Das Jahr 2012

Vertreter der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) der Diözese Rottenburg-Stuttgart übergeben Unterschriften zur Überprüfung des Ladenöffnungsgesetzes an Sozialministerin Altpeter Klaus Maier, SPD und Brigitte Lösch, Grüne:

 

 

„Kleinere Geschäften können sich längere Ladenöffnungszeiten gar nicht leisten!“

 

Vertreter der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) sowie der Gewerkschaft Ver.di, gemeinsam mit der Landtagsvizepräsidentin Brigitte Lösch (Grüne) und dem Landtagsabgeordneten Klaus Maier (SPD) übergaben zahlreiche Unterschriften zur Evaluierung der Ladenöffnungszeiten an Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD). Bernhard Franke, Landesfachbereichsleiter der Gewerkschaft Ver.di, Wolfgang Herrmann, Leiter der Betriebsseelsorge in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, vertraten dabei die Allianz für den freien Sonntag und sozialverträgliche Arbeitszeiten in Baden-Württemberg. Anna Schonter, KAB-Diözesanvorsitzende, Karl Beck, KAB-Gruppenvorsitzender und Peter Niedergesäss, KAB-Diözesansekretär Stuttgart betonten angesichts der Zunahme von verkaufsoffenen Sonntagen in Großstädten und der Abendöffnungen die Notwendigkeit einer Evaluation des 2007 geänderten Ladenöffnungsgesetzes.

Hier die gesamte Pressenotiz als PDF:


Verkaufsoffener Sonntag am 4. November in Frankfurt abgesagt

Sonntagsöffnung ist „eindeutig rechtswidrig"

Vergleich von ver.di und Stadt Frankfurt

In der juristischen und öffentlichen Auseinandersetzung zwischen der „Allianz für den freien Sonntag Hessen", vertreten durch ver.di, und der Stadt Frankfurt über die Veranstaltung verkaufsoffener Sonntage am 2. September und 4. November 2012 wurde auf Vorschlag des Gerichtes folgender Vergleich geschlossen:

1. Für den 2. September verzichtet ver.di auf die Geltendmachung ihrer Rechte im Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht.

2. Die Öffnung der Geschäfte am 4. November wird von der Stadt Frankfurt zurückgenommen.

3. Vom 4. November bis 31. Dezember 2012 wird es keine weitere Sonntagsöffnung in Frankfurt geben.

4. Der für den 4. November geplante verkaufsoffene Sonntag unter dem Motto „Welcome Winter" wird in diesem Jahr nicht mehr zum Anlass für eine Sonntagsöffnung genommen.

„Dies ist ein punktueller Erfolg in einer grundsätzlichen Auseinandersetzung über die Rechtmäßigkeit verkaufsoffener Sonntage in Hessen, weil das Verwaltungsgericht die Ver-anstaltung der Stadt Frankfurt am 4. November in einem richterlichen Hinweis als eindeutig rechtswidrig einstufte", kommentiert der Leipziger Rechtsanwalt Dr. Friedrich Kühn, der die Hessische Allianz und ver.di im Verwaltungsgerichtsverfahren vertritt, diesen Kompromiss beider Beteiligter.

Hier finden Sie den vollständigen Wortlaut der Pressemitteilung als pdf-Download: ->


Ladenöffnung: Ver.di- und KAB-Kritik an NRW-Regierung

Anlässe für Sonntagsverkauf genau prüfen

Düsseldorf, 17. August 2012

Mit massiver Kritik hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) auf den „unzureichenden Veränderungswillen der Rot/Grünen Regierungskoalition in NRW zum bestehenden Ladenöffnungsgesetz reagiert. „Es ist und bleibt ein Skandal, an Werktagen eine Ladenöffnungszeit rund um die Uhr zuzulassen und lediglich samstags eine Begrenzung bis 22 Uhr einzuführen - wobei gleichzeitig das Hintertürchen des Late-Night-Shoppings geöffnet wird", erklärte Lieselotte Hinz, ver.di-Landesfachbereichsleiterin Handel in NRW. Ge-sundheitsschädliche Nachtarbeit insbesondere für Frauen und vermeidbare nächtliche Lärmbelästigung in Wohngebieten hätten bei den Entscheidungen der Koalition offenbar keinen Stellenwert gehabt (...).

Auch der KAB Diözesanverband Köln gehen die Vorschläge der Landesregierung NRW zum Ladenschluss nicht weit genug.

„Eine Beschränkung der Öffnungszeiten an Samstagen auf 22 Uhr ist eine Alibi-Veranstaltung", kritisiert der Diözesanvorsitzende Tim Kurzbach den Vorschlag der Landesregierung. „Wenn die Geschäfte unter der Woche weiterhin bis 24 Uhr geöffnet sein dürfen, kann von einer Reform keine Rede sein." Auch beim Sonntagschutz gehen der KAB Köln die geplanten Schritte der Landesregierung nicht weit genug. Die Koalition hat sich bei vier verkaufsoffenen Sonntagen pro Verkaufsstelle auf insgesamt bis zu 13 pro Stadt und Gemeinden verständigt. „Ein effektiver Sonntagsschutz sieht anders aus, vor allem, wenn Verkäufer und Verkäuferinnen an Samstagen bis 22 Uhr arbeiten müssen", so Kurzbach (...)

Hier geht es zum vollständigen Wortlaut der Presseerklärungen von ver.di und KAB: ->

Hier geht es zum vollständigen Wortlaut der Presseerklärung: ->


Zum Entspannen in die Stadt - ohne Sonntage gäbe es nur noch Werktage

Eine Initiative der Allianz für den freien Sonnatg in Hessen

Frankfurt, 2. September 2012

Die Allianz für den freien Sonntag in Hessen veranstaltet - zur Unterstützung der anhängenden Klagen gegen die Sonntagsöffnungen - am 2. September 2012 ab 14.00h an der Hauptwache in Frankfurt ein "Programm zur Entspannung und Aktion" unter dem Motto: "Sonntags frei! - Ein echtes Erlebnbis!". Mitwirkende sind u.a. die Musikgruppe "Habakuk", Prof. Dr. Franz Segbers und die KAB Frankfurt. Ein großer Spiele- und Entspannungsparcours mit Riesenmikado, Foto-Shooting und vielem mehr lädt ein, die "Seele baumeln zu lassen".

Nähere Informationen finden Sie hier:

Veranstaltungsflyer als pdf-Dokument zum Download: ->

Motivpostkarte zum Download: ->

Den Internetauftritt der Allianz für den freien Sonntag in Hessen finden Sie hier:

 www.sonntagsallianz-hessen.de


Migration zu Krisenzeiten innerhalb der europäischen Union: Herausforderungen und konkrete Antworten

 

Das Europäisches Treffen von christlichen Vertretern der Arbeitnehmerpastoral in Barcelos/Portugal vom 6.-10. April 2011 wurde von der GEPO (Gruppe europäischer Arbeitnehmerpastoral) organisiert. Verantwortlich für dieses Treffen waren für Deutschland: Diakon Andreas Welte und Theologe Thomas Eschbach.

An dieser Veranstaltung waren Vertreter aus den Ländern Belgien, Luxemburg, Schweiz, Spanien, Italien, Portugal, Malta, England, Rumänien und Deutschland anwesend.

Das Thema „Migration zu Krisenzeiten innerhalb der europäischen Union: Herausforderungen und konkrete Antworten“ hätte in der aktuellen politischen Weltlage mit den Konflikten in Nordafrika nicht passender, aber auch drängender sein können. Doch auch unabhängig von der momentanen Lage ist das grundsätzliche Phänomen der Migration mit all ihren Ausprägungen und Konsequenzen eine Herausforderung für Europa, für jeden Mitgliedsstaat und für jeden Einzelnen.

Die Frage: Wer ist mein Nächster? – biblisch gesprochen, bedarf einer Antwort auf allen Ebenen.  Wir stellen fest, dass immer mehr Menschen aus vielen Teilen der Welt in die EU drängen. Die Regelung innerhalb der EU, dass das jeweils zuerst erreichte Land die Aufnahme der Flüchtlinge selbst regeln muss, lässt das Problem für uns Deutsche oftmals nur durch Nachrichtensendungen in unseren Wohnzimmern ankommen. Aber wir haben ja auch die Möglichkeit mit einem kleinen Knopfdruck die Situation für uns angenehmer zu gestalten. Das können die südlichen Länder in Europa nicht. Die Flüchtlinge sind physisch da. Es ist gerade kein Zeichen von Solidarität innerhalb der Europäischen Union, wenn die ärmsten Länder der Union wie Italien, Malta, Griechenland Spanien und Portugal diese Situation bewältigen müssen.

Auch wir in Deutschland haben es dennoch mit dem Phänomen der Migration, spezielle der Arbeitsmigration zu tun, wenn auch unter anderen Vorzeichen. In der Debatte in Deutschland steht ganz oben auf der Prioritätenliste die Verwertbarkeit der Arbeitskraft von Migranten. Deshalb sind ausländische Facharbeiter und Ingenieure auch gerne willkommen. Anders sieht die Bereitschaft zur Aufnahme aus, wenn es um Familiennachzug und damit um Integration geht. Am wenigsten erwünscht sind Migranten, die angeblich nur Geld kosten. Vergessen darf man hierbei nicht, dass manche Länder bedingt durch die demographische Entwicklung auf Migranten angewiesen sind.

