Wandel überall ganz ähnlich stellen. Deutlich wurde aber auch, dass die Arbeitsbeziehungen und sozialen Systeme durch unterschiedliche Traditionen, Institutionen und Aushandlungsverfahren sowie ihre jeweiligen Beziehungen zum Staat geprägt werden.

Ein Ergebnis: Stellungnahme zum Grünbuch der EU Kommission

Aus Sicht der EU gilt die stärkere Einbindung älterer Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt als wesentliche Voraussetzung für eine nachhaltigere wirtschaftliche und soziale Entwicklung in der EU. Zur Bewältigung des Rückgangs der Erwerbstätigkeit und der Alterung der Belegschaften in den nächsten Jahrzehnten hat die EU im Zuge der Ratsbeschlüsse von Lissabon (2000), Stockholm (2001) und Barcelona (2002) beschäftigungspolitische Beschlüsse gefasst, wonach die Beschäftigungsquote älterer Mitarbeiter/-innen (55-64 Jahre) bis zum Jahr 2010 auf 50% gesteigert und das durchschnittliche Renteneintrittsalter um fünf Jahre erhöht werden soll. In Deutschland trifft diese europäische Diskussion auf einen Zeitpunkt, zu dem eine Überprüfung der ›Rente mit 67‹ ansteht. Umstritten ist hier die Frage, wie sich die Chancen der Älteren auf dem Arbeitsmarkt darstellen.

Im Sommer 2010 wurde das aktuelle Grünbuch ›Angemessene, nachhaltige und sichere Pensions- und Rentensysteme‹, von der EU-Kommission vorgestellt und ist damit Ausgangspunkt eines europäischen Konsultationsprozesses. Es bot dem Netzwerk die Gelegenheit, Einschätzungen zusammenzutragen, Gemeinsamkeiten und unterschiedliche Positionen wahrzunehmen und untereinander abzustimmen. In mehreren europäischen Ländern ist das Thema brandaktuell, und es wird u.a. über eine Heraufsetzung des Rentenalters gestritten. Diese Strategie zur Sicherung der finanziellen Basis der staatlichen Systeme wird im Netzwerk kritisch bewertet. Zunächst müssten die Voraussetzungen gegeben sein, damit Ältere auf dem Arbeitsmarkt überhaupt eine Chance haben.

Tatsächlich gilt immer noch, dass Unternehmen in der Mehrzahl keine älteren Arbeitnehmer einstellen bzw. diese frühzeitig entlassen. Um überhaupt die bisher geltenden Altersgrenzen zu erreichen, müsse durch Bildung und Beratung aktive Beschäftigungspolitik betrieben werden, um die Möglichkeiten, länger im Erwerbsleben zu bleiben, zu verbessern. Gleichzeitig seien auch die Unternehmer herausgefordert: Gesundheitsförderliche, alters- und alternsgerechte Arbeitsbedingungen werden zukünftig immer wichtiger, ebenso wie Anstrengungen in der Weiterbildung.

Dagmar Bürkardt ist Studienleiterin der Evangelischen Akademie Bad Boll und gehört dem Netzwerk an.

Der Artikel von Dagmar Bürkhardt ist erschienen in:

SYM - Magazin der Evangelischen Akademie Bad Boll  4/2010, erschienen am 1.12.10

Auch online nachzulesen unter

 http://www.ev-akademie-boll.de/publikationen/akademie-magazin-sym  

Im Sommer 2011 werden die Ergebnisse des  in einem Sammelband publiziert und veröffentlicht.

Kooperationspartner im Projekt (National):

 -        Institut für Politikwissenschaft, Universität Tübingen

 -        Berufsbildungswerk ENAIP e.V., Stuttgart

 -        ACLI Baden-Württemberg

 -        DGB Baden-Württemberg

 -        Evangelische Akademie Bad Boll

 -        KAB der Diözese Rottenburg-Stuttgart

 -        Katholische Betriebsseelsorge Diözese Rottenburg-Stuttgart

Kooperationspartner im Projekt (Transnational):

 -        ACLI/ENAIP United Kingdom/London

 -        ACLI Italy (Roma)

