Das Jahr 2010

Betriebsseelsorger trafen sich in Luxemburg

 

Luxemburg/Speyer (27.04.2010). Jedes Jahr  wandern zwischen eineinhalb und zwei Millionen Menschen aus Drittstaaten in die Europäische Union (EU) ein. Sie kommen, um Arbeit zu finden, um existenzieller Not in ihren Heimatländern zu entfliehen, oder sie sind einfach auf der Suche nach einem besseren Leben.

Ende April trafen sich in Luxemburg Vertreter und Vertreterinnen von Arbeitnehmerorganisationen aus Belgien, Deutschland, Italien, England, Portugal, Luxemburg, der Schweiz und Frankreich im luxemburgischen Remich. Eingeladen hatte zu dieser Konferenz die GEPO (Europäische Gruppe für Arbeiter Pastoral) unter dem Vorsitz des belgischen Geistlichen Jean-Claude Braun. Vertreter der deutschen Delegation waren die Betriebseelsorger aus der Diözese Speyer, Diakon Andreas Welte und Diplom-Theologe Thomas Eschbach.

Das Thema Migration wird in zunehmenden Maße als europäische Frage begriffen, die eine Betrachtungsweise über den nationalstaatlichen Rahmen hinaus immer notwendiger macht. Viele kommen legal, manche nur für eine begrenzte Zeit, eine nicht bezifferbare Anzahl versucht es auf irregulärem Weg, oft ohne jegliche Papiere. Um ihr Ziel zu erreichen, sind vor allem die Armen bereit, erhebliche Risiken auf sich zu nehmen.

Seit Jahren ringen die Mitgliedsstaaten der EU um eine Vereinheitlichung und bessere Regelung der Migrationspolitik, bislang jedoch ohne durchschlagenden Erfolg. Dabei ist Europa auf eine klug regulierte Zuwanderung angewiesen: Aufgrund der demographischen Entwicklung werden im Jahr 2040 in der EU 20 Millionen Menschen "fehlen".  Es stellt sich also die Frage, wie sehen zukunftsweisende Lösungen aus.  Die GEPO mischt sich in die Diskussion und dem Ringen nach Lösungen ein, um den sozialethischen, den theologischen Blick mit einzubringen.
Die Kirche ist neben den Gewerkschaften der bevorzugte Gesprächspartner der EU, ihr kommt in der politischen Auseinandersetzung die Anwaltschaft für die Fragen nach Gerechtigkeit, Würde, Teilhabe und der Auseinandersetzung mit dem "Fremden" zu.    

Text: betriebsseelsorge-speyer


KAB Diözesanverband Augsburg begrüßt Urteil des Bundesarbeitsgerichts zu Tarifvertrag der „Christlichen Gewerkschaft" CGZP- Betrug an den Löhnen der Leiharbeiter in Deutschland

 

Augsburg,  15. Dezenber 2010, (erh).

Der Diözesanpräses der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und Leiter der Betriebsseelsorge Erwin Helmer, Augsburg, begrüßt die gestrige Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts, das der so genannten „Christlichen Gewerkschaft für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen" (CGZP) verbietet, Tarifverträge abzuschließen: „Zuletzt hatten wir im Fall der Drogeriemarktkette Schlecker das Problem, dass der Konzern einen Tarifvertrag der Gewerkschaft mit dem christlichen Namen CGZP(Christliche Gewerkschaft für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen)  anwandte. Dies führte zu menschenunwürdigen Löhnen und unvertretbaren Arbeitsbedingungen. Diese CGZP hat vor Gericht nie Mitglieder nachweisen können, die den Namen 'Gewerkschaft' rechtfertigen würden. Durch den nun nicht mehr möglichen Tarifvertrag der CGZP wurden Tausende von Leiharbeitern in Deutschland um höhere Löhne betrogen."  KAB-Diözesanpräses Helmer erwartet, dass nun auch keine Verwechslungen von KAB und so genannten „Christlichen" Gewerkschaften mehr passieren können.

 

Die Diözesanvorsitzende der KAB, Erna-Kathrein Groll aus Kempten, weist darauf hin, dass sich der Bundesverband der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) deutlich „von Positionen, Zielsetzungen und Handlungsweisen des CGB und seinen als Einzelgewerkschaften auftretenden Zusammenschlüssen" distanziert.