In einem vereinten Europa werden diese eben nur angerissenen Themenkomplexe oftmals nationalstaatlich, also je nach nationaler Interessenlage, beantwortet.

Das Kolloquium hat den Versuch unternommen sich der aktuellen Problematik unter einem anderen Blickwinkel zu nähern. Ausgehend von der jüdisch-christliche Tradition erschloss Jean-Claude Braue, Vorsitzender der GEPO die biblischen Wurzeln des christlichen Glaubens, der sich zu einem Gott bekennt, der aus der Wüste kam. Glaube an einen Gott, der sich mit den Wandern, den Vertriebenen, den Wirtschafsflüchtlingen solidarisiert und mit ihnen seinen Bund geschlossen hat.

Paul Schobel, ehemaliger Leiter der Betriebsseelsorge in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, hat die Katholische Soziallehre unter dem speziellen Fokus der Migration analysiert. Ganz zentral bleibt für ihn die Aussage von der Pastoral Konstitution Gaudium et Spes: Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi.

Dies hat Konsequenzen für die Pastoral. Vertreter aus England, Luxemburg und Portugal haben anhand ihrer kirchlichen Diensten Beispiele vorgestellt, die genau an dieser Schnittstelle arbeiten.

Sie verfolgen alle das Ziel Menschen in ihrer speziellen Situation anzunehmen und diesen Schritte in die neue Heimat, speziell in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Wichtige Angebote sind hierbei Bildungs- und Beratungsangeboten zu Themen Arbeits- und Sozialrecht, Bewerbungstrainings, Unterstützung bei konkreten Konflikten mit Arbeitgeber, Sprachschulen und vieles mehr.

An diese Schnittstelle arbeiten heißt auch politisch zu sein und Ungerechtigkeiten anzuklagen und öffentlich zu machen.

Die Antwort auf die große Frage nach der Migration lässt sich nach den Aussagen des Soziologen Jose Luiz nur in einer neuen Haltung beantworten. „Wir müssen von einem „Wir“ und „Die“ zu einem „Uns“ kommen, so Luiz und betont: „Solche Orte des „Uns“ müssen aus dieser Haltung heraus in allen Ländern eingerichtet werden.“

Im Abschlussgottesdienst entfaltete der Vorsitzende der portugisischen Bischofskonferenz Bischof Jorge Ortega in seiner Predigt ausgehend von der Textstelle der Erweckung des Lazarus, die Kraft der lebendig machenden Worte Jesu angesichts sozialer Herausforderungen.

Wie wichtig europäischer Austausch ist, haben Vertreter aus der Region Saar/Lor/Lux/Trier und Vertreter der KAB und Betriebsseelsorge der Diözese Speyer schon 1976 erkannt und in die Tat umgesetzt. Seit dieser Zeit fühlt sich die Betriebsseelsorge der Diözese Speyer dem europäischen Gedanken verpflichtet und richtet das regelmäßige Vier-Grenzland –Treffen aus. Ein Modell, was europaweit viele Nachahmer gefunden hat. In dieser Tradition stehend und nun auf ganz Europa gerichtet, waren Diakon Andreas Welte und Thomas Eschbach die Vertreter der KAB und Betriebsseelsorge in Portugal auf diesem Kolloquium vertreten. Diakon Welte ist außerdem in der GEPO- Vorbereitungsgruppe für Deutschland verantwortlich tätig.  

Thomas Eschbach


Seminar: "Grundlagen des Arbeitsrechts"

Datum/Ort: 15.11.2012 - Frankfurt - 10.00-16.00 Uhr

Die Bundeskommission der Betriebsseelsorge in Kooperation mit dem Nell-Breuning-Haus Herzogenrath lädt ei n zum Seminar: 'Grundlagen des Arbeitsrechts'.

Inhaltliche Akzente sind:

- Kurze Einleitung in das europäische und deutsche Rechtssystem

- Abmahnung/Kündigung

- Insolvenzrecht, Betriebsschließung, Betriebsübergang

Adressatenkreis: Mitarbeiter/-innen der Betriebsseelsorge sowie Interessierte aus dem KDA, der KAB...

Nähere Informationen sowie Hinweise zur Anmeldung finden sich hier: ->


Einladung zum

bayernweiten Treffen der regionalen Allianzen für den freien Sonntag

Termin: Freitag, 12. Oktober 2012

10 Uhr bis 15 Uhr; Ort: Nürnberg, DGB-Haus

 

Die Sonntagsallianzen sind inzwischen eine europaweite Erfolgsgeschichte geworden, eine neue soziale Bewegung. Bewegungen brauchen Kreisläufe und Kreisläufe brauchen Bewegung. Damit es aber zwischen der Europäischen Sonntagsallianz in Brüssel und den 50 regionalen Sonntagsallianzen in Bayern nicht zu Kreislaufstörungen kommt, treffen wir uns am 12. Oktober in Nürnberg.

Wir werden uns einen Überblick verschaffen über den Stand unserer Aktionen von Europa bis in die Regionen. Und wir werden gemeinsam vorausschauen auf die kommenden Projekte.

Natürlich dürfen wir auch ein Stück weit stolz sein auf das bisher Erreichte. Etwa darauf, dass der Freistaat Bayern sich – mit unserer Unterstützung – dem „Wettlauf der Besessenen" (noch) verweigert und das alte Ladenschlussgesetz bewahrt.

Den Einladungsflyer finden Sie hier:


Rundbrief Allianz für den Sonntag

 

Die Allianz für den freien Sonntag in Rheinland-Pfalz gibt neuerdings einen regelmäßig erscheinenden Informationsbrief heraus. Die aktuelle Ausgabe 1/2012 mit (u.a.) folgenden Themen:

- Sonntag ist Kulturgut - Allianz gegen kommerzielle Flohmärkte am Sonntag

- Bericht von der 4. Zeitkonferenz in Fulda

- Sonntagsschutz muss sein - ACK und KAB in Kirchen/Sieg starten Initiative

können Sie hier als pdf-Dokument herunterladen: ->

Den Internetauftritt der Sonntagsallianz in Rheinland-Pfalz finden Sie hier:

 http://www.sonntagsallianz-rlp.de/ http://www.sonntagsallianz-rlp.de <//a>


Seminar: "Grundlagen des Arbeitsrechts"

Datum/Ort: 15.11.2012 - Frankfurt - 10.00-16.00 Uhr

Die Bundeskommission der Betriebsseelsorge in Kooperation mit dem Nell-Breuning-Haus Herzogenrath lädt ei n zum Seminar: 'Grundlagen des Arbeitsrechts'.

Inhaltliche Akzente sind:

- Kurze Einleitung in das europäische und deutsche Rechtssystem

- Abmahnung/Kündigung

- Insolvenzrecht, Betriebsschließung, Betriebsübergang

Adressatenkreis: Mitarbeiter/-innen der Betriebsseelsorge sowie Interessierte aus dem KDA, der KAB...

Nähere Informationen sowie Hinweise zur Anmeldung finden sich hier: ->


Entgrenzte Arbeit - psychische Belastungen

24. bis 25. Mai 2012 - Evangelische Akademie Bad Boll

Arbeiten zu jeder Zeit und an jedem Ort - moderne Kommunikationsmittel, flexible Arbeitszeitmodelle und die Auflösung starrer Organisationsstrukturen versprechen schier grenzenlose Freiheit. Zugleich nimmt jedoch die Zahl psychisch erkrankter Mitarbeitender stetig zu. Macht entgrenzte Arbeit krank? Moderne Arbeits- und Kommunikationsformen stellen Unternehmen, Arbeitsmarktpolitik und Einzelne vor große Herausforderungen. Die Tagung fragt nach Zusammenhängen zwischen Veränderungen in der Arbeitswelt und psychischen Belastungen. Darüber hinaus bietet sie strukturelle und individuelle Lösungsansätze.

Weitere Infos zum Tagungsprogramm sowie zur Anmeldung finden Sie hier: ->

Anmeldeformular:


Bundesfachtagung 2012 der Betriebsseelsorge

Prekäre Beschäftigungsverhältnisse - was tun?

Handlungsmöglichkeiten und Kooperationspartner

Ort: Arbeiterzentrum Böblingen (Diözese Rottenburg-Stuttgart)

Datum: 12. Juni - 14. Juni 2012

Infoflyer mit Anmeldedeinformationen gibt es hier: ->


Bundeskommission der Betriebsseelsorge

2. Fachgespräch: Konflikte und Mobbing am Arbeitsplatz in der Beratung - ein systemischer Beratungsansatz

20.11.2012 – 21.11.2012, Caritas-Pirckheimer-Haus

in NürnbergKonflikte und Mobbing am Arbeitsplatz - dieses Thema taucht immer wieder auf in unserem Alltag als SeelsorgerInnen und BeraterInnen in der Betriebsseelsorge, bei der Caritas oder der Ehe-, Familien- und Lebensberatung, in Krankenhäusern, Altenheimen oder bei der Polizei oder als SupervisorIn. Das Fachgespräch bietet ein Forum für BeraterInnen oder SeelsorgerInnen, die in ihrer Arbeit mit dem Thema in Berührung kommen und weitere Information und eine Reflexion ihrer Arbeit suchen. Neben dem fachlichen Input ist auch Raum für Austausch und Diskussion.