 -        Ación Catholique Ouvrière (ACO) Toulouse

 -        CFTD Rhone-Alpes

 -        CISL Lombardia

 -        Grad Zagreb

 -        Institut Zamestnanosti, Bratislava

 -        CCOO de Catalunya, Barcelona

 -        Tandem Plus, Lille (France)

Good Old Europe – Aktives Altern – Arbeitsbeziehungen und demografischer Wandel 


Vom schnellen Geld zu

einer nachhaltigen

Wirtschaftsentwicklung

 

Prof. Dr. Peter Bofinger Universität Würzburg, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Dienstag, 7. Dezember 2010

19.30 Uhr

Aula der Hochschule Esslingen

Mühlstraße 7

Kostenbeitrag:

ermäßigt 2,00 Euro (Schüler, Studenten, Arbeitslose)

5,00 Euro;

Weitere Informationen hier als PDF:


Große DGB-Jugend Party:

 

Neu und wiedergewählte Jugend- und AuszubildendenvertreterInnen (JAV) feiern die betriebliche Mitbestimmung

am 03.12. um 21 Uhr

im Landespavillon des

Stuttgarter Schlossparks.

 

Hier die Pressemitteilung als PDF:


Wind of Change

 

Auf dem Weg zu einem zukunftsfähigen Wirtschaften, Arbeiten und Zusammenleben

am 25. - 26. November 2010 in der Ev. Akademie Bad Boll

 

Weitere Informationen in diesem Flyer als PDF:


Aktiv statt passiv – welche Zukunft haben Arbeitslose?

 

18.11. - 19.11.2010 im Haus der Wirtschaft

 

Durch die Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Arbeitslosigkeit europaweit zugenommen. Die Lücke zwischen der Anzahl arbeitsloser Menschen und der Anzahl an verfügbaren Arbeitsplätzen ist nochmals größer geworden.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung geht davon aus, dass bundesweit ca. 6 Millionen Arbeitsplätze fehlen. Noch bedrohlicher ist die Verfestigung der Langzeitarbeitslosigkeit. Sie führt zu einer gespaltenen Gesellschaft: Arbeitslose mit Leistungseinschränkungen werden dauerhaft aus der Arbeitswelt ausgeschlossen.

Der Anspruch unserer Gesellschaft muss sein, neue Arbeitsplätze zu schaffen, statt Arbeitslose dauerhaft auszusortieren. Unser erstes Ziel ist, möglichst alle arbeitslosen Menschen in den regulären Arbeitsmarkt zu vermitteln. Jedoch muss akzeptiert werden, dass viele Menschen auch bei bester Konjunktur nicht mehr nachhaltig in Arbeit zu integrieren sind. Auch wenn der Grundsatz „Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren“ aus haushaltsrechtlichen Gründen der Bundesagentur für Arbeit bzw. des Bundes derzeit noch nicht umgesetzt werden kann, wäre die Umwandlung von Passiv- in Aktivleistungen ein kostenneutraler Weg, um Arbeitslosen eine Teilhabe am Erwerbsleben zu ermöglichen. Durch beschäftigungsschaffende Hilfen für die Betroffenen könnte der zunehmenden Langzeitarbeitslosigkeit entgegengewirkt werden. Arbeit gibt es in unserer Gesellschaft genügend. Gemeinwohlorientierte Beschäftigung mit langfristigen Förderzeiträumen für die einzelnen Arbeitslosen kann dazu beitragen, die Lebenssituation vieler BürgerInnen an ihrem Wohnort zu verbessern.

Mehr Informationen finden Sie im Flyer als PDF:


Zusammen arbeiten,

zusammen gehören?