 

„Die Soziallehre der Kirche betont ausdrücklich, dass Gewerkschaften ein unentbehrliches Element des sozialen Lebens darstellen. Aber nur, wenn sie eine gewisse soziale 'Mächtigkeit' haben. Die KAB arbeitet nur mit rechtsfähigen, echten Gewerkschaften zusammen."  

 

 Link zum Münchner Kirchenradio mit einem Interview mit Diakon Erwin Helmer zur Frage der Christlichen Gewerkschaften.

 Link zum Positionspapier der KAB Deutschlands

 


 

„Zukunft durch Nachhaltigkeit“

 

Mit einem Besinnungstag wurden am Sonntag die 5. Kurpfälzer Sozialtage in der Metropolregion Rhein-Neckar beendet. Unter dem Motto „Zukunft durch Nachhaltigkeit“ waren in den vergangenen 14 Tagen verschiedene Referentinnen und Referenten auf Einladung des Diözesansekretariates Nordbaden der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und des Referates Arbeitnehmerseelsorge zu Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen in der gesamten Metropolregion zu Gast.

Weiter Informationen finden Sie auf dieser Internetseite:

 http://www.anp-rnk.de/presse/2010-11-22-hemen-der-Sozialtage-weitertragen.cfm


Fachtag: Betriebliche Konfliktkultur

Von der Mobbingberatung zur betrieblichen Konfliktprävention

 

4. Oktober 2010 – Haus der Kirche, Kassel

 

Die Themen Mobbing und Konfliktmanagement haben in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Bleiben Konflikte in Organisationen unbearbeitet, bedrohen sie die Gesundheit der Mitarbeitenden und führen unter Umständen zu hohen betrieblichen Folgekosten.

Daher wurden in den vergangenen Jahren diverse Instrumente der Konfliktbearbeitung entwickelt und Betriebsvereinbarungen gegen Mobbing geschlossen.

Neu gegründete Netzwerke von Kirchen, Gewerkschaften und anderen gesellschaftlichen Akteuren haben Beratungsangebote, wie z. B. „Mobbing-Hotlines“, entwickelt, die

Betroffenen Hilfe und Begleitung anbieten.

Im Zusammenhang mit der betrieblichen Konfliktprävention wurde deutlich, dass Fähigkeiten zum Konfliktmanagement zentrale Anforderungen an Führungskräfte darstellen.

Der Fachtag richtet den Fokus gezielt auf die entstandene „Konfliktkultur“. Wo stehen wir heute? Hat das neue Bewusstsein für Konflikte und notwendige Lösungen die Betriebe und Organisationen wirklich verändert? Wie sieht diese neue Unternehmenskultur aus? Wie kann der Übergang vom Konfliktmanagement zur Konfliktprävention gelingen?

In seiner Verantwortung für gerechte, humane und zukunftsweisende Arbeitsbedingungen laden der

Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) und die

Bundeskommission der Katholischen Betriebsseelsorge

ganz herzlich alle Interessierten zu diesem Fachtag nach Kassel ein.

 

Peter Janowski, Bundesvorsitzendes des KDA                       

Peter Hartlaub, Sprecher der Bundeskommission der Katholischen Betriebsseelsorge

Den Flyer mit Programm und Anmeldeinformationen (bis 22.09.2010) gibt es hier:   

        


"Armutsbekämpfung" im Rahmen des Europäischen Jahres 2010

 

Nationale Armutskonferenz veranstaltet Fokuswoche "Armutsbekämpfung" im Rahmen des Europäischen Jahres 2010 zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung

Die Europäische Union hat das Jahr 2010 zum Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung erklärt. In der Fokuswoche vom 19. bis 25. Juni 2010 wird die Armutsbekämpfung stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt. In Berlin finden die zentralen Veranstaltungen statt, die durch die Nationale Armutskonferenz (nak), gefördert durch Mittel des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) vorbereitet und durchgeführt werden. Hierzu laden wir alle Interessierten herzlich ein. In der Nationalen Armutskonferenz arbeiten zentrale Akteure der Armutsbekämpfung in Deutschland wie u.a. die Diakonie, die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz, der Paritätische Wohlfahrtsverband und die Arbeiterwohlfahrt mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund sowie Selbsthilfeorganisationen von Betroffenen zusammen.