 

Nähere Infos, auch zur Anmeldung, finden sich hier: ->


Kirche hört den Schrei aus der Arbeitswelt

 

Wallfahrt: Anlässlich des 1000-jährigenDomjubiläums pilgerten Arbeitnehmer und Arbeitslose mit Erzbischof Ludwig Schick durch die Innenstadt zum Dom. An vier Stationen und im Gottesdienst fielen mahnende Worte: „Arbeit ist Menschenrecht“.

 http://images.eo-bamberg.de/5/438/1/11670378874661157376.jpg

Weitere Informationen und Bilder hier:

 

< http://www.eo-bamberg.de/eob/dcms/sites/bistum/seelsorge/arbeitnehmerpastoral/aktuelles/index.html?f_action=show&amp;f_newsitem_id=109897>

 


Seminar: "Grundlagen des Arbeitsrechts"

Datum/Ort: 15.11.2012 - Frankfurt - 10.00-16.00 Uhr

Die Bundeskommission der Betriebsseelsorge in Kooperation mit dem Nell-Breuning-Haus Herzogenrath lädt ei n zum Seminar: 'Grundlagen des Arbeitsrechts'.

Inhaltliche Akzente sind:

- Kurze Einleitung in das europäische und deutsche Rechtssystem

- Abmahnung/Kündigung

- Insolvenzrecht, Betriebsschließung, Betriebsübergang

Adressatenkreis: Mitarbeiter/-innen der Betriebsseelsorge sowie Interessierte aus dem KDA, der KAB...

Nähere Informationen sowie Hinweise zur Anmeldung finden sich hier: ->



Jetzt handeln: Finanztransaktionssteuer einführen

Eine Kampagne unter Mitträgerschaft von Misereor, der KAB, des DGB u. v. anderen Organisationen

Die Einführung einer Finanztransaktionssteuer genießt inzwischen weltweit breite Unterstützung. Kirchen und Nichtregierungsorganisationen fordern sie ebenso wie zahlreiche Ökonomen und Politiker. Auch unter Banken und Finanzinvestoren finden sich Fürsprecher. Während einzelne Länder bereits eingeschränkte Steuern auf den Handel mit Wertpapieren haben, wird in der Europäischen Union seit Herbst 2011 erstmals über die koordinierte Einführung einer Finanztransaktionssteuer in mehreren Staaten verhandelt. Dabei ist allen Befürwortern klar: Eine Finanztransaktionssteuer ist kein Allheilmittel, und sie muss sorgfältig konstruiert werden, um Steuerflucht und unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden. Doch sie ist machbar, und sie ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen und gerechten globalen Entwicklung. Ein Schritt, der jetzt gegangen werden muss.

Unterstützen Sie dieses Anliegen!

Mehr zur "Steuer gegen Armut" (= Finanztransaktionssteuer) finden Sie im Internetauftritt der Kampagne:

 http://www.steuer-gegen-armut.org/mitmachen.html

 

Hier der Link zum pdf-Download des Kampagnenflyers: ->


DGB-Bezirk Hessen-Thüringen und Landesbezirk ver.di Hessen installieren Reichtumsuhr

 

Die Reichtumsuhr basiert auf der Verteilung des individuellen Netto-Vermögens (Vermögen von Personen ab 17 Jahren) in Deutschland in den Jahren 2002 und 2007. Die Höhe des Gesamtvermögens in Deutschland und seine Verteilung ist von Wissenschaftlern des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung ermittelt worden (...).

Die Einkommens- und Vermögensverteilung wird in Deutschland immer ungleicher: Der Niedriglohnsektor wächst, die Reallöhne fallen und die Armutsgefährdung steigt, während hohe Einkommen und Vermögen wachsen (...).

Eine moderate Vermögenssteuer mit einem Freibetrag in Höhe von 500.000 Euro und ein Vermögenssteuersatz von einem Prozent brächte Einnahmen in Höhe von jährlich 20 Milliarden Euro (...).

Die vollständige Erläuterung zur Reichtumsuhr finden Sie als pdf-Download hier: ->

Die tickende Reichtumsuhr finden Sie u.a. hier:

 www.dgb.de


Zum Entspannen in die Stadt - ohne Sonntage gäbe es nur noch Werktage

Eine Initiative der Allianz für den freien Sonnatg in Hessen

Frankfurt, 2. September 2012

Die Allianz für den freien Sonntag in Hessen veranstaltet - zur Unterstützung der anhängenden Klagen gegen die Sonntagsöffnungen - am 2. September 2012 ab 14.00h an der Hauptwache in Frankfurt ein "Programm zur Entspannung und Aktion" unter dem Motto: "Sonntags frei! - Ein echtes Erlebnbis!". Mitwirkende sind u.a. die Musikgruppe "Habakuk", Prof. Dr. Franz Segbers und die KAB Frankfurt. Ein großer Spiele- und Entspannungsparcours mit Riesenmikado, Foto-Shooting und vielem mehr lädt ein, die "Seele baumeln zu lassen".

Nähere Informationen finden Sie hier:

Veranstaltungsflyer als pdf-Dokument zum Download: ->

Motivpostkarte zum Download: ->

Den Internetauftritt der Allianz für den freien Sonntag in Hessen finden Sie hier:

 www.sonntagsallianz-hessen.de


 

Betriebs- und Personalräte aus dem Erzbistum kamen zum Gedankenaustausch ins Bistumshaus St. Otto

Blick hinter die Kulissen der Glitzerwelt

Die Arbeit am Flughafen, im Gesundheitswesen, in einem Callcenter oder auch in einer Maschinenfabrik – sie ist alles andere als einfach, auch wenn nach außen hin so manches den Schein einer Glitzerwelt hat. Wie groß die Probleme der Arbeitnehmer sind, das zeigte sich bei einem Treffen von Betriebs- und Personalräten mit Generalvikar Monsignore Georg Kestel im Bistumshaus St. Otto in Bamberg. Eingeladen dazu hatte die Betriebsseelsorge der Erzdiözese Bamberg.

 http://www.arbeitnehmerpastoral-bamberg.de/index.html


Arbeitsergebnisse des europaweiten Projektes "Good Old Europe" (GOE) zum demografischen Wandel veröffentlicht.

 

Projektbeteiligte Organisationen waren unter anderem die Katholische Betriebsseelsorge der Diözese Rottenburg-Stuttgart und die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart:

Der demografische Wandel als europäische Herausforderung

Lösungen durch den sozialen Dialog

Dr. Harald Kohler, Prof. Josef Schmid [Hrsg.]

Nomos-Verlag, 2012

232 S., brosch., 22.- €

ISBN: 978-3-8329-6578-5

(Reihe: Witschafts- und Sozialpolitik, Bd. 8)

Zum Inhalt:

Sinkende Geburtenraten und eine steigende Lebensdauer führen zu Veränderungen in den Altersstrukturen der Erwerbsbevölkerung in den EU-Staaten. Gegen diese sich abzeichnende Problematik wird politisch seitens der EU und ihrer Mitgliedstaate gegengesteuert. Eine Form der politischen Intervention ist die Verlängerung der Lebensarbeitszeit, die auf die unmittelbaren Auswirkungen des demografischen Wandels die Struktur der Erwerbspersonen in den Unternehmen zielt und damit die betrieblichen wie auch die kollektiven Arbeitsbeziehungen durch die Verschiebung der Grenzlinien zwischen Berufstätigkeit und dem Ausscheiden aus dem Berufsleben tangiert.

Im Band wird der demografische Wandel in drei Rubriken betrachtet: das Europäische Sozialmodell und die Situation von Älteren; der demografi sche Wandel, Rentensysteme und Reformen in EU-Staaten sowie Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigungsfähigkeit (älterer Arbeitnehmer). Die Beiträge sind sowohl wissenschaftlich als auch praxisorientiert und weisen zum Teil eine komparative Perspektive auf, indem die Länder Deutschland,

Frankreich, Großbritannien, Italien, Kroatien, Slowakei und Spanien in die Betrachtung einbezogen werden.

pdf Dokument als Download zum Buchtitel:


2. Werkstatt der Kirchlich-Gewerkschaftlichen Initiative in Bayern:

Wachstum? Wohlstand? Für wen? Und wer bezahlt?

Nürnberg, 11.9.2012

17.00h - 21.15h

Haus der Katholischen Stadtkirche

Nürnberg, Vordere Sterngasse 1

Aus dem Einladungsflyer:

Die Kirchlich-Gewerkschaftliche Initiative Bayern veranstaltet am 11.9.2012 ihre zweite „Werte-Werkstatt".