 

Integration von Mitarbeitern verschiedener Religionen in Unternehmen

Einladung zum Dialog

Dienstag, 16. November 2010, 18:00 h

Haus der Katholischen Kirche Stuttgart,

Königstraße 7

 

weitere Informationen im PDF:


Deutschland in Schieflage

 

Kundgebung auf dem Schlossplatz in Stuttgart

am Samstag, den 13. November 2010 um 12.00 Uhr

 

Weitere Informationen finden Sie im Flyer als PDF:


Global denken - lokal handeln

 

Anforderungen an Fairness bei öffentlicher Vergabe

Montag, den 08.11.2010 von 19 - 21 Uhr im Alten Rathaus Esslingen

Mehr Informationen im Flyer als PDF:


Betriebs- und Personalräteempfang 2010 bei Bischof Dr. Gebhard Fürst

 

Am vergangenen Montag, den 27. September 2010 konnte Bischof Dr. Gebhard Fürst rund 65 Betriebs- und Personalrät/-innen sowie Vertreter der Betriebsseelsorge und der KAB aus der ganzen Diözese begrüßen, die seiner Einladung in das Bischofshaus nach Rottenburg gefolgt waren.

In seiner Begrüßung hob Bischof Fürst die besondere Bedeutung der Arbeitnehmervertreter/-innen für die abhängig Beschäftigten hervor. In einer Zeit „bleibender Verunsicherung und Sorge um einen guten und sicheren Arbeitsplatz“ komme den Betriebs- und Personalrät/-innen der Auftrag zu, sich in besonderer Weise – im Rahmen der Möglichkeiten des Betriebsverfassungsgesetzes - für die Rechte der Beschäftigten einzusetzen. Wörtlich betonte Bischof Dr. Fürst: „Mit großem zeitlichen und persönlichen Engagement setzen Sie sich für Ihre Kolleginnen und Kollegen ein und übernehmen hohe Verantwortung für sie und die Gestaltung der Unternehmenszukunft. Von Ihnen wird dabei fachliche Kompetenz, Geschick, Ausdauer, Konfliktfähigkeit und Mut gefordert. Diese Aufgabe ist gelebte Solidarität in der Arbeitswelt. Ich danke Ihnen allen für diese wichtige Arbeit....

Zuvor betonte Bischof Dr. Fürst die zentrale Bedeutung von Arbeit in unserer Gesellschaft, die zwar nicht nur Erwerbsarbeit und Existenzsicherung allein meine, sondern auch Sinnstiftung und Selbstverwirklichung bedeute. Gleichwohl stelle sie „den wichtigsten Zugang zur materiellen Existenzsicherung und zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben dar“. Im Blick auf die Veränderungen in der Arbeitswelt kritisierte er die weiter fortschreitende Gefährdung von Teilen der Gesellschaft, dauerhaft vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen zu bleiben oder selbst durch Arbeit nicht vor Armut bzw. Amutsgefährdung geschützt zu sein. „Eine Kirche“, so Bischof Fürst, „die sich dem guten Leben verpflichtet weiß, können diese gesellschaftlichen Tendenzen nicht unberührt lassen. Große Sorgen muss uns der ausufernde Niedriglohnsektor und das Fehlen eines Mindestlohnes machen, der verhindere, dass legal Löhne unterhalb einer Lohndumpinggrenze abgeschlossen werden können.“ Unter Verweis auf die kath. Soziallehre forderte er, dass Menschen von ihrem Einkommen ein angemessenes Auskommen erzielen müssen.

Deutlich – auch im Blick auf die Auswüchse und Bewältigung der vergangenen Finanzkrise – formulierte Bischof Fürst: „Die Wirtschaft ist für den Menschen da, nicht der Mensch für die Wirtschaft! Die Institutionen der Wirtschaft sind dazu da, dass Menschen in ihrem Leben Erfüllung finden und auch in schlechten Zeiten die Chancen an einer echten Teilhabe in der Gesellschaft für alle Menschen steigen. Deshalb müsse einer einseitig auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Weise des Wirtschaftens deutliche Grenzen gesetzt werden, damit Menschen nicht zu bloßen Objekten eines wirtschaftlichen Erfolges werden.“

Zum Abschluss wünschte Bischof Fürst den wieder- bzw. neugewählten Betriebs- und Personalrät/-innen alles Gute für Ihre wichtige Arbeit und sicherte Ihnen weiterhin die Unterstützung durch die Betriebsseelsorge und KAB der Diözese zu.