Weitere Infos sowie Hinweise auf Veranstaltungen in den Regionen unter....

 http://www.nationale-armutskonferenz.de

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Ist eine andere Weltwirtschaft möglich? Tagung in Bad Boll vom 11. - 12. Juni 2010

 

Seit den 90er Jahren etablierte sich zunehmend eine angelsächsisch geprägte Ausgestaltung des Kapitalismus als Leitmodell für die Weltwirtschaft. Dabei gerieten auch etablierte marktwirtschaftliche Systeme wie die Soziale Marktwirtschaft in Deutschland unter großen Veränderungsdruck. Mit der Finanz- und Wirtschaftskrise stellt sich für eine breite Öffentlichkeit verstärkt die Frage nach Alternativen. Dabei wird nicht nur die Zukunftsfähigkeit des prägenden Systems, sondern werden auch seine Leistungen in Bezug auf Gerechtigkeit angezweifelt: wachsende Kapitalakkumulation in den Händen weniger, bleibende oder steigende Armut großer Bevölkerungsgruppen, unkontrollierbar scheinende Finanzmärkte, Erschöpfung der Rohstoffreserven etc.

Bedarf es hier einer gründlichen Umorientierung? Und wenn ja: Gibt es praktikable Alternativen? Wo sind Ansätze für Veränderung?

In verschiedenen Regionen der Welt werden konkrete Erfahrungen mit anderen Konzepten gesammelt, neue Ansätze entwickelt, überlieferte Wirtschaftsweisen aufgegriffen, die sich merklich von den neoliberalen Leitgedanken absetzen. Zeigen uns diese die Richtung, wie eine effiziente, zukunftsfähige und zugleich gerechte Wirtschaftsordnung aussehen kann?

 

Herzliche Einladung nach Bad Boll. (Anmeldung zum Herunterladen)


Bundesfachtagung vom 08.06. - 10.06.2010 in Münsterschwarzach

 

Zu unserer diesjährgen „Bu n d e s f a c h t a g u n g “ der Betriebsseelsorge lade ich Sie / Euch erzlich ein.

„Arbeitnehmerseelsorge - Prüfstein für die Pastoral der Zukunft“

- so haben wir unsere diesjährige Tagung überschrieben. Selbstbewusst sagen wir damit, dass die Seelsorge für und mit den Menschen in der Arbeitswelt entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Kirche in Deutschland ist, weil (Erwerbs- )Arbeit ein zentrales Element des Lebens und der Identität der meisten Menschen in unserem Land darstellt. Wir sehen dabei Arbeitnehmerseelsorge als Querschnittsaufgabe in vielen, wenn nicht allen pastoralen Arbeitsfeldern.

Wie diese Q u e r s c h n i t t s a u f g a b e gestaltet werden kann und was das für unsere Rolle als Betriebs- und Arbeitnehmer- SeelsorgerInnen bedeutet , darum soll es in den Referaten und den Workshops der Bundesfachtagung gehen.

Darüber hinaus werden wir über die Projekte und Aktivitäten der Bundeskommi ssion informieren .

Peter Ha r t l a u b

Sprecher der Bundeskommission

mehr Infos im folgenden PDF:

zweite Seite:


Betriebsseelsorge auf dem DGB-Bundeskongress

Vom 16. – 20. Mai findet in Berlin unter dem Motto „Arbeit, Gerechtigkeit, Solidarität – 19. Parlament der Arbeit“ der 19. Ordentliche Bundeskongress der acht DGB-Gewerkschaften statt. Insgesamt werden ca. 400 Delegierte zusammenkommen, um u.a. die Neuwahl des/der DGB-Vorsitzenden, des/der stellvertretenden Vorsitzenden sowie weiterer Mitglieder des Geschäftsführenden Bundesvorstandes durchzuführen. Desweiteren stehen Beratungen zu einer großen Zahl an Anträgen zu zentralen gewerkschaftlichen Themen sowie über eine neue DGB-Satzung an.