Werte-Werkstatt, das heißt: Wenig ist vorgegeben. Jede und jeder ist gefragt.

Werte-Werkstatt, das heißt: es geht uns um die gemeinsamen Werte von Kirche und Arbeitnehmerbewegung, und darum, wie sie heute umgesetzt werden können..

Nähere Informationen finden Sie hier: ->


Solidarischer Gruß an die Streikenden bei ZAMEK

 

Liebe streikende Kolleginnen und Kollegen bei ZAMEK ,

Euch in Eurem Kampf um gute und würdige Arbeitsplätze einen solidarischen Gruß von der Katholischen Betriebsseelsorge in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Ihr seid nicht allein! Euer Engagement und Euer Kampf für eine gute Zukunft, gute Arbeit und einen fairen Lohn hat auch bei uns im Südwesten der Republik ein Echo gefunden.

Mit großer Sorge beobachten wir schon seit Jahren das Anwachsen prekärer Beschäftigung, Lohndumping in vielen Branchen und den Versuch, dauerhaft einen Niedriglohnsektor in vielen Betrieben und Einrichtungen zu etablieren. Der Druck in der Arbeitswelt macht immer mehr Menschen krank (burn out) oder führt zu schikanösem Verhalten (Mobbing). Die Würde des arbeitenden Menschen bleibt dabei auf der Strecke - umso mehr möchten wir Euch deshalb Mut machen in Eurem Arbeitskampf bei Zamek. Ihr nehmt das Unrecht nicht hin, sondern habt Euch solidarisch auf den Weg gemacht, um für eine bessere Zukunft zu kämpfen. Das verdient unser aller Respekt und Unterstützung! Wir werden Euer Engagement aus der Ferne verfolgen und hoffen, dass ihr möglichst viele Eurer Ziele erreichen könnt. Steht weiter solidarisch zusammen! Wer nicht kämpft, hat schon verloren, wer aber kämpft, der kann auch gewinnen!

Für das Team der Betriebsseelsorge in der Diözese Rottenburg-Stuttgart:

Pfr. Wolfgang Herrmann

 

Hier finden Sie die ZAMEK-Streikzeitung Nr. 6 zum ansehen: ->


Am 8. und 9. Juni Juni fand in Berlin der "Transformationskongress: Nachhaltig handeln - Wirtschaft neu gestalten - Demokratie stärken" statt

Kirche, Gewerkschaften und Umweltverbände plädieren für Umgestaltung

Statt Konkurrenz Kooperation – statt Egoismus Gemeinwohl

Wir müssen und wir können uns ändern – und wir werden es gemeinsam tun, das ist eine der Kernbotschaften des Transformationskongresses von kirchlichen Einrichtungen, Gewerkschaften und Umweltverbänden (allerdings ohne Beteiligung der katholischen Kirche - leider!)

Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), forderte beim Transformationskongress eine "Ethik des Genug". Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, rief dazu auf, die Finanzmärkte zu zügeln und eine "reale, ressourcenschonendere und umweltgerechtere Wirtschaft" zu schaffen.

Nachhaltig handeln, Wirtschaft neu gestalten und Demokratie stärken, darum ging es am 8. und 9. Juni in Berlin. 895 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem In- und Ausland diskutierten engagiert mit Expertinnen und Referenten, Politikern und Jugendlichen in Workshops, wie eine große Transformation gelingen könne.

Berichte vom Kongress und zahlreiche interessante Vorträge und Materialien finden Sie unter:

 http://www.transformationskongress.de


Fernsehbericht über Kirchentruck

Das ökumenische Fernsehmagazin "Kirche in Bayern" hat einen Fernsehbericht über die Fernfahrerseelsorge und den Kirchetruck des Fernfahrerseelsorgeteams gedreht.

Der Fernsehbericht ist mit folgendem Link aufrufbar:

 http://www.kircheinbayern.de/node/1371 <//a>


Endlich.... Der Katholikentag!

 

Unser Truck vor dem Technoseum in Mannheim


Sigmar Gabriel "schlägt" sich mit dem Schlagstock eine Christophorusmünze






Morgenimpuls mit Pfr. Paul Schobel






Talk im Truck mit Verkehrsminister W.Hermann, Prof. Göschel, Arno Laut, Sigurd Holler - moderiert von Uli Röhm





Weitere Bilder und Infomationen finden Sie auf dieser Seite unter

Heilbronn

Aktuell

Zusammengestellt von Karin Aschauer


Katholikentag Mannheim: Kirchentruck ausgesendet

 

In einer kurzen Feier wurde am Samstag, den 12.05., der Katholikentagstruck der Arbeitsgruppe Fernfahrer der deutschen Betriebsseelsorge durch Erzbischof Dr. Zollitsch gesegnet und ausgesendet und von ihm und dem Generalsekretär des ZDK, Dr. Vesper auf die Reise geschickt.

In Zeiten hoher Mobilität, wurde von beiden die Idee des Trucks sehr gelobt. Das Ansinnen der Fernfahrerseelsorge ist es, mit dem Truck auf eindrucksvolle Art und Weise einen neuen Aufbruch zu signalisieren und so viele Menschen auf der Straße zu erreichen, die normalerweise von der herkömmlichen Pastoral selten angesprochen werden.

Der Truck wird am Montag, den 14.05., tagsüber auf den Raststätten Kraichgau, Hockenheimring, Wonnegau und Lorsch sowie am Dienstag, den 15.05., auf den Raststätten Bruchsal und Baden-Baden Station machen.








Kampagne "Saubere Kleidung" fordert:

Olympiasponsor 'adidas' soll Abfindungen zahlen

Der Olympiasponsor adidas verzeichnete Ende 2011 einen 18%igen Gewinnzuwachs. Mit mehr als 143 Millionen Euro sponsort adidas die diesjährigen Spiele und schloss mit der britischen Medaillenhoffnungsträgerin Jennifer Ennis einen Vertrag, der knapp über eine halbe Million Dollar wert ist.

Geht es um ArbeitnehmerInnenrechte, ist das Unternehmen weniger spendabel. Ein Jahr nach der Schließung der Fabrik PT Kizone in Indonesien, weigert adidas sich immer noch, den indonesischen ArbeiterInnen ihre ausstehenden Abfindungen in Höhe von 1,8 Millionen US-$ zu zahlen. Im Januar 2011 floh der Eigentümer von PT Kizone aus Indonesien. Dies führte zur Schließung der Fabrik im April desselben Jahres und machte 2800 ArbeiterInnen arbeitslos. Der Sportartikelhersteller adidas war jahrelang Käufer bei PT Kizone, wo die ArbeiterInnen teilweise nur US-$ 0,60 pro Stunde erhielten.

Die Aktion "saubere-kleidung.de" ruft deshalb zu einer Eil-Mail-Protestaktion auf.

Nähere Hinweise finden Sie unter:

 http://www.saubere-kleidung.de


Preis "Arbeiter für Gerechtigkeit" geht an Johannes Berthold

 

Erzbischof Ludwig Schick zeichnete den Betriebsrats-Vorsitzenden von Albéa aus

Bamberg. (bbk) Erzbischof Ludwig Schick hat am Dienstagabend (08.05.12) im Rokoko-Saal des Bistumshauses St. Otto den mit 500 Euro dotierten Preis "Arbeiter für Gerechtigkeit" an Johannes Berthold, Betriebsratsvorsitzender von Albéa in Scheßlitz, überreicht. Dieser Preis wurde vom ersten Betriebsseelsorger des Erzbistums, Prälat Norbert Przibyllok gestiftet. Er geht an Einzelpersonen oder Gremien, die sich mit ihrem Einsatz für mehr Solidarität, Menschenwürde und soziale Gerechtigkeit besonders verdient gemacht haben.

Der Erzbischof zeigte den Gästen der Feierstunde das Bild des heiligen Josef, das an der Wand des Rokokosaales zu sehen ist. Das sei ein Indiz dafür, dass die Arbeit zur christlichen Welt gehöre. Besonders wichtig in der Arbeitswelt sei das Betriebsklima – sowohl für die Zukunft des Betriebs, als auch für die Gesundheit der Mitarbeiter. Berthold habe für ein gesundes Betriebsklima gesorgt und dabei aus dem "Blick nach oben", aus seinem Glauben, Kraft gezogen, sagte Erzbischof Schick.

Norbert Jungkunz von der diözesanen Betriebsseelsorge erinnerte in seiner Laudatio, an den Austritt von Albéa aus dem Arbeitgeberverband. Diese Nachricht sei bei der Belegschaft wie ein Blitz eingeschlagen. Dass der Betrieb dann doch wieder in den Arbeitgeberverband eintrat, sei "nur durch das geschlossene Auftreten von Belegschaft, Betriebsrat und IG Metall“ möglich gewesen.