Im Anschluss an das Begrüßungswort fanden zwei Talkrunden statt. KAB Diözesansekretär Peter Niedergesäss diskutierte mit zwei Betriebsräten über die aktuelle Situation in der Zeitarbeiterbranche. Neben ‚equal pay’ und der Rückführung von Leiharbeit zu einem Instrument der kurzfristigen Abdeckung von Arbeitsspitzen wurde dabei die Forderung nach ‚equal treatment’(Gleichbehandlung z.B. hinsichtlich Bezahlung, Kantinenessen, Kleidung, Arbeitsplatz etc.)  erhoben, damit die Spaltung der Belegschaften in solche „erster“ und „zweiter Klasse“ ein Ende habe. Betriebsseelsorger Wolfgang Herrmann nahm mit zwei Vertretern aus der Einzelhandelsbranche die dortigen Arbeitssituationen unter die Lupe. Vor allem die Prekarisierung der Arbeit und das Auseinanderfallen der Belegschaften durch eine starke Zunahme von Teilzeitarbeit wurden dabei angesprochen. Eine angemessenere Entlohnung war auch hier eine der zentralen Forderungen.

Abschließend eröffnete Bischof Dr. Fürst das reichhaltige Buffet, an Stehtischen wurden  zahlreiche Gespräche mit ihm und untereinander geführt.

 




Kurz vor der Eröffnung...

Im Foyer, Bischof Dr. Fürst bei seiner Ansprache

Peter Niedergesäss (Mitte) mit Frank Schilling, Randstad, (links) und Jürgen Werner, Mercedes-Benz, (rechts) in der Talkrunde zum Thema Zeitarbeit

Wolfgang Herrmann mit Edeltraud Bihlmaier, Real-Markt Böblingen, und Dietmar Weigelt, Karstadt Leonberg, in der Talkrunde zum Thema Einzelhandel

Bischof Dr. Fürst mit Betriebsseelsorger Thomas Maile und Betriebsräten aus der Region Tuttlingen

Vom Elend nichts gewusst?

 

Discounter in Deutschland und Sozialstandards in Entwicklungsländern

 

am Mittwoch, den 03. November 2010 um 18.00 Uhr im GENO-Haus, Heilbronner Str. 41, 70191 Stuttgart

Weitere Informationen finden Sie im Flyer als PDF:


Migration und demokratische Entwicklung

 

Auswirkungen auf Ziel- und Herkunfsländer

Podiumsdiskussion in Kooperation mit dem Arnold-Bergstraesser-Institut am 22. Oktober 2010 in Stuttgart im Haus der Wirtschaft von 14.30 - 16.30 Uhr

Mehr Informationen im Flyer als PDF:


Gesprächsreihe: Christen und Muslime im Gespräch

 

Gerechter Lohn in Zeiten der Globalisierung

 

Donnerstag, 21. Oktober 2010, 19.30 Uhr

Esslingen, Yunus-Emre-Moschee, Rennstr. 9

 

 

Im Islam wird die Arbeit und der arbeitende Mensch hoch geschätzt. Esgibt ein Recht auf Arbeit, weil jeder Mensch die Möglichkeit haben muss, sich und seine Familie auf erlaubte Weise zu versorgen. Dabei entdecken Menschen ihre Kompetenzen und ihren Selbstwert. Gerechtigkeit ist die Grundlage der Beziehungen bei der Arbeit. Wirtschaftliche Gerechtigkeit ist geboten, damit nicht jemand hungrig bleibt, weil ein anderer ihm sein Recht nicht zukommen lässt. Arbeit muss angemessen entlohnt werden. Auch im Christentum gibt es ein Menschenrecht auf Arbeit. Erwerbsarbeit soll für Menschen den Zugang zu eigener Lebensvorsorge und zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Der Anspruch von Menschen auf Lebens-, Entfaltungs- und Beteiligungschancen wird zu einem Menschenrecht auf Arbeit. Arbeit verlangt ihren gerechten Lohn. Er sollte zum Lebensunterhalt ausreichen. Ein gerechter Lohn muss auch ein den kulturellen Standards gemäßes Leben ermöglichen. Mitbestimmungsregelungen und humane Arbeitsbedingungen müssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Entfaltungs- und Beteiligungschancen einräumen. Wie dies unter den Bedingungen der Globalisierung gelingen kann und wo Menschen aus beiden Religionen sich für einen gerechten Lohn für alle einsetzen können, darum geht es bei diesem Gespräch.