Die Katholische Betriebsseelsorge in Deutschland ist zusammen mit dem KDA (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der ev. Kirche in Deutschland) auf dem Bundeskongress mit einem Infostand vertreten. Ingrid Reidt (Betriebsseelsorge Rüsselsheim), Dr. Manfred Böhm (Arbeitnehmerpastoral Bamberg) und Wolfgang Herrmann (Betriebsseelsorge Rottenburg-Stuttgart) werden u.a. die Leitlinien der Betriebsseelsorge vorstellen. Im Netzwerk mit der KAB und der Arbeitnehmerseelsorge im Bistum Mainz werden die jeweiligen Ausstellungen zum Thema „Gute Arbeit“ die Anliegen und Forderungen der Betriebsseelsorge Teilnehmer/-innen anschaulich nahe bringen. Auch die Anliegen der Allianz für den freien Sonntag – die Betriebsseelsorge ist ein Bündnispartner der Allianz – werden Teil des Programmes am Stand sein.

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Die Betriebsseelsorge auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München

 

Das Münchner Großereignis vom 12. – 16. Mai 2010 ist für KAB-Bundespräses Albin Krämer eine sehr gute Gelegenheit, um die Ökumene gemeinsam weiter zu stärken. Die KAB habe ja bereits in der engen Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmer (BVEA) und dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (kda) in vielen Bereichen eine Vorreiterrolle.

In der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmer-organisationen (ACA), die gemeinsam u.a. vom Kolping-Verband und dem BVEA getragen wird und auch der gemeinsame Kampf in der „Allianz für den Sonntag“, in der evangelische und katholische Arbeitnehmerverbände sowie Gewerkschaften zusammenarbeiten, trage die ökumenische Zusammenarbeit sichtbare Früchte.

Auch beim 2. ÖKT vom 12. – 16. Mai in München präsentiert sich die KAB an einem gemeinsamen Stand mit der Katholischen Betriebsseelsorge, dem evangelischen KDA, dem BVEA, der Allianz für den freien Sonntag, dem Netzwerk Gesellschaftsethik und dem Netzwerk ÖKT. Alle Veranstaltungen, Podien und Diskussionsrunden werden ökumenisch gemeinsam vorbereitet und umgesetzt. Zudem hat der KAB-Diözesanverband München und Freising am Abend der Begegnung (Mittwoch 12. Mai) einen eigenen Stand in der Münchner Fußgängerzone in der Nähe der Bürgersaalkirche.

Bundespräses Krämer sprach seine Erwartung aus, dass die wichtigen sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen, die derzeit anstehen, noch in stärkerer Gemeinsamkeit der Kirchen Deutschlands getragen werden. Krämer erinnert besonders an das gemeinsame Sozialwort der EKD und der Deutschen Bischofskonferenz im Jahre 1997 "Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit", in dem neoliberalen Tendenzen eine Absage erteilten wurde. Für viele Menschen war und ist dieses Wort ein Meilenstein der Ökumene. „Hier sollten wir wieder anknüpfen!“

"Gute Arbeit für alle“Messe-Stand auf der Agoragemeinsam mit Betriebsseelsorge, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (kda), Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmer/innen (BVEA), Allianz für den freien Sonntag, Netzwerk Gesellschaftsethik

Ort: Messehalle B5, Standnummer B5F26

Bisher geplante Aktionen am Stand:Do. Thema: Grundeinkommen (Diözesanverband Köln)

Gespräch mit Günter Wallraff: " Altersarmut die neue Gefahr?" mit Dr. Reinhold Thiede Deutsche Rentenversicherung Bund

 


Betriebsratswahlen 2010

 

Wolfgang Herrmann, Leiter des Fachbereichs Kirche und Arbeitswelt - Betriebsseelsorge- der Diözese Rottenburg-Stuttgart im Gespräch mit Betriebsseelsorgern aus dem Landkreis Ludwigsburg.

Den Artikel von Diana Müller aus dem Sonntagsblatt können Sie hier herunterladen: PDF


Informationen zur Betriebsratswahl 2010

 

Für die bevorstehenden Betriebsratswahlen stellen wir Ihnen gerne Informationen zur Verfügung.

Die Arbeitshilfe "Betriebs- und Personalratswahlen 2010" erhalten Sie bei der:

Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Jahnstraße 30

70597 Stuttgart

0711-9791-116

 Betriebsseelsorge@bo.drs.de