„Dieses geschlossene Auftreten, fällt nicht vom Himmel, sondern ist Ergebnis langjähriger, unspektakulärer, kontinuierlicher, engagierter und vertrauensbildender Betriebsratsarbeit. Die Art und Weise dieses Erfolges zeigt eben die Handschrift des Albéa-Betriebsrates und seines Vorsitzenden Johannes Berthold."

Berthold habe sich die Achtung und den Respekt der Menschen im Betrieb in den vergangenen zehn Jahren als freigestellter Betriebsrat erarbeitet. "Der Kfz-Meister hat gelernt, Maschinen zum Laufen zu bringen, aber auch danach akribisch zu suchen, wo es im Getriebe knirscht. Die Themen, Sorgen und Probleme, die an ihn herangetragen werden, werden angegangen – mit dem notwendigen Einfühlungsvermögen, aber auch mit Nachdruck werden Lösungen gesucht. Tabuthemen habe bei ihm keine Chance", sagte Jungkunz.

< http://www.arbeitnehmerpastoral-bamberg.de/index.html?f_action=show&amp;f_newsi


Betriebsseelsorge im Interview: DGB-Einblick 08.12., S.7

„Früher war ich müde! Heute bin ich fertig!"

Betriebsseelsorger Peter Hartlaub (Sprecher der Bundeskommission der Betriebsseelsorge) nimmt Stellung zu den Veränderungen in der Arbeitswelt und stellt die Position der Katholischen Soziallehre dazu dar.

Das Interview finden Sie hier: ->

 

Prekäre Beschäftigung, Arbeitsverdichtung, Stress,

Mobbing – neben den Gewerkschaften nimmt sich

auch die katholische Betriebsseelsorge der Probleme

der ArbeitnehmerInnen an. Betriebsseelsorger

Peter Hartlaub schildert, wie sich die Arbeitswelt

aus Sicht der Betriebsseelsorge verändert hat

und was die katholische Soziallehre dem Wandel

entgegen hält.


Veranstaltungsflyer der Betriebsseelsorge auf dem Katholikentag in Mannheim:

 

 Link auf den Flyer des Zentrums "Arbeit im Quadrat":


Kirche für Fernfahrer

 

Hier der Flyer im PDF-Format:

 

Die Tour des Trucks finden Sie hier:

 




"Sonntag - ein Geschenk des Himmels"

Ruhe-Mob

 

Freitag, 11. Mai, 11.00 Uhr

Marktplatz/Turm von St. Sebastian G1

Hier der Flyer als PDF-Format:


Zentrum "Arbeit im Quadrat"

 

Einen neuen Aufbruch wagen - Kirche in der Welt der Arbeit

Donnerstag, den 17. Mai 2012

ab 20. 00 Uhr

mit dem Kabarettisten

Prof. Dr. Hans-Peter Schwöbel

 

Freitag, den 18. Mai 2012

ab 20.00 Uhr

mit der Sängerin Raffaela

 

Hier der Flyer im PDF-Format:


Einladung zum Arbeitnehmerempfang auf dem Katholikentag

Freitag, den 18. Mai 2012

18.00 - 20.00 Uhr

Technoseum, Museumstr. 1

Arbeiterkneipe im Untergeschoss

 

Impulse:

Kardinal Dr. Reinhard Marx, Erzdiözese München-Freising

Michael Sommer, DGB-Vorsitzender

 

Gemeinschaftsveranstaltung von Betriebsseelsorge und KAB in Deutschland

Hier der Flyer im PDF-Format:


VORANKÜNDIGUNG:

Veranstaltungen der Katholischen Betriebsseelsorge und der KAB auf dem Katholikentag in Mannheim vom 16. bis 20. Mai 2012

Nähere Infos finden Sie hier:

Veranstaltungen rund um das Thema Mobilität und Fernfahrerseelsorge beim Katholikentagstruck der Bundeskommission der Betriebsseelsorge: ->

Weitere Veranstaltungen der Betriebsseelsorge, teilweise in Kooperation mit der KAB: ->


Gedenkstein für die Papierfabrik Albbruck

 

ALBBRUCK (dd). Ein Gedenkstein soll an die Geschichte der Papierfabrik Albbruck und ihre zuletzt 557 Mitarbeiter erinnern. Gestiftet hat die Bronzetafel die katholische Arbeitnehmerseelsorge Bezirk Hochrhein. Sie soll in der Nähe des Firmenareals aufgestellt werden.

"Die Zeit des Hoffens und Bangens ging ebenso an die Substanz wie alle Anstrengungen, für die Mitarbeiter ein gutes Ergebnis in den Sozialplanverhandlungen zu erreichen", sagen Betriebsratsvorsitzender Thomas Gallmann und Arbeitnehmerseelsorger Michael Herzog.

Bis zuletzt sei es wichtig gewesen, jemand an der Seite zu haben, der aus Erfahrung wisse, was das Profitdenken der Arbeitgeber für die Arbeitnehmer bedeuten kann, der sich für die Sorgen der Menschen interessiere und der zuhören könne, der aber auch spüre, wenn die beruflichen Belastungen fast unerträglich würden, berichtet Thomas Gallmann aus den vergangenen Monaten. Michael Herzog habe stets versucht die Betroffenen zu verstehen und ihnen Mut gemacht.

"Alle Mitarbeiter einschließlich der Betriebsräte, die sich in der Albbrucker Situation weit mehr als üblich engagiert hätten, verdienen Hochachtung und Dank dafür, mit Disziplin und Umsicht bis heute die veränderten Verhältnisse angenommen zu haben", ergänzt Michael Herzog. Ein wichtiges Element in der Trauerbewältigung sah der Arbeitnehmerseelsorger in der von ihm angeregten Abschiedsveranstaltung. "Es war wichtig, den Menschen die Möglichkeit zu geben, sich in Würde und dem Bewusstsein, nicht durch eigenes Verschulden zur Werkschließung beigetragen zu haben, verabschieden zu können."

Hier weitere Artikel zum Gedenkstein:

Südkurier:


"Verraten, verkauft und fallen gelassen"

 

Stellungnahme der Betriebsseelsorge Rüsselsheim

Betriebsseelsorgerin Ingrid Reidt, Rüsselsheim, 29. März 2012

Den Wortlaut der Erklärung finden Sie als pdf-Text hier: ->

zur Insolvenz der Fa. Schlecker angesichts der gescheiterten Bürgschaft für eine Transfergesellschaft als Unterstützung für die von Entlassung betroffenen Schlecker-Beschäftigten.

 


Spekulation wird politisch hofiert - die "Peanuts" der Zeche zahlen Arbeitnehmer, Rentner und Bezieher von Sozialleistungen

 

Ein Zwischenruf der Betriebsseelsorge Rottenburg-Stuttgart

Die Katholische Betriebsseelsorge in der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat zu den Nachwehen und Vorboten der Krisenwellen einen Zwischenruf verfasst.

Den gesamten Wortlaut des Dokuemntes finden Sie als pdf-Text hier: ->


Einen neuen Aufbruch wagen

98. Katholikentag in Mannheim vom 16.-20. Mai 2012

Angebote von Arbeitnehmer- bzw. Betriebsseelsorge und KAB:

Die Betriebsseelsorge und die KAB in Deutschland sind auf dem 98. Katholikentag im Mai 2012 in Mannheim mit eigenen Programmakzenten vertreten.

Hier der aktuelle Stand der Planungen von 12/2011:

14.05. – 19.05.2012 Unterwegs mit dem Katholikentagstruck:

Einparkhilfe für die Seele.

Die mobile Gesellschaft – eine Herausforderung für Christen

17.05., 18.05., 19.05., verschiedenste Veranstaltungen

rund um das Thema Mobilität als einem Merkmal der modernen Gesellschaft auf dem Katholikentagstruck der Bundeskommission Betriebsseelsorge;

Ort: Technoseum

16.05. – 19.05. ganztags

Arbeit im Quadrat

Offener Treff für ArbeitnehmerInnen, Betriebs- und Personalräte, KAB’ler und Interessierte

Präsentation der Ausstellung „Gute Arbeit"

Ort: D4,4 (Räume des Förderbandes)

abends Kulturprogramm

17.05. ab 19.30 Uhr

Mannheimer Abend mit Prof. Schwöbel und Raffaella

17.05., 18.05., 19.05.,

jeweils 14:00 Uhr

Einen neuen Aufbruch wagen – Arbeitsplätze am Wasser

Hafenrundfahrt durch den Mannheimer Hafen als zweitgrößter Binnenhafen Deutschlands mit Betriebs- und Personalräten der dort ansässigen Firmen; Voranmeldung im offenen Treff notwendig

18.05., 19.05.,

jeweils 10:00 Uhr

Die Geschichte der sozialen Frage in Deutschland und der

Einfluss der Katholischen Soziallehre

Führung durch die Dauerausstellung im Technoseum (ehemals Landesmuseum für Arbeit und Technik) unter dem Aspekt des Einflusses der Katholischen Soziallehre

Ort: Technoseum

18.05.2011, 18.00 – 20.00 Uhr

Einen neuen Aufbruch wagen – Kirche in der Welt der Arbeit

Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnenempfang der KAB und Bundeskommission Betriebsseelsorge

Impuls: Kardinal Dr. R. Marx (angefragt) und Michael Sommer (angefragt)

Ort: Arbeiterkneipe des Technoseums

Das vorläufige Programm als pdf-Download gibt es hier: ->


Die Betriebsseelsorge erklärt angesichts der Insolvenz von Schlecker ihre Solidarität mit den Beschäftigten

Aus dem Schreiben der Bundeskommission der Betriebsseelsorge an den Gesamtbetriebsrat:

"(...) Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in dieser unübersichtlichen, komplexen wie enorm belastenden Phase kommen viele Kolleg/innen mit ihrer je eigenen Lebenssituation zu Euch; Wir wissen, Ihr fangt im Moment sehr viel auf, ihr erlebt Tränen, Wut und Unsicherheit.