 

 

Gesprächspartner:

 

Wolfgang Herrmann, Betriebsseelsorger in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

 

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Moderation: Adalbert Kuhn

 

 

Die Gesprächsreihe will dazu beitragen, gegenseitig den Glauben der anderen, ihre Religion, religiöse Bräuche, Alltagspraxis und auch kulturelle Hintergründe kennen zu lernen. In Respekt und Achtung voreinander hören wir auf die anderen und suchen das zu verstehen, was sie glauben, was ihnen wichtig ist. Ein Beitrag zur Begegnung, zum Verständnis und zum besseren Miteinander. Die Gespräche finden im Wechsel in der Yunus-Emre-Moschee, der Fatih-Moschee und kirchlichen Räumen statt.

 

Veranstalter:

Katholische und Evangelische Gesamtkirchengemeinde Esslingen in Zusammenarbeit mit keb Katholische Erwachsenenbildung und Evangelisches Bildungswerk Esslingen; Diyanet - Türkisch-Islamischer Kulturverein der Yunus Emre Moschee, Esslingen; Die Welt des Islam - Fatih-Moschee, Esslingen

 Mehr Informationen im Flyer als PDF-Datei:


Reichtum ist gewollt. Armut auch!

Plädoyer für eine gerechte Verteilung

 

Prof. Franz Segbers

Diakonischen Werk Hessen-Nassau, Professor für

Sozialethik am Fachbereich Evangelische Theologie der

Universität Marburg

Referatsleiter Ethik, Arbeit und Sozialpolitik beim

Dienstag, 12. Oktober 2010

19.30 Uhr

Esslingen, Stadtbücherei, Kutschersaal

Webergasse 4-6

5 €

2 € ermäßigt (Schüler, Studenten, Arbeitslose)

Veranstalter:

Arbeitskreis Ökonomie, in dem attac Esslingen,

Caritas Fils-Neckar-Alb, DGB, EBI,

Evangelisches Bildungswerk Esslingen,

Evangelischer Kirchenbezirk Esslingen,

Heimstatt Esslingen, keb Katholische

Erwachsenen-bildung Esslingen, Kreisdiakonie

Esslingen, Kulturzentrum Dieselstrasse und

vhs Esslingen zusammenarbeiten

Hier sind die aktuellen Informationen im Flyer:


Von Feuerwerken, Löschzügen und der Rechnung für die Armen

Globalisierungskritische Gespräche auf den Fildern

Donnerstag, den 07.10.2010 um 19.30 Uhr im Kath. Gemeindehaus, Rinnenbachstrasse 30, Ostfildern-Nellingen

 

Referent: Frieder Claus, Diakonisches Werk Württemberg

 

Noch nie in der Geschichte der Menschheit wurden außerhalb von Kriegen mehr Werte vernichtet als in der jüngsten Finanzkrise. Die Dimension liegt dabei im Bereich von über 10 Billionen Dollar. Dabei waren die hohen Verluste vor dem Platzen der Blase vorher anderen als Gewinne zugeflossen. Die einfache Bevölkerung war an diesen Riesengewinnen nicht beteiligt, wird nach dem großen Feuerwerk aber für die Spielschulden und die Kosten staatlicher Löschaktionen zur Kasse gebeten. Sowohl national als international trifft es insbesondere die Armen mit Arbeitsplatzverlusten, Lohnverfall und Wegfall oder Kürzung von sozialen Leistungen durch einen überforderten Staat.

 

Frieder Claus, der Amutsexperte der württembergischen Diakonie und langjähriger Geschäftsführer des Vereins Heimstatt Esslingen, fragt nach den Zusamenhängen dieser grotesken Entwicklung, benennt Lösungsvorschläge für einen erforderlichen Schutz des Sozialen und die Heranziehung der großen Geldberge für den angerichteten Schaden.

Der Flyer zum Herunterladen:


„Die Spur der Reifen“ am 30.09.2010 in Sindelfingen

 

Anschließend Podiumsgespräch u. a. mit Betriebsseelsorger Walter Wedl (Böblingen) und dem Leiter des Fachbereiches Kirche und Arbeitswelt, Pfarrer Wolfgang Herrmann, der länger in Mexiko gearbeitet hat.