Ihr werdet mit vielen und vielfältigen (Teil-)Entscheidungen konfrontiert, und Ihr habt eine weitreichende Verantwortung mitzutragen. Manchmal wird es eine Gewissensentscheidung sein, die gewissenhaft abgewogen sein will – wir vertrauen da Eurer Erfahrung und Kompetenz als Betriebsräte in der Sache, Eurer Offenheit und Solidarität untereinander.

Bitte, vergesst eines bei allem, was jetzt kommt, nie: Die schwere Last der Insolvenz liegt gezwungener Maßen auf Euren Schultern! Sie ist Euch von außen aufgebürdet. Nicht Ihr, sondern allein und ausschließlich das Management der Firma hat diese aktuelle Misere und das Desaster zu verantworten! Wir sind davon überzeugt: Soweit hätte es nicht kommen müssen!

Leider sind die Leidtragenden Ihr und die Beschäftigten. Das tut uns sehr leid!

Wir wissen um Euer großes Engagement, Euren unermüdlichen Einsatz für Gerechtigkeit und bessere Arbeitsbedingungen und Euren Mut zur Mitbestimmung. Viel zu oft ist Euer Vertrauen und Eure Loyalität mit Füßen getreten worden. Das ist bitter, umso mehr verdient Ihr Anerkennung, dass Ihr Euch – mehr denn je - mit aller Kraft für die Interessen der Belegschaft einsetzt.(...)"

Den gesamten Wortlaut der Solidaritätserklärung finden Sie hier:


Im Visier: Discounter

Eine Studie über die Arbeitsbedingungen bei Zulieferern von Aldi, Lidl und KiK in Bangladesch

Seit 2007 konfrontiert die Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign, kurz: CCC) die Discounter Aldi, Lidl und KiK mit Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen bei ihren Textillieferanten (Produzenten) in Bangladesch, China, Indien und anderen Billiglohnländern. Studien legten die menschenunwürdige Beschaffungspraxis der Discounter offen und mobilisierten eine breite Öffentlichkeit. Die Kritik blieb nicht ungehört: Die Unternehmen bewegten sich und versprachen, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Doch was hat sich wirklich

bei den Zulieferbetrieben der Discounter verändert? Die vorliegende Studie geht dieser Frage nach und veröffentlicht Untersuchungsergebnisse aus zehn Fabriken, in denen für Aldi, Lidl und KiK Textilien produziert werden.

Nähere Infos (auch zu Bestellmöglichkeiten) der Studie erhaten Sie hier: ->


4. März 2012: Europäischer Tag des arbeitsfreien Sonntags

Die Europäische Sonntagsallianz ruft alle ihre Mitglieder und ihre Unterstützer zu Aktionen zum Europäischen Tag des arbeitsfreien Sonntags am 4. März 2012 auf.

Aus dem Aufruf:

"(...) Wir sind der Überzeugung, dass alle Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union ein Recht auf angemessene Arbeitszeiten haben, die prinzipiell die späten Abendstunden, die Nächte, die gesetzlichen Feiertage und die Sonntage ausnehmen. Nur essentielle Dienstleistungen sollten sonntags betrieben werden. (...) Deshalb ruft die Allianz alle Ihre Mitglieder, Unterstützer und alle Bürgerinnen und Bürger auf, dieser Forderung am Sonntag, den 4. März Gehör zu verschaffen. (...)"

Ideen und mögliche Aktionen finden sich unter:

 www.allianz-fuer-den-freien-sonntag.de

und

 www.sonntagsallianz-bayern.de

Den ganzen Wortlaut des Aktionsaufrufes finden Sie hier: ->


Sonntag - unser gutes Recht

4. Zeitkonferenz am 15.2.2012 in Fulda

Zur 4. Zeitkonferenz der bundesweiten Allianz für den freien Sonntag laden ihre Initiatoren – Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, Katholische Betriebsseelsorge, Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt und Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di – herzlich im Februar 2012 nach Fulda ein; die Teilnahme ist kostenlos.

Die Freistellung nach § 37,7 BetrVG für Betriebsratsmitglieder ist beantragt.

Die bundesweiten Zeitkonferenzen dienen der Vernetzung,dem Austausch und dem gemeinsamen Handeln für die Bewahrung des freien Sonntags als Grundlage einer humanen Gesellschaft.

Hier der Programmablauf mit Hinweisen zur Teilnahme und Anmeldung als pdf-download->


Protest gegen Takeda-Entscheidung

Die katholische Arbeitnehmerseelsorge ruft zu einer Protestkundgebung gegen den Stellenabbau bei Nycomed/Takeda auf.

Wer wird gehen müssen? Diese Frage stellten sich die Nycomed-Mitarbeiter, nachdem Takeda am Mittwoch bekannt gegeben hat, dass 700 Stellen gestrichen werden. Tesche

Einen Tag nachdem die neuen Eigentümer von Nycomed, der japanische Pharmariese Takeda, den Beschäftigten mitgeteilt haben, dass die gesamte Forschungsabteilung und der Vertrieb in Konstanz aufgelöst werden sollen, beginnen die Betroffenen die gesamte Tragweite dieses Beschlusses zu verarbeiten. Neben der Wut und Enttäuschung macht sich auch bei den Beschäftigten in Singen Angst breit. Was geschieht, wenn Arbeitsplätze substituiert werden und junge Kräfte das Feld räumen müssen? Wer muss gehen und wer darf bleiben? Der Betriebsrat hat sich auf lange, zähe Verhandlungen eingestellt. Seine Aufgabe ist es nun, für die Betroffenen das Beste herauszuholen, was nach diesem unumstößlichen Beschluss überhaupt möglich ist. Der Vorsitzende des Betriebsrates, Rolf Benz, hat es klar formuliert: „Ziel ist es, eine Transfergesellschaft zu gründen, um den Menschen eine Perspektive auf einen neuen Arbeitsplatz zu bieten."

Um die Forderungen durchzusetzen, hoffen die Beschäftigten auf Solidarität aus der Bevölkerung. Die Katholische Arbeitnehmerseelsorge Bodensee-Hohenzollern mit Sitz in Singen hat eine erste Aktion für den 24. Januar angekündigt. „Die unternehmerische Verantwortung für die Mitarbeiter scheint der Vergangenheit anzugehören", schreibt Gianfranco Rizzuti. „Was zählt, ist nur noch der Aktienkurs. Arbeitsplätze spielen nur noch rechnerisch eine Rolle. Wir fordern unsere Politiker auf, die Entscheidungen auf dem Arbeitsmarkt nicht nur den Wirtschaftspotentaten zu überlassen.

Die Organisation verurteilt diese Haltung aufs Schärfste, da sie den Prinzipien der christlichen Soziallehre widerspricht. Sie ruft die Bevölkerung zur Solidarität auf, wenn das Kreuz der Arbeitslosen am Dienstag um 10 Uhr in der Singener Fußgängerzone abgebaut und nach Konstanz gebracht wird. Dort soll das Kreuz 14.15 Uhr vor dem Münster von Mitarbeitern und dem Nycomed-Takeda-Betriebsrat in Empfang genommen werden. So wie in Singen werden auch dort Vertreter der beiden christlichen Kirchen zu den Anwesenden sprechen.

Artikel als PDF:


Kirchliche Kapitalismuskritik in der modernen Arbeitswelt

22. - 23. 06. 2012: Heppenheim, Haus am Maiberg

Die "runden Geburtstage" von gleich mehreren großen Sozialenzykliken sind auch ein jahr nach den Jubiläen Anlass genug, Traditionen und Perspektiven kirchlicher Kapitalismuskritik eingehend zu erörtern - gerade mit Blick auf die globale Wirtschafts- und Finanzkrise. Die Veranstaltung möchte die päpstliche Sozialverkündigung auf ihre (eventuell noch immer bestehenden) Zukundtspotentiale ausloten.

Kooperationsveranstaltung mit dem Referat Berufs- und Arbeitswelt im Bistum Mainz und dem Diözesankolpingverband im Bistum Mainz.