Die Spur der Reifen Michael Enger, D/Mexiko 2009, 99 min. Genre: Dokumentarfilm

Die Arbeiter des Reifenwerks Euzkadi in El Salto bei Guadalajara (Mexiko), einem Tochterunternehmen von Continental, haben Geschichte geschrieben. Drei Jahre lang streikten sie gegen die Werksschließung durch die deutsche Continental AG. Während die Konzernführung in Hannover den Protest zunächst ignorierte, organisierten die Arbeiter eine der wichtigsten gewerkschaftlichen Bewegungen der letzten Jahre. Mit Erfolg, denn in dem Werk rollen seit 2005 wieder Reifen vom Band. Der Betrieb wird inzwischen als Kooperative geführt und die Produktion in Selbstverwaltung organisiert. Aus kämpferischen Gewerkschaftlern wurden Miteigentümer – ein mühsamer Lernprozess, so Michael Enger, der den Kampf über 6 Jahre begleitete. Ein bemerkenswerter Film in der Diskussion über Globalisierung und Formen solidarischer Ökonomie.

 Nähe Infos über Ort / Zeit hier:

 Dokumentation des Protestes unter: Mexiko-Continental-Dokumentation

Flyer:




Erwerbslosen zu Ihrem Recht verhelfen Neues und Wichtiges zum SGB II

 

als Schulung für Mitarbeiter/-innen in Arbeitslosentreffs/-zentren und in Erwerbsloseninitiativen sowie der Sozialberatung von Beschäftigungsprojekten.

 

Ort der Veranstaltung: Hohenwart-Forum Pforzheim

Datum: 16./17.09.2010

 

Nähe Informationen + Anmeldeformular können dem Flyer entnommen werden, den Sie hier als download erhalten:


Aktionsbündnis „Köpfe gegen Kopfpauschale" gegründet: Breites gesellschaftliches Bündnis in Baden-Württemberg fordert Stopp der schwarz-gelben Pläne zur Gesundheitsreform 

 

In Baden-Württemberg hat sich ein breites Bündnis gegen die Kopfpauschale und die Gesundheitspolitik der schwarz-gelben Regierungskoalition gegründet. Dem Aktionsbündnis "Köpfe gegen Kopfpauschale" sind bis heute 10 Verbände beigetreten. Gemeinsam wollen sie Gegenwehr gegen die Pläne der Regierungskoalition zum Umbau des Gesundheitssystems organisieren. Diese bedeuten nach Auffassung des Bündnisses den "Einstieg in den Ausstieg aus der solidarischen Finanzierung des Gesundheitssystems".

 

Das Bündnis stellt diesen Plänen die Idee einer solidarischen Bürgerversicherung gegenüber - mit Beteiligung der Arbeitgeberseite, mit einer solidarischen Lastenverteilung, unter Einbeziehung von Einkommen, die nicht aus abhängiger Beschäftigung stammen und auch unter Einbeziehung der Privaten Krankenversicherung (PKV).

 

"Mit dem Aktionsbündnis wollen wir Menschen aus der Mitte der Gesellschaft aktivieren und dazu bewegen, sich öffentlich für mehr statt weniger Solidarität im Gesundheitssystem einzusetzen. Die Einführung von nach oben hin offenen Zusatzbeiträgen ist nichts anderes als eine Kopfpauschale. Rund 80 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind gegen die Einführung der Kopfpauschale - diese Tatsache muss die Regierungskoalition zur Kenntnis nehmen und ihre Pläne korrigieren", so der DGB-Landesvorsitzende Nikolaus Landgraf.

 

Das Aktionsbündnis "Köpfe gegen Kopfpauschale" hat sich auf Basis der angehängten Erklärung gegründet. Das Landes-Bündnis ist offen für weitere Unterstützer. Es besteht bisher aus folgenden Verbänden:

- Arbeiterwohlfahrt, Bezirksverbände Baden und Württemberg (AWO)

- Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmer-Organisationen in Baden

- Württemberg (ACA)

- Betriebsseelsorge in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

- Deutscher Gewerkschaftsbund, Bezirk Baden-Württemberg (DGB)

- Evangelische Arbeitnehmerschaft im Bereich der Ev. Landeskirche in  Baden e.V. (EAN)

- Föderation Demokratischer Arbeitervereine Baden-Württemberg (DIDF)

- Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, Diözesanverbände Freiburg und Rottenburg-Stuttgart (KAB)

- Landesfamilienrat Baden-Württemberg

- "NaturFreunde in Baden-Württemberg"

- Sozialverband VdK Baden-Württemberg e.V. (VdK)

Hier die Erklärung als PDF zum Herunterladen:

 

 


40 Jahre Betriebsseelsorge Ulm

 

Am Freitag, den 18.06.2010, feierte die Betriebsseelsorge in Ulm ihr 40jähriges Bestehen.

Nach einer Betriebsbesichtigung bei der Fa. Rampf gab es Ansprachen von Herrn Forster und Herrn Dr. Drumm.

Die Rede von Herrn Dr. Drumm hier als PDF:

Das Interview von Herrn Forster mit Frau Richter von der Homepage-Redaktion finden Sie hier als PDF:

oder auf der  Homepage:

Das Interview mit Diana Müller aus dem Sonntagsblatt finden Sie hier als PDF:


Betriebsratswahl 2010

Betriebsseelsorger Wolfgang Herrmann im Gespräch mit Betriebsräten im Landkreis Ludwigsburg.

Hier der Artikel aus dem Sonntagsblatt von Diana Müller als PDF:


Mehr Mut in der Arbeitswelt

Vortrag und Workshop

Mehr Mut in der Arbeitswelt

Referentin: Tatjana Fuchs, Soziologin
am Internationalen Institut für empirische Sozialökonomie Stadtbergen

Mittwoch, 05. Mai 2010, 18:30 bis 21 Uhr
Gewerkschaftshaus Stuttgart, Raum 245,
Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stuttgart


Angst ist in der Arbeitswelt weit verbreitet. Oft schüren Unternehmen gezielt Ängste oder nutzen diese, um Arbeits- und Einkommensbedingungen abzusenken, sowie die Rechte der Beschäftigten auszuhebeln. Mit Angst wird heute in vielen Unternehmen Politik gemacht.

Bei diesem Abend-Workshop wollen wir Möglichkeiten diskutieren, wie dieses Thema für einzelne Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, aber auch in der Betriebsrat oder Personalratsarbeit in der praktischen Situation bearbeitet werden könnte.

Anmeldebedingungen: Eintritt frei. Anmeldung nicht erforderlich.

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Veranstaltung

 

ver.di Ortsverein Stuttgart

 


 

Wirtschaften für eine bessere Zukunft

 

Veranstaltung der Katholischen Betriebsseelsorge Tuttlingen / Rottweil, des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt Reutlingen und der DGB-Region Südbaden am 24.4.2010 in Tuttlingen

 

Am 16. September 2008 schauten Händler an der New Yorker Wallstreet fassungslos auf Nachrichten und Kurse. Am Tag zuvor war die Investmentbank Lehmann Brothers pleite gegangen. Nicht nur die Händler, die ganze Welt stand unter Schock. Nach einer kurzweiligen Phase der Krisenbewältigung durch staatliche Unterstützung für die Banken und des Innehaltens ist nun längst wieder Hochbetrieb im „Kasino“. Die Ausschüttungen an Banken und Dax-Vorstände sind wieder in exorbitant hoch. Die Gewinne werden privatisiert, die Verluste der andauernden Krise jedoch sozialisiert und letztlich dem Steuerzahler aufoktroyiert. Die Belastung der Realwirtschaft, die Verschuldung des Staates und die Einschränkung sowie Beschneidung der sozialen Sicherung hat die Masse der Bevölkerung auszubaden. Erste Volkswirtschaften (s. Griechenland) droht der Staatsbankrott, Kommunen auch in Deutschland stehen am Rande ihrer Zahlungsfähigkeit – auszubaden hat all das die Masse der Bevölkerung. Scheinbar hat sich nichts geändert. Versuche, das transnationale Spekulationsgebaren an den Finanzmärkten zu bändigen, scheitern beständig, so wieder am vergangenen Wochenende auf dem Gipfel der Finanzminister der G 20-Staaten in Washington.