Nähere Infos:

Haus am Maiberg - Akademie für politische und soziale Bildung der Diözese Mainz

Ernst-Ludwig-Straße 19, 64646 Heppenheim

Tel.: 06252-9306-0

info@haus-am-maiberg.de

www.haus-am-maiberg.de


Betriebsseelsorger Martin Zahner (Ludwigsburg) Mitautor in neuem Werkbuch Mobbing:

Werkbuch Mobbing

Offensive Methoden gegen psychische Gewalt am Arbeitsplatz

26 Expertenbeiträge unterlegt mit Praxisbeispielen

Das »Werkbuch Mobbing« versammelt erstmalig die wirkungsvollsten Maßnahmen gegen Mobbing im Arbeitsleben in einem Band. Es vermittelt vielfältige Anregungen für die betriebliche und außerbetriebliche Praxis.

In Deutschland hat sich innerhalb der letzten Jahre eine vielfältige, informelle Infrastruktur gegen Mobbing & Co. entwickelt. Sie kompensiert durch praktische Aktivitäten das Versäumnis der Politik, sich diesem Thema gesetzgeberisch zu stellen. In diesem Werkbuch stellen 30 Vertreter unterschiedlichster Profession – Juristen, Mediziner, Psychotherapeuten, Berater, Politiker, Betriebs- und Personalräte sowie weitere betriebliche Akteure – ihre Erfahrungen und Einschätzungen vor.

In vielen Dienststellen und Betrieben wurden inzwischen Betriebs- bzw. Dienstvereinbarungen gegen Mobbing vereinbart. Das Buch stellt »Leuchttürme« vor, in denen der »Partnerschaftliche Umgang am Arbeitsplatz« besonders erfolgreich und nachhaltig sichergestellt werden konnte. Welche Maßnahmen haben sich bei der Prävention bewährt, welche bei der Lösung akuter Mobbingfälle? Wie entwickelt sich innerbetriebliche Kompetenz zum fairen Konfliktmanagement?

Weitere Schwerpunkte: Wie und wo funktionieren überbetriebliche und regionale Beratung besonders wirkungsvoll? Wie lassen sich Stolperfallen in juristischen Auseinandersetzungen vermeiden? Wie können Therapeuten, Mediziner und Beschäftigte in Kliniken die Gesundheit und den Selbstwert der Betroffenen dauerhaft sichern oder wiederherstellen? Warum ist die Vernetzung von Fachleuten bei der Bewältigung von akutem Mobbing besonders Erfolg versprechend? Was lässt sich aus internationalen Erfahrungen lernen, welchen Ausblick geben Vertreter aus Politik und Gewerkschaft?

Die Herausgeber:

Dr. Martin Wolmerath, Rechtsanwalt in Hamm

Dr. Axel Esser, Diplompsychologe, Trainer, Coach und Berater für die betriebliche Interessenvertretung, Referent in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit.

2012. 310 Seiten, gebunden

€ 29,90

ISBN 978-3-7663-6110-3

Bestellung über den Buchhandel oder:

Bund-Verlag

Postfach

60424 Frankfurt am Main

Fax: 069 / 79 50 10-11

E-Mail:

 

kontakt@bund-verlag.de






Die Wirtschaft muss den Menschen dienen: Arbeitnehmer sprechen mit Bischof
Gerhard Ludwig Müller über Leiharbeit

 

(pdr) Die Gäste aus der Oberpfalz und Niederbayern berichteten von ihren
Erfahrungen mit der sogenannten Arbeitnehmerüberlassung. Nur rund die Hälfte
eines Stammarbeiterlohns verdienten die ausgeliehenen Kolleginnen und
Kollegen – bei gleicher Arbeitsleistung. In den Sommerferien falle ihr
Urlaub aus, denn die regulär Beschäftigten hätten den Vortritt. Leiharbeiter
zu übernehmen sei kostspielig, denn die Leiharbeitsfirmen verlangten saftige
Ablösungssummen von den Betrieben, die einstellen wollen. Eine wachsende
Zahl von Betrieben setze Leiharbeiter ein, um die Lohnkosten zu senken.
Tarifliche Arbeitsplätze würden dafür gestrichen. Solchen Unternehmen gehe
es nicht mehr darum, Produktionsspitzen und Auftragsschwankungen
aufzufangen.

Tagelöhnerei des 21. Jahrhunderts nannte Richard Wittmann von der
katholischen Betriebsseelsorge diese Form der Leiharbeit. Sie verletze nicht
nur die Würde der Kolleginnen und Kollegen, betonte Alexander Gröbner von
ver.di, sie belaste auch die gesamte Gesellschaft. Denn die Gemeinschaft
aller Bürger zahle Hartz IV an die Geringverdiener und den öffentlichen
Haushalten und Sozialversicherungen fehlten Beiträge, was sich bis in die
Rente auswirke.

Bischof Gerhard Ludwig ermutigte die Arbeitnehmervertreter, sich weiter für
sichere und gerecht bezahlte Arbeitplätze einzusetzen. „Gewaltige
Einkommensunterschiede bei gleicher Arbeit sind unmoralisch. Diese Art von
Leiharbeit ist unsittlich.“ Wirtschaft habe den Menschen und der
menschlichen Gemeinschaft zu dienen und nicht umgekehrt. In einer Zeit, die
danach strebe, alle Lebensbereiche zu ökonomisieren, müssten Gewerkschaften,
Unternehmen und Kirche zusammenstehen und gemeinsam für eine menschenwürdige
Arbeitswelt eintreten.

Der Austausch mündete bei Weißbier und Abendbrot in offene und angeregte
Gespräche verbunden mit dem Wunsch, mehr Öffentlichkeit und Bewusstsein zu
schaffen für die Problematik der Leiharbeit. Vor allem der Gesetzgeber sei
hier gefordert. Denn nur er könne die notwendigen Rahmenbedingungen
schaffen. Bischof Gerhard Ludwig bedankte sich bei den Gästen für den
Austausch und ihr Engagement.

 

 http://www.bistum-regensburg.de/media/borMedia1425101.JPG


 

Noch heute aktuell für Arbeitswelt und Gesellschaft

120 Jahre Katholische Soziallehre: Katholische Betriebsseelsorge im Erzbistum Bamberg gibt neue Broschüre heraus

 

Bamberg (ku) – Am 15. Mai 1891, also genau vor 120 Jahren, veröffentlichte der damalige Papst Leo XIII. mit Blick auf die sozialen Verwerfungen seiner Zeit mit „Rerum novarum“ die erste Sozialenzyklika und rief damit die Katholische Soziallehre ins Leben. Seit dieser Zeit wurde viel geschrieben über dieses Thema, dicke Bücher sind erschienen. „Wir aber wollten zum Jubiläum etwas herausbringen, was für jeden leicht lesbar ist“, sagt der Leiter der Arbeitnehmerpastoral im Erzbistum Bamberg, Dr. Manfred Böhm, und holt die 40-seitige Broschüre „Der Mensch ist das Maß“ hervor, die vom Team der Betriebsseelsorge zusammengestellt wurde und ab sofort erhältlich ist.

Seit 1891 hat sich die Katholische Sozialverkündigung immer wieder an konkreten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen entzündet und sich in viele aktuelle Fragestellungen hinein entfaltet und weiter entwickelt. „Zum Jubiläum wollen wir zeigen, dass die Katholische Soziallehre auch heute noch in der Arbeitswelt und der Gesellschaft aktuell und brisant ist“, so Manfred Böhm im Gespräch mit dem Heinrichsblatt. „Sie ist kein verstaubtes Dokument, sondern immer noch aktuell und interessant.“

Nach den Worten des Betriebsseelsorgers ging es damals und geht es heute der Sozialverkündigung stets darum, dass der Mensch in den Mittelpunkt des wirtschaftlichen Geschehens gestellt wird und dass dementsprechend der Arbeit der gebührende Vorrang vor dem Kapital zukommt.

„Mit unserer Broschüre und den darin enthaltenen Stichworten wollen wir Betriebs- und Personalräten eine Argumentationshilfe für ihre tägliche Arbeit in den Betrieben und in der Gesellschaft an die Hand geben“, sagt Dr. Böhm. „wir wollen damit ihre Arbeit und ihre Anstrengungen für mehr Menschenwürde, Solidarität und soziale Gerechtigkeit im Betrieb und darüber hinaus unterstützen.“

Mit Blick auf „Alternativlos“, das Unwort des Jahres 2010, meint Böhm, dass dies eigentlich schon blasphemisch sei angesichts des Reiches Gottes und der Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. „Wirtschaft und Politik sind nicht alternativlos, und diese Vision, die aus dem Reich Gottes entspringt, müssen wir in die Gesellschaft einspeisen und verstärkt in den Mittelpunkt stellen, dass der Mensch das Maß ist.“

„Ein Volk ohne Vision geht zugrunde“ heißt es in der Bibel (Sprüche 29, 18). Manfred Böhm: „Deshalb müssen wir eine Vision entgegensetzen die zeigt, wie sich eine Gesellschaft entwickeln kann hinsichtlich Gerechtigkeit, Solidarität und Menschenwürde.“