Es wird Zeit, dass sich etwas ändert. Wie könnte die Zukunft einer solidarischen Gesellschaft aussehen?

Nach einer Begrüßung durch Betriebsseelsorger Thomas Maile begann Wolfgang Herrmann vom Fachbereich Kirche und Arbeitswelt-Betriebsseelsorge am Vormittag seinen Vortrag mit einer Diagnose der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise und zeigte mögliche Auswege auf. Im Mittelpunkt standen dabei Überlegungen für ein faires, solidarisches und nachhaltiges Wirtschaften für die Zukunft. Am Nachmittag besuchten die Seminarteilnehmer/-innen einen Vortrag von Werner Rätz (Attac), der u.a. Alternativen für die sozialen Sicherungssysteme in der Bundesrepublik ins Spiel brachte. Die Veranstaltung endete – moderiert von Wirtschafts- und Sozialpfarrer Jens Junginger -  mit einer Abschlussrunde und dem Versuch, erste einfache, umsetzbare Schritte für die Teilnehmer/-innen aufzuzeigen.

 

Nachfolgend das Thesenpapier von Betriebsseelsorger Wolfgang Herrmann und eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Arbeitsgruppen vom Vormittag.

 Download als PDF



Wirtschafts- und Sozialpfarrer Jens Junginger, Betriebsseelsorger Thomas Maile, DGB-Regionssekretärin Anja Zeitz und Betriebsseelsorger Wolfgang Herrmann

Veranstaltungen im Kreis Göppingen

Auf folgende Veranstaltungen möchten wir Sie gerne hinweisen:

Link:

Montagsgebet um 19 Uhr

www.kath-dekanat-gp-gs.de/media/Willkommen/100426%20Flyer.pdf

(bitte einfach anklicken)

 

und

 

forum thomas um 20:15 Uhr

 http://www.kath-dekanat-gp-gs.de/media/Willkommen/Veranstaltungshinweis%20%20Missbrauch.pdf

(bitte einfach anklicken)

 

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„Arbeit im Umbruch"

 

als Thema der Jahrestagung von Religionslehrer/innen an beruflichen Schulen? - Die Teilnahme von annähernd 100 Religionslehrer/innen im Kloster Untermarchtal/ Donau zeigte den großen Informationsbedarf, aber auch das damit verbundene Bedürfnis, sich in den teils radikalen Veränderungen in der Arbeitswelt heute selber zu orientieren. Bei der in Kooperation mit der Betriebsseelsorge durchgeführten Tagung wurden auch 7 Unternehmen und Einrichtungen aus verschiedenen Branchen besucht; dabei lag der Schwerpunkt auf den Gesprächen mit Geschäftsleitung, Betriebs- oder Personalräten und v.a. den Ausbildungsleitern. Für die Teilnehmer/innen waren es wertvolle Einblicke und Begegnungen. Deutlich wurde, wie viele der Schüler/innen den derzeitigen Anforderungen gar nicht gewachsen sind und welche gemeinsame Aufgabe Schule/Religionsunterricht und Ausbildungsbetrieb da haben: junge Menschen befähigen und ermutigen…; die Bedingungen dafür sind allerdings manches Mal mehr als schwierig.

Autor: Alfons Forster

 

Foto: Rundgang der Gruppe über das Freigelände bei Liebherr Ehingen. Hier werden alle Krane vor der Auslieferung aufgebaut und intensiv geprüft.

 




Expedition mit Günther Wallraff


Aus der schönen neuen Welt

Lesung mit Günter Wallraff

Im Anschluss an die Expedition laden wir zur Lesung mit Günter Wallraff ein.

Er berichtet über seine letzten "Undercover"-Einsätze und liest

aus seinem neuen Buch "Aus der schönen neuen Arbeitswelt".

 

Freitag, 26. März 2010, 19.00 Uhr

Gewerkschaftshaus, Großer Saal,

Willi-Bleicher-Straße 20

70174 Stuttgart

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