Entstanden ist die Idee zu der Broschüre aus Diskussionen während eines Seminars in Obertrubach, bei dem auch über die Katholische Soziallehre und deren Jubiläum diskutiert wurde. „Wir haben dann im Nachklang noch einmal die entsprechenden Dokumente gelesen und Stichworte zusammengetragen“, so Manfred Böhm. „Vieles haben wir dann weggelassen, um es wirklich übersichtlich zu machen. Ich hoffe, das wir jetzt etwas entwickelt haben, von dem Betriebs- und Personalräte auch wirklich profitieren können.“

Datum: 04.04.2011

Autor: Heinrichsblatt - Kuschbert

 http://www.arbeitnehmerpastoral-bamberg.de/aktuelles/index.html?f_action=sh
ow&f_newsitem_id=90717




Sonntag muss Sonntag bleiben

 

Gemeinsame Erklärung des Bischofs von Aachen, des DGB-Vorsitzenden der Region NRW Süd-West und der Superintendenten der Evangelischen Kirchenkreise Aachen und Jülich

Der Sonntag ist kein Tag wie jeder andere

Der Sonntag ist eine frühe soziale Errungenschaft und auch heute als Tag der Ruhe, der Gemeinschaft, der Befreiung von Sachzwängen, Fremdbestimmung und Zeitdruck unverzichtbar. Leben ist mehr als Arbeit, Produktion und Geld verdienen. Der Sonntag stärkt den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft und der Familien, da er es den Menschen ermöglicht, am sozialen, religiösen, sportlichen, politischen und kulturellen Leben teilzunehmen.Der gemeinsame Sonntag gibt der Gesellschaft einen menschenwürdigen Rhythmus. Der Sonntag als gemeinsamer Ruhetag entspricht dem fürsorglichen Lebensrhythmus, den Gott für seine Schöpfung vorsieht. Dieses Zeichen gilt nach dem biblischen Menschenbild Herren und Knechten, Freien und Abhängigen, Einheimischen und Fremden, Mensch und Tier und der gesamten Schöpfung. Der Sonntag durchbricht das alltägliche Gefälle von arm und reich und lässt alle Menschen spüren, dass die menschliche Würde jedem und jeder Einzelnen zugesprochen ist, unabhängig von der eigenen Leistungsfähigkeit und dem eigenen Vermögen. Der Sonntag unterbricht heilsam den Alltag mit seinen beruflich und sozial festgelegten Rollen und Positionen. Er ermöglicht Begegnung und gemeinsames Feiern ganz unterschiedlicher Menschen.

Gegen eine ausufernde Kommerzialisierung des Sonntags

Doch spätestens seit der Novellierung des Arbeitszeitrechtes von 1994 vollzieht sich eine stetige Aushöhlung des Sonn- und Feiertagsschutzes. Immer mehr Wirtschaftsbereiche vereinnahmen diesen Tag für ihre Zwecke. So wurde die Sonntagsarbeit im Bereich des produzierenden Gewerbes, des Handels, der Banken, der Versicherungen und vieler anderer Dienstleistungen ständig erweitert. Immer weniger Menschen können den freien Sonntag genießen. Die Ausweitung der Sonntagsarbeit bedeutet einen gravierenden Einschnitt in das Gefüge unserer Gesellschaft und eine erhebliche Einbuße an Lebensqualität.

Sonntagsarbeit belastet alle Beschäftigten und ihre Familien

Mit der Liberalisierung des Ladenschlusses hat im Einzelhandel in den letzen Jahren eine inflationsartige Zunahme verkaufsoffener Sonntage stattgefunden. Immer flexiblere Arbeitszeiten verändern das Alltagsleben der Beschäftigten und ihrer Familien nachhaltig.

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass der arbeitsfreie Sonntag für die Gesundheit und für das Wohlbefinden der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wichtiger ist, als jeder andere arbeitsfreie Wochentag. Sonntagsarbeit übt enormen Druck auf die Beschäftigten und deren Familien aus. Sie fördert Burn-Out und andere Krankheiten. Deshalb ist der Schutz des arbeitsfreien Sonntags von großer Bedeutung für die Gesundheit der Beschäftigten und für die Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben.

2. Der freie Sonntag ist zu schützen

„Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt.“

(Grundgesetz, Art. 140)

„Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage werden als Tage der Gottesverehrung, der seelischen Erhebung, der körperlichen Erholung und der Arbeitsruhe anerkannt und gesetzlich geschützt.“

(Landesverfassung NRW, Art. 25)

Das Bundesverfassungsgericht hat in einer Entscheidung vom 1.12.2009 ein klares Zeichen gesetzt und die Sonntagsöffnung als Ausnahme beschrieben, die von den Ländern und Kommunen in jedem Einzelfall begründet werden muss. Hierbei muss das öffentliche Interesse im Vordergrund stehen.

Der Sonntagsschutz ist ein Zeichen gegen die Kultur einer Kommerzialisierung und Zersplitterung unserer Gesellschaft, der Familien und Partnerschaften und die alleinige Ausrichtung des Menschen auf Dienstleistung, Produktion und Kapital.

Die Gesetzgeber auf Bundes- und Landesebene sind aufgefordert, den Sonn- und Feiertagsschutz entsprechend dem Auftrag aus Grundgesetz und Landesverfassung gerecht zu werden.

Die Entscheidungsträger in den Kommunen müssen sicherstellen, dass der Sonntag im sozialen Zusammenleben seiner Zweckbestimmung entsprechend als Tag der Arbeitsruhe und seelischen Erhebung erhalten bleibt und der Sonn- und Feiertagsschutz von allen Akteuren respektiert wird.

Die Verantwortlichen in den Betrieben, Unternehmen und ihren Verbänden sind ermahnt, ihr unternehmerisches Handeln dem Schutz des arbeitsfreien Sonn- und Feiertags unterzuordnen sowie die Würde dieser kulturellen Errungenschaft anzuerkennen und zu respektieren. Die Respektierung des Sonntags spiegelt die Wertordnung einer Gesellschaft wieder, sowie auch jener, die sie maßgeblich gestalten können. Wir alle stehen in der Verantwortung, uns für den Erhalt des Sonntags zum Wohle einer humanen Gesellschaft einzusetzen.

Bundesweite Allianz für den freien Sonntag

Bundesweit hat sich eine Allianz für den freien Sonntag gebildet, die von kirchlichen und gewerkschaftlichen Organisationen getragen und durch Allianzen in den Bundesländern und vor Ort, durch regionale und lokale Bündnisse, unterstützt wird. Das Engagement gilt dem freien Sonntag und richtet sich gegen eine weitere Aushöhlung der Sonn- und Feiertagsruhe auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene. Wir unterstützen dieses Ziel der

Allianz für den freien Sonntag.

Juni 2011

Dr. Heinrich Mussinghoff Ralf Woelk

Bischof von Aachen Vorsitzender DGB Region NRW Süd-West

Hans-Peter Bruckhoff Jens Sannig

Superintendent Kirchenkreis Aachen Superintendent Kirchenkreis Jülich

 

Die Erklärung als Download:


Aktionsbroschüre mit Anregungen zum Sonntagsschutz erschienen

 

Seit Anfang August ist beim Ketteler-Verlag die Aktionsbroschüre „Aktiv für den freien Sonntag – Aktionsanregungen zum Sonntagsschutz“

der Allianz für den freien Sonntag erhältlich.

 

Lesen Sie hier mehr und bestellen Sie online:

 




Hier ein Auszug aus dem Vorwort:

 

„Sonntagsschutz - mit Phantasie"

Arbeitsverdichtung, flexible Arbeitszeiten, Wechsel von Arbeitsphasen und Arbeitslosigkeit und immer mehr private Anforderungen steigern den Stress. Eine Ruheinsel ist der arbeitsfreie Sonntag – noch. Am Sonntag haben die Menschen Zeit für ihre Bedürfnisse – in der Familie, mit Freunden, beim Gottesdienst, beim Sport oder Ausflügen. Sonntag, so sagt man, das ist der Tag der Familie, der Tag der Ruhe und der Besinnung, der Tag der Kultur und der Feste, der Tag des Herrn. Ja, aber der arbeitsfreie Sonntag ist gefährdet. Durch lasche Gesetze, durch halbherzige Kontrollen, durch finanzielle Begehrlichkeiten, durch fehlendes Sonntagsbewusstsein. Aber, es gibt, Gott sei Dank, eine Gegenbewegung. (...) Bündnisse aus kirchlichen und gewerkschaftlichen Gruppen kämpfen mit Argumenten, Diskussionen und fantasievollen Aktionen für den arbeitsfreien Sonntag. (...) Damit auch Sie sich mit ihren Argumenten und Aktionen Gehör verschaffen können, bieten wir in dieser Broschüre Anregungen für Aktionen, Ideen und Arbeitsberichte.“

 

Hier der Link zur Online-Bestellung beim Ketteler-Verlag:

 

 

 http://www.ketteler-verlag.de/shop/ketteler/index.php?page=fsearch&match=LISA_SACHGRP=020&tid=Themenhefte/Arbeitshilfen

 

 

Weitere Informationen gibt es auch unter:

 

 www.allianz-fuer-den-freien-sonntag.de

 www.sonntagsallianz-bayern